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Thema: Alle Anstrengung vergeblich?

  1. #1
    Gast1220
    Gast

    Standard Alle Anstrengung vergeblich?

    Hallo Ihr Lieben,

    mir geht es immer wieder so das ich mir die größte Mühe gebe, mein Bestes gebe, für die Gesundheit Geld bezahle, Zeit investiere für jemanden usw.
    Das Ganze könnte ich jetzt noch endlos weiterführen.
    Meine Frage ist: "Warum wird da eigentlich mit zweierlei Maß gemessen."?

    Pick mal ein Beispiel raus:
    Ich bezahlte eine zeitlang meine Therapie selber, weil ich die Wahl hatte Psychatrie oder selber zahlen. Die Krankenkasse zahlte nichts mehr.
    Mir hat die selber bezahlte Therapie geholfen.
    Heute erlebe ich immer wieder die Aussage:"Wenn es Dir heut noch schlecht geht, geh doch in ne Psychatrie." "Heute bist du doch ein Notfall." Das sagen Leute, die ne Ahnung von Psychologie haben, mich oder meine Fortschritte aber nicht kennen.
    Da frag ich mich schon warum ich Fortschritte gemacht habe und damals bezahlt habe. Und ich hätte dann gute Lust aufzugeben. Zudem könnte ich das Geld heute gut gebrauchen. Also das nächstemal gehe ich dann in die Psychatrie, oder wie?
    Außerdem darf es mir doch mal nen Tag lang auch sau schlecht gehn, oder?
    Und was ist falsch dran, wenn ich mir dann im Kontakt mit jemand die Sache erleichtern möchte? Sehe mich da noch lang nicht als Fall für die Psychatrie nur weil ich zu meiner Verfassung stehe und kein Notfall bin.
    Okay diese Leute haben viele Notfälle, aber es gibt auch noch anderes!
    Wäre nett, wenn es mal gesehen würde.

    In anderen Situationen ist oder war es ähnlich.

    So, habe fertig.

    LG Min

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Hallo Min!
    Liegt eben leider auch viel an unserem Gesundheitssystem. Wer eben in einer gewissen Zeit in gewissen Rahmen nicht "funktioniert", bekommt eben dann nur noch eingeschränkte Optionen. Das ist bestimmt nicht richtig aber leider ist das der Trend.
    Da wird dann leider auch nicht gesehen, was der Einzelne für Fortschritte gemacht hat.

    So ist es leider!

    LG,

    Natz
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  3. #3
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Standard

    Was ist an Psychatrie so schlimm??? Diese Klappsenverteufelung find ich total sch.....

    Dort arbeiten Psychologen und Psychater und ausgebildetes Personal und es ist keine Abschiebeklinik in der es eine Sackgasse ist. Sie ein Startpunkt, intensivster Betreuung und danach mehr Möglichkeiten Therapie und andere Hilfe zu bekommen, die von der Krankenkasse bezahlt wird.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    Knuddel, grundsätzlich hast Du natürlich recht.

    Aber muss wirklich jeder, der im Leben Probleme hat, immer gleich in fachliche Hände? Dann wärs doch wirklich leichter, die paar Sonnenscheinchen, die übrig bleiben, wegzusperren und Psychologen/Psychater als Streetworker einzusetzen Ist ja auch die Frage, ob die Gelder in anderen Bereichen, z.b. besseres und ganzheitlicheres Bildungssystem als Prävention nicht besser investiert wären.

    Gehts nicht in erster Linie um die Frage: wie wird man wieder mindestens Lebenstauglich und vll sogar wieder richtig lebendig? Dass wir das überhaupt heