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Thema: agressive Zwangsgedanken

  1. #9
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    Du bist NICHT deine Gedanken.

    Beobachte die Gedanken einfach nur ohne sich damit zu identifizieren.

  2. #10
    Neuling
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    Hallo,

    danke euch für die vielen Antworten!

    Mein Therapeut ist der einzige der über die Zwangsgedanken Bescheid weiss.

    Mein Mann weiss nur das ich unter einer Angststörung leide. Ich könnte ihm nie diese schrecklichen Gedanken anvertrauen! Ich traue mir ja selber nicht über den Weg, wie soll er es denn verstehen!

    Ich hatte bei der letzten Therapiesitzung das Thema ob ich denn was an meinem Zustand ändern MÖCHTE?!?!? Ich muss zugeben ich habe das Gefühl als würde ohne die Angst eine Leere in mir entstehen! Verrückt, oder?
    Diese Zwangsgedanken will ich aber deffinitiv NICHT haben!!! Sie sind einfach nur grausam!

    Ich KANN einfach nicht in eine Klinik. Das währe für alle ein Skandal!
    Ich habe drei Kinder die noch zur Schule und Kindergarten gehen. Jeden Nachmittag sportliche Aktivitäten mit den Kindern, grossen Haushalt, Garten und einen Mann der jede Woche auf Dienstreise ist!

    Ich habe die ganze Last auf meinem Rücken zu tragen und seltsamerweise funktioniere ich ziemlich gut nach Aussen. Treffe mich oft mit Freunden und Familie und keiner weiss über meine Qualen die ich ertragen muss!

    Wenn ich mich "outen" würde, hätte ich für immer den Stempel "psychisch Krank" haften! Das möchte ich nicht!

  3. #11
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Hi Mini Maus

    Ich kann deine Situation sehr gut verstehen. Du hast eine Verantwortung für deine Kinder und deine Familie und musst funktionieren. Die stationäre Therapie würde deine Vorstellung vom Leben komplett durcheinander bringen.

    Du glaubst doch auch an die Idee der Familie und vertraust dieser Idee. Darum fände ich es äusserst wichtig, dich deinem Mann gegenüber zu outen. Er ist direkt Betroffener und kann dir damit eine gewisse Sicherheit bieten. Oft denken wir, dass wir völlig abgelehnt werden, wenn wir unsere intimsten Gedanken outen. Oft ist genau das Gegenteil der Fall und die betreffenden Personen haben sehr viel Verständnis. Dein Eltern, deine weitere Verwandtschaft oder dein grosser Kollegenkreis muss gar nix wissen von deinem Problem.
    Liebe Grüsse, Martin

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  4. #12
    Ste
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    Zitat Zitat von Mini Maus Beitrag anzeigen
    Hallo,

    danke euch für die vielen Antworten!

    Mein Therapeut ist der einzige der über die Zwangsgedanken Bescheid weiss.

    Mein Mann weiss nur das ich unter einer Angststörung leide. Ich könnte ihm nie diese schrecklichen Gedanken anvertrauen! Ich traue mir ja selber nicht über den Weg, wie soll er es denn verstehen!

    Ich hatte bei der letzten Therapiesitzung das Thema ob ich denn was an meinem Zustand ändern MÖCHTE?!?!? Ich muss zugeben ich habe das Gefühl als würde ohne die Angst eine Leere in mir entstehen! Verrückt, oder?
    Diese Zwangsgedanken will ich aber deffinitiv NICHT haben!!! Sie sind einfach nur grausam!

    Ich KANN einfach nicht in eine Klinik. Das währe für alle ein Skandal!
    Ich habe drei Kinder die noch zur Schule und Kindergarten gehen. Jeden Nachmittag sportliche Aktivitäten mit den Kindern, grossen Haushalt, Garten und einen Mann der jede Woche auf Dienstreise ist!

    Ich habe die ganze Last auf meinem Rücken zu tragen und seltsamerweise funktioniere ich ziemlich gut nach Aussen. Treffe mich oft mit Freunden und Familie und keiner weiss über meine Qualen die ich ertragen muss!

    Wenn ich mich "outen" würde, hätte ich für immer den Stempel "psychisch Krank" haften! Das möchte ich nicht!
    Also, wenn ich ehrlich bin, du nervst mich! Was willst du dann hier?

    Wer nichts ändern will, weil das dein perfektes image ankratzt, der ist selber schuld und den kann ich nicht ernstnehmen.

    Fast hab ich das Gefühl, du willst hier angeben, wie toll du funktionnierst, wie toll euer Leben ist und du arme opferst dich dafür auf.

    Grüße

    Ste

  5. #13
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    Es war nicht direkt die Frage, aber ich kann Dir sagen daß sehr viele Frauen solche Probleme haben. Haß und Wut auf die Kinder, Angst davor ihnen etwas anzutun, oder Angst daß einem unbeabsichtigt Fehler unterlaufen. Und natürlich sind diese höchst belastend, es geht um die eigenen Kinder, die man ja liebt. Mal die Ursachen außen vor, damit bist Du erstmal nicht alleine, und das haben mehr Mütter als Du denkst. Es ist ein Tabuthema. Ich kann Dir zu diesem Thema nur wärmstens das Buch "Der Lilith Komplex" von Hans Joachim Maaz empfehlen. Das hat unter Umständen das Potential Dein Verständnis für die Hintergründe Deiner Gedanken zu erweitern.

    Auch solche Gedanken sind eben vorhanden.

