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Thema: Aggressive Zwangsgedanken zerstören mich

  1. #1
    Neuling
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    Standard Aggressive Zwangsgedanken zerstören mich

    Hallo an alle,


    Ich habe mich gerade neu angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiß, wie ich mit meinem Umfeld umgehen kann- ich bringe es nicht über mich, mit Freunden über meine wirklichen Probleme zu sprechen, da ich weiß, dass sie das sehr verstören und sie von mir entfernen würde...

    Am besten, ich lege einfach mal meine Situation dar, es würde mich sehr freuen, wenn jemand, der vllt. erfahrung mit ähnlichem hat oder auch jemand, der mir Empfehlungen geben kann, was ich tun sollte, mir antwortet, bin dankbar für jedes Lebenszeichen...



    Seit dem ich klein bin habe ich aggressive Zwangsgedanken oder etwas in der Art.. ich bin in diversen psychologieforem auf diesen Begriff gestoßen und denke, er trifft es am besten. ich habe versucht, in Büchern herauszufinden, weshalb ich sie habe, und bin auf einiges gestoßen, dass mir hinweise darauf gab.
    Als Kind wurde ich von anderen nie wirklich akzeptiert, anlasslos regelrecht gehasst, und auch wenn ich sehr liebevolle Eltern hatte/habe, habe ich mich unablässig ausgegrenzt und allein gefühlt, habe praktisch begonnen, in meiner eigenen Welt zu leben.
    Das der Drang, andere Menschen zu verletzen unnormal ist, merkte ich recht schnell und behielt es für mich.
    Ich denke, mit der Zeit wurde es schlimmer. Ich fand zwar (wenige aber gute) Freunde, doch der Großteil der Gleichaltrigen sah mir stets mit einer Art Verachtung entgegen, ich weiß nicht warum. Vielleicht spürten sie meine Unsicherheit. Auf jeden Fall gab es viele unschöne Erlebnisse, die mich nachhaltig geprägt zu haben scheinen.
    Meine Gedanken vertieften sich, immer wieder stieg dieser Drang, einfach mit einem Messer auf alles und jeden um mich herum einzustechen, es gab Tage, in denen ich mich in meinem Zimmer eingeschlossen habe, und einfach nur auf Pappschichten, Holz oder der gleichen eingestochen habe, bis ich nicht mehr konnte. Ich habe versucht, Tiere zu töten, um mich abzureagieren, durch Verkettungen von Zufällen kam ich nicht dazu.
    Ich begann mich für Gifte zu interressieren, Sammelte und Konservierte Giftpflanzen und Messer, richtete mein Leben darauf aus, irgendwann einen Menschen zu töten. Ich befasste mich intensiv mit (Serien)Mördern, dem Todesvorgang, Überwältigungstechniken (Menschen zur Bewusstlosigkeit führen, fesseln etc.) und der gleichen. Ich suchte nach Orten und Möglichkeiten. Begann zu planen (ich nehme an, es ist unklug, auch hier näher darauf einzugehen).

    An dieser Stelle muss ich weitere meiner Wesenszüge erläutern.

    Ich fühle vielleicht so viel wie andere Menschen, allerdings konzentriert sich dies auf sehr, sehr wenige. Fast niemand in meiner Umgebung bedeutet mir etwas, die meisten Menschen sind mir vollkommen gleichgültig (auch freunde und familie), bedeuten mir einfach nichts. Wenn ich mich verliebe, dann konzentriert sich all mein sonst nicht vorhandenes gefühl auf diesen menschen.
    Nun ja, und wenn ich tatsächlich einmal in der lage bin, sehr starkt zu empfinden und diese Gefühle dann gehen- entsteht eine Art Lücke. Diese Lücke füllt sich dann seehr schnell mit Dunkelheit. Ich kenne mich da recht gut. Wenn ich eine Art Verlust erleide, steigt das Maß meines Dranges ins schier unermessliche.

    Gut, ich denke, die meisten Vorraussetzungen, um mein Debakel, in dem ich mich im Augenblick befinde, habe ich gegeben und komme daher nun zu meiner momentanen Situation...

    Vor etwa einem Jahr habe ich einen Menschen gefunden, dem ich augenblicklich vollkommen verfallen war, bis heute fühle ich mich emotional extrem an ihn gebunden. Seine Gegenwart vermochte zu dem meine Gedanken irgendwie verschwinden zu lassen - es ist vollkommen seltsam, in seiner Gegenwart erscheint mir der Gedanke, einen Menschen zu zerstückeln absurd... Nun, um es kurz zu halten, nachdem er mir zusehends Hoffnungen gemacht hatte, hat er mich nun recht emotionslos abgewiesen.
    Im Augenblick befinde ich mich in einer Art Schocksituation, stehe vollkommen neben mir.
    Es fällt mir sehr schwer, darüber zu reden, dennoch habe ich mich einem Menschen anvertraut, allein was meine emotionale Misslage betrifft.

    Dieser Mensch hat mir nun dringendst angeraten, mir psychologische Hilfe auf grund der Tatsache, dass ich aus meiner Trauer, an die ich mich zu klammern scheine, allein nicht mehr befreien kann.

    Nun allerdings ist da ein Problem... wenn ich es tatsächlich schaffte, all diese mich praktisch gänzlich ausfüllenden Gefühle vedrängen/ verschwindenlassen zu können, weiß ich ganz genau, dass ich stärker als je davon besessen sein werde, Menschen töten zu wollen.

    Wenn ich mir psychologische Hilfe suche, weiß ich, dass zumindest ein fähiger Psychologe diese ganzen meiner Probleme aufdecken wird.

    Nun etwas, was vielleicht verstörend wirken könnte... ich will meine zwangsgedanken nicht loswerden. sie sind ein solch enormer teil von mir und außerdem ansonsten die einzige möglichkeit für mich... zu fühlen. ohne sie bin ich nur halb existent. die einzige für mich annehmbare Alternative wäre eben dieser Mensch gewesen, der meine perfekte ergänzung gewesen wäre. Doch nun... stehe ich davor, entwederso lang wie möglich an dieser negativen Form von Liebe festzuhalten und meine beste Freundin mit meiner Verzweiflung ebenfalls zu verzweifeln (und stück für stück mein Leben zerstören), darauf warten, dass mich die Dunkelheit einholt, oder mir Psychologische Hilfe suchen.

    Ein vernunftbegabter Mensch sieht hier gewiss nur einen Weg. Doch ein solcher bin ich nicht. Ich weiß, dass niemand mir helfen kann, wenn ich es nicht will.


    Und nun bin ich von etwas wie einer nach Tod riechenden Mischung aus Angst, schlechtem Gewissen, diabolischer Vorfreude, Verzweiflung, Trauer und regelrechter Panik besessen... das ich einfach nicht mehr weiß, was ich tun soll!
    Ich zittere am ganzen Leib und habe angst, diese wenigen Menschen, die mir etwas bedeuten zu verletzen. Was würde aus ihnen werden, wenn mein dunkles selbst entgültig ausbricht? Was wird aus mir, wenn ich keinen Ausweg finde?


    Ich habe Angst.


    Es würde mir unglaublich viel bedeuten, Antworten zu erhalten. ich weiß nicht, wohin mich sonst zu wenden...

    Danke.
    Geändert von Hitaka (06.03.2011 um 14:12 Uhr)

  2. #2
    Gast784
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    Standard

    Hallo,

    Es würde mir unglaublich viel bedeuten, Antworten zu erhalten. ich weiß nicht, wohin mich sonst zu wenden...
    warum beherzigst Du nicht Deinen eigenen Rat, den Du einem anderen User gegeben hast:

    sicher kann dir ein Fachmann ehr Tipps zur Bewältigung geben, als die User hier...

