psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Alice Miller - wird sie noch gelesen?

  1. #1
    Gast2365
    Gast

    Standard Alice Miller - wird sie noch gelesen?

    Hallo,
    mich würde einmal interessieren, ob die Bücher von Alice Miller noch gelesen werden? Daß sie gelegentlich auch in diesem Psychologieforum empfohlen wurden, habe ich schon gesehen:

    http://www.psychologieforum.de/1098-post16.html
    http://www.psychologieforum.de/2116-post11.html
    http://www.psychologieforum.de/12177-post21.html

  2. #2
    Gast2365
    Gast

    Standard

    Ich verlinke hierher meine kürzlichen Bemerkungen zu Alice Millers Entwicklung: http://www.psychologieforum.de/zwang...tml#post40175t
    Vielleicht hat irgendwann mal jemand Lust über sie zu diskutieren oder hat fragen.

    Edit: Ich habe mich gerade einmal auf Millers Homepage umgeschaut und bin auf einen von ihr mehr schlecht als recht beantworteten "Leserbrief" gestoßen, aus dem ich gerade mal zitieren möchte:

    Ich kann viele Verbindungen zu meiner Kindheit herstellen. Aber nun muss ich feststellen, dass sich große Lücken in meiner Erinnerung befinden. Zum Beispiel erinnere ich mich an meinen leiblichen Vater nur in 3 Szenen, die jeweils eine Minute füllen - dabei kannte ich ihn bis zu meinem 5. Lebensjahr (lernte ihn erst wieder mit 18 kennen).

    Wie kann ich Kindheitserinnerungen wieder zurückholen? Wie gelingt das? Wie komme ich daran, ohne jetzt Ängste oder Vermutungen einfließen zu lassen, die die Erinnerung verfälschen?
    http://www.alice-miller.com/leserpos...=2616&grp=0509

    Alice Miller meint, daß man die Antwort auf diese Frage in ihren Büchern finden würde, was ich leider bezweifel muß. Falls jemand weiß, was sie hier meinen könnte, wäre ich über den Hinweis sehr dankbar.
    Geändert von Gast2365 (09.06.2009 um 13:50 Uhr)

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    23.10.2010
    Beiträge
    1
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Alice Miller

    Hallo zusammen,

    Alice Miller war ganz sicher eine Pionierin und mutige Vorreiterin, da sie das 4. Gebot in Frage zu stellen wagte und sich sehr leidenschaftlich für die Rechte der Kinder eingesetzt hat.
    Auch wenn sie das in ihrem eigenen Leben wohl nicht geschafft hat, wie ein Interview mit ihrem Sohn im Spiegel nach ihrem Tod zeigte.

    Das mindert allerdings keineswegs die Bedeutung ihres Werkes.
    Denn Erziehung ist das schlimmste, was wir unseren Kindern antun können und immer die Quelle für unser Leid. Und nur, weil wir es selbst angetan bekommen haben, rechtfertigt das diese Misshandlung nicht.

    Inzwischen habe ich "Das Drama des begabten Kindes" auch als Hörbuch entdeckt. Und ich finde es großartig. Denn das Buch lässt Vielen die intellektuelle Distanz zu dem Inhalt, berührt sie also nicht emotional.
    Das Hörbuch lässt diese Distanz nicht zu, da das gesprochene Wort viel tiefer geht.

    Und wenn wir unseren Kindern das Drama ersparen wollen, müssen wir vorher selbst heilen.

    Bei Interesse an dem Hörbuch - http://www.ungehoert.com

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
    Registriert seit
    01.01.2008
    Ort
    im Süden
    Beiträge
    5.293
    Danke
    249
    296 mal in 215 Beiträgen bedankt

    Standard

    Kann man da das Hörbuch einfach anhören? Ist doch sicher kostenpflichtig, oder?
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  5. #5
    Schreiberling Avatar von Schatten
    Registriert seit
    10.10.2010
    Ort
    Unweit des Flusses, aber nicht nahe am Wasser.
    Beiträge
    410
    Danke
    16
    140 mal in 87 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo.

    Ich muss gestehen, ich habe mit Alice Miller nie viel anfangen können.
    Die Aufarbeitung der schwarzen Pädagogik vor allem in Am Anfang war Erziehung finde ich sehr hilfreich, aber vieles, sehr vieles, erscheint mir arg überzogen.

    Was mich immer gestört hat, war die Doppelbindung in die man bei Miller gerät.
    Ich hatte nach der Lektüre einiger ihrer Bücher immer das Gefühl, dass es unmöglich ist, nicht missbraucht worden zu sein.
    Bei ihr, so kam es mir vor, hatte ich nur die Wahl, meinen eigenen Missbrauch anzuerkennen oder ihn zu leugnen, der Fall, dass es keinen Missbrauch, oder jedenfalls keinen psychopathlogisch relevanten, gegeben haben könnte, war nicht vorgesehen.

    Auch der Ansatz in Du sollst nicht merken, den Eltern nur ja nicht zu schnell zu verzeihen, kommt mir eher kontraproduktiv vor.
    Die Vergangenheit gehört aufgearbeitet, mit all dem Schmerz der immer dazugehört, aber dann eben auch wieder losgelassen, nicht damit man ein stilles Gebot nicht verletzt, sondern damit man selbst irgendwann mal frei von einem Thema wird, was garantiert nicht der Fall ist, wenn man es wieder beredet und noch mal ins Tagebuch schreibt und immer wieder darauf zurückkommt.

    Wichtig ist ja projizierte Schuld zu eigener Verantwortung werden zu lassen, Miller erscheint mir bei diesem Schritt eher hinderlich zu sein.

    Gruß,

    Schatten

  6. #6
    Neuling
    Registriert seit
    18.10.2009
    Beiträge
    45
    Danke
    0
    5 mal in 5 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Gast2365 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    mich würde einmal interessieren, ob die Bücher von Alice Miller noch gelesen werden? Daß sie gelegentlich auch in diesem Psychologieforum empfohlen wurden, habe ich schon gesehen:

    http://www.psychologieforum.de/1098-post16.html
    http://www.psychologieforum.de/2116-post11.html
    http://www.psychologieforum.de/12177-post21.html
    kenn ich nicht, noch nie gelesen..

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!