Hallo, liebe Grüsse aus Frankreich.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich als "gestandene Frau" einmal in so einem Forum anmelden würde, aber heute ist es soweit, dass ich begreifen muss, dass es in meinem Leben Muster gibt, mich immer wieder an meine Grenzen bringt. Ich werde im Februar 40 Jahre alt, bin Kinderlos und führe ein eigenes Geschäft in Frankreich. Flucht oder Lebenstraum? Heute habe ich darauf keine Antwort.
Bis dato hatte ich mich immer "mit ein paar Tarot- Karten" und eineml guten Gespräch mit Freunden wieder im Griff, doch so soll das nicht weitergehen. Ich habe vor 2009 einen Mann kennengelernt, der genau dem entsprach wonach ich immer gesucht habe- dann ging dass nach einem Jahr in die Hose (es war sogar ich die damals gegangen ist- da ich seine Art mit mir umzugehen nicht mehr ertragen wollte). Das Schicksal wollte, dass ich sowohl mein Büro, als auch nun seit kurzem mein Zuhause in seinem Viertel fand. Ich nahm das gelassen und sagte mir, diesmal flüchtest Du nicht, sondern konzentrierst Dich auf Dich und basta. Doch das geht nicht.
Ich vermute, dass das daran liegt, dass dieser Mann meinem Stiefvater sehr ähnelt mit dem ich von 6-13 Jahren zusammen gelebt habe, solange bis auch ich aufs Internat verfrachtet wurde wie meine grossen Brüder. Da muss ich gelernt haben, was "Mann" ist und wie man ihm gefällt ohne mich in ihm wieder zu finden. Schliesslich bin ich ja 50% mein Vater- den ich zwar schätze, aber nicht liebe. Mein Stiefvater hat mich nicht geliebt und streng behandelt. Was ist nun wichtiger, wo man herkommt oder was man gelernt hat? Kopftechnisch habe ich viel an mir gearbeitet, aber ich fliege emotional immer wieder auf die Nase, sobald mir ein "neuer" Mann zu nahe kommt. Entwas in mir bestraft mich dafür, dass ich meinen "2009" verloren habe und ich werde sofort krank (so wie heute), obwohl ich weiss, dass ich keinen "Herrscher" will bin ich irgendwie darauf programmiert. Mein Vater war/ist ein schwarzes Schaf in der Familie und ich lasse seine positiven Eigenschaften und damit auch ein "Frausein, dass mir gut tut" nicht zu. Kennt ihr dass? Wenn jemandem dazu etwas konstruktives einfällt- würde ich mich freuen....
Liebe Grüsse aus Frankreich
Lysa


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