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Thema: 17 Jähriger lebt nach Trennung bei seinem Vater

  1. #1
    sinia
    Gast

    Standard 17 Jähriger lebt nach Trennung bei seinem Vater

    Liebe Forumsgemeinde,

    ich habe auf der Suche nach Rat und Erfahrungen Anderer, hierher gefunden. Mich würde sehr interessieren was ihr für Erfahrungen habt, im Bezug auf - was kann das für die Entwicklung eines 17 jährigen - bedeuten, und was für Auswirkungen aus psychologischer Sicht können sein Leben negativ beeinflussen. Es war seine freie Entscheidung bei seinem Vater zu bleiben. Wenn ich hier einen Erfahrungsaustausch finden kann, dann erzähle ich mehr von der momentanen Situation.

    Liebe Grüße
    sinia

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Hallo Sinia,

    so, wie diese Frage jetzt dasteht, wäre die Antwort wohl:
    Es birgt vergleichbare "Risiken" wie bei der Entscheidung für ein Leben bei der Mutter.

    Beides hat positive wie negative Seiten. Wie weit sie zum Tragen kommen, hängt aber auch davon ab, wie beide Elternteile (und als Folge davon dann auch das Kind) selbst mit der Trennung und den Folgen, die dies für alle Beteiligten hat, umgehen - pauschale Antworten im Sinne von "pro Vater ist besser" oder "pro Mutter ist besser" kann es eigentlich nicht geben.

    Die Frage ist oft eine ganz andere: können die Eltern zusammen eine gemeinsame Basis schaffen, auf der sie dem Kind den Umgang mit den unvermeidlichen Folgen der Trennung zumindest erleichtern können.
    Eine Basis, auf der es um das Wohl des Kindes geht und die persönlichen Konflikte der Eltern ausgeklammert bleiben.

    Wenn sich Eltern Trennen (vor allem dann, wenn dies nicht friedlich geschieht und weiterhin Spannungen zwischen den beiden Elternteilen bestehen bleiben), dann hat das natürlich Auswirkungen auf die Kinder. Es zerbricht ja die Familie und damit das Gefühl, einen "sicheren Platz" zu haben.
    Wenn dann noch der Konflikt zwischen den Elternteilen in einen Streit um das Kind ausartet (das Kind also zum Stellvertreter für etwas gemacht wird, mit dem es eigentlich nichts zu tun hat, wo von ihm aber vielleicht verlangt wird, durch diese Wahl "Partei zu ergreifen") ...

    ... dann wird dem Kind auch noch der letzte Rest Boden unter den Füßen weggezogen.

    Darf ich davon ausgehen, dass Du die Mutter dieses Kindes bist (zumindest aber eine der Mutter sehr nahe stehende Person)?


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
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    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

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    Anna79 (01.11.2011),Lib (31.10.2011)

  4. #3
    sinia
    Gast

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    Hallo darkstar, herzlichen Dank für deine Antwort.

    Ich bin die Mutter des Kindes. Es war eine gemeinsame Entscheidung, dass wir Eltern uns trennen werden. Wir haben über Monate hinweg dies schon vor ich ausgezogen bin mit den Kindern bearbeitet, soweit dies geht. Wir sind uns als Eltern respektvoll begegnet, und es gab viele Gespräche als Eltern, und viele Gespräche mit den Kindern. Wir wünschten uns beide, dass Das was geht so gut wie möglich von den Kindern ferngehalten wird, um es ihnen nicht noch schwerer zu machen.

    Vor bereits vier Jahren unterschrieben wir zum ersten Mal die Scheidung, da wir uns auseinandergelebt hatten, und keinen gemeinsamen Weg mehr finden konnten. Es kam nur noch zu Spannungen, die Kinder wurden in etwas mit hineingezogen, da die Nerven blank gelegen sind. (sie wurden nicht offiziell hineingezogen, doch das Familienbild änderte sich dadurch natürlich, der Vater wurde aggressiv, und ich als Mutter rannte nur noch zu Internisten und wurde krank. Dadurch entschieden wir uns für eine Trennung - auch für die Kinder, auch wenn es natürlich in erster Linie zwischen uns Erwachsenen nicht mehr funktionierte, auch wenn es natürlich die Kinder leider mitbetroffen hatte).

