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9/11
9/11
Ein Tag fängt an, gar sonnig, heiter
Im Frühherbst scheint die Sonne mild
Man denkt, so geht der Tag wohl weiter
Ein freundliches, vertrautes Bild
Was man für Worte auch verwendet
Um zu erklären Angst und Pein
Wenn dieser Tag dann abends endet
Wird nichts mehr so wie früher sein
Aus heitrem Himmel kommt der Tod
Sie geht heut auf, des Bösen Saat
Es beten Menschen in der Not
Doch es erreicht kein Adressat
Welch Feuersbrunst, welch Höllenqual
Das nackte Grauen mich durchdringt
Die Erde wird zum Jammertal
Kein Vogel ihr sein Lied noch singt
Von religiösem Wahn gestimmt
Teuflischer Hass Gedankengut
Und wahllos Hoffnung, Leben nimmt
Ich spüre Ohnmacht und auch Wut
Wie grausam ging man hier zu Werke
Mit teuflisch böser Akribie
Man ahnt des Schattenreiches Stärke
Derartig Angst verspürt ich nie
Was Menschen haben einst ersonnen
Und dann erbaut aus Stahl und Stein
Zu Staube ist es nun zerronnen
Wie endlich auch des Menschen Sein
(c) 2011 Cyrano
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