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Thema: Abgetrenntsein von Emotionen

  1. #1
    Neuling
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    Standard Abgetrenntsein von Emotionen

    Hallo Zusammen!

    Ich nicke mal freundlichst in die Runde und stelle mich kurz vor :Mein Name ist Laurelius ,wobei ich von meinen Freunden und Bekannten in der online welt gerne Lauri genannt werde(hab natürlich noch nen richtigen Namen aber Lauri ist mein Nickname)eigentlich heisse ich Marc.

    Zu meinem problem.
    Eigentlich war ich immer ein recht nostalgischer und hyperaktiver Charakter (mit Diagnose Tourette +ADHS auch kein Wunder ;-)
    Würde mich selbst als chaotischen Träumer mit Talent zum Realismus bezeichnen..

    und war eigentlich immer wieder mal ,episodenweise melancholisch ..und mit dem gedanken"früher war alles besser"auf du und du..
    Seit 2008 September ist alles allerdings ganz anders .
    Ich muss dazusagen das mein Vater zu diesem zeitpunkt einen Schlaganfall sowie einen Krampfanfall(ähnl.wie ein Epilleptischer Anfall)hatte..Letzteren vor den Augen meiner Mutter und mir..
    Was folgte waren Reha etztliche Arztodyseen sowie ein charakterlich veränderter Papa.
    (Post stroke depression).
    Er redet seit dem nur noch das nötigste und verfällt öfter in eine Art "Starre"bei der er nur noch ins leere zu "starren"scheint.
    Aus einem lebensfrohen ,unternehmungslustigen bis weit nach der Rente noch Kontakte mit chinesischen Geschäftspartnern pflegenden Mann ist schon in gewisser Hinsicht (auch wenn es hart klingt)ein schatten seiner selbst geworden.
    Das alle wichtigen Menschen im eigenen inneren Theater und deren veränderung somit auch gravierende veränderungen in uns auslöst ,hat mir vorjahren mal ein befreundeter systemischer psychologe und Sozialpädagoge erzählt.
    DAmals konnte ich nicht so recht folgen...
    Jetzt meine ich zu erkennen was er gemeint hat.

    ICH fühle mich leer..
    Ich lebe zusammen mit meinen Eltern (pendle immer wieder von einer guten freundin mit der ich WG mässig ebenfalls oft die Wohnung teile und meinem Elternhaus)
    und immer wieder ertappe ich mich dabei,wie ich versuche innere Empfindungen ,stimmungen (wie besipielweise jetzt auchb die vorweihnachtliche Gemütlichkeit die man förmlich atmen konnte )in mir zu wecken ..aber meine Emotionen bleiben wie abgeschalten.
    Ich habe auch das Gefühl das ich keine neuen Gefühle zu Situationen und Orten mehr kreiere sondern nur noch von den Schwingungen und Nachklängen vergangener Gefühle zehre welche aber nicht mehr zum aktuellen Bild passen..
    Vielleicht sollte ich auchb erwähnen das ich so ein "jamais vue"(demnach einbsplsw:Ich weiss das die mein Zimmer ist aber ich fühle mich fremd hier"Gefühl in der Pubertät (15Lebensjahr)sehr stark gehabt..Nach einem Unfall(Mitschüler schoss mir mit aller wucht einen Fussbalkl auf den ginterkopf ..habe dannach nur alles in Weiss gesehen wie ein BIldausfall im TV ..und wochen dannach fing es mit der Entfremdung an)
    ..Diese Zustände verschwanden mit 18Jahren..Was nicht verschwand war eine Art Athymie..Ich war immer bemüht mich absichtlich durch tiefes Atmen und das wiedererinnern von glücklichen Jugendtagen zum Freuen zu zwingen..was ich irgendwann mal aufgab..und gemerkt hab ..je lockerer ich einfach lebe desto eher stellen sich positive Gefühle ein..
    Man könnte meinen ich bin demnach emotional etwas unterkühlt..aber von wegen!;-)ich bin ein totaler soziali..umgebe mich sehr gerne mit menschen und liebe nicht mehr als begeisterte und humorbeladene Palaverabende;-)

    Was mich aber innerlich immer wieder einzuholen ,und mit der Krankheit meines VAters wohl nun wieder komplett auf mich einzuprasseln scheint..ist das scheinbare Abgetrennt sein von meinen inneren Empfindungen..(nicht nur simpel Freude,Leid..soetwas empfinde ich total..nur eben keine Färbungen mehr..)ich erinnere mich..vor 10Jahren als ich in einer Beziehung war ,war alles voll mit frreudigen Emotionen..als wir uns trennten habe ich ca.7Jahre in dieser süssen melancholie gelebt (natürlich voll am Alltag teilgenommen aber immer wieder dieser vergangenen sehnsucht nachgetrauert)ich war oft betrübt und melancholisch aber mir gings verdammt gut!!!;-)
    Heute vermiisse ich diese inneren emotionalen Stürme und habe nur enorm viele Gedanken(ADHS?)und weniger Kontakt zu meinen Empfindungen..

