klar ist man im "Scheuklappendenken" was Wege betreffen, natürlich habe ich ein Raster was ich erlernt habe und packe meine Jungs da rein. Aber sie sind alle "laut und selbstbewusst" genug um sich dagegen zu wehren.
Mein Jüngster muss oft meinen Frust aushalten, meine ohnmächtige Wut nicht auf ihn als Person sondern auf seine Einstellung zum Leben..."Ich will ja gar nicht lernen, ich will ja gar nicht reich sein, ich will ja gar nicht sein wie die anderen" Das sind seine Sätze. Es ist pupertäre Rebellion die ich auch nachvollziehen kann aber ich setze ihm dagegen das ich jetzt den Druck zeigen muss um ihm eine Ebene zu geben, was er später draus macht darf ja gerne seine Sache sein.
Aber wie gerne würde ich mal nicht drüber nachdenken, wie gerne würde ich es "auf mich zukommen lassen ABER....viele Erwachsene halten ihren Eltern heute etwas vor, sagen "warum hast du dich nicht früher mehr gekümmert? Warum hast du mich nicht gezwungen dieses oder jenes zu tun?" Und wieviele Menschen liegen auf der Therapeutencouch und kämpfen mit dem inneren Kind? Mein Kleiner wird sicher mal dort liegen und sagen "Meine Mutter hat mich nie geliebt weil ich nicht so schlau war wie meine Brüder".
Egal was man macht, der Weg den man sieht kann man nur anvizieren....ob mein Sohn ihn mitgeht, das steht trotz aller Anstrengungen nicht in meiner Macht.
Aber egal was man fühlt, wie man denkt oder was man will, man MUSS im gewissen Grad mit dem Strom schwimmen um zu überleben. Man muss im gewissen Maße im Rudel bleiben um gesichert zu sein. Also muss mein Sohn lernen sich im Maßstab der Maße zu leben. Ob ich das will oder nicht, ob er das will oder nicht
Habe für ihn einen 2 Wochen Aufenthalt bei einem tollen Psychiater in Nordhorn gemacht, er soll mal fern ab von seiner Mama sehen, das es überall Regeln gibt, das man überall Pflichten hat um Rechte durchzusetzen. Und dabei möchte ich das man ihn nochmal neurologisch und psychiatrisch durchchekt. Vielleicht überfordere ich ihn ja wirklich trotz Sonderschule, vielleicht habe ich bei ihm den falschen Ansatz. Habe ihm gesagt er soll für 2 Wochen dorthin damit diese Fachleute MIR MEINE Fehler sagen können die ich bei ihm mache....so hat er das Gefühl (und ich empfinde das als die Wahrheit) das ich als Mutter lernen muss, nicht nur er.
Ohje...zuviel darüber denn es ist ein Problem was viele alleinerziehende haben die sich nicht austauschen können mit dem Papa des Kindes. Und irgendwann, wenn er erwachsen ist, denk ich an heute zurück und sage mir wie verrückt ich war soviele schlaflose Nächte zu haben....weil es dann doch irgendwie klappt...ich weiss aus Erfahrung das alle schlimmen Probleme die ich mal hatte sich irgendwann in harmloses verwandeln. Eigentlich bin ich ein total optimistisher Mensch....klar nur wenn ich darüber schreibe, daß ich dann versuche die Ängste zu beschreiben.....
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