  3. #3
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    Hallo Hitaka,

    Du schreibst hier einiges, das mich fragen lässt, was genau Du wissen oder lesen willst:

    ich will meine zwangsgedanken nicht loswerden. [...] Ich weiß, dass niemand mir helfen kann, wenn ich es nicht will.
    Willst Du Dir denn helfen (lassen)?
    Eigentlich widersprechen sich diese Aussagen ja ...

    Ich zittere am ganzen Leib und habe angst, diese wenigen Menschen, die mir etwas bedeuten zu verletzen.
    Wäre dies nicht schon ein Grund, das zu ändern, was Dir diese Angst bereitet?
    Oder brauchst Du diese Gedanken, diese Ängste so sehr, dass Du sie deswegen nicht aufgeben willst?

    Falls ja, dann noch eine Frage: was bringen sie Dir? Wovor "schützen" sie Dich?
    Es wäre die Frage danach, ob die Ängste und Zwänge nicht ihre Ursachen haben, gegen die Du sehr wohl etwas "unternehmen" könntest, aber vielleicht auch davor Angst hast, Dinge zu sehen, mit denen Du (momentan noch) überfordert sein könntest?
    Wenn ich mir psychologische Hilfe suche, weiß ich, dass zumindest ein fähiger Psychologe diese ganzen meiner Probleme aufdecken wird.
    Hast Du Angst vor dieser Aufdeckung? Davor, dass jemand "fremdes" es sehen könnte - oder es selbst sehen/annehmen zu müssen?

    In einem anderen Thread schreibst Du:
    ... sicher kann dir ein Fachmann ehr Tipps zur Bewältigung geben, als die User hier...
    Was hindert dann Dich daran, Deinem eigenen Rat zu folgen?
    Denn auch Du hast Dich an genau diese User gewandt (was ich auch als einen positiven Schritt empfinde - auch wenn hier sicher niemand professionelle Hilfe geben kann, so zeigt es doch, dass Du Dich mit Dir und Deinen Themen eigentlich auseinandersetzen willst ...) ...


    lg

  4. #4
    Neuling
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    Standard Nun ja..

    Es ist schwierig für mich, mir selbst meiner Gedanken klar zu sein...
    Zum einen habe ich diese Gedanken im Grunde genommen einfach als Teil meiner selbst akzeptiert- so moralisch verwerflich das auch sein mag. Zum anderen sind sie tatsächlich eine Art "Halt" für mich, da sie die Stellen in mir ausfüllen können, die sonst leer bleiben, mir helfen, überhaupt etwas zu fühlen.
    Jaa, das schreit praktisch danach, zu denken, ich sollte sie mit freunden, familie oder hobbies verdrängen... aber das funktioniert bei mir nicht.

    Der Grund, warum ich überhaupt in erwägung ziehe, mir hilfe zu suchen ist einfach der, dass ich im augenblick ständig fehler mache. früher konnte ich es einfach ganz still in mir tragen, riss vllt ab und zu mal einen morbiden witz... nun aber verhalte ich mich anderen gegenüber in einer art und weise, die ihnen angst bereitet oder sie verletzt.

    Bei fast allen Menschen wäre mir das gefühlstechnisch gleichgültig, doch betrifft es im moment gerade diejenigen...

    Das verwirrt mich etwas und treibt mich in die verzweiflung...


    Danke auf jeden Fall erst einmal für eure antworten, es tut gut, nicht ins leere zu schreiben...

    Lg

    P.S.: immer dieses Zitieren ;P

  5. #5
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    ... habe ich diese Gedanken im Grunde genommen einfach als Teil meiner selbst akzeptiert ...
    Ich kann Dinge auf zwei verschiedene Arten "akzeptieren:

    - als Form der Resignation: "es ist so, wie es ist, und ich werde daran nie etwas ändern können"
    Konzentriert sich der Blick dann nicht automatisch auf das Leid, das damit verbunden ist - und verstärkt so dieses Gefühl nur noch mehr? Damit setzt sich doch auch ein Kreislauf in Bewegung: Hinsehen - Schmerz empfinden - auf den Schmerz sehen - noch mehr Schmerz empfinden - auf den Schmerz sehen ...
    Auf den Schmerz siehst Du, indirekt, auch dann, wenn Du mit aller Gewalt nach Wegen suchst, ihn zu deckeln, ihn zurückzudrücken.

