....ergänzend zu meiner Antwort von vorhin fällt mir noch etwas gaaaaanz Wichtiges ein:
was zwischen meinem Mann und mir noch nie funktioniert hat, nicht funktioniert und vermutlich auch niemals funktionieren wird, ist, dass wir jemals zusammenarbeiten könnten.
Wir haben derart unterschiedliche Herangehensweisen, dass wir uns schon ins Gehege kommen, wenn wir gemeinsam in der Küche stehen.
Das geht gar nicht.
Und auch bei anderen Dingen können wir partout nicht zusammenarbeiten.
Ich kann mir von ihm nichts sagen lassen und er kann sich von mir nichts sagen lassen, weil wir eben nicht nur diese unterschiedlichen Herangehensweisen haben, sondern auch noch komplett unterschiedliche Denkweisen, was Lösungs- oder Zielorientierung betrifft.
Mein Mann ist ein sehr sorgfältiger Mensch, der gerne erwägt und möglichst risikoarm an Dinge herangeht, sich gerne absichert, Dinge nachkontrolliert, gerne bis ins letzte Detail plant und sich über alle möglichen Dinge den Kopf zerbricht, die da eintreten könnten.
Ich denke wiederum, dass man nicht alles beeinflussen kann, lasse gerne auch mal Überraschungen auf mich zukommen (auch wenn es unangenehme sind) und denke praktisch von A nach B ohne mir zu überlegen, ob es ein A1, A2 oder A3 gibt, das auch zu B führen könnte.
Läuft etwas nicht nach Plan, denke ich dann halt um, wenn sich die Situation so ergibt.
Müssten mein Mann und ich an einem gemeinsamen Projekt arbeiten, gäbe es vermutlich den Rosenkrieg- aber uns ist das völlig bewusst und deshalb üben wir uns da sehr in Akzeptanz.
Er kann mich in der Hinsicht genausowenig verstehen wie ich ihn.
Ertappen wir uns dabei, dass wir genau deshalb zoffen, kann es aber auch sein, dass wir dann beide in Gelächter ausbrechen, weil wir uns dann auf "frischer Tat selbst ertappt haben".
Ich glaube, wir fragen uns oft beide, wie wir "überlebensfähig" sind ---- es ist jedesmal ein Highlight, wenn mein Mann mir erklären möchte, wie ich mir meine Herangehensweise an div. Dinge erleichtern kann und umgekehrt und wenn ich ihn frage, was er meint, wie ich z.B. die Zeit alleine mit den Kindern überlebe, wenn er auf Geschäftsreise geht, fängt er schon zu grinsen an.
Umgekehrt genauso (gelegentlich bin ich auch mal ein paar Tage alleine unterwegs und übe mich darin, der Überlebensfähigkeit meines Mannes mit unseren Kindern zu vertrauen *gg*).


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Aber ich habe den Eindruck, dass es auch ein Gewinn für die Kids sein kann, nicht unbedingt der "besten Mutti der Welt" á la Ramafamilie zu unterstehen, sondern einer pragmatischen Frau, die die Dinge auf ihre eigenwillige Weise wuppt

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