psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 18

Thema: abrubtes Stimmungstief wegen Cannabis?

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    10.10.2011
    Beiträge
    1
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard abrubtes Stimmungstief wegen Cannabis?

    Hallo Community, ich weiß nicht wirklich wie ich anfangen soll.. naja ich versuchs einfach mal. Ich habe seit 2 Tagen auf einmal ein Stimmungstief bekommen, was ich sonst gar nicht kenne (Ich weiß nicht ob man es mit Depressionen vergleichen kann). Ich bin 18 Jahre alt und kiffe seit ca. 1,5 Jahren täglich. Ich dachte immer alles wäre gut, Schule lief und ich hatte einen großen Freundeskreis und ein Durchschnittliches Verhältnis zu meinen Eltern. Nunja ich war am Samstag mit ein paar freunden am Kiffen und rauchte mal wieder ziemlich viel... Nach dem ca. 8ten Kopf passierte mir was komisches mir wurd total schwindelig und ich musste mich schließlich übergeben, was mir erst das 2te mal in 1,5 Jahren kiffen passiert ist. Bin dann irgendwann nach Hause gefahren und auch sofort eingeschlafen. Am nächsten tag dann war ich plötzlich so antriebslos ich saß ca. 10 Stunden vorm Computer was ich sonst eigentlich nie tue. Ich bin so ziemlich jeden Tag draußen. Ich fühlte mich den ganzen Tag als wäre ich kurz vorm heulen und ich weiß ehrlich gesagt nicht genau weswegen das kommt aber ich tendiere wie schon gesagt zum Kiffen. Heute bin ich nicht zur Schule gegangen und mir geht es immer noch sehr miserabel. Heute morgen musste ich sogar weinen obwohl ich nicht wusste wieso. Ich habe heute noch nicht gekifft obwohl ich sehr viel gras zu hause habe im Moment, da ich ich mir auch vorgenommen habe eine Pause zu machen und das Kiffen stark zu reduzieren. Kann mir jmd bestätigen das es vom Kiffen kommt? Oder hab ich einfach ein paar schlechte Tage oder liegt es an etwas anderem?
    Vielen Dank im Vorraus für die Hilfe!

    MFG Tobi

  2. #2
    Moderator Avatar von phel
    Registriert seit
    14.02.2011
    Beiträge
    334
    Danke
    8
    181 mal in 99 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Tobi!

    Nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Dennoch solltest du deinen Konsum die nächsten Tage komplett einstellen, und in Zukunft die Menge reduzieren. Wichtig ist, sich selbst zu beobachten, und dabei ehrlich zu sein.

    Alles Gute!

  3. #3
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Kiffer sind blöde, Kiffen macht Blöde im Kopf und verursacht Psychosen. Kiffer sind der Untergang der Welt.

    Willst Du blöde bleiben, kiffe weiter.

    Dann wünsche ich Dir einen guten Aufenthalt in der Psychiatrie.

  4. #4
    Moderator Avatar von phel
    Registriert seit
    14.02.2011
    Beiträge
    334
    Danke
    8
    181 mal in 99 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Sandsturm!

    Ich kann dir hier nicht ganz folgen. Was meinst du mit "blöde"? Mir ist bekannt, dass, nachdem 'Cannabis' ( das zu der damaligen Zeit nicht nur die Medizin erster Wahl war, sondern auch 'Hanf', also die Nutzpflanze an und für sich, zur Gewinnung von Textilien, Lebensmitteln oder Schreibwaren eine günstige, und sehr ökologische Variante darstellte ) aus politischen und wirtschaftlichen Gründen in weiten Teilen der Welt "illegalisiert" wurde; zahlreiche Studien fortan die Meinung vortäuschten, dass Cannabis einen Effekt auf den "IQ" hat - vereinfacht: blöde macht. Mir ist aber nicht bekannt, dass das auch stimmen würde.*