    - als Bestandsaufnahme: "im Moment ist es (noch) so - es ist der Ist-Zustand: und jetzt sehe ich meine Ziele an"
    Auch dieser Blick tut weh, sicher. Nur, wenn es gelingt, die Wertung aus dem herauszulassen, was man da sieht, wenn man es erst einmal als reinen Fakt annimmt - kann man dann nicht auch wieder nach den Dingen suchen, die einen da herausführen könnten?

    Das, was Dich belastet, ist ja vorhanden ... hier erst einmal Punkt!
    Erst mal nicht "bewerten" - schon gar nicht im Sinne einer Wertung für/über Dich selbst!

    ... da sie die Stellen in mir ausfüllen können, die sonst leer bleiben
    Ob diese "Stellen in Dir" wirklich so leer sind, wie sie sich anfühlen?
    Du schreibst ja selbst, dass es Dir nicht gelingt, sie, mit was auch immer, zu "verdrängen".
    Was, wenn genau das der Grund für diese Leere wäre? Was, wenn Du zu ihnen "nur" keinen Zugang mehr hast und sie deshalb jetzt leer erscheinen?

    Warum sie verdrängen - das löst doch nichts, im Gegenteil. Damit schaufelst Du die Dinge nur noch mehr zu ...

    Und dass da etwas ist (trotz der gefühlten Leere): zeigt es sich nicht schon alleine daran, dass es sich jetzt in Form dieser Gedanken mit aller Gewalt an die Oberfläche drängt?!
    Was auch immer dahinter stecken mag: es scheint mir etwas zu sein, dass Du bisher eher unterdrückt hast - und das jetzt eben einen Weg gefunden hast, sich Deiner Kontrolle und Verdrängung zu entziehen.
    Mit einer starken Eigendynamik ...

    Mal etwas spekuliert jetzt: Du kannst sehr wohl fühlen - vielleicht aber nicht die Gefühle und ihre Wurzeln selbst, sondern nur deren "Echo"? Also den Teil, der als einziger noch durch den Filter Deines Verdrängens durchkommt?

    BTW: was hast Du gegen das Zitieren?

  6. #6
    Neuling
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    Standard Interessante Gedanken

    Das mit dem "mich abgefunden haben" ging in etwa in die Richtung, wie andere akzeptieren würden, dass sie eine große Nase haben, oder Musik mögen... Tatsächlich wird mir erst seit relativ kurzer zeit klar, dass ich da eigentlich einen großen unterschied sehen sollte.


    Ich vermute, das, was du weiter angesprochen hast, ist auch das, wobei mir ein Psychologe noch am ehsten wirklich helfen könnte: ursachenfindung. In wie fern das dann auswirkungen auf meinen status quo hätte.. wer weiß.


    Ich habe gerade dem Menschen, dem ich mich mit allem übrigen anvertraut habe, meinen text gesandt. ist das erste mal, dass jemand in meinem Umfeld davon erfährt. ich bin etwas nervös, der reaktion wegen... wird sich erst morgen abend zeigen, denke ich... Drückt mir die Daumen!



    Und was das Zitieren angeht... nun ja - da wird man eiskalt einfach vor seine eigenen Worte gestellt! Das ist... grausam ;P

  7. #7
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    Hallo Hitaka,

    vielleicht noch ein kurzer Gedanke zu Deinem Post ...

    Den Status Quo verlassen - dies ist natürlich etwas, das einem Angst machen kann. Man hat ihn sich ja nicht umsonst so aufgebaut: er verschafft einem zumindest ein kleines Maß an "Sicherheit" - man "kennt" die Situation eben, weiß, was auf eine wann und wie zukommen könnte.
    Ihn zu verlassen bedeutet da auch in erster Linie einmal das Gefühl, sich auf unbekanntes gelände zu begeben, auf dem man sich eben nicht mehr auskennt. Fühlt sich nach Gefahr, Bedrohung an ...