    Da wir beide dann den Schmerz der Kinder nicht ertragen konnten, versuchten wir es doch noch einmal. Kurzfristig fanden wir dann in manchen Bereichen zueinander, und aber doch nicht. Es war alles so zwiespältig, und der Punkt, wo wir schon einmal standen war um noch viel mehr überschritten. Der Vater schrie, wollte ein Kind ins Heim geben, ich konnte nicht mehr, dieses zwanghafte - ich muss doch die Familie zusammenhalten, machte mich endgültig körperlich krank. Das Psychische mal außer acht gelassen, denn dies betraf natürlich auch den Vater, der sich überfordert fühlte. Daher unserer erneuter Entschluss, jetzt lassen wir uns scheiden.

    Wie oben beschrieben, gab es monatelang im gemeinsamen Haus Gespräche. Wir waren uns einig, und jeder bemühte sich die Kinder aus allem Elterlichen rauszuhalten. Ich denke es ist uns bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch sehr gut gelungen. Doch leider gab es dann doch eine Wende, und ich kann es kaum mehr auffangen. Doch ich bin nicht hier um den Vater schlecht zu machen, sondern um zu sehen, was das ganze mit dem 17 jährigen Kind gemacht hat, und wie wir beide ihm helfen können.

    Nun, dieser besagte Sohn ist emotional sehr intelligent, und hatte es von Anfang an verstanden, auch wenn es ihm weh getan hatte. Er sagte, als wir es ihm mitteilten - ich wusste es schon lange, so kann es nicht weitergehen-. Und doch musste da doch auch Schmerz einen Platz finden in ihm. Ich bin wie lange vorbereitet weiter weg gezogen (dazu später mehr) und er hat mich des öfteren besucht. Wie wir verblieben sind war, dass ich erst einen Ortsabstand brauche, und dann ihn auch des öfteren trotz der Entfernung besuchen kommen. Mit dem Vater war auch vereinbart, welcher im Haus bleiben möchte, dass dies wenn das Kind es wünscht auch durch aus im besagten Haus stattfinden kann. Das das Kind spüren kann, es liegt nicht an ihm, und wird auch nie an ihm liegen - und wir wollen alles was die Kinder betrifft gemeinsam auch besprechen können.

    Jetzt, vier Monate später (als ich ihm per Telefon angekündigt hatte, dass ich von jetzt weg des öfteren komme, und wir uns wenn er möchte auch bei Oma treffen können- also wie er es möchte und sich wohler dabei fühlt) hatte er einen Gefühlsausbruch. Es kamen wichtige Emotionen zum Vorschein, die er zuvor nicht zulassen konnte. (verständlicherweise). Worte wie " ich vermisse dich und ich brauche dich" führten bei mir vorerst eine Starre herbei. Ich habe sehr lange mit ihm telefoniert, doch kam kaum zu Wort, da er seinen Emotionen und Aggressionen rauslassen musste. Ich befand dies, trotz meines Schmerzes, das es ihn so gebeutelt hatte, als sehr wichtig und gut für ihn.

    Nun ist es so, dass es erst geschehen ist, und er nicht mehr mit mir sprechen will. Er ist sehr verletzt, und das wird Zeit brauchen bis wir wieder eine Gesprächsbasis finden können. Als ich ihm am Telefon sagte, ich steige sofort ins Auto, und bin in vier Stunden bei dir, lehnte er ab. Sein Schmerz und seine Enttäuschung waren zu dem Zeitpunkt zu groß, was ich auch sehr gut nachvollziehen kann. Nun habe ich sehr große Angst, dass er sich für immer verweigern wird, und es nicht verarbeitet, und wir uns deshalb nicht mehr sehen können, obwohl ich ihm sehr fehle, und er mir sehr fehlt.

