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Thema: 1000 Euro Belohnung für den der es schafft mich zu heilen

  1. #1
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Standard 1000 Euro Belohnung für den der es schafft mich zu heilen

    Hallo,

    da es mir extrem dreckig geht (ich kann seit Tagen nicht mehr schlafen) und ich inzwischen kaum noch einen Ausweg sehe, biete ich demjenigen der es schafft mich zu heilen 1000 Euro als Belohnung an.

    Bisher habe ich es aus eigener Kraft nur geschafft für ca. 1 bis 2 Wochen symptomfrei zu bleiben.

    Wer es schafft, dass ich 6 Monate lang symptomfrei bleibe kriegt das Geld!


    Hier ist eine Beschreibung meines Problems:
    http://www.psychologieforum.de/habe-...iert-7936.html


    Wer es schafft mich zu heilen erhält meine lebenslange Dankbarkeit und das Geld, dass ich eigentlich sparen wollte (1000 Euro).

  2. #2
    Gast5147
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    Standard

    Morgen Mr. Froussard,

    ich glaube, wenn Dir hier jemand einen Wink, eine Erleuchtung (nicht im religiösen Sinne, sondern als aufleuchtenden Gedanken -gibt es wirklich) geben sollte, Du es danach dann schaffst, besser zu leben, solltest Du Dir selbst die 1000 Euro schenken. Den Weg musst DU ja gehen, alles andere sind nur Hinweise, Hilfen etc.
    Das nur zu den tausend Euro.

    Mir kam ein anderer Gedanke (achso ... wenn Dir mein Wink helfen sollte, will ich Dein Geld nicht ), der auch bei mir persönlich eine Verbindung mit meiner Angst hat: Nicht vorhandenes Urvertrauen.
    Als Kind hatte ich kaum Angst. Erst, als meine Eltern Probleme bekamen, als es meinem Vater psychisch sehr schlecht ging, als plötzlich alles irgendwie ... hm, wie weggebrochen war, kam bei mir dieses nicht vorhandene Urvertrauen auf. Es wurde sozusagen aktiviert (ich weiß nicht, wie ich das sonst definieren soll).

    Manchmal ist der Mensch lange Zeit angstlos, bis etwas geschieht, bis plötzlich die Erkenntnis kommt, als nun sichtbares Ding, dass man ja nie wirklich Halt gehabt hat.
    Und dann kam alles Mögliche Schlag auf Schlag - und dann stand ich da, als sonst klar strukturierte Jugendliche und bekam Panikattacken.

    Sagt Dir das was?

    LG

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast5147 für den sinnvollen Beitrag:

    Mr.Froussard (17.11.2010)

  4. #3
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Standard

    Hallo Madness,

    ich danke Dir für Deine einfühlsame Antwort

    Zudem ist es es sehr nobel und aufrichtig von Dir das Geld dann nicht annehmen zu wollen. (wobei ich glaube, dass ich sicherlich ebenso handeln würde)



    Mein Problem ist leider etwas anders. Bei mir scheint es mehr eine Art Hypochondrie zu sein.

    Rückblickend ist mir aufgefallen, dass mein gesamter Krankheitsverlauf auf eine Hypochondrie hindeutet.

    Allerdings ohne die Komponente, dass ich Angst vor einer Krankheit hätte sondern "nur", dass ich ein Symptom bemerkte, dass nicht aufhören wollte.

    Scheinbar spielt bei mir da die Vorstellungskraft (bzw. Einbildung) eine starke Rolle.

    Ich spüre dann das Symptom. Habe es dadurch dauernd in meiner Vorstellung und habe dann den Eindruck, dass es nicht mehr aufhört.

    Und das eigenartige ist, dass es nicht nur Symptome sind sondern auch Empfindungen mit denen es ebenso sein kann.




    Dadurch kann ich inzwischen Nachts nicht mehr schlafen. (daher mein Posting um 4:38)




    Das einzige was mir hilft davon loszukommen sind Vorstellungen durch die ich davon überzeugt bin es endlich in den Griff bekommen zu haben (ist mir schon ca. 5 Mal gelungen)

    Das Problem dabei ist nur, dass jeder "Trick" nur einmal klappt.

    ...


    Es müsste mir irgendwie gelingen meine Vorstellungskraft auszutricksen, oder mir klar zu machen, dass die Symptome und Dauerempfindungen keine Macht über mich haben, da sie nicht real sind.

    Die Frage ist nur ... wie?

  5. #4
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Mr. Foussard.

    Die Lösung ist eigentlich nicht so sonderlich schwer und die in meinen Augen richtigen Tipps hast Du auch schon erhalten, allen voran Therapie. Hast Du Schwierigkeiten Dich da anzuvertrauen, oder worin besteht das Problem?

