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Thema: Alkoholsucht - Lust auf Gespräch mit Abstinenten

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von Freygeist Libertin
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    Standard Alkoholsucht - Lust auf Gespräch mit Abstinenten

    Ich las gerade einen Artikel zum Thema Alkohol: "Dürfen Alkoholabhängige nie wieder einen Schluck trinken?

    Interessant fand ich den Hinweis, dass es verschiedene Wege gibt mit der Sucht umzugehen.

    a) Total Verzicht - wird von ca. 17% der Abhängigen geschafft.
    b) kontrolliertes Trinken -

    zu b) es würde auf den Psychologieprofessor Joachim Körkel aus Nürnberg verwiesen. Das Programm richtet sich an normale Zuvieltrinker. Das Trinken ist ein erlerntes Verhalten, welches mit Mühe umgelernt werden kann. Es wird auf ein Programm in Eigenregie verwiesen.

    Der Selbsttest befindet sich: http://www.kontrolliertes-trinken.de...est/audit.aspx

    Ich selber sehe mich als Alkoholiker, welcher ca. 10 Jahre absinent lebt. Kurioserweise erlenbe ich im Moment eine Art: Legitimitation des Alkoholkonsums in der Gesellschaft.

    Aus diesem Grunde mag ich gern mit abstinent lebebenden Menschen ins Gespräch kommen.

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von monkey
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    Hallo,

    Kurioserweise erlebe ich im Moment eine Art: Legitimitation des Alkoholkonsums in der Gesellschaft.
    Warum erst im Moment? War das mal anders?

    Gruß

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei monkey für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (14.07.2011)

  4. #3
    Schreibkraft Avatar von Freygeist Libertin
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    Zitat Zitat von monkey Beitrag anzeigen
    War das mal anders?Gruß
    Hallo monkey,
    es erscheint mir, dass stärker die positive Seite des Alkohols betont wird.

    Vielleicht ist es aber auch so, dass nach 10 Jahren Abstinenz eine Körperreaktion stattfindet?

  5. #4
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    Zitat Zitat von Freygeist Libertin Beitrag anzeigen
    Kurioserweise erlenbe ich im Moment eine Art: Legitimitation des Alkoholkonsums in der Gesellschaft.
    Tatsächlich sind die Zahlen - zumindest bei den Jugendlichen - in den vergangenen Jahren etwas zurück gegangen.

    Nur mal so - Zahlen für Bayern - Quelle: BR 02/2011:

    2009 kamen 5.500 Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren wegen übermäßigen Alkoholkonsums in die Klinik. Das waren 100 mehr als im Vorjahr. In der Gruppe der 10 bis 14-Jährigen sind die Fälle um zehn Prozent zurückgegangen.

    2008 waren es noch 3,5 Prozent weniger - nämlich 5.134 Jugendliche.

    2003 war die Zahl der Fälle noch deutlich geringer. Da lag sie bei 3.042 Behandlungen.

    Trotz des leichten Rückgangs beim Komatrinken sehen Experten noch keine Trendwende. Ein Sechstel der Befragten räumte regelmäßiges Kampftrinken ein, 2004 war es noch fast ein Viertel gewesen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener 2010. Der regelmäßige Alkoholkonsum hingegen gehe deutlich zurück. Während 2004 noch jeder fünfte Jugendliche einmal in der Woche zu alkoholischen Getränken griff, waren es bei den 12- bis 17-Jährigen im vergangenen Jahr nur noch 13 Prozent. Auch das Alter, in dem Jugendliche zum ersten Mal Alkohol trinken, stieg leicht an: 2004 lag es im Schnitt bei 14,1 Jahren. In der neuen Umfrage von 2010 betrug das Durchschnittsalter 14,5 Jahre.

    Besorgniserregend: Das Trinkverhalten von MädchenSchon seit einigen Jahren sind Suchtforscher besorgt über die Trinkgewohnheiten von Mädchen und jungen Frauen: "Im Zuge der Verhaltensangleichung ans andere Geschlecht ist hier ein erheblich gestiegener Alkoholkonsum zu verzeichnen", sagt Prof. Michael Klein, der Leiter des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.

    Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2008 mussten 2.400 Mädchen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung in der Klinik behandelt werden, 300 mehr als Jungen. Zwischen 2000 und 2008 habe der Anteil der Mädchen, die wegen Alkohols in der Klinik landeten, um 170 Prozent zugenommen, berichtet die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans.

    Einfach nur erschreckend...

  6. #5
    Schreibkraft Avatar von Freygeist Libertin
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    @ Quo vadis: Es ist ein nettes Zeichen. Schön, dass sich bei den Jugendlichen etwas tut.

    Ich habe die 20 Jahre hinter mir gelassen. Für das Alter interessiere ich mich im Moment wirklich nicht. Es ist das Alter, wo Mensch noch die Welt beherrscht.

    Für mich als ein Mann, welcher all den ****** in zeitgemäßer Form mitgemacht hat, sieht es anders aus.

    Ich weiß, dass dies kein Spiel des berauschten Sinne ist. Ich weiß, wie aufwendig der persönliche Kampf mit den Süchten ist.

    Somit zeigen diese Zahlen noch nicht, was der persönliche Ersatz für den "Rausch" ist. Das Abschalten/Auszeit nehmen/Treiben lassen ist ja eine sinnige Erfindung.


    Ich erlebe aktuell, wie aufwendig eine gewollte persönliche Verhaltensänderung im sportlichen und körperlichen Bereich ist.

    Zurück zum Thema: Ich nehme eine stärkere Präsenz von Alkoholproduzierenden Firmen war. Jetzt frage ich, ob das teilweise Werbeverbot zu neuen Präsenzen führte?

  7. #6
    Schreibkraft Avatar von Freygeist Libertin
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    Im Gespräch mit meiner Freundin kamen wir auf den LÖSUNGSATZ, dass es immer wieder passiert, wenn mensch sich erändert, dass in genau so einer Situation alte Strukturen zurück ins Leben rufen.

  8. #7
    Schreibkraft Avatar von Freygeist Libertin
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    Standard Medienraktion zur Alkoholsucht eines Politikers


  9. #8
    Gast9159
    Gast

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    Ich las gerade einen Artikel zum Thema Alkohol: "Dürfen Alkoholabhängige nie wieder einen Schluck trinken?
    Wenn du trockener Alkoholiker bist, müsste dich dein Interesse an solchen Artikeln eigentlich wachsam machen.


    Zurück zum Thema: Ich nehme eine stärkere Präsenz von Alkoholproduzierenden Firmen war. Jetzt frage ich, ob das teilweise Werbeverbot zu neuen Präsenzen führte?
    Als ich - wie so oft - versuchte, mit dem Rauchen aufzuhören und es - wie so oft - nicht schaffte, habe ich zwei Dinge als Regelmässigkeit bei mir festgestellt, und zwar imemr kurz vorm Rückfall:

    1)
    Ich nahm Werbung für Zigartten, rauchende Mitmenschen kurz vor jedem Rückfall besonders deutlich wahr.

    2)
    Ich fing an, zu relativieren, dass das Rauchen ja nicht immer auch NUR Schaden zufügt etc., es gab ja auch schöne Momente *schluchz*, ich fing ebenso an, mit Zahlen der Statistik zu spielen (Waaas? Nur SO wenige schaffen es tatsächlich?? - Na denn war es ja schon eine große leistung von mir, überhaupt so lange zu schaffen ...) oder "die Gesellschaft" zu betrachten, wie die denn damit umginge usw. Soviel zu:

    Ich selber sehe mich als Alkoholiker, welcher ca. 10 Jahre absinent lebt. Kurioserweise erlenbe ich im Moment eine Art: Legitimitation des Alkoholkonsums in der Gesellschaft.
    Ähnlichkeiten mit anderen vorhandenen Süchten sind vielleicht nicht rein zufällig?

    Vielleicht ist es aber auch so, dass nach 10 Jahren Abstinenz eine Körperreaktion stattfindet?
    Körperlich sicher nicht, da müsste es dir eigentlich wesentlich besser gehen im Ganzen. Aber die psychische Abhänggkeit bleibt ein Leben lang bestehen und wenn ich das so richtig deute bei dir, könntest du gerade auf dem Weg des Rückfalls sein?

    Ich würde mich freuen, wenn du mit ganzem Herzen verneinen könntest.

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast9159 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (18.07.2011)

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