    Er ist ein junger Mann, der sich seine Lehrstelle selber besorgt hat, sehr geschätzt wird in seiner Arbeit, die jetzt schon Pläne mit der Fortbildung mit ihm haben, da er so gut geeignet in seinem Beruf ist. Er ist sehr gebunden an seinen Ort, auch weil er einen großen Freundeskreis hat. Ich freue mich da sehr für ihn, und gleichzeitig weiß und fühle ich, dass ich ihm sehr weh getan habe, und ich mir wünsche das er diesen Schmerz mit mir und auch alleine verarbeiten kann.

    Gleich nach diesem besagten Telefonat, wo er seinen Gefühlsausbruch mit Tränen hatte (wir haben eine sehr sehr enge Bindung, sind viele Jahre gemeinsam durch eine Krankheit, die er mal hatte) verständigte ich meine Mutter, die in der Nähe wohnt. Das sie bitte herausfindet, wo er sich gerade aufhält, da er mir das Telefon verweigerte. Ich wollte ihn nicht so traurig und verzweifelt alleine wissen, obwohl ich im Hintergrund hörte, er ist ein Jugendlicher Gesellschaft, die ihn auch auffangen können. Doch wie gesagt meine Muttergefühle veranlassten mich dazu, dass meine Mutter sich bitte gleich darum kümmert, ob er bei ihr das Telefon abhebt usw...damit ihm nichts geschieht in seiner Verzweiflung.

    Sie erreichte ihn, und er hatte sich schon beruhigt. Einen Tag später suchte sie zum ihm das persönliche Gespräch, da er mich nicht sehen wollte (verstehe das), und er sagte " es musste mal raus " es würde ihm wieder gut gehen. Ich war sehr erleichtert, auch wenn ich natürlich mit ihm durch diese Auswirkungen gehen möchte, für ihn da sein möchte, damit wir dies zusammen auch noch verarbeiten können, und wir spüren können - uns gibt es immer noch als Mutter und Kind in Beziehung.

    Nun frage ich mich auch, und suche im Internet nach Erfahrungen, was das mit der Psyche eines 17 jährigen machen kann, sollte er das Gespräch für immer verweigern. Mag gar nicht daran denken, mir bricht das Herz, doch wie wird es ihm wohl ergehen. War ich doch immer für ihn da, greifbar, weinte mit ihm auf dem Fußboden im Badezimmer, als er solchen Liebeskummer hatte, und verzweifelt nicht mehr wusste was er tun solle. Wir waren uns immer so nahe, daher befürchte ich einen Bruch für immer, den beide Seiten nicht verkraften können, und es ein großes Leid mit sich bringt.

    Es gibt unzähliger solcher Beispiele, wo wir in unserer Bindung einen gemeinsamen Weg durchschritten sind, da er es als Kind oft schon schwer hatte. Er sagte weinend am Telefon " ich mag doch einfach mal so vorbeischauen und dir was erzählen, doch so wie es jetzt ist, geht das nicht so einfach. Und ja, er hat recht. Diese Gefühlsfluten haben mich die letzten zwei Tage so sehr weinen lassen, vor Schmerz, und für den Schmerz den ich ihm zugefügt haben muss, trotz den vielen Gesprächen im Vorfeld. Er hatte an dem Tag einen Alkoholeinfluss (leicht) und vllt gelang es ihm darum über seine Emotionen zu reden.

    Eine Woche zuvor noch war er bei mir zu besuch, das ganze Wochenende. Wir hatten es so lustig, und es war so schön, wenn auch traurig, dass er schon wieder gehen musste.

    Es tut mir leid, dass mein Beitrag so lange ist, doch für ein Bild, welches noch lange nicht vollständig ist, braucht es einfach mehrere Worte.

    Danke fürs lesen

    sinia

  5. #4
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    Hallo Sinia,

    ich bin ganz ergriffen von Deinen Worten und möchte Dir sagen, dass es mir sehr leid tut, in welch schwerer Verfassung Du und Dein Sohn gerade seid. Sicher ist das natürlich alles ganz schwer und schlimm, aber ich glaube nicht, dass diese Situation Euch dauerhaft entzweien wird.
    Die Trennung ist noch so kurz und da ist es normal, dass bei ihm das ganze Gefühlschaos mal rauskam. Und irgendwie ist es ja auch gut, dass er es aussprach und nicht in sich hineinfrisst.
    Wie ist denn der Vater so in seiner Art? Wie das Verhältnis Vater zu Sohn und umgedreht? Wenn der Junge sich auch seinem Vater so offenbaren kann, dieser ihn emotional stärken kann, dann wäre das schon mal super gut. Oder haben die beiden gemeinsamme Interessen wie zum Beispiel Fußball od. einen anderen Sport od. ein Hobby? Etwas, was die beiden verbindet?

