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Thema: Ängste durch ein Trauma

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ängste durch ein Trauma

    Hallo,

    ich leide seit vielen Jahren an Ängsten, sozialen Ängsten und agoraphobie.
    Ich gehe zwar jetzt mittlerweile wieder einkaufen und versuche mein Leben wieder zu meistern, aber ich habe eine Frage zu den Ängsten. Ich weiß nicht ob mir da jemand helfen kann, aber ich versuche es mal.

    Meine Ängste kommen durch zwei massive traumatische Erlebnisse, die mich und mein Leben gezeichnet haben. Ich bin voll erwerbsunfähig und will leben und kämpfe, ich gehe gegen die Angst an und mal geht alles ganz gut und dann geht es mir echt schlecht. Es kommen dann so Anfälle, das ich z.B.kein Angstgefühl habe und dann plötzlich stehe ich da und alles dreht sich ich stehe komplett neben mir und muss mich dann festhalten oder setzen sonst falle ich. Das ist voll krass und macht mich fertig.
    Ich frage mich halt jetzt, OB Ängste die durch Stress und Beziehungsprobleme o.ä.kommen genauso behandelt werden wie Ängste die durch ein Trauma entstanden sind. Denn die werde ja oftmals unbewusst durch Trigger ausgelöst. Und da ich mich selbst fertig mache(ohne es zu wollen)weil ich es nicht hinbekomme, frage ich mich halt, ob das bei traumatischen Ängsten evtl.anders ist.Ich kriege immer wieder die Aufforderung das ich gefälligst arbeiten gehen soll (also von Menschen die halt nur Verhaltenstherapeutisch denken, also nicht vermeiden usw,)und fühle mich nicht dazu in der Lage, obwohl ich will.
    Vielleicht weiß jemand einen Rat, das wäre toll. Mir geht es sehr schlecht damit.
    DANKE Euch.

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo,

    die Konfrontation mit den angstmachenden Situationen wirst Du immer haben. Egal, wodurch die Ängste entstanden sind, aber da führt kein Weg dran vorbei. Was wäre denn die Alternative? Sich den Ängsten hingeben und vermeiden und sich so immer mehr im Leben einschränken?

    Woher weisst Du das mit dem Trauma so genau? Bist Du therapeutisch denn schon auf Spurensuche?

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Gabian.,

    danke für Deine Antwort. Ich konfrontiere mich ja täglich, aber es gibt halt Phasen in denen ich absolut instabil bin, weil es dann zuviel wird.
    Aber ich stehe immer wieder auf.
    Daher ja auch meine Frage. Denn Ängste durch ein Trauma, sind meines Erachtens halt anders. Dadurch das ich unter flashbacks leide oder auch einige bewusste Trigger(okay die vermeide ich natürlich) aber auch unbewusste habe.
    Ja ich war in Traumatherapie, da hieß es dann stabilisation immer wieder auf's Neue. Und mein Therapeut hat mir dann auch davon abgeraten trotzde, zu machen, weil die Körpersymptome so extrem waren und halt teils sind. Nun bin ich bei einem neuen Therapeuten weil der eine Gruppe macht, ws mir guttut aber der nimmt mich ziemlich ran und das überfordert mich gerade und wir haben halt gerade die Diskussion ob es eine Rolle spielt wodurch eine Angsterkrankung kommt. das ich ein Trauma habe, muss ich nicht erforschen, ich war ja live dabei, leider.
    Danke Dir für die Antwort
    lg

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    ich denke, dass jeder, der eine Angststörung hat, diese Kämpfe kennt und immer wieder an seine Grenzen stößt. Egal woher das kommt. Das ist doch letztlich das Wesen der Angst.

    Meinst Du nicht, dass es ein ganz wichtiger Aspekt ist, für sich selbst sorgen zu lernen, indem man sich auch mal auf einen Konflikt mit dem Therapeuten einlässt? Immerhin hast Du da mal einen geschützten Raum dafür. Und bei ner Angststörung ist - wie eigentlich bei allen Störungen - es sehr wichtig, dass man lernt, für sich selbst zu sorgen, indem man seine Grenzen wahrnimmt und achtet. Ohne sich aber deswegen in die Krankheit zurück fallen zu lassen.

