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Thema: Abwehrmechanismen

  1. #1
    Schreibkraft
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    Standard Abwehrmechanismen

    Hallo,

    ich hab mal ne Frage.
    Hat irgendjemand von euch ne Ahnung, ob man sich selbst oder anderen, Abwehrmechanismen bewusst machen kann? Ich meine Nicht-Psychotherapeutisch. Auch nicht durch Meditation oder ähnliches.
    Im täglichen Leben. Und ohne, dass jemand psychotisch wird. Wisst ihr da irgendwas?
    Ich werd im Moment fast wahnsinnig wegen dieser Dinger. Und ich fühle mich so dermaßen hilflos.

    Zum Beispiel meine Mutter. Zustand nach Streit mit meinem Vater. Ich sage ihr danach etwas, was sie selbst öfter schon gesagt hat. Nämlich, dass ich finde, dass mein Vater, ihr Mann, ein Sturkopf ist. Und irgendwie ist sie da gerad auf dem Trip, dass sie ihn verteidigen möchte und sagt unbedacht heraus, dass meine Freundinnen ja auch stur gewesen seien. Also- zur Erklärung- ich hatte bisher vier feste Beziehungen. Und von denen war eine einzige wirklich ein sturer Charakter. Und das wusste meine Mutter eigentlich auch genausogut wie ich. Ich habe auf jeden Fall sofort zurückgeschossen und gesagt, dass sie da Müll labere. Und ich habe gesehen, dass sie ihre Aussage recht schnell bereute (Körpersprache).
    Aber- und jetzt kommts- sie war nicht in der Lage zu verbalisieren, dass ihre Aussage einfach Quatsch war. Sie hatte es unbewusst scheinbar begriffen, aber es war ihr unmöglich, es auszusprechen.
    Ich habe ihr mehrfach gesagt, dass sie schon zugeben müsse, dass es echt ein dummer Spruch war. Aber keine Chance. Sie hat einfach immer wieder vom Thema abgelenkt. Ich hab sie verzweifelt versucht festzunageln. Und hab immer nur gedacht: Mann, das muss doch irgendwie möglich sein, ihr das bewusst zu machen. Ich stand da, völlig hilflos und wenn ich jetzt nochmal so drüber nachdenke, weiß ich nicht so richtig, ob ich nun darüber lachen oder heulen sollte...

    Ok, egal. Ich hoffe, meine Frage ist angekommen.


    Jan

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    Ich habe ihr mehrfach gesagt, dass sie schon zugeben müsse, dass es echt ein dummer Spruch war
    hallo Jan,

    warum ist Dir das so wichtig, dass sie das zugibt?

    Hat irgendjemand von euch ne Ahnung, ob man sich selbst oder anderen, Abwehrmechanismen bewusst machen kann
    Abwehrmechanismen heissen ja nicht grundlos so. Warum musst Du die unbedingt anderen nehmen? Warum kannst Du es nicht ertragen, wenn sie die haben? Ist da vll ein eigener Abwehrmechanismus zugange ? Gegen was?

    In dem Beispiel: was wird Dir denn davon genommen? Es ist eine Sache zwischen Deiner Mutter und Deinem Vater. Gut, sie mag ihre Mechanismen haben, um durch Konflikte mit ihm zu kommen. Na und? Haben wir das nicht alle irgendwo?

    Warum fällst Du durch einen Konflikt, der nicht Deiner ist, in eine Hilflosigkeit?

    Du wolltest ihr eine Auseinandersetzung aufzwingen, die sie nicht wollte. Das könnte man auch als verbale Gewalt verstehen. Frag Dich mal, warum Du zu solch trastischen Mitteln greifen musst. Was muss denn passieren, damit Du zu Deinem Seelenfrieden findest? Dass sie zugibt, Du hast recht und sie unrecht?

    Das nur mal die ersten Fragen.
    Geändert von Gast784 (26.12.2010 um 08:39 Uhr)

  3. #3
    Gast6325
    Gast

    Standard

    versteh ich das nun richtig, deine mutter hatte grade einen streit und dann haust du verbal auch noch drauf, nur um von ihr irgendwas zu hören, damit du im recht bist?

    ich finde du solltest rücksichtsvoller deiner mama gegenüber sein und es einfach gut sein lassen. du hilfst deiner mutter nicht, wenn du versuchst, sie mit gewalt auf irgendwas festzunageln.
    sie hat was gesagt, weil sie sich von dir vielleicht angegriffen gefühlt hat, sie hat ihren mann in schutz genommen und verteidigt und so sollte es in einer guten beziehung auch sein und vor allem sollte man vor seinen kindern auch immer geschlossen auftreten, egal wie alt sie sind.

    lass ihr doch wenigstens zeit, darüber nachzudenken und zu reflektieren, was sie gesagt hat und ob es falsch war oder nicht.. das muss sie selbst erkennen und befinden!

    es ist nicht richtig, jemanden so zu piesacken, wie du es mit deiner mama gemacht hast.

    wäre ich in der situation hätte ich das auf sich beruhen lassen und abgewartet bzw. mich entschuldigt, das ich sie, oder den vater damit nicht angreifen wollte.

    was nützt es dir denn, wenn du einen streit anfängst, nur um im recht zu sein? manchmal ist man klüger, wenn man nachgibt und einfach abwartet.

  4. #4
    Schreibkraft
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    irgendwie funktioniert meine Zitatfunktion gerade nicht, deshalb unkonventionell...


    @Schnieki
    - Sorry, Missverständnis. Ich hatte einen Streit mit meinem Vater.
    - Ich finde es auch wichtig, dass meine Mutter zu meinem Vater steht, aber nicht, wenn sie sich selbst dabei etwas vormacht (so empfand ich das)
    - ich bin mir nicht so sicher, ob es nicht richtig ist, meine Mutter so zu piesacken. Ich meine, wer legt denn das fest? Für mich ist eher die Frage, ob es was nützt. Leider hab ich das Gefühl, dass es nichts bringt.


    @Gaby
    Frage: warum ist Dir das so wichtig, dass sie das zugibt?
    Antwort: Weil ich will, dass sie ehrlich zu sich ist. Sie ist so gefangen und verstrickt in Dingen, die ihr mal angelernt wurden; wie man zu sein hat; was man darf und was nicht. Und das macht mich wütend und traurig...

    Frage: Warum kannst Du es nicht ertragen, wenn sie die haben? Ist da vll ein eigener Abwehrmechanismus zugange ? Gegen was?
    Antwort: Gute Frage. Frag ich mich auch. Vielleicht habe ich Minderwertigkeitsgefühle meinen Eltern gegenüber und will von ihnen hören, dass ich mal was besser weiß als sie. Vielleicht versuche ich mich von ihnen auf diese Art zu emanzipieren. Ich habe keine Ahnung...

    Frage: Warum fällst Du durch einen Konflikt, der nicht Deiner ist, in eine Hilflosigkeit?
    Na ja, es ist ja irgendwie auch meiner. In solchen Fällen projeziere ich mich in meine Mutter, glaub ich...

    Frage: Du wolltest ihr eine Auseinandersetzung aufzwingen, die sie nicht wollte. Das könnte man auch als verbale Gewalt verstehen.
    Antwort: Da hast du wohl Recht...

    Frage: Was muss denn passieren, damit Du zu Deinem Seelenfrieden findest? Dass sie zugibt, Du hast recht und sie unrecht?
    Antwort: Hmm, ja. Ist gut möglich. Ich bin mir an der Stelle nicht sicher, ob ich ihre Ehrlichkeit sich selbst gegenüber für mich oder für sie will...


    an alle:
    Wenn ich ihr in der Situation nur kurz gesagt hätte, was ich denke, und es dabei beruhen lassen, glaubt ihr, dass sie irgendwann später zu der Einsicht kommen kann, dass da was dran sein könnte?

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von Leo Navis
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    Antwort: Weil ich will, dass sie ehrlich zu sich ist. Sie ist so gefangen und verstrickt in Dingen, die ihr mal angelernt wurden; wie man zu sein hat; was man darf und was nicht. Und das macht mich wütend und traurig...
    Ist jeder. Kannste nichts machen.

