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Thema: Ablehnung durch die Familie

  1. #1
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    Unglücklich Ablehnung durch die Familie

    Erstmal ein Hallo an alle....ich erhoffe mir ein wenig Erleichterung, deshalb wollte ich meine Geschichte kurz erzählen.
    Ich bin die älteste Tochter von 3 Geschwistern und hatte eine Kindheit, geprägt von seelischem und körperlichen Missbrauch.Mein Vater war Alkoholiker und hat mich missbraucht, meinen Bruder mehr geschlagen.Meine Mutter hat das mitbekommen, aber hat meistens die Augen davor geschlossen.Ich habe es Ihnen verziehen, aber vergessen kann ich es nicht.
    Ich hatte lange Jahre Bulliemie und bin schon länger abhängig von Tabletten.Ausserdem habe ich schon viele Psychatrieaufenthalte, Therapiestunden usw. hinter mir.aber
    n ichts hat mir richtig geholfen. Bin leider zu sensibel, kann seit 4 Jahren nicht mehr arbeiten durch meine Labilität und Tablettensucht.Heute bin ich 47 und gelte in meiner Familie als jemand, der es zu nichts gebracht hat und oben nicht ganz richtig ist.Zu meinen Geschwistern habe ich so gut wie keinen Kontakt mehr.
    Vor einem halben Jahr wurde bei meiner Mutter Krebs diagnostiziert und seitdem geht es mir oft sehr schlecht. Habe das mir mögliche immer geholfen, aber habe nunmal kein Auto und wohne nicht gerade um die Ecke.Ich habe jeden Tag angerufen, Päckchen geschickt und war bei ihrer ersten Chemo dabei.dann hatte ich die letzte Zeit sehr oft Migräne, immer 3 Tage am Stück und lag selber flach.Dannrief mich meine Schwester an, bombadierte mich mit Vorwürfen, dass ich nicht genug helfen würde.
    Momentan liegt meine Mutter wieder im Krankenhaus und mein Vater meinte zu mir, ich solle sie nicht anrufen.Dabei bekommt sie sonst von allen anderen Anrufe und Besuche. Gestern habe ich sie dann doch angerufen und hat mir zu verstehen gegeben, dass sie keine Anrufe von mir wolle.Das war ein Schlag ins Gescht...aber irgendwie wundert es mich nicht. Meine Mutter und ich hattennoch nie ein gutes Verhältnis.Sie war irgendwie immer eifersüchtig auf mich, dabei wollte ich doch nur, dass sie mich liebt...aber sie war nie richtig in der Lage dazu.Habe ihr gestern am Telefon auch noch gesagt, dass ich sie liebhabe. Seitdem weiss ich nicht mehr was ich tun soll....es tut unheimlich weh, fühle mich einfach nur abgelehnt.Was würdet ihr an meiner Stelle tun, hab immer alles hingenommen, aber was bleibtmir anderes über,will meine Familie nicht noch mehr belasten durch meinen Kummer, habe aber auch keine Lust mehr darauf, so behandelt zu werden.LG

  2. #2
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    liebe crying 86,

    das tut mir jetzt echt voll leid für dich das man dich so behandelt. Was du seit deiner Kindheit erleben musstest muss ja echt so was von schlimm sein. Und jetzt lehnt dich deine Mutter wieder ab. Schon Kinder spüren ob sie von ganzem Herzen oder nur mit Not akzeptiert werden. Du spürst ob hinter deinen Eltern ein JA für dich steht oder nicht.
    Als Kind bist du ja noch existenziell auf die Eltern angewiesen, hast keine andere Wahl, als dich nach den Bedingungen deiner Eltern zu richten. Aber angewiesen bist du jetzt nicht mehr. Du und ich habe das Gefühl, das deine Eltern und Geschwister jetzt ihren ganzen Frust, ihren Wut, ihren Hass, die Krankheit auf dich werfen. Du bist als sensible Frau die Schwächste im Glied, und so versuchen sie alles auf dich zu legen. Das ist natürlich jetzt alles andere als fair und richtig. Du hast bisher alles gegeben was du konntest, würdest auch weiterhin geben, doch deine Mutter lehnt es ab. Um dich zu ärgern, dich verletzen, dir einfach nur weh zu tun, und das ist jetzt echt das Allerletzte.

    Das du trotzdem verzeihen konntest grenzt ja fast an ein Wunder, aber das du es nicht vergessen kannst ist ja sehr verständlich. Vermutlich sind da in deiner Familie sehr sehr harte Menschen, und da du eher sensibler bist wollen sie mit dir nichts zu tun haben. Und nur wenn du bei ihnen die volle Leistung bringst dann wollen sie dich annehmen, Liebe gegen Leistung. Das finde auch total das verkehrte Denken.