    Ich würde mir wünschen wieder Zugang zu miur zu bekommen ,mich wieder zu spüren und wieder ein Stück "angekommen sein"oder intensives heimatgefühl zu emfinden wie ich es 2007 vor der Sach mit meinem Vater noch in der Lage war zu tun..(quasi in meiner Sehnsuchts Zeit in welcher ich meiner Beziehung nachgejammert habe)

    Soviel zu mir.

    habe bewusst das Tourette Syndrom tourette-syndrom.de)bei meiner schilderung weggelassen da ich A kein problem mit meinen TICS habe und ich B dachte das die Probleme eher andere Hintergründe haben..


    Ich bin für jede Anregung und Hilfestellung bezüglich meiner emotionalen Thematik dankbar


    und wünsche einen tollen Morgen/Tag ..bzw eine schöne Nacht..

    Gruss

    LAURI

  2. #2
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    Hallo Lauri,

    du schilderst sehr gut zwei wichtige Einschnitte in deinem Leben:

    1. Die Fußballsache
    2. Die Erkrankung deines Vaters

    Ob der Fußball, tatsächlich bei dir einen Schaden hervorgerufen hat, müssen die Ärzte klären. Ich halte es für möglich, dass dieses Ereignis zeitlich mit dem Ende deiner Kindheit zusammen fiel. Offensichtlich war deine Kindheit schön und in einer etwas rückwärts gewandten Einstellung hast du sie vermißt.

    Gravierender scheint mir die Krankheit deines Vaters. Das perfide dabei ist: Der Vater, wie du ihn kanntest ist für dich gestorben. Da er aber biologisch noch lebt, war es dir scheinbar nicht möglich intensiv um ihn zu trauern. Diese fehlende Trauer kann dafür verantwortlich sein, dass allgemein deine Gefühlskanäle "verstopft" sind.

    Hälts du diese Interpretation für möglich?

    LG Dieter

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Farnon für den sinnvollen Beitrag:

    Laurelius (07.11.2011)

  4. #3
    Neuling
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    Hallo Dieter!

    Durchaus!
    Zur Sache mit dem Ball..Nun ich habe schon mehrere CTs und ein MRT machen lassen alle waren komplett unauffällig..da ich aber auch ein begeisterter Dr.House FAN bin(sprich bdie Serie aufmerksam schaue )weiss ich auch das Läsionen im milimeter bereich kaum erkennbar sind und dennoch irgendwo was auslösen können..Hoffe jedenfalls das sich diese"Blockade"in Bälde lösen lässt..
    Was die Sache mit meiner Trauer anbelangt..
    Ich meine da könnte absolut was dran sein..
    Ich habe immer gemischte Gefühle..und wenn mein Vater ansatzweise Züge seines alten Verhaltens zeigt dann erfreut mich dies auch irgendwie..
    Das schlimmste ist swenn ich sehe wie er leer in den Raum starrt ..da vermisse ich wirklich meinen früheren Vater..
    Was mir in diesem Zusammenhang auch einfällt ist..als er den krampfanfall hatte und ich vor lauter Panik völlig ruhig und wie auf Betäubungsmitteln zu funktionieren begann..da dachte ich einen Augenblick lang.."so das wars jetzt,jetzt stirbt er..damit muss ich mich jetzt abfinden"was dann glücklicherweise nicht so war..wobei ja wie gesagt persönlichkeits anteile nicht mehr da sind..andererseits habe ich die hoffnung das er durch die richtige depressionstherapie(bis jetzt noch überhaup nix gemacht bis auf die Reha und die war falsch indiziert)wieder lebensmut dindet und wie an manchen tagen wieder aufblüht (und ich meinen damaligen vater wieder erkenne)...Danke für den Blickwinkel.Gruss marc

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