Hallo, ich bin die Nova und es ist grade 0:51 Uhr. Ganz schön spät und so richtig weiss ich nichtmal was ich hier eigentlich grad tu.
Aber ich fühle grade, dass das Leben schön ist.
Ja, das klingt wie eine dämliche Phrase "Das Leben ist schön". Aber, wenn man es mal ganz objektiv betrachtet ist es das tatsächlich. Man hat jederzeit alle Optionen.
Ich könnte jetzt hier rauslaufen, weit weg fahren, laufen, schreien nie mehr wiederkommen. Das alles ist möglich. Für jeden, jederzeit.
Doch stattdessen sitze ich (und auch viele andere) hier vor dem Computer und denken nur drüber nach, was sein könnte. Und sicherlich verfolgt auch jeder dritte, der hier reinschaut einen "klaren Lebenslauf", so wie es die Eltern mal gesagt haben. "Kind, wenn später mal was aus dir werden soll, dann streng dich an und geh brav zur Schule. Lern einen anständigen Beruf!"
Doch was ist eigentlich "wenn später was aus dir werden soll"?
Verwandle ich mich auf einmal, wenn ich einen bestimmten, in der Ideologie der Eltern starren Weg einschlage?
Oder bin ich doch der gleiche Mensch, nur mit dem Gedanken "Warum habe ich eigentlich das damals so gemacht, wie meine Eltern das gesagt haben?"
Aber nochmal zurück zu dem "aus dir werden".
Die Eltern und viele andere denken dabei an "Geld, Karriere, Haus, Kinder, Familie und so weiter".
Doch will jeder viel Geld verdienen?
Will jeder Karriere machen?
Woher wissen die Eltern das?
Vielleicht lehne ich mich weit damit aus dem Fenster, aber:
Sie wissen es nicht!
Das klingt vielleicht etwas besserwisserisch oder "Anti-Eltern", aber das ist es nicht. Ich mag meine Eltern, wirklich. Sie sorgen sich um mich und wir haben viel Spaß zusammen. Ich hatte das Glück in einem intakten Familienhaus aufzuwachsen. Keine schlimmen Streits, keine Alkoholsüchtigen Elternteile und einen knuddeligen Hund.
Ich kann mich also nicht beschweren.
Und doch denke ich, da gibt es noch was.
"There's gotta be more to life" - singt Stacie Orrico.
Und daran glaube ich auch!


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