psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
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Thema: Abschied

  1. #1
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    Standard Abschied

    Ihr Lieben,

    ich habe eben von der neuen Forenregelung gelesen und verabschiede mich aus diesem Grund von diesem Forum.

    Ich hatte eine tolle Zeit hier und es hat mir Freude gemacht, mich in dem Forum einzubringen.

    Macht's gut und viele liebe Grüße aus dem immernoch herbstlich-sonnigem Süden!
    Viele Grüße

    "Klee"



  2. #2
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Ich frage jetzt mal ganz unbedarft, weil mir dazu nichts aufgefallen ist: Welche neue Forenregelung denn?

    Edit: Hängt damit z. B. der fehlende Danke-Button zusammen?
    Geändert von Tänzerin (06.10.2011 um 11:54 Uhr)
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

  3. #3
    Schreibkraft
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    Hallo Tänzerin,

    ich meine damit die Übergabe an die neue Plattform. Ich fühle mich dabei nicht wohl - gerade im Zusammenhang mit der Preisliste usw....
    Viele Grüße

    "Klee"



  4. #4
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    Hallo Klee,

    Dann bleibt mir zu sagen, alles Liebe Dir!!

    Tänzerin: Lies mal unter News, da steht alles.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  5. #5
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Ooooch Klee,

    und schon wieder ein Grund weniger, mich hier weiter herumzutreiben!
    Ich wünsch Dir alles Gute, wo immer Du auch hingehst!!

    Und: Danke für Deine tollen Posts und Gedanken, die Du hier eingebracht hast - wieder etwas/jemand, das/der mir fehlen wird!


    LG

    Meadows turn to deserts not suddenly, not overnight, but by the withering of tiny blades of grass - no matter how negligible every single one of them may appear to those, who learned to turn their eyes ...


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  6. #6
    Neuling Avatar von gemeingefährlich
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    Ich habe hier, im Rahmen des Forums, Beiträge von kurzzeitig Aktiven gelesen, die dringend eine anständige therapeutische Begleitung nötig gehabt hätten. Ziel einer Krisenintervention ist es dann auch, ebenjener Person die (teilweise ja durchaus nachvollziehbaren) Bedenken bzgl. einer Konsultation eines Psychiaters oder Psychologens zu nehmen und ihn tendentiell zu konstruktiven Lösungsansätzen zu führen. Das ist etwas, was fachliche telephonische Beratung leisten könnte, und (trotz diverser Enttäuschungen in Einzelfällen) die Telephonseelsorge, die u.a. gut mit Adressen von Beratungsstellen ausgestattet ist, auch leistet.

    Was eine telephonische Beratung nicht leisten kann, ist der Ersatz einer Therapie - eine Therapie benötigt eine Diagnose, eine Diagnose läßt sich nicht am Telephon stellen. Genausowenig wie ein Telephonat eine psychotherapeutische Maßnahme ersetzt.

    Bei alltäglichen Problemen mag eine Telephonberatung hier und da ausreichen, aber selbst hier ist die Einordnung schwierig, wann ein Problem nur eine Alltäglichkeit darstellt oder aber ob der Hintergrund des Klienten nicht evtl. auf schwierigere, seelische Konflikte hinweist - hier hilft ein fachlich-akademischer Hintergrund in Form eines Psychologiestudiums, nicht allein in Form einer Heilpraktikerausbildung.

    Wenn aber das Telephongespräch die Beratung eines Therapeuten darstellt, und man noch dazu einen hohen Minutenpreis zu zeitigen hat, dann sieht man deutlich, wie die Interessen negativ korrelieren.
    Dies ist insbesondere dann tragisch, wenn sich Menschen mit schwerwiegenden Anliegen an eine solche Plattform wenden. Die Benutzung des Telephons erfordert nicht gar so viel Mut wie die physische Konsultation eines Psychologen oder einer Beratungsstelle,- je "flüssiger" das Medium, desto niedriger die Hemmschwelle. Was sagt ein Heilpraktiker, dessen Bezahlung minütlich stattfindet, einer 16-jährigen, die heimlich des Nachts anruft, sich schuldig fühlt, weil die Eltern sich trennen und ihr der Vater, der sie seit Jahren mißbraucht, die Schuld dafür gibt? Was, wenn das Mädchen, da es die Schuld nicht mehr erträgt, Suizidgedanken hat, die sie theoretisch umsetzen könnte, da sie eine Klinge neben sich liegen hat? Unrealistischer Fall? Nun, genau dieselben Umstände habe ich im Laufe der vergangenen 10 Jahre (mit kleinen individuellen Verschiedenheiten) dreimal erleben müssen - zweimal innerhalb eines Forums, einmal im Chat.

    Verweist der Heilpraktiker nach der (hoffentlich!) geglückten kurzzeitigen Krisenintervention an eine Jugendpsychiatrie in ihrer Nähe, oder aber zumindest an eine Beratungsstelle? Oder aber doch lieber an den ortsansässigen Therapeuten, der die Familienaufstellung n. Hellinger beherrscht, und dem Mädchen eine Mitschuld an der Vergewaltigung gibt und sie symbolisch neben den Tod stellt?