    Auch deine Aussage, Cannabis verursache Psychosen, macht mich etwas stutzig. Zum einen eine sehr ungünstige Formulierung, wenn auch schmeichelhaft, eine einzige Gegebenheit zu der allmächtigen "Alleinursache" zu erheben. Vielleicht passt begünstigen etwas besser. Wobei das eigentlich auch nicht passt, weil es auf Cannabis nicht zutrifft.**

    Auch deine Meinung, Cannabis, bzw. die Konsumenten seien der Untergang der Welt, kann ich so nicht unterschreiben. Hanf ist mit Abstand die wertvollste Pflanze unserer Zeit, und die vielversprechendste 'Neuentdeckung' noch dazu. Den wenigsten Menschen ist bewusst, dass diese Pflanze, vom Sämling bis zur Blüte, und auch noch danach, jederzeit nützlich ist. Ob als Hemd, als Hausaufgabenheft, als Treibstoff (!), als Lebensmittel, oder als Medizin (!) - hier sehe ich, persönlich, auch wenn das mit Sicherheit wenige nachvollziehen können, die Nutzpflanze Hanf ( + medizinisches Cannabis ) als wegweisend. Wenn es um das Thema Hanf als Genussmittel geht, kann ich die Kritik zumindest nachvollziehen, aber nicht verstehen. Mit einer vernünftigen Drogenpolitik hätten wir nicht nur positivere Finanzen, sondern auch nachweislich weniger Probleme hinsichtlich negativer Langzeitfolgen des "Drogenkonsums" - in schlimmen Fällen die Abhängigkeit.

    Warum sollten Krebspatienten nicht auf Cannabis zurückgreifen dürfen, wenn die mögliche, positive Wirkung in diesen Fällen doch schon längst nicht mehr angezweifelt wird? Weil unsere Gesellschaft immer noch nicht aufgeklärt wurde, und es einfach ist, durch eine Pflanze von den echten Problemen abzulenken, die problematische Verhaltensweisen vermutlich maßgebender beeinflussen als Cannabis, dessen maßloser Konsum diese im schlimmsten Fall nur "aufdeckt"?

    Liebe Grüße!

    _____

    * Cannabis use and Cognitive Function: Eight Year Trajectory in a Young Adult Cohort

    **Prof. Dr. Kleiber und Professor Dr. Kovar, die 1997 zusammen mit anderen, für unseren damaligen Gesundheitsminister an einer wissenschaftlichen Expertise zu den gesundheitlichen Folgen des Konsums arbeiteten, schreiben:

    "Was die Auswirkungen von Cannabis auf die psychische Gesundheit anbelangt, muss aufgrund der vorliegenden Ergebnisse die Annahme, dass der Konsum von Cannabis eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit nach sich zieht, zurückgewiesen werden."

    Hier der Link dazu, bei Interesse.

    Allerdings ist es richtig, dass zahlreiche Studien suggerierten, dass ein Zusammenhang zwischen Cannabis und dem Auftreten einer Schizophrenie bestünde. Natürlich gibt es schizophrene Menschen, die Cannabis konsumieren. Es gibt auch depressive Menschen, die das tun. Und letztendlich gibt es auch ganz gesunde Menschen, die das ebenfalls tun - aber weder verschlechtert sich der Gesundheitszustand, noch kann man behaupten, Cannabis sei für den Ausbruch einer Psychose verantwortlich. Dr. med Carl Nedelmann schreibt im Jahr 2001:

    "In bestimmten Fällen brauchen jugendliche Schizophrene unmittelbar vor der Entwicklung einer manifesten Psychose Cannabis in auffällig hohen Dosen. Wer aus diesem Befund schließt, Cannabis verursache Psychosen, hat die einfache zeitliche Abfolge zu einem monokausalen Ursache-Wirkungs-Verhältnis erhoben. Dabei ist es viel wahrscheinlicher, daß der Gebrauch von Cannabis in solchen Fällen ein Versuch ist, in einem Stadium der Erkrankung, das durch bodenlose, namenlose Angst gekennzeichnet ist, eine drohende Psychose unter Kontrolle zu halten."

    Dr. Lester Grinspoon ( Harvard ) schreibt in > 'Marijuana Reconsidered' < :

    "The psychiatric incidence rate for U.S. Army troops in Vietnam was reported to be 12 per 1000 strength per year during the calendar years 1965 and 1966. This rate is much lower than that recorded for both the Korean War (73 per 1000 strength per year July 1950 to December 1952) and World War II (between 28 and 101 per 1000 strength per year September 1944 through May 1945). During World War II, 23 percent of all cases evacuated for medical reasons were psychiatric cases; the percentage for the comparable group in Vietnam has been aproximately 6 percent."

    Das bedeutet, dass die Zahl der Konsumenten zwar steigt, aber die Zahl der 'Schizophrenie'-Fälle nicht mit. Der Vietnamkrieg ist zum Glück vorbei, an dieser Tatsache hat sich aber seither nichts geändert. '87 veröffentlichte Dr. Andreasson eine Studie ( in Schweden ), die allerdings dennoch einen Zusammenhang sehen wollte. Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Psych. D. Caspari schrieb 2001 dazu:

    "Herr Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Psych. D. Caspari führt in seinem Widerspruch zu den Ausführungen von Nedelmann an: "Nach den Untersuchungen von Andreasson et al. (1987) stieg das Risiko für Cannabiskonsumenten, an einer schizophrenen Psychose zu erkranken, mit der Häufigkeit des Konsums auf das bis zu Sechsfache des Risikos in der Vergleichsgruppe."

    Dazu ist zu sagen, dass es wissenschaftlich unredlich ist, in diesem Zusammenhang allein mit univariaten Zusammenhänge zu argumentieren. Eine solche Vorgehensweise muss bei der ursächlichen Betrachtung von Psychosen scheitern. Bei näherer Analyse der Studie von Andreasson et al. relativiert sich die Aussage von Caspari und erweist sich als tendenziös (vgl. Grotenhermen und Gorter 1997).

    Andreasson et al. (1987) werteten Daten einer langzeitigen prospektiven Studie mit 45.570 Wehrpflichtigen aus. Sie fanden eine Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen der Intensität des Cannabiskonsums zum Zeitpunkt der Musterung und der Entwicklung einer Schizophrenie in den folgenden 15 Jahren. 752 der Probanden waren als starke Cannabiskonsumenten eingestuft worden mit einem sechfach erhöhten relativen Risiko für die Entwicklung einer Schizophrenie. Nach Berücksichtigung weiterer möglicher Einflußfaktoren in einem hierarchisch loglinearen Modell blieb ein statistisch grenzwertig signifikanter Einfluß des Cannabiskonsums bestehen (Relatives Risiko: 2,3; Konfidenzintervall: 1,0-5,3). Das Konfidenzintervall zeigt, dass die Studie nur knapp überhaupt einen signifikanten Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Psychosen nachweisen konnte. Den stärksten Einfluß auf die Psychose-Wahrscheinlichkeit hatten bei Andreasson et al. eine psychiatrische Diagnose (z. B. Neurose) bei der Musterung, gefolgt von geschiedenen Eltern.

    Kritiker halten der Arbeitsgruppe um Andreasson vor, cannabisinduzierte toxische Psychosen möglicherweise zum Teil als schizophrene Psychosen fehldiagnostiziert zu haben (Johnson et al. 1988, Negrete 1989). Zudem sei die höhere Schizophrenie-Rate bei Cannabiskonsum möglicherweise auf den Konsum anderer illegaler Drogen zurückzuführen, dies vor allem vor dem Hintergrund, dass Amphetamine die wichtigsten illegalen Drogen in Schweden während des Untersuchungszeitraums waren. Andreasson und Kollegen hätten zudem nicht die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass ein starker Cannabiskonsum zum Zeitpunkt der Musterung ein Symptom einer beginnenden Schizophrenie gewesen sein könne und nicht dessen Auslöser.

