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Thema: Aggression bei Streß...aus Situation raus gehen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Aggression bei Streß...aus Situation raus gehen?

    Hallo,

    folgender Fall: eine Frau wird schon von klein auf unter Stress (Arbeitsbelastung, Familienstress, Streit mit Partner) aggressiv zu werden. Sie richtet diese Aggression für gewöhnlich nicht nicht gegen Menschen oder gegen sich selbst. Sie neigt, besonders wenn andere Personen anwesend sind und ev. auf sie einreden, die Situation zu verlassen, um sich alleine zu beruhigen oder abzureagieren.

    Ihr Partner neigt nun dazu sie körperlich festzuhalten (am Arm packen) und es droht dann eine Eskalation. Sie hat ihn schon mehrmals gebeten, das sein zu lassen, aber er hört nicht auf sie. Er meint, dass sie solle ihn angucken und mit ihm sprechen.

    Die Frau möchte jetzt wissen, ob sie oder er im Recht ist oder ob es noch eine andere Lösung gibt.

    Danke und LG

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo,

    schreibst du von dir?

    Es kommt finde ich auf die situation drauf an,manchmal ist es besser eine pause in einem streit zu machen, aber manchmal sollte man auch aushalten können,dass man gerade im streit ist.
    Wieso möchtest du oder sie dann alleine sein?

    liebe grüße licht

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    Wenn Er weiss, dass Sie wieder kommt, nachdem Sie draußen abgedampft hat, warum kann Er sie dann nicht einfach gehen lassen und das Gespräch bis dahin verschieben?

    Eine Variante, die die beiden mal ausprobieren könnten: Er geht mit und sie laufen zackich um den Häuserblock und dampfen gemeinsam ab. Und reden dann auch erst nachher, vll am Ende des Häuserblocks.

    Wichtig ist das Vertrauen, dass es auch eine Zeit zum Reden geben wird. Dann kann man sich auch eine Zeit zum Abdampfen geben.

  4. #4
    Neuling
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    Standard

    Nein, nicht von mir.

    Aber ich kenne die Situation auch von mir selber. Aus der Perspektive kann ich das vielleicht besser beschreiben.

    Bei mir kommt es in Regel bei zwei Situationen vor.

    1. Irgendetwas klappt nicht so wie ich mir das erhofft hatte. Rettungsversuche scheitern oder verschlimmern alles noch. Normalerweise passiert da nichts. Ich lasse es mehr oder weniger einfach sein. Ich selten Fällen geht das aber nicht. Wenn ich mich irgendwie dabei eingesperrt fühle, kann sich auch bei mir Aggression aufbauen und wenn mir die Möglichkeit genommen wird, meine Spannungen auf meine Weise abzubauen, kann sich das steigern bis es kracht. Dann fliegen quasi Stühle. Dann bin ich auch für Alternativen unzugänglich, was die Entspannung angeht. Wewnn man mich lässt, stehen die Chancen gut, dass ich runterkomme und ich mich auch dann wieder dem eigentlich Problem widmen.

    2. Der Klassiker: Streit mit dem Partner. Der Punkt an dem man nicht weiterkommt und man nur noch wütend ist. Wenn ich dann nicht gehen kann, kann es knallen. Und bei meiner Ex-Frau war das auch so. Wenn sie meinte gehen zu müssen, wäre es fatal gewesen, wenn ich sie am Arm festgehalten hätte.

    Bye the way: Wäre das Armfesthalten oder am Kragen festhalten schon Gewalt? In einer Wutsituation reagiert man drauf wie auf einen Angriff.

  5. #5
    Roman Verfasser
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    Standard

    Ich kann ja mal von mir erzählen.

    Ich hatte diese Phase auch mal, da gings mir von Grundauf schon nicht gut. UNd sobald ich streit bekam, vielleicht noch getresst war etc musste ich erstmal Luft schnappen! 5 Minuten, danach war gut - und ich konnte in Ruhe reden.

    Hätte mich da wer am Arm gepackt - NICHT gut! GAR nicht gut. Mein "Dampf", der dann nicht in ein Kissen etc hätte gehen können hätte sich mit Sicherheit an dem Menschen entladen, der mich festhält.
    Ich selber kann übrigens Festhalten nicht leiden. Ich fühle mich davon eingeengt und bedroht und kann nur zu gut grade nachempfinden, wie es der Person gehen muss.

    Das wäre für mich ein Grund (in maßvollem Sinne!!) mein Kampfsport einzusetzen um mich zu befreien.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  6. #6
    katha
    Gast

    Standard

    hmm also ich finde ja schon das das an gewalt grenzt....derjenige nutzt seine körperliche überlegenheit aus um den anderen dazu zu bringen das zu tun was er will.....

    ich denke wenn jemand aggressionen hat, diese erkennt, und auch einen weg gefunden hat sie zu entladen ohne jemandem zu schaden (und diesen weg mit dem partner besprechen kann und die motivation für das abdampfen begründet)...dann ist das doch super.

    und wenn danach ein ruhigeres gespräch möglich ist...kann der andere ja auch zufrieden sein...(auch wenn ich verstehen kann das es für ihn der situation unbefriedigend ist sie abdampfen zu lassen)

    vielleicht sollte derjenige der aggressionen hat sie einmal an seinem gegenüber auslassen wenn er sie festhält...vielleicht lässt er sie dann in zukunft freiwillig gehen sorry kleiner witz am rande

  7. #7
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo,

    es gibt eine Therapie die sich Festhaltetherapie nennt.
    Höst um stritten und meiner meinung nach nicht gut.
    Dort wird man einfach festgehalten bis man sich wieder berühigt hat(galube ich zumindestens,dass am einen anderen Menschen auch in stress situationen festhält).

    Ich denke,dass man schauen sollte,was hinter der agression steckt.
    Aber wenn man einen Mensschen ohne dessen willen festhält,wird die Persönlichkeitsgrenze massive überschritten. Und das ist alles andere als gesund.

    liebe grüße licht

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  9. #8
    Roman Verfasser
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    Standard

    Allein vom Lesen dieser Worte bekomme ich "Beklemmungen"...
    Mir ist es noch nicht oft passiert, dass ich in Situationen festgehalten wurde, wo ich das nicht wollte, aber jedesmal hab ich automatisch alle körperlichen Möglichkeiten genutzt, um loszukommen. (da war ich noch nicht im Kampfsport ausgebildet.)
    Ich merke grad, dass da in mir die gleiche "Panik" aufsteigt, wie im MRT oder wenn ich irgendwo "eingebuddelt" bin.
    Also ich bin sicher: Festhalten IST eine Form von Gewalt!

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

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