    Andererseits: dieser momentane Zustand, den Du Dir aufgebaut hast, ist ja auch nicht dauerhaft stabil, oder? So, wie Du Deine Entwicklung (sorry: klingt so kalt ...) beschreibst, ist es ja auch inzwischen zu einer Plattform geworden, die sich zu neigen beginnt: Du bist ohnehin schon ins Rutschen gekommen ...

    Wäre es da dann nicht auch einen Versuch wert, Dir vorzustellen, dass eine Veränderung auch eine Chance beinhalten könnte? Eine Chance, zu einer stabileren, tragfähigeren Basis für Dich zu kommen?

    Die "Ursachenfindung", die Du angesprochen hast: ob dies jetzt an erster Stelle stehen sollte oder dann eine "Folge" des Aufarbeitens sein wird - es hängt ganz von der Person ab, die sich auf die Suche begibt, und deren Prozessen.
    Unter anderem auch deswegen gibt es ja die unterschiedlichsten therapeutischen Ansätze

    Solch eine Reise zu den eigenen Wurzeln ist anstrengend, machmal auch wirklich schmerzhaft: es ist eben Arbeit, die nicht immer leicht fällt.
    Manchmal kann es auch sein, dass man, gefühlt, überraschend auf Dinge stößt, die einen im ersten Moment umzuwerfen drohen. Muss nicht sein, kann aber passieren.
    Unterm Strich gesehen, also dann, wenn sich die erste Bewegung spüren lässt, ist es aber auch etwas sehr Lohnendes, das viel Energie mit sich bringt ...

    Gerade dann, wenn man so in die eigenen Tiefen vordringen will, halte ich persönlich eine professionelle Begleitung für sinnvoll und wichtig: falls man mal ins Stolpern kommt, dann ist da jemand da, der einen auffängt und daran hindert, so richtig heftig auf die Schnauze zu fallen
    Und: dieser Profi lässt mit Sicherheit jede persönliche Wertung Deiner Themen dort, wo sie auch hingehört - draußen vor der Tür ...

    Den wichtigste Schritt (den ersten nämlich!) hast Du ja schon gemacht: Du nimmst Dich Deiner Themen an und mauerst sie nicht mehr ein!

    Die Daumen sind gedrückt!

  8. #8
    Neuling
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    Standard Danke fürs Daumendrücken,

    bin sehr gespannt auf das Gespräch des heutigen Abends...

    Wenn ich ehrlich bin, muss ich natürlich eingestehen, dass mir der Gedanke, mir professionelle "Hilfe" zu suchen, nicht gerade behagt und mich nervös macht. Zum einen, da ich generell sehr schnell in Panik gerate, wenn es darum geht, mich zu öffnen... Und zum anderen... naja, ist kein kaffeekränzchenthema, würde ich denken...

    Was die Ängste vor Ursachenfindung und Aufarbeitung angeht... hm.. ich weiß, dass es nicht einfach würde. Und auch, dass ich wohl ziemliche Probleme hätte, mit jemandem über manches zu sprechen- auch wenn ich nicht behaupten will, ein wirklich schlimmes Leben gehabt zu haben- ich meine, es gibt so viele, denen es wesentlich schlechter geht, die eiskalte Eltern hatten, oder etwa Selbstmord im familiären Kreis. Von solchen Dingen bin ich eigentlich immer verschont geblieben...

    Wo ich gerade das Wort "eiskalt" benutze- du brauchst dir keine Sorgen darüber zu machen, kalt zu klingen, ich hätte es gar nicht als so empfunden. Ich habe nichts dagegen, wenn du direkt schreibst, daher mach dir nur keine Gedanken

    Danke auf jeden Fall, dass du dir allgemein Zeit genommen hast, dir Gedanken zu machen!


    Die Ansicht, das ganze als Chance zu sehen.. kam mir bislang noch nicht. ich werde es mir mal ein bisschen durch den Kopf gehen lassen...

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