  5. #5
    Verleger Avatar von Natz
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    Wenn Du erwerbsunfähig bist, musste Dir das doch bestimmt ein Facharzt attestieren. Hast Du es denn nie unterstützend auch mal mit Medikamenten versucht? Es gibt ja auch Wiedereingliederungsmodelle...Ich glaube Dir, dass Du kämpfst aber ein Stück weit habe ich auch das Gefühl, dass Du Dich versteckst. Was die Ursache der Angst angeht: es geht eher darum, wie Du heute damit umgehst-woher sie kommt, hilft im Endeffekt nur bedingt. Du weist es dann zwar, dass schmälert die Angst aber nicht. Da kannst Du noch so viel tiefenpsychologisch dran rum therapieren. Du scheinst ja noch recht jung zu sein. Willst Du jetzt denn Rest Deines Lebens nichts mehr machen, außer nach Auslösern zu forschen und Dich noch genauer beobachten-was übrigens ein Symptom der Angsstörung ist.
    Das mit dem "Rannehmen" ist schon richtig aber Du solltest auch praktische Übungen machen oder vll. auch mal einen stationären Aufenthalt überlegen, wenn Du bisher so fest steckst.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  6. #6
    Neuling
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    Hallo,

    ich habe zwei Wiedereingliederungen gemacht und auch 6Monate durchgezogen, wie gesagt, ich bin kein Mensch der vermeidet, ich kämpfe. Aber dann (ich arbeite im Sozialwesen)passte eine kranke Therapeutin nicht mehr ins Bild und ich wurde nach Hause geschickt. Ich habe auch ehrenamtlich gearbeitet, mit Kindern , was mir sehr gut tat.
    Und ich war 16Wochen in einer Klinik, die mich sehr unterstützt haben.
    Ich vermeide nur wenn ich ganz und gar nicht klarkomme, aber eigentlich muss ich immer auf eigenen Beinen stehen und übernehme die Verantwortung für mich, da ich eh allein bin und niemanden habe.
    Wie gesagt ich muss nicht FORSCHEN und Ausreden suchen die mich hindern, nein die sind tief in meinem Inneren einfach da und das läuft teils ganz unbewusst ab. Ich versuche auch im HIER und JETZT zu leben, aber es klappt natürlich nicht immer so super aber dann stehe ich auch wieder auf.
    Mein Problem ist halt, das wenn ich jetzt in einer Praxis arbeite, auch Hausbesuche machen muss und ich habe noch ziemliche Panik vor großen Geäuden. Und da habe ich Angst dort dann umzukippen, oder einer Omi den Rollator zu klauen weil ich vor Schwindel(mein Hauptsymptom, ok ich hatte zwei Hörstürze)nicht stehen kann. Das käme nicht gut. Aber ich "übe" das weiter. Ich übe übrigens täglich und gehe walken, also ich mache was in meiner Macht steht. Und die ganezn Gutachter wollten mich für immer erwerbsunfähig schreiben, aber ich bin dagegen angegangen weil ich das nicht wollte und habe nun noch mal Zeit.
    Lotte

  7. #7
    Verleger Avatar von Natz
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    Was ich mal gelesen habe, bezgl. Angststörungen: die Angst, einfach irgendwo ohnmächtig zu werden ist totaler Blödsinn, da der Körper in Panik nicht ohnmächtig wird, sondern im totalen Fluchtmodus ist. Wenn man sich das mal klar macht, ist das schon sehr beruhigend
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  8. #8
    Neuling
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    Hallo Natz

    danke.
    Das wurde mir auch immer gesagt, passiert ist es dann aber trotzdem.
    Es gibt ja zwei Reaktionstypen. Einmal den Flucht-u.Kampftypen, da passiert das nicht. Und dann gibt es den Schock-od.Todstelltypen, da kann das dann durchaus passieren. Aber ich bin da dann auch schon ein Schritt weiter, das wenn ich umkippe so mein Arzt, dann regeneriert sich mein Körper von selbst und dann stehe ich auch irgendwann wieder auf....naja man muss halt immer weiter denken, onwohl ich natürlich nicht wirklich gerne zusammenklappe, schon gar nicht allein, dann wäre ich ja wieder ausgeliefert.

    Aber in den Meisten Fällen ist es so wie Du schreibst, man kann "eigentlich"nicht umkippen da der Körper auf 180läuft
    Lieben Gruss lotte

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