    Das alles hast du jetzt nicht verdient, ehrlich. Und ich kann dir nur sagen liebe Crying 86, du bist ein wertvoller Mensch, und dafür musst du keine Leistung bringen. Du selbst darfst dich annehmen und lieb haben so wie du bist, und nicht so wie deine Familie dich haben möchte. Du es ist in erster Linie jetzt dein Leben. Du musst alles andere wie perfekt sein und du bist ein Mensch der auch Fehler machen darf. Deine Eltern haben selbst bei dir vieles falsch gemacht und es total verdrängt. Aber irgendwann kommt es bei denen wieder hoch.
    Aber von daher darfst du dich als Mensch schätzen, dich annehmen und lieb haben so wie du bist. Und du bist jetzt nicht verpflichtet deine Mutter zu besuchen. Ich würde dir raten das du diese Trauer erstmal wieder so gut du es kannst verarbeitest. Und sollte es nicht besser werden, dann würde ich meine Mutter nicht besuchen. Du bist dir jetzt selbst wichtiger wie deine Mutter. Sollte es dir aber wieder mal besser gehen, was ich dir von Herzen wünsche, das du innerlich stark werden darfst, dann würde ich ohne Voranmeldung meine Mutter besuchen, und das ohne Voranmeldung. Du gehst einfach vorbei und besuchst sie, du bist einfach da, und sie kann dich nicht einfach so brutalst ausladen.
    So wünsche ich dir viel Vertrauen und Liebe zu dir selbst, in dich selbst, du musstest in deinem Leben schon so viel Leid und Schmerzen ertragen. Deshalb darfst du in erster Linie immer erst auf dich selbst schauen.

    in Gedanken an dich, liebe crying 86,


    viele liebe Grüße

    Bär

  3. #3
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    Hallo crying86,

    da muss ich mich Heern Bär anschließen.
    Das hast du alles nicht verdient!!

    So wie die dich behandelt haben und du versuchst immer noch zu helfen, wo es geht. Das geht schon mal gar nicht.
    Mir fehlen nicht oft die Worte, aber jetzt stammel ich mehr, als dass ich dir einen Rat geben kann.

    Hast du einen Partner?
    Kannst du dich von deiner Familie lösen? Sie zieht dich doch immer wieder in diesen ****** Sumpf.

    Mir tut es so leid, was du erlebt hast und wie man jetzt mit dir umgeht.

    Liebe Grüße
    BlackSun

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei BlackSun für den sinnvollen Beitrag:

    herr bär (01.12.2016)

  5. #4
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    Lieben Dank für Eure Beiträge, inzwischen hat sich die Lage soweit entspannt,dass meine Mutter mich angerufen hat und meinte, sie hätte es nicht so gemeint und ich könne sie ruhig anrufen.
    Danke lieber Herr Bär und BlackSun für Eure Beiträge und euer Mitgefühl.
    Es ist nicht das einzige Problem, was ich zur Zeit habe.Da sind auch die beiden Töchter meines Lebensgefährten, beide in der Pupertät.Sie sind in der letzten Zeit selten bei uns,aber wenn, dann werde ich so gut wie ignoriert. Ist das denn normal, dass sie so sind mir gegenüber oder liegt es vielleicht doch an mir?oder an der Pupertät?
    Alles wird als selbstverständlich gesehen,was ich für sie mache,z.B.kochen usw. Frage ich sie was,bekomme ich eine knappe Antwort und das war es dann.
    Inzwischen habe ich auch keine Lust mehr auf sie, weil es einfach nur schmerzt, wie sie zu mir sind. Sie kommen jetzt 2,5 Jahre zu uns und behandeln mich immer noch wie eine Fremde.
    Gestern abend habe ich mir gedacht....egal und habe mich zurück gezogen, denn sie wollen ja sowieso nicht mit mir reden.
    Wie schon gesagt,ich bin eben sehr sensibel und es schmerzt einfach.
    Was würdet Ihr an meiner Stelle machen?lg

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei crying86 für den sinnvollen Beitrag:

    herr bär (08.12.2016)

  7. #5
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    Wie erklärst Du Dir die Eifersucht Deiner Mutter. Hat das mit dem Missbrauch Deines Vaters zu tun?

    Die Mädchen Deines Lebensgefährten verhalten sich so, wie es Trennungskinder oft gegenüber neuen Partnern tun. Letztere werden als bedrohlich und als der personifizierte Faktor der Zerschlagung der alten Familie angesehen. Du hast da keinen Einfluss darauf, außer eben nicht den Graben Deinerseits noch zu vertiefen. Schlüssel der Entspannung sind nur die getrennten Eltern.

