Ich fühle mich so im Stich gelassen und immer wenn es mir so geht, dann hätte ich viele Ideen, um meine Gefühle lyrisch dingfest zu machen, aber so bald ich beginne zu schreiben, kommt dann nur so was raus... Mir fehlt die Kraft für mehr. Ich weiß, ein Mensch mit so wenig Kraft, was will man mit so jemandem.


Liebes Leben,

liebes Leben, ich liebe Dich!
Das ist ein Geständnis, das Du eigentlich schon kennst.
Warum, so frage ich Dich, mein Leben, liebst Du mich dann nicht?

Dies ist kein Jammerlied, darauf beharre ich.
Denn meistens kämpfe ich für mich und für Dich,
mein Leben.
Aber es ist mein Einzelkampf und der Gegner,
ist viel stärker als ich.

Der Gegner, das ist das schlimmste daran, ja der Gegner, ich möchte es gar nicht sagen.
Aber der Gegner ist mir so nah.
Alles was ist und all das was war,
haben sich zu einer Opposition verschworen.
Und an mir, nein in mir hat sie sich festgesetzt.

Da ist dieser Brocken und der liegt mir im Hals. Und jedesmal wenn ich den Kopf nach oben halte und erhobenen Hauptes die Welt betrachten und lieben lernen will, dann legt sich dieser Brocken quer und versperrt mir die Luft zum Atmen und wenn ich dann nicht wieder ganz unten ankommen kann, dann drohe ich zu ersticken. Ist das wirklich der berühmte Hochmut vor dem Fall?

Ich wollte gerne das ganze Leben atmen, fühlen, riechen und in mir tragen.
Warum lässt du mich denn nicht, mein Leben?