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Thema: Abhängig vom ehemaligen Partner

  1. #1
    Neuling
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    Frage Abhängig vom ehemaligen Partner

    Hallo an alle..

    Ich habe einen etwas ungewöhnlichen Beitrag, denke ich, da es bei meinem Problem nicht um mich, sondern um eine befreundete Person von mir geht. Ich weis einfach nicht mehr wie ich dieser Person helfen soll.

    Zu erst einmal dachte ich mir, es könnte eine Rolle spielen, dass die betroffene Person depressiv ist.
    Zum Problem: Ein Freund von mir, um den es hier geht, wurde von seiner Freundin verlassen. Sie haben eine On-Off-Beziehung geführt, es war also immer mal wieder Schluss, jetzt allerdings endgültig. Er war natürlich am Boden zerstört, aber wer ist das nach einer Trennung nicht? Das dachte ich mir. Ich habe versucht ihn zu trösten, ihm Mut zu machen. Aber irgendwie half das nichts. Und mittlerweile macht mir das ganze Sorgen. Heute hat er mir gesagt, dass er schon ihren und seinen Tod geplant hat, weil er es nicht aushält sie jeden Tag zu sehen, da die beiden Arbeitskollegen sind. Er rutscht irgendwie immer tiefer in dieses Selbstmitleid hinein. Ihm geht es immer schlechter und das nur weil er sich dagegen wehrt sich helfen zu lassen. Er sagt, dass das alles sowieso nichts bringt, da er sie ja jeden Tag sieht undd ass er sie so nicht vergessen kann. Er hat mir auch erzählt, dass er, bis er sie kennengelernt hatte, dachte, dass er nicht lieben könne und dass sie die erste und letzte Person sei die er je so lieben könne. Er sieht sie als Teil von sich, den er nicht loswerden kann. Die ganze sache ist irgendwie komisch. Es gibt Tage an denen denke ich, er hats begriffen. Und dann kommen wieder die Tage an denen er mir sagt dass er am liebsten sterben würde.
    Ich habe ihm eine Therapie vorgeschlagen. Aber das will er nicht. Ich weis einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich würde ihm wirklich gerne helfen aber es geht einfach nicht. Meine Nerven sind am Ende.
    Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hallo DoNot Cross,

    wenn die beiden nicht die gleiche Arbeitsstelle hätten würde ich sagen nur die Zeit kann es bringen, die tatsächlich den Schmerz mindert.

    Besonders für jemanden der depressiv ist, und wie geschildert viel theatralisches
    mitschwingt verliert man komplett seinen Lebensmut und das Selbstwertgefühl.
    Du kümmerst Dich um ihn und vermittelst Trost und etwas Halt. Man könnte vielleicht erst mal überlegen: ist ein Wechsel der Abteilung oder der Arbeitsstelle
    möglich, gerade wenn man sich jeden Tag wiedersieht reissen die Wunden erneut auf, das kann auf Dauer nicht gut gehen.

    Gruss
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
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    Standard Du mußt ja nicht!

    Hallo, lieber D.,
    für mein Gefühl steigerst Du Dich da in ähnlicher Weise in Deine Helferaufgabe hinein, wie Dein Freund aus dem Ende einer Liebesgeschichte ein Drama macht!

    Dadurch hälst Du auch den Leidenskreislauf mit aufrecht, machst Dich zum Co-Verückten und beginnst selber darunter zu leiden!

    Also wahre den gesunden Abstand, vor allem nach dem Du Deiner Freundespflicht bei weitem genüge getan hast und kümmer Dich wieder mehr um Dein eigenes Leben und Lebensglück!

  4. #4
    Neuling Avatar von gemeingefährlich
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    Standard

    Hallo DoNotCross,

    Zitat Zitat von DoNotCross Beitrag anzeigen
    Heute hat er mir gesagt, dass er schon ihren und seinen Tod geplant hat, weil er es nicht aushält sie jeden Tag zu sehen, da die beiden Arbeitskollegen sind.
    An diesem Punkt bin ich zusammengezuckt - und Dir sollte klar sein, daß bei dieser Erwähnung eine Antwort eigentlich anders als "wohlwollend" ausfallen müsste, oder? Droht er häufiger damit, sie und sich selbst zu töten? Wenn Du ihn konkret auf diese Drohung ansprichst (was Du, so nehme ich an, getan hast - denn ich hätte das sofort getan) wie erklärt er das? In was für einem Zustand befand er sich, als er diese Drohung ausgestoßen hat?
    Selbstmorddrohungen sind das eine (heutzutage oftmals "leider" nicht mehr so ernstzunehmen, wie man sie eigentlich nehmen sollte), aber diese Morddrohungen sind heftig. Da kann man auch m.E. nicht einfach so drüber weggehen.
    Ich habe ein recht vergleichbares Problem - aber ich habe NIEMALS daran gedacht, meine Exfreundin zu ermorden - nicht einmal im Ansatz ihr irgendetwas anzutun. Dies schließt sich auch aus logischen Gründen vollkommen aus. De facto würde ich den Menschen, den ich (immer noch) liebe, nicht einmal beleidigen.
    Die Drohung mit Mord geht schon in eine gefährliche Richtung. Und sollte er sich nicht in einem direkten Gespräch davon distanzieren, würde ich an Deiner Stelle überlegen, sowohl seine Exfreundin als auch die Polizei (evtl. auch nur in Form einer Beratung - weil ich meine, daß die viel da nicht tun können) darüber in Kenntnis zu setzen.
    Sicherlich sagt man im Liebeskummer einiges so dahin - aber das ist, gerade in Anbetracht seines offensichtlich sehr unreflektierten Selbstmitleids, sicherlich nicht etwas, das man mal eben so abtun könnte.
    Ich möchte jetzt eigentlich gar nicht weiter über seinen Kummer schreiben, weil mir dieser Punkt viel zu wichtig ist. Darauf solltest Du meines Erachtens so ernsthaft wie nur möglich reagieren.

    Gruß,
    gemeingefährlich

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei gemeingefährlich für den sinnvollen Beitrag:

    Suppenhuhn (29.07.2011)

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