    Die Häufigkeit der Schizophrenien und insbesondere der Early-Onset-Schizophrenien ging zurück, als die Häufigkeit des Cannabiskonsums unter Jugendlichen in Westeuropa und Nordamerika deutlich zunahm (Der et al. 1990). Daher bezweifeln viele Autoren, dass Cannabis ein wichtiger Faktor für das Auftreten schizophrener Psychosen ist (Hall et al. 1994)."


    Dr. Wayne Hall, schreibt:

    ""Die abnehmende Häufigkeit von behandelten [Schizophrenie]Fällen macht es unwahrscheinlich, dass Cannabisgebrauch Schizophrenie verursacht hat die nicht ohnehin aufgetreten wäre." ( The health effects of cannabis: key issues of policy relevance, Bulletin on Narcotics, 1997/1 )

    _____
    Geändert von phel (16.10.2011 um 18:22 Uhr)

  5. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei phel für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (17.10.2011),fee78 (16.10.2011),raskowitz (16.10.2011),Vanilla (18.10.2011)

  6. #5
    Neuling
    Registriert seit
    16.10.2011
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Tobi,

    auf jeden Fall bleiben lassen, sowas kann auch mal in einer Drogenpsychose änden und dann MUSST du in eine Psychiatrie. Ich würde mit jemandem darüber reden, jemanden der sich auskennt, am besten auch ein Arzt.

    Grüßchen

  7. #6
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Blauäuglein Beitrag anzeigen
    Hallo Tobi,

    auf jeden Fall bleiben lassen, sowas kann auch mal in einer Drogenpsychose enden und dann MUSST du in eine Psychiatrie. Ich würde mit jemandem darüber reden, jemanden der sich auskennt, am besten auch ein Arzt.

    Grüßchen
    Kiffer haben keine Einsicht. Kiffer sind dumm und lebensfremd, die finden immer einen Grund zum Kiffen, wie die Alkis. Kiffen macht psychisch abhängig, wer was anderes behauptet, soll mir genauso vom Leib bleiben wie der Kiffer.
    Das ist alles gelogen, was Kiffer von sich geben. Kiffer sind wie Alkis und Borderliner einfach nur Lügner, die mit dem Leben nicht klar kommen und wieviele Mitläufer darunter sind. Arme Welt.
    Außerdem ist Kiff eine Einstiegsdroge.

  8. #7
    Moderator Avatar von phel
    Registriert seit
    14.02.2011
    Beiträge
    334
    Danke
    8
    181 mal in 99 Beiträgen bedankt

    Standard

    Cannabis ist nachweislich keine Einstiegsdroge. Aber vermutlich interessiert dich das nicht, weil ich nicht deiner Meinung bin - und solche Leute sollen dir ja vom Leib bleiben, weil das Gerüst sonst noch wackeln könnte. Verstehe.

  9. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei phel für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (17.10.2011),fee78 (16.10.2011),raskowitz (16.10.2011),Vanilla (18.10.2011)

  10. #8
    Sandsturm
    Gast

    Standard

    Ich rede nicht mit Kiffern und ich habe genug Erfahrungen und muss mir nich so eine Pro-Drogen-Schei..e anhören.

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Cannabis
    Von Leo Navis im Forum Sucht
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 16.01.2011, 05:54
  2. Holt Deutschland aus den Stimmungstief
    Von daysleeper82 im Forum Off-Topic
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 20.09.2009, 20:48
  3. Stimmungstief
    Von strubbel im Forum Depression
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 06.02.2009, 20:07
  4. Cannabis
    Von misswho im Forum Sucht
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 12.06.2008, 06:42
  5. Wie kommt man am besten aus dem Stimmungstief?
    Von Natz im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 37
    Letzter Beitrag: 27.05.2008, 07:26

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!