    Eine Plattform, die sich psychologe.de nennt, muß mit der o.g. Situation umgehen können - denn unter "Psychologe" versteht der Laie eine Person, die ein Studium und eine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten abgeschlossen hat. Und da das Medium Telephon relativ "flüssig" ist, ist die Hemmschwelle nicht gar so groß, dort anzurufen - folglich kann o.g. Fall genauso häufig stattfinden, wie er in On-Line-Foren stattfindet.

    Das Leben ist ein Hochhaus und es ist so leicht, auszurutschen. Der Weg nach unten ist nah und erreichbar für nur 1,99/Gesprächsminute - manchmal stellt sich nur die Frage, ob ich in der Lage bin, jemanden den Weg zum Fahrstuhl zu zeigen oder ob ich ihn einfach hinabschmeiße. Letzteres ist manchmal verdammt einfach - auch vollkommen unabsichtlich.

    Ich hatte in den vergangenen 10 Jahren Kontakt zu Menschen, die ich mit fünf falschen, triggernden Sätzen zum Suizid hätte animieren können - denen ich, seinerzeit noch als totaler Laie, versucht habe, den Weg zu einer Therapie nach und nach aufzuzeigen. Manchmal funktioniert das, meistens aber ist es steinig und schwer - selbst, wenn sich jemand kurzzeitig öffnet (meist dann eher über das Telephon). Den Einfluß, den man erringt, wenn man via Telephon positive Projektionsfläche für alles mögliche darstellt, kann in vielen Fällen gewaltig sein - damit verbunden ist dann manchmal auch das subjektive Gefühl einer "Abhängigkeit", dann kommen die Verschuldungen, die sich im Laufe der Zeit zu handfesten Überschuldungen mausern.

    Was macht jemand, der auf Telephonminutenbezahlung angewiesen ist, dann? Verläßt er den Rahmen der Minutenbezahlung und rät dem Betroffenen, ihn unter einer privaten Nummer zu konsultieren? Berät er ihn dahingehend, eine Schuldnerberatung aufzusuchen und die kostenintensiven Anrufe zu unterlassen? Zeigt er ihm den Weg zu einem Kollegen auf, der demnächst anstelle der teuren Telephonanrufe konsultiert werden kann? Oder nutzt er die Macht, die er hat, um weiterhin an das Geld zu kommen - denn das wird ihm keine Schuldnerberatung der Welt mehr nehmen können?

    Seriösität ist ein dehnbarer Begriff. Absolutes Laientum kann seriös sein - wenn ein Forenbetreiber weiß, daß er auf manche Probleme keine adäquaten Antworten liefern kann und es frei heraus zu gibt. Wenn ein Forum nur aus Laien besteht (oder aber aus fachlich Geschulten, die über die Grenzen des Mediums wissen!) und einräumt, daß ein solches Medium eine Psychotherapie nicht ersetzen kann.

    Ich bin in einem Forum immer Gast. Und ich habe in den vergangenen Jahren (eigentlich einen Großteil meines Lebens) nach der Maxime gelebt, meinem Gastgeber Respekt zu erweisen und, wenn ich dies nicht will oder kann, sein Heim zu verlassen. Das hier ist zwar dasselbe Wohnzimmer, aber es hat einen neuen Besitzer. Mein weiterer Verbleib hier widerspräche der oben genannten Maxime.

    Zum Abschluß möchte ich noch kurz sagen, daß mich der Weggang von Nivella bzw. der Betreiberwechsel in leicht getrübter Stimmung hinterläßt. Wie ich an anderer Stelle mehrfach deutlich gemacht habe, hatte ich relativ großes Verständnis für ihre Situation als neuer Admin mit teilweise starken Ansprüchen einzelner User, denen gerecht zu werden bisweilen nicht möglich ist. Es ist auch mein Versagen, diese Anerkennung nicht anständig und ausführlich genug ihr gegenüber kommuniziert zu haben.
    Jetzt ist sie überstürzt aufgebrochen und hat es sehr eilig gehabt, sich löschen zu lassen - teilweise kann ich das verstehen. Ich würde es aber trotzdem als den einzigen großen Fehler bezeichnen, den ich ihrerseits aus moderativer Sicht erkennen konnte.

    In diesem Sinne nehme ich meinen Hut. Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute!

    Gruß,
    -gemeingefährlich

    P.S.: Zur formalen Frage - wenn eine Löschung moderativ gewünscht ist, dann geht das in Ordnung. In der Regel mag ich keine Löschungen, weil es 1.) Probleme mit der Zuordnung alter Posts nach sich zieht und weil 2.) hin und wieder noch PNs einflattern, die ich persönlich i.d.R. beantworte, auch wenn ich im öffentlichen Teil des Forums keine Rolle mehr spiele.
    Wer außerhalb Kontakt zu mir halten will (warum auch immer) der findet ein ICQ-Symbol direkt unterhalb meines Avatars.

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