Liebe Foris
Irgendwie geht es hier oft um negative Emotionen wie Wut, Angst, Schmerz und Trauer. Abwehrmechanismen, die einem vor solchen Gefühlen schützen sind auf breiter Ebene erforscht und eine Therapie öffnet einem den Zugang zu diesen verborgenen Gefühlswelten.
Im Alltag werden oft auch positive Gefühle und Bedürfnisse unterdrückt. Es handelt sich da um Bedürfnisse, die man sich durchaus selbst vermitteln könnte. Ich habe dazu ein paar Beispiele erfunden:
"Eigentlich würde ich jetzt gerne mal nix tun und mich einfach nur entspannen. Andererseits erledigen sich die ganzen Pflichten nicht von selbst und ich kann mir dieses Bedürfnis nicht wirklich leisten."
"Eigentlich würde ich gerne ausgehen und wieder mal so richtig auf den Putz hauen. Andererseits kann ich doch nicht so egoistisch sein und meinen Partner bzw. die Kinder alleine zu Hause lassen."
"Eigentlich hätte ich gerne wieder mal aufregenden Sex. Andererseits lebe ich in einer festen Beziehung und kann doch nicht ohne negative Konsequenzen fremdgehen."
"Eigentlich würde ich sehr gerne eine neue Ausbildung beginnen, weil mich der aktuelle Job zu wenig fordert. Andererseits verdiene ich ja nicht schlecht und die materielle Sicherheit ist mir schon auch wichtig."
Das sind doch alles Situationen, wo man zwischen zwei gegensätzlichen Bedürfnissen entscheiden muss.
Kennt ihr ähnliche Verhaltensmuster bei euch? Wie verhindert ihr erfolgreich eure positiven Gefühle und Bedürfnisse? Lohnt es sich überhaupt, dieses Thema genauer zu betrachten?
Mir wäre es lieb, wenn so viele Beispiele wie möglich gesammelt werden könnten. Ich würde gerne die wichtigen Mechanismen hinter diesen Blockierungen, Hemmungen und Unterdrückungen erkennen.


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