    Die Frage, ob Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie ist heute keine generelle mehr, so nach dem Motto, vielleicht hat ja der Recht, vielleicht aber dann doch der andere. Das ist in Deinem Fall nur eine Quelle zusätzlicher Verunsicherung. Es sind einfach verschiedene Ansätze, die man gehen kann, die aber dieselbe Psyche betreffen. Aussagen wie unheilbar kannst Du getrost ins Reich der Mythen verbannen, das ist manchmal schlicht ideologisch motivierter Müll.

    Bei phobischen Symptomen und oberflächlichen Ängsten, ist eine Verhaltenstherapie gut geeignet, sind die Ängste generalisierter, geht man eher einen tiefenpsychologischen Weg.
    Manchmal kann man auch beide Elemente verbinden.

    Beziehungen sind wichtig, die Frage ist, gibt es noch Situationen in denen Du nicht auf Deine Symptome fokussiert bist, in denen Du ein paar Minuten oder Stunden Deine Selbstbeobachtung vergessen kannst?

    Das Motiv mit den 1000 Euro mag ja Verzweiflung sein, aber damit hast Du natürlich gleich einen Bock geschossen. Stell Dir mal vor, jemand könnte Dir tatsächlich helfen, die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Symptome nach 5 Monaten und 3 Wochen wiederkommen ist erheblich gesteigert, also vergiss den Quatsch ganz schnell wieder. Außerdem ist darin ein (möglicherweise) manipulierendes Element verborgen. Alle müssten gebannt auf das Auftreten oder Wegleiben Deiner Symptome warten, würde ich mir gar nicht antun.

    Unbewusste Manipulation könnte also durchaus ein Thema sein bei Deinen Ängsten und ist es auch meistens. Dazu ist es ganz gut zu schauen, was Du durch Deine Symptome bekommst, was Du sonst nicht erhalten würdest. Und was kannst Du vermeiden, was Du sonst tun müsstest – und wozu Du vielleicht heimlich gar keine Lust hast. Immerhin wohnst Du wieder bei Deinen Eltern, was ja sonst kaum der Fall wäre. Vielleicht bist Du immer schon Mamas Liebling gewesen und vor der bösen Welt da draußen gewarnt worden oder andersrum, vielleicht hast Du nie genügend Beachtung bekommen, musstest immer funktionieren und dann holt man sich manchmal die Aufmerksamkeit, die man nie bekommen hat, über diesen Weg.
    Würde ich aber in dieser verwirrenden Situation nicht selbst klären, sondern mit Hilfe.

    Was ich auch nicht verstanden habe, ist, worin denn nun Deine Ängste bestehen.
    Wovor hast Du Angst, wann genau, wann nicht, wann weniger, wann mehr, welche Symptome?

    Das Thema Urvertrauen ist in dem Zusammenhang auch wichtig und Urvertrauen kann man auf verschiedenen Wegen auch noch lernen. Wenn erst mal die Diagnose klar ist, gibt es einen Haufen von Dingen, die Du machen kannst, die sich gegenseitig ergänzen und so einen positiven Synergieeffekt bilden, aber erst mal musst Du das Fundament legen, schauen was überhaupt los ist und nicht mal hier, mal dort rumprobieren, Du merkst ja selbst, dass es nichts bringt.

    Gruß,

    Schatten

  6. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Schatten für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (17.11.2010),Mr.Froussard (17.11.2010)

  7. #5
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Standard

    Hallo Schatten,

    vielen Dank für Deine mutmachende Antwort.

    Meine Symptome wechseln häufig.

    Zurzeit habe ich ein nervendes Kribbeln im Bauchraum, dass ich nicht wegkriege.

    Meine Angst besteht darin, dass es nicht mehr aufhört und ich die kommenden Nächte weiterhin wach liege. (und irgendwann an Schlafentzug drauf gehe)

    Zeitweise ist es mir gelungen, das Kribbeln als harmlos umzuinterprätieren. (was es ja eigentlich auch ist)

    Es ist nur das Problem, dass ich Angst habe, dass es nicht mehr aufhört, da ich fürchte, das es gerade dadurch nicht mehr aufhört.

  8. #6
    Neuling Avatar von Mr.Froussard
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    Standard

    Jetzt fällt mir etwas ein.

    Dadurch, dass das Symptom dadurch aufrecht erhalten wird, dass ich es spüre, müsste ich irgendeinen Reiz erzeugen der stärker ist durch den es überlagert wird und ich das Symptom nicht mehr wahrnehme.

    Bisher war mir das durch Ablenkung gelungen. Aber vielleicht gibt es irgendeinen Reiz der stärker wäre. (z.B. ein Stromschlag)


    Aber ich glaube, dass ist ebenfalls Unsinn

    Ich muss es irgendwie schaffen, das Symptom als harmlos wahrzunehmen und dadurch mein Urvertrauen erneut herzustellen.

  9. #7
    Gast5147
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    Standard

    Ja, richtig, das ist Unsinn Das führt dann dazu, dass Du Dich selbst geißelst, nur, damit Du nicht das Gefühl (welches, ich betone es nochmals, wohl seine Berechtigung hat, da zu sein!) empfinden musst!

