Hallo,
Ich habe allmählich ein Problem mit meiner Zukunftsperspektive. Zurzeit besuche ich die 10 Klasse einen etwa 400 Schüler großen Haupt- und Realschule und mein Ich holt mich langsam selber ein. Gerade bin ich,männlich, 16 geworden, doch das Problem kommt langsam seit der Sommerferien. Ich hole mal weit aus.
Ich bin geboren, ging in den Kindergarten, hatte dort ein paar Freunde sogar. Dann kahm ich in die Schule. Die üblich Vorfreude usw.. Nach etwa einen halben Jahr spielte ich regelmäßig mit einem Freund. Ein paar Monate lernete ich dann auch einen weiteren kennen. So ging es dann weiter. Bis zur 3 Klasse waren es dann etwa 8. Einige regelmäßig, andere ein paar mal im Monat. Was mir auffiel, war, dass ich erst am Ende der 3ten Klasse die Namen meiner Mitschüler gelernt hatte, einige Nachnamen konnte ich erst in der 4ten. Mit Mädchen konnte ich auch gut. Irgendwann in der 3ten hatte ich dann keinen Lust mehr. Also versuchte ich 2mal die Woche nurnoch mit irgendwem zu spielen, das gelang mir auch recht gut. Das Zeugnis der 3ten war fast nur voller 4ren. Dies rührte daher, das ich eigentlich den ganzen Tag am Rechner oder an einem anderen Daddelgeräten spielte. Ich setzt mich dann in der 4ten richtig hin und schöpfte mein Potential aus. Der Durchschnitt war etwa bei 2,2 und das Arbeits-, sowie Sozialverhalten bei C . So bekam ich die Empfehlung fürs Gymnasium. Dann ging es auf einen Gesamtschule. Dort ging es los. Die Klasse war aus Kindern mit der Empfehlung Realschule und Abitur gemischt. Einer meiner alten Freunde war auch in diese gerutscht. Mein bester Freund aber in die Hauptschule; zumindest waren wir in der selben Schule. Zusammen konnte man aber nicht seien, da er immer von den obercoolen durch die Gegend geschleppt wurden. Wenn wir uns heute treffen, sagen wir höflich:"Hallo" zueinander und gehen dann wieder. Man will sich gut in Erinnerung bleiben. Nach 8 Wochen hielt ich es nicht aus. Mit der Schule hatte ich genug Stress. Das mich meinen Mitschüler nicht abkommen, war bei Schulzeiten bis 16 Uhr nicht zu ertragen. Ich habe mich dann Abends in Bett gelegt und einfach nur geweint. Danach ging ich auf die andere Schule, wo ich jetzt bin. Natürlich in die Realschule. Das war im ersten Moment abwertend für mich. Ich hatte gelernt und getan, um letztendlich zu schlecht für das Gymnasium zu sein und auf die Realschule zu gehen. In den ersten Wochen lernte ich 2 Personen kennen. Da war ich dann 3-4 mal und das war es dann fürs erst. Die nächsten 2 Jahren stand ich daneben, wenn ein paar aus meiner Klasse Kicker oder Billard spielten, um nicht ganz ausgeschlossen zu wirken. Das macht einer aus unserer Klasse heute noch und kommt damit auch super klar. In der 9ten ging es dann. Einer musste das Schuljahr wiederholen und so gehe ich jetzt fast jede Pause mit jemanden über den Schulhof, rede etwas und das war es dann. Sobald ich zu Hause bin, möchte ich niemanden mehr sehen und gehe auch nicht ans Telefon. Mobiltelefon habe ich zwar eines, aber das liegt immer ausgeschaltet in der Ecke. So sitzt ich rum, mache Hausaufgaben und schaue etwas Fernsehen oder ein paar Sachen bei ebay an. In den letzten Jahren bin ich auch immer zynischer geworden. Wenn ich in die Schule gehen, weiß ich schon, dass unsere Lehrer irgendeinen Mist planen, zu dem nur sie Lust haben. Dabei sind sie meist selbst zu unfähig, zu merken, dass wir auf Standby stehen. Am schlimmsten ist das aufgesetzte Lächeln, das sie haben. Hinter meinem Rücken empfiehlt unser Schuldirektor anderen, nicht mit mir zu reden. Sehe ich ihn, möchte ich ihn am liebsten mal die Meinung geigen, aber ich warte bis ich mein Zeugnis habe. Das Amt als Schuldirektor nutzt er nur, um sein Image zu polieren und politisch weiter zu kommen. Die Schulveranstaltungen weiß er medienwirksam zu vermarkten. Meine Klassenlehrerin ist zwar nicht die schlechteste, aber auf der Klassenfahrt hat sie zweimal Alkohol an minderjährige ausgeteilt und ich war malwieder der einzige, ihn nicht genommen hat. Was solls.