    VG Uwe

  8. #6
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    Liebe Crying86,

    was deine Familie da mit dir macht geht überhaupt nicht. Und das kommt mir sehr bekannt vor. Ich habe ja auch so ein Geschwisterteil, deren Mann an Krebs erkrankt und dann daran auch gestorben ist. Und das mit den Vorwürfen kenne ich auch irgendwo her. Das man sich nicht genügend um den Krebskranken, alte Mutter etc. gekümmert hat. Das ich nicht soviel Zeit habe, weil ich ein behindertes Kind habe, was mich sehr in Anspruch nimmt und ich nicht mehr so belastbar bin, interessiert niemanden. Ich habe den krebskranken Angehörigen so oft wie es mir möglich war besucht und 1x die Woche bin ich so und so bei meiner Mutter. Das Ende vom Lied, wir waren nicht zur Beerdigung geladen.

    Es gibt wirklich Krebskranke, die recht aggressiv werden durch die ganze Behandlung durch Chemo, Bestrahlung. In meinem Fall bin ich einfach gegangen. Ich konnte es dem Krebskranken nicht mal übel nehmen, da er schon Metastasen im Gehirn hatte und Medis nahm, die für aggressiven Verhalten bekannt waren.

    Hast du Freunde, die dich auch ein wenig unterstützen? Gehe Hobbies nach, soweit es deine Gesundheit zulässt. Suche dir einen anderen Schaffenskreis. So eine Familie hast du nicht verdient

    LG und viel Kraft
    Jedimeisterin

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Jedimeisterin für den sinnvollen Beitrag:

    herr bär (04.12.2016)

  10. #7
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    liebe Crying 86,

    die Kinder deines Lebenspartners sind Trennungskinder und genau so ablehnend wie du es in deiner Kindheit erfahren musstest. Eine Trennung/Scheidung ist für alle Kinder fast das Allerschwerste in ihrem Leben. Kinder möchten das ihre Eltern sich nicht immer streiten, sich gegenseitig fertig machen, sondern das sie sich lieben und annehmen können.
    Vielen Eltern ist das gar nicht bewusst was sie da ihren Kindern antun. Jetzt kannst du nur noch versuchen sich so gut es geht in sie einzufühlen, versuchen mit ihnen in ein Gespräch zu kommen, mehr kannst du da leider nicht tun. Wenn es nicht hilft, dann kannst du es nur noch tragen, ertragen. Du kannst sie ja verstehen, weil es dir ähnlich ergangen ist bei deinen Eltern. Ich wünsche dir da ganz arg viel Liebe, Geduld und Annahme.

    Viele liebe Grüße,

    Bär

  11. #8
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    Lieben Dank für Eure Antworten....es stimmt schon, wenn ich darüber nachdenke, dass die Kinder es nicht leicht haben...zumal ihre Mutter neu geheiratet hat und sie noch 2 kleine Halbgeschwisterchen jetzt haben.
    Ich werde versuchen, so mit ihnen umzugehen, dass sie mich nicht so als Konkurrenz sehen.
    Es ist auch so, dass ich sie öfters was mit meinem Partner alleine lassen mache, wo sie ihren Papa für sich alleine haben. Das finde ich irgendwie wichtig...oder wie würdet ihr das machen?
    Wo die Kleine noch jünger war, hat sie mit mir gekuschelt, gspielt usw., sie mochte mich einfach, doch das letzte Jahr haben sie sich so geändert...und ich hab einfach das Gefühl, sie mögen mich nicht mehr.Vielleicht habe ich wirklich was falsch gemacht.
    Mein Freund und ich hatten auch mal eine Phase, wo wir uns öfters gestritten haben, wo sie da waren, aber inzwischen läuft wieder alles harmonisch zwischen uns.
    Es macht mich im Moment einfach viel traurig und wünschte mir ein dickeres Fell, aber ich war schon immer so, dass ich die Dinge nicht an mir abprallen lassen kann. Und ich weiss auch, dass ich kein einfacher Mensch bin, lege sozusagen jedes Wort auf die Goldwaage und beziehe vieles auf mich.Das ist ja auch irgendwo ein Fehler. Ich bin aber bereit dazu zu lernen und an mir zu arbeiten.Obwohl mein Freund immer sagt, genau so wie du bist, liebe ich Dich.....aber ich kann mich selber nicht annehmen und lieben.Kennt ihr das?ganz liebe Grüsse an euch!

  12. Der folgende Benutzer bedankte sich bei crying86 für den sinnvollen Beitrag:

    herr bär (08.12.2016)

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