    Dann möchte ich Dir noch mitteilen, dass ich auch einen Fall sehr gut kenne, da wollte der Junge nach der Trennung nach einigen Jahren, wo er allein bei der Mutter lebte, zum Vater ziehen. Er war in einem Alter, wo es sicher auch ganz wichtig für einen Jungen ist, dass er durch den Vater ein männliches Vorbild hat. Für die Mutter auch schwer, aber der Junge wollte es so und lebt noch heute beim Vater.

    Wie schaut es bei Euch aus mit Internet? Könntet Ihr nicht per Skyp miteinander sprechen? Soweit ich weiß, kann man sich hierüber auch per webcam sehen. Ersetzt natürlich kein reales Treffen, halte ich aber noch besser wie nur telefonieren, da Ihr Euch dabei halt auch seht.

    Auf jeden Fall wünsche ich Euch alles Gute und Liebe und mache Dir nicht soviele Gedanken, dass das nun so bleiben wird. Das ist ein Prozess, den die Kinder auch erst einmal durchleben müssen. Und ich weiß, von was ich spreche, da ich nicht viel älter war, als meine Eltern sich trennten.

    LG
    Thessa

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  7. #5
    sinia
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    Liebe Thessa, deine Worte klingen so tröstlich, sind sie auch. Ich werde dir morgen antworten, da ich nicht möchte, dass es mich am Abend zu sehr reinzieht, da ich mich die letzten Stunden gerade etwas erholt habe und ein wenig zur Ruhe kam.

    Liebe Grüße
    und herzlichen Dank.

  8. #6
    Nachwuchs Autor
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    Liebe Sinia,

    ja, versuche zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Es wird schon alles werden. Du und Dein Mann, Ihr beide versucht doch alles für die Kinder und da werdet Ihr das schon gemeinsam schaffen, dass die Kinder damit klarkommen werden. Da hilft dann halt viel miteinander sprechen und das Verständnis zu haben. Dein Sohn ist 17, fast volljährig (auch wenn ggf. innerlich noch mehr Kind, das weiß ich ja nun nicht) und natürlich fehlt ihm erst mal die Mutter. Aber er wird lernen, dass Du ja nicht ganz fort aus seinem Leben bist, sondern nur räumlich und jederzeit für ihn da bist, wen er Dich braucht. Das ist nun eine Veränderung, aber die wird er ganz sicher schaffen. Und Du wirst das sicher auch.
    Wenn Du Dich um den Jungen sorgst, dann sprich mit Deinem Mann und das er ein besonderes Auge auf ihn hat, sich mit ihm mehr beschäftigt und auch persönlich für ihn da ist.

    So, mehr schreibe ich heute nicht mehr. Sollst ja abschalten.
    Ich hoffe, Du kannst schlafen.

    Lieben Gruß
    Thessa

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  10. #7
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    Ja, wie hier schon Darkstar gesagt hat, kann man das nicht einfach so sagen. Es hat immer seine ganz individuellen Gründe (persönlicher Lebenslauf, psychischer Zustand des Kindes), wann welches Elternteil geeigneter ist.