    Ich hab in meiner Psychose die Bewusstmachung praktiziert, den Leuten ihre Schwächen und ihre Stärken auf die Nase gebunden und versucht, ihnen bewusst zu machen, warum zu handeln, wie sie handeln. Wird nix. Kannst vergessen. Die reagieren nur mit Unverständnis. Und das ist gut so.

    Irgendwann bin ich dann dazu übergegangen, nur noch die Stärken zu betonen, weil ich den Menschen ja helfen wollte - bzw das, was sie als ihre Stärken sehen. Und siehe da: Sie waren plötzlich viel fröhlicher, als wenn ich ihnen ständig ihre Schwächen aufzeige.

    Jeder Mensch ist in seiner Konditionierung gefangen. Da kann man nichts machen. Tut mir leid.

    Wenn ich ihr in der Situation nur kurz gesagt hätte, was ich denke, und es dabei beruhen lassen, glaubt ihr, dass sie irgendwann später zu der Einsicht kommen kann, dass da was dran sein könnte?
    Da müsste schon viel Ehrlichkeit ihrerseits bei sein. Ich sehe mittlerweile bei mir selbst, dass ich unangenehme Wahrheiten akzeptieren kann - auch wirklich akzeptieren kann. Doch dazu musste ich erst mal durch die Hölle gehen, und das wünsche ich keinem. Bei mir wurden sämtliche verdrängten, unterdrückten Phantasien hervorgekramt und mir aufgetischt durch mein eigenes Ich, wodurch ich völlig durchgeknallt bin. Da wird man halt vielleicht ehrlich nach, aber der Königsweg zur Ehrlichkeit isses sicherlich nicht. Mittlerweile kommt, wenn ich mich anlügen will, nur noch eine gedankliche Stimme in meinem Kopf und sagt 'Komm schon, mich kannst Du nicht anlügen, weißte doch'.

    Einen wirklichen Tipp kann ich Dir hier nicht geben. Vielleicht hilft es, zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist. Vielleicht aber auch nicht. Ich habe jetzt mehr über mich gesprochen als über Dich und Dein Problem, aber auch nur aus dem einfachen Grund, dass ich Dir zeigen will, dass es vielleicht manchmal ganz gut ist, dass bestimmte Inhalte verdrängt werden und nicht jeder wirklich ehrlich zu sich selbst ist.
    Geändert von Leo Navis (26.12.2010 um 15:13 Uhr)
    'Demütigung beschleicht die Stolzen oft.' - Goethe

  6. #6
    Gast784
    Gast

    Standard

    Wenn ich ihr in der Situation nur kurz gesagt hätte, was ich denke, und es dabei beruhen lassen, glaubt ihr, dass sie irgendwann später zu der Einsicht kommen kann, dass da was dran sein könnte
    Hallo Jan,

    Du hast in Deinem Antwortpost an mich schon sehr deutlich gestreift, dass Du voll im Projezieren bist. Aber so ganz kannst Du es Dir immer noch nicht eingestehen. Was wiederum ein Abwehrmechanismus Deinerseits sein könnte, weil Du das Thema, warum Du projezierst, bzw. dass Du projezierst, noch nicht wirklich an Dich ranlassen kannst.

    Das ergibt sich aus Deiner Abschlussfrage, siehe Zitat. Und wieder drehst Du Dich im Kreis. Du hast Dich festgebissen. Und ehrlich gesagt, mir kam auch der Gedanke, dass Deine Mutter gar kein Problem mit ihrer Selbstehrlichkeit hat, sondern dass es auch einfach nur sein könnte, dass sie keine Lust drauf hat, sich mit Dir auseinandersetzen zu müssen auf eine Art, die Du ihr aufdrückst. Ich mache unter diesen Umständen auch dicht und das weisst Du inzwischen.