In den letzten Monaten kommt aber erst mein Problem, die Zukunft. Ich habe bisher gut meine berufliche Zukunft verdrängt. Zudem nervt mich meine Pubertät. Ich sage mal so, ich speichere Fotos von Fetisch-Inhalten auf meinen PC ab und lösche sie wieder. Doch langsam wird mir das bewusst und es nervt mich, da ich mich doch ehr dafür schäme. Außerdem, muss ich einen Lehrer anfangen oder es schaffen auf einen weiterführenden Schule zu gehen. Pest oder Chollera. Sollte ich mich auf einen Ausbildungsplatz bewerben und genommen werden, werde ich mich sicher nicht mit den Kollegen verstehen. Ich bin besserwisserisch, arrogant und habe damit manchmal sogar Recht, was dann wirklich nervt. Außerdem ist meine Schrift schlecht, ich bin sprotlich schlecht und alles was mit Händen zu tun hat, ist Mist. Bei einem Arbeitstag mit 8-9 Stunden um anderern Menschen würde ich wahrscheinlich verzweifeln. Mache ich jetzt Abitur, muss ich auf die Schule zurück, in der ich es kein halbes Jahr ausgehalten haben. Außerdem sind dort auch 9 Stunden an der Tagesordnung und ich weiß nicht, ob ich es schaffe. Allmählich wird man ja auch häufiger gefragt, was man später machen will und ich weiß es nicht. Ich will gar nichts mehr machen und bin langsam am
resignieren. Es hilft alles nichts und optimistisch war ich noch nie. Mich langweilen einfach andere Menschen und ich höre ihnen nur zu, um mein Kommunikationsbedürfnis zu stillen. Länger will ich sie einfach nicht sehen, sie nerven.
Ich habe mit Fotografieren angefangen mir 200 Packungen Film gekauft und 5 Verbraucht. Nun liegt die Kamera in der Ecke und ich sehe Bilder im Moment als Sinnlos an. Das wird vielleicht noch. Eigentlich langweile ich mich, es kommt die Blaue Stunde und ich sage zu mir: " Jetzt könnte ich doch perfekt Bilder machen" und dann gehen ich trotzdem nicht raus, da die 10 cent für das Bild mir zu teuer sind und ich sowieso nur Dreck fotografieren würde, der schon 50000 mal fotografiert wurde und keinen Interessiert, mich selbst nicht. Der Sinn des Fotografierens kann ja nicht das Fotografieren sein.
Trotzdem lerne ich weiter, aber mit weniger Elan. Was mir außerdem aufgefallen ist, ist , dass meinen Texte immer strukturloser werden und ich weniger Mitgefühl habe. Da versucht sich ein Jugendlicher aus einer Klasse unter mir mit Schlaftabletten zu ermorden und ich mache den Kommentar: " Selbst zu dumm zu sterben". Dabei hatte ich gar keine Reue. Jemand könnte neben mir erschossen werden und ich würde mir einfach das Blut abwischen. So ist das, während andere weinend oder verängstigt in der Ecke sitzen.


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