    Ich glaube, Du solltest Dir eine Auszeit nehmen, von allem - Dich besinnen, schauen, was Du empfindest, es für Dich aufschreiben, es nicht verurteilen, nicht negativ bewerten, sondern sagen: "Ich nehme das an!"
    Du hast ja schon vorher Angst vor etwas ... vor dem nicht schlafen können etc.
    Manchmal hilft es, wenn man aufhört, zu kämpfen und einfach sagt: Dann soll es kommen.

    Was sollte denn passieren? Was könnte schlimmstenfalls passieren? Und ganz ehrlich: Durch Schlafmangel wirst Du nicht sterben, irgendwann fällst Du um und schläfst; das holt sich der Körper schon und alles, was die Seele braucht, holt sich diese ebenso.

    Verdrängung ist der absolut falsche Weg. Hör doch einfach auf deinen Organismus und gestehe ihm zu, etwas zu empfinden, was Du so vllt. vorher nicht empfunden hast.

  10. #8
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Mr. Foussard.

    „Hallo Schatten,

    vielen Dank für Deine mutmachende Antwort.

    Meine Symptome wechseln häufig.

    Zurzeit habe ich ein nervendes Kribbeln im Bauchraum, dass ich nicht wegkriege.

    Meine Angst besteht darin, dass es nicht mehr aufhört und ich die kommenden Nächte weiterhin wach liege. (und irgendwann an Schlafentzug drauf gehe)“
    Also, an Schlafentzug stirbt man nicht, Du liegst halt nur wach.

    Zeitweise ist es mir gelungen, das Kribbeln als harmlos umzuinterprätieren. (was es ja eigentlich auch ist)

    Es ist nur das Problem, dass ich Angst habe, dass es nicht mehr aufhört, da ich fürchte, das es gerade dadurch nicht mehr aufhört.
    Wieso kannst Du denn mit einem Kribbeln im Bauch nicht einschlafen, andere schlafen mit schweren Schmerzen ein.
    Du bist da in einer Situation in der Du auf diese Art nicht gewinnen kannst.
    Du musst einfach in die aktive Rolle kommen und das in immer mehr Bereichen Deines Lebens.

    Wenn Dich Telefonterror nervt, bist Du ein hilfloses Opfer, beantragst Du eine Fangschaltung, wirst Du zum Jäger und dasselbe Phänomen bringt Dich in eine völlig andere Stimmung, klar was ich meine?

    So geht es auch mit der Angst, werde vom Gejagten zum Jäger.
    Wenn Du nicht schlafen kannst, dann erlern‘ in der Zeit Meditation. Dafür muss man wach sein und Meditation entspannt einen nachweislich mehr als Schlaf. Im schlimmsten Fall schläfst Du eben ein, dann hast Du aber in anderer Hinsicht gewonnen.
    Während Meditationen kannst Du lernen, Dir die Dinge einfach anzuschauen und zu beobachten, mitsamt den Gedanken und Empfindungen die dazu gehören.


    Jetzt fällt mir etwas ein.

    Dadurch, dass das Symptom dadurch aufrecht erhalten wird, dass ich es spüre, müsste ich irgendeinen Reiz erzeugen der stärker ist durch den es überlagert wird und ich das Symptom nicht mehr wahrnehme.
    Nö, Du brauchst es einfach nur anzuschauen und schauen, was für Phantasien im Umfeld auftreten.
    Denen kannst Du dann 2 Stunden intensiv Zeit am Tag geben, in denen Du Dich ausschließlich mit Deinen Symptomen beschäftigst, dann kannst Du Dir die anderen 22 Stunden frei davon nehmen.

    Bisher war mir das durch Ablenkung gelungen. Aber vielleicht gibt es irgendeinen Reiz der stärker wäre. (z.B. ein Stromschlag)


    Aber ich glaube, dass ist ebenfalls Unsinn 
    Du willst einfach was wegdrängen, was ja da ist, das klappt im Grunde nie.
    Der andere Weg wäre es kennenzulernen.
    De Frage nach der Therapie hast Du elegnat umschifft, was hat Dich bisher davon abgehalten hinzugehen und was macht es so attarktiv für Dich, Dich weiter selbst zu quälen?
    Darfst Du keine Hilfe annehmen?

    Ich muss es irgendwie schaffen, das Symptom als harmlos wahrzunehmen und dadurch mein Urvertrauen erneut herzustellen.
    Nein, Du musst Urvertrauen (oder einfach Vertrauen) gewinnen, dann werden die Symptome von selbst harmlos, nur so rum geht es. Irgendwas zwickt und beißt und schmerzt immer, aber es ist eben nicht sofort eine Krebserkrankung oder ein drohender Infarkt.
    Vor welcher tödlichen Krankheit hast Du denn die meiste Angst?

    Gruß,

    Schatten

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