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Thema: 1000 Fragen zu einer (welcher?) Therapie...

  1. #1
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    Standard 1000 Fragen zu einer (welcher?) Therapie...

    Hallo,
    ich habe das Gefühl, ich komme nicht mehr weiter und möchte gerne Hilfe in Anspruch nehmen.

    Ich denke, mein wunder Punkt ist meine Mutter, die ich über alles liebe, die mich liebt aber von der ich mich nicht abnabeln kann (selbst in meinem hohen Alter habe ich das nie geschafft). Gepaart mit schlechtem Gewissen und dem verantwortlich fühlen und auch Mitleid, weil sie doch eigentlich so liebenswert ist. Ich will sie um Gottes Willen nicht vor den Kopf stoßen aber schaffe es nicht alleine, meinen eigenen Weg zu gehen.

    Es beeinträchtigt mich in meinen Entscheidungen und ich merke, dass es mir immer schwerer fällt, mich zu entscheiden, mich "zu teilen" zwischen ihr und meinem Partner. Wenn ich mich von ihr zurück ziehe, fühle ich mich schlecht etc.

    Am liebsten würde ich etwas mit ihr zusammen machen (sie würde auch mitkommen). Aber privat ist mir das alles zu teuer und die KK zahlt wohl nur Verhaltenstherapie.

    Die Wartezeiten liegen bei ca. 6 Monaten(!), da habe ich ja schon wieder fast garkeine Lust, weil ich das Problem jetzt endlich in den Griff bekommen möchte. Dann weiß ich nicht, wie ich einen Therapeuten finde und auch nicht, wei ich es anstellen muss (mit KK etc.)

    Gibt es so eine Art "Fahrplan"?

    Danke!

  2. #2
    Schreiberling
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    Hallo Heike111
    aber von der ich mich nicht abnabeln kann
    Ja, das erleben viele andere Menschen auch. Möglicherweise wird Dein Versuch "Dich abzunabeln" von Deiner Mutter immer wieder "sabotiert".
    Ihr habt die ganzen Jahre ein festes Mutter- Tochter - Beziehungsschema "ritualisiert". Ob sich Deine Mutter so einfach davon trennen kann, ist daher schwer vorauszusagen. Vor allem, wenn Du selbst dies initiieren möchtest.
    Aber privat ist mir das alles zu teuer und die KK zahlt wohl nur Verhaltenstherapie.
    Ich stimme Dir zu, dass hier eine einseitige Therapie die Situation nicht ändern würde. Vielleicht wenn Du die Perspektive gedanklich etwas drehst?
    Gehen wir mal davon aus, dass "Abnabelung" durch den Begriff "Trennung" ersetzt wird. Bei heutigen Scheidungsprozessen und beruflichen Trennungsverfahren werden heute zunehmend Mediatoren eingesetzt. Diese werten neutral, berücksichten auch emotionale Verstrickungen und bringen die (entschuldige den Begriff) "Konfliktparteien" zu einer einvernehmlichen Lösung. Am besten wären ganz kleine Schritte, sodass sie von Deiner Mutter eben noch so "begangen" werden können. Denn so wie Du geschrieben hast, besteht hier für Dich ein Interessenskonflikt.

    Durch Eure langjährige familiäre Bindung wirst Du schon viel Zeit und Geduld aufbringen müssen. Es wird auch nicht ganz ohne Tränen abgehen, leider. Aber eine derartige Trennung ist ein schmerzhafter Prozess, in dem auch Trauer vorkommt. Hier könntest Du Dich über den Ablauf eines "Trauerprozesses" informieren (evtl. Buch) In diesem Fall könnte jetzt Deine Mutter professionelle Hilfe brauchen, da käme eher für sie eine Therapie in Betracht. Das wiederum könnte möglicherweise von einer KK übernommen werden. Auf diese Möglichkeit stellt sich wiederum die Frage, ob Deine Mutter sich einem Therapeuten anvertraut. Eine sehr verzwickte Sache. Ich kann Dir nur so meine Gedanken vorstellen, weiß aber auch, dass die dabei mitspielenden Gefühle schon noch einiges an (Euer beider) Kraft verlangen werden.
    Therapeuten könntest Du im Telefonbuch suchen, über Deinen Hausarzt etc. Oder Dir über entsprechende Organisationen Auskunft geben lassen. Was Du letztendlich dann unternimmst, kann Dir leider niemand abnehmen. Doch es scheint, dass Dein emotionales Leidensvermögen schon sehr strapaziert ist.
    LG Sonnenkraut

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Hallo,

    bei mir zahlte die Krankenkasse auch eine tiefenpsychologische Therapie. Kann mir nicht vorstellen, dass sich das geändert hat.

    Eine Liste von zugelassenen Therapeuten kannst du bei der Krankenkasse anfordern.

    Suche dir zwei oder drei Therapeuten raus und bitte um einen Ersttermin. Die Wartezeiten sind lang, das stimmt leider.

    Alles andere regelt dann der Therapeut mit der Krankenkasse. Wahrscheinlich musst du einmal zum Hausarzt gehen und dir so ein Art Attest unterschreiben lassen, das sagt dir aber alles der Therapeut.

    Viel Glück

    Maeggie
    Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects!

  4. #4
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Also mir ist auch nicht bekannt, dass die Kasse nur eine Therapieform zahlen würde. Verhaltenstherapie bringt in dem Fall gar nichts.

    Du musst einfach an Deinem Selbstwert arbeiten, auch mal Nein sagen und Dich nicht manipulieren lassen und das schaffst Du auch alleine in einer Therapie ohne Deine Mutter. Deine Mutter ist ein eigenständiger Mensch wie Du auch und jeder muss für sich allein an sich arbeiten.

    Der Partner geht vor, denn Du führst diese Beziehung und nicht Deine Mutter. Gönnt die Dir irgendwas oder neidet sie Dir alles?

    Meine erste Beziehung ging auch deswegen zuende, weil die Sippe meiner Ex, besonders die Mutter sich ständig eingemischt hat. Die eine Schwester ist schon gestorben mit Anfang 30, weil die nicht eigenständig leben durfte, jeden Tag bei Mutter sein musste. Was soll das alles?

    Sage ihr klipp und klar mal Nein und dass Du erwachsen bist und selbständig und abhängig von ihr werden willst. Kostet alles Überwindung, also sollte man sich auch überwinden, bevor man erstickt. Erstickt ist im wahrsten Sinne des Wortes die Schwester meiner Ex, weil sie nichts sagen durfte: Lungenkrebs.

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