    Du produzierst Konflikte, wo keine sind. Weil das irgend etwas IN DIR ist, was da keine Ruhe geben kann. Du bist aufgewühlt, Du brauchst ein ganz bestimmtes Ergebniss und produzierst - um dieses Ergebnis zu bekommen - einen Konflikt. Du weisst weder, was Du eigentlich für ein Ergebnis willst, noch warum, noch dass Du deshalb Konflikte produzierst. Und deshalb werden Konflikte, die eigentlich keine oder nicht Deine sind, dann sehr wohl zu Deinen. Und oft NUR zu Deinen, weil das Gegenüber sich dann u.U. abgrenzt. Und das womöglich, indem es Dir sehr hart vor den Kopf stösst, weil Du so verbissen bist.

    Du hast schon ein paar gute Ansätze in der obigen Antwort drin. Geh denen mal mehr nach. Indem Du bei DIR bleibst, bei DEINEN Anteilen und DEINEN Erwartungen, die Du hast. Immer wenn wir beim ANDEREN etwas hartnäckig verändern oder bewirken wollen, und entsprechend emotional dabei sind, dann ist das was , das IN uns nagt und UNSER Thema ist. Nervig und lästig, aber ist leider so.

    Und noch was: indem Du das Gegenüber bedrängst, wirst Du es in eine Abwehrhaltung bringen, in dem es nicht mehr "einsichtig" sein kann, weil es damit beschäftigt ist, sich zu verteidigen und zu wehren. Einsichtigkeit braucht Raum zum Atmen und eine Absichtslosigkeit. Also Denkschubser, ohne ein bestimmtes Ziel anzupeilen, wie: ich helfe Dir, ich hab die Lösung etc. Dann können die Leute, die es wollen, das alles aus sich selbst schöpfen. Und wenn Deine Mutter sich was vormachen will, dann ist das für sie vll (über-)lebensnotwendig. Auch das gehört respektiert und ist Teil des menschlichen sozialen Miteinander. Kaum jemand ist sein Leben lang frei davon. Und auch dieser Mechanismus hat seinen guten Grund.
    Geändert von Gast784 (26.12.2010 um 15:30 Uhr)

  7. Die folgenden 5 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Brom (26.12.2010),Darkstar (26.12.2010),Jan1981 (26.12.2010),Leo Navis (26.12.2010),So Ham (26.12.2010)

  8. #7
    Schreibkraft Avatar von Brom
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    @jan

    Hast du mal darüber nachgedacht, das es evtl nicht deine Aufgabe ist, alles im psychologisch korrekten Rahmen zu lösen?

    Vorallem sind deine Eltern selber erwachsen, ....mir ist das eine weile so gegangen, das ich mit über sehr viele Probleme in meiner Familie bewusst gewesen bin, und auch bei Streitigkeiten zwichen den Personen, mich regelrecht eingemischt habe.

    Aber ich habe irgendwann erkannt, das es nicht mein Job ist, die Familie zu kitten, schon ganicht mit "gewalt".
    Die Bezeihung zwichen meinem Vater und meiner Mutter, ist nicht perfekt, aber sie funktioniert auf ihre eigene "für micht verdrehte" art und weise.
    Und am Ende geht es mich einfach nix an, ...ich will und ich kann sie nicht zwingen, die dinge so zu sehn wie ich sie sehe.

    Wenn ich nach meiner Meinung gefragt werde, ok dann müssen sie mit der Antwort leben, aber es ist nicht meine Entscheidung was sie davon annehmen und was nicht.



    lg Brom
    Wenn leuchtend die Gestirne tauchen
    im dunklen Äthermeer empor
    und in geheimnisvollem Hauchen
    die Welt umweht ein Dämmerflor,
    entschwebt der Geist zu wachen Träumen
    ins große heilige Reich der Nacht,
    beschwingt nach unermessnen Räumen
    von tiefer Phantasien Macht.
    Im weichen Zauber solcher Nächte
    scheint sich die Schöpfung zu entfalten,
    und dunkel ahnen wir die Mächte,
    die über unserem Leben walten.

  9. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Brom für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (26.12.2010),Jan1981 (26.12.2010)

  10. #8
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    Meine Zitatfunktion funktioniert irgendwie weiterhin nicht. Keine Ahnung...