    Ich bin selbst Scheidungskind seit zehn Jahren, aktuell 19 Jahre alt und lebe seither insgesamt zu, sagen wir mal, 95% bei meiner Mutter. Die restlichen 5% tendenziell sinkend waren eher kurzzeitige Besuche oder längere Aufenthalte bei Vater. Das Problem ist bei vielen Scheidungskindern meistens dasjenige, dass sie sich gerade wegen dem getrennten Leben der eigenen Eltern hin- und hergerissen fühlen. Viele familiäre Gespräche mit Einbezug des Kindes sind sehr wichtig, damit das Kind, eigentlich schon halberwachsen, das Ganze besser versteht und seine seelischen Konflikte verarbeiten kann. Ob Dein Kind wirklich so emotional stabil ist, wie er Dir wohl sagte, ist zunächst einmal nicht 100%ig sicher, zumal er noch nicht sozial, körperlich und damit auch seelisch ausgereift ist, auch wenn Kinder in diesem Alter generell eher besser mit familiärer Umstrukturierung umgehen können, als welche, die noch mitten in der Pubertätsphase sind oder sie noch nicht einmal erreicht haben. Eine Scheidung zu verstehen heißt noch lange nicht, sie verarbeitet zu haben. Die emotionale Lage und Verarbeitung geschieht häufig, nicht immer, im Unbewusstsein des Betroffenen, sodass er im Grunde schnell zu einer Fehlselbsteinschätzung kommen kann. Deshalb würde ich anraten, diesen Punkt noch einmal genauestens zu untersuchen, um sicher abzuhaken.

    Seine Ablehnung, als Du ins Auto einstiegst und losfahren wolltest, führe ich mal auf seine innere Zerrissenheit zurück, die sich nun mehr und mehr so äußert, dass er verwirrt über sich ist (denn wir müssen das so betrachten, dass er sich selbst gerade so sieht, wie er es noch nie zuvor tat. Und da kommen auch emotionale Verwirrung, Unterdrückung oder Aufwirbelung sowie Ängste hinzu).

    Auch von Bedeutung ist das Verhältnis

    1. zwischen Dir und ihm,
    2. zwischen seinem Vater und ihm und
    3. zwischen Dir und seinem Vater.

    Alle drei Beziehungen haben einen Einfluss auf das Kind und seine Handlungsweise. Alle sollten möglichst stimmen und auch sicher und stabil sein, damit Dein Kind sich auch weiterhin bei seinen getrennten Eltern geborgen fühlt.

    Es ist das Zeigen von Liebe, was dem Kind die Angst nimmt.
    Geändert von Exot (31.10.2011 um 22:37 Uhr)

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  12. #8
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    Hallo Sinia,

    deine Geschichte hat mich sehr ergriffen, insbesondere das Schicksal von deinem Jungen.
    Aus meiner Erfahrung kenne ich den Weg so, dass er versucht, nicht schwach zu erscheinen, dann plötzlich die Gefühle ausbrachen, jetzt "schämt" er sich vielleicht dafür. Er möchte ja nicht, dass du mit ihm "leidest". Du sagtest, er sei intelligent, dann versucht er alles dafür, dass du ihn als starken Jungen siehst, der das Leben im Griff hat, und du dich nicht sorgen musst.
    Nur er trauert! Er trauert wahrscheinlich so sehr, dass es ihm manchmal das Herz zerreißt.
    Du hast ihn verlassen! Seine Mama ist nicht mehr da! Verdammt, dass tut einfach weh!
    (Sorry, dass ich das jetzt so schreibe, aber das waren meine Gedanken, als meine Mutter meinen Vater verlassen hat und weit weg zog, ich war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon 30....)
    Zurück zu euch.
    Er möchte nicht, dass du merkst wie scheis** es ihm geht. Er hat Angst, wenn er dich sieht, dass er wieder weinen muss oder aggressiv wird.
    So vermeidet er die Treffen lieber. (Mir geht das heute noch so, nur das ich mich nicht schäme, weil ich jedesmal in Tränen ausbreche)

    Zeig ihm einfach, dass du ihn liebt, bleib am Ball, sag ihm, (mündlich, schriftlich, über die Oma,---das er immer zu dir kommen kann etc pp. das halt was du willst und fühlst. Mehr kannst du nicht tun.

    Meiner Meinung nach ist das reiner Selbstschutz, damit er sich die "weibliche" Blöße der Gefühlsausbrüche ersparen kann.

    Ich wünsche dir, und vor allem deinem Sohn viel Kraft, damit die Wunden heilen!

    Alles Liebe Anna

    (P.S.: bitte am besten in jedem Satz noch ein vielleicht und eventuell einsetzen^^)

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