  6. #14
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    @ste
    danke Dir für Deine Antworten und ich wünsche Dir auch meine Zwangsgedanken, dann kannst Du ja auch hier im Forum angeben!

    @Erwin
    handelt das Buch auch über Zwangsgedanken? Danke für den Tip!

  7. #15
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    Hallo Mini Maus

    Du kannst Dich auch an die Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen wenden,
    die haben auch ein Forum,die ist in Osnabrück,

    Die geben auch eine Zeitschrift,über Zwangsstörungen heraus!

    Es gibt auch Medikamente,die sogenannten Selektiven Wiederaufnahmehemmer,die
    können vielleicht helfen,oder auch nicht,zusammen mit einer Verhaltenstherapie
    diese Medikamente,zeigen aber erst nach ca.3 Monaten eine wirkung!

    Sprich das mal bei Deinem Therapeuten an!


    Es heißt ja auch nicht umsonst,das es sich bei einer Zwangsstörung um eine
    heimliche Erkrankung handelt,weil die meisten Betroffenen,lange Zeit versuchen
    diese Erkrankung,vor anderen zu verstecken,weil Sie Angst davor haben,das andere
    Sie für Verrückt halten könnten!

    Aber Du bist nicht verrückt!


    Es ist aber auch Tatsache,das man für diese Erkrankung,von anderen sogenannten (Normalen)
    Menschen ,keinerlei Verständniss erhält,da heisst es meistens nur zb. stell Dich nicht so an,was
    Du Dir da wieder einbildest und bla bla bla!

    Aber für einen Betroffenen ist das nunmal die absolute Hölle!



    lg raskowitz
    Geändert von raskowitz (06.02.2012 um 06:59 Uhr)

  8. #16
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    Hallo Mini Maus,

    erst einmal:
    ich kann dich sehr gut verstehen. Ich hatte auch längere Zeit mit aggressiven Zwangsgedanken zu kämpfen, was mich ziemlich fertig gemacht hat. Irgendwann habe ich mich dann dazu entschlossen, mich an Psychologen zu wenden. Mir wurde dann von einer Psychichaterin kurzerhand ein Termin angeboten und sie verschrieb mir Paroxetin. Eigentlich war ich gegenüber sämtlichen Psychopharmaka immer sehr skeptisch eingestellt. Aber ich war eben fertig genug, um einfach alles zu versuchen, diese Zwangsgedanken los zu werden. Ich glaube 1 1/2 Jahre später habe ich dann mit einer Verhaltenstherapie begonnen und die nach einem Jahr auch erfolgreich abgeschlossen gehabt. Inzwischen habe ich keine Probleme mehr mit Zwangsgedanken und nehme auch keine Medikamente mehr.

    So jetzt zu dir:
    Wie geht dein Verhaltenstherapeut denn vor? Wichtig ist, sich klar zu machen, dass nicht jede Art von Therapie bei jedem gleich gut anschlägt. Ich war sehr froh, dass die verhaltenstherapie bei mir wirklich große Erfolge in sehr kurzer Zeit gebracht hat. Ich wurde direkt mit den Zwangsgedanken konfontriert, heißt: ich sollte sie mir anhören, sie aussprechen, sie aufschreiben, sie durchdenken "was wäre wenn ich so handeln würde, wie würde sich das anfühlen usw."
    Mir wurde erklärt, dass der eigentliche Zwang ja nicht die Zwangsgedanken an sich sind, sondern die ständige "Neutralisierung", sprich: ab dem Moment, an dem Gedanken stören, man sie als unangenehm empfindet und man anfängt zu versuchen, nicht daran zu denken, sie wegschieben zu wollen, Angst bekommt und sich Gründe versucht zu überlegen, warum man so nicht handeln könnte, dann aber doch wieder der Gedanke kommt usw. - ab dann - entsteht der eigentliche Zwang. Naja, aber das Wissen darum wird dir wohl auch nicht helfen... wie lange bist du denn schon in Verhaltenstherapie? Ich kann verstehen, dass du unheimlich viel Angst davor hast, deine Gedanken jemandem gegenüber auszusprechen. Aber ich glaube, dass eine langsame immer stärker werdende Konfrontation mit den Gedanken dazu helfen kann, sie allmählich anders zu bewerten und sie dementsprechend nicht mehr als schlimm zu bewerten. Das Ziel kann nicht sein, sie völlig los zu werden, das sind sie bei mir auch nicht. Aber wenn sie auftreten, dann kann ich sie inzwischen mit einem Schulter zucken hinnehmen und auf Seite schieben. Nicht die Tatsache, dass sie auftreten hat sich verändert, sondern meine Bewertung ihnen gegenüber. Versteh mich bitte nicht falsch: Du brauchst nicht damit durch die Welt rennen und es jedem nächstbesten erzählen, dass du Zwangsgedanken hast. Aber es ist eine enorme Entlastung einer Person, die einem sehr, sehr nahe steht, davon zu erzählen. Es braucht sicherlich auch unheimlich viel Mut und vielleicht kann das nicht der erste Schritt sein. Mh, vielleicht hilft es sich die Gedanken einfach mal als wen drittes oder etwas drittes, als ein Ungeheuer oder irgendwas vorzustellen. Wenn du dich diesem stellst und diesem entgegentrittst, allmählich - nach und nach - dann kannst du auch lernen, sie nicht mehr als unangenehm zu empfinden.
    Nun ja, mh, mich würde es mal interessieren wie dein Verhaltenstherapeut vorgeht. Magst du davon erzählen??
    LG

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