    @leo navis

    Ich bin vor zwei Jahren psychotisch geworden. Nehme Medikamente. Und bin auch durch die Hölle gegangen. Und wünsche das auch keinem. Auch mir sind meine Abwehrmechanismen um die Ohren geflogen. Ich kann seitdem ehrlicher zu mir sein und auch in einem hitzigen Streit mein Ego zurücknehmen, und mir Fehler eingestehen. Das konnte ich vorher nicht wirklich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass natürlich nicht alle meine Abwehrmechanismen drauf gegangen sind. Aber ein ziemlicher Batzen war es schon.
    Ich weiß auch, dass Abwehrmechanismen überlebensnotwendig sind, deshalb frage ich auch, ob es eine Chance gibt, sie zu knacken und bewusst zu machen, ohne das jemand total dekompensiert.


    @Brom
    Es ist nicht so, dass ich das Gefühl habe, die Beziehung meiner Eltern kitten zu müssen. Mich beschleicht langsam das Gefühl (auch durch das, was Gaby schreibt), dass ich da prophylaktisch und ziemlich egoistisch denke. Denn, wenn meine Eltern irgendwie reflektierter werden würden, käme mir das sehr zugute, denn dann müsste ich mir nicht regelmäßig irgendwelche Seitenhiebe anhören.

    Beispiel: Mein Vater sagt:
    "Jan, ich habe dir doch gesagt, dass wir das so und so machen wollen. Warum denkst du nicht mal mit?"
    Ich höre dummerweise sehr intensiv die subjektive Ebene und vergesse sehr schnell die Sachebene.
    Ich höre auf der Selbstoffenbarungseite: Jan, ich fühle mich dir überlegen.
    Dadurch wiederum fühle ich mich nicht wertgeschätzt und verletzt. Und dann geht in meinem Kopf herum: Du arroganter Sack. Kannst du Idiot nicht vielleicht mal frei von Wertungen formulieren. Irgendwas wie: "Lass uns das mal besser so und so machen. Und Punkt."
    Wenn ich ausgeglichen bin, dann versuche ich mit Ich-Botschaften klar zu machen, wie es mir damit geht. Da höre ich dann aber meist auch nur, dass ich zu empfindlich wäre. Und dass das so überhaupt nicht gemeint gewesen wäre.
    Wenn ich selbst gerade keine Ruhe in mir habe, dann schieße ich zurück. Und dann wird es laut und ziemlich unkonstruktiv...


    @Gaby
    Es ist möglich, dass meine Mutter schon ehrlich zu sich ist, aber das durch meinen Stil nicht zugeben kann. Ich glaube das aber nicht. Es ist für mich zu offensichtlich nicht so...

    Zitat: "Und noch was: indem Du das Gegenüber bedrängst, wirst Du es in eine Abwehrhaltung bringen, in dem es nicht mehr "einsichtig" sein kann, weil es damit beschäftigt ist, sich zu verteidigen und zu wehren."
    Da hast du wohl Recht.


    an alle:
    zwei kleine Fragen noch.
    1) Wie geht ihr damit um, wenn Wut in euch hochkommt, die nach Entladung sucht?
    2) Hat jemand einen Vorschlag, wie man lernen kann, mehr auf der Sachebene und weniger auf der subjektiven Ebene zu hören?




    Gruß und schon mal danke für alle Beiträge...
    Jan



    PS: Ich bin gerade ziemlich überzeugt davon, dass ich vor allem deswegen versuche, meine Eltern zu ändern, weil ich mir davon weniger unreflektierte und verletzende Kommentare von ihnen erhoffe...

    Ich bin gerad nochmal alle bekannten Abwehrmechanismen durchgegangen. Ich denke, da trifft keiner auf diese Situation zu. Auch eine Projektion (im Freudschen Sinne) kann ich hier nicht entdecken.
    Mir kommt es eher wie operante Konditionierung vor. Ich habe in meinem Leben gelernt, dass reflektiertere Menschen mich weniger verletzen. Deshalb versuche ich meine Eltern in die Richtung zu drängen, die ich für mich gut finde. Egozentrik und kein Ende in Sicht...
    Geändert von Jan1981 (26.12.2010 um 23:14 Uhr)

  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Jan1981 für den sinnvollen Beitrag:

    Leo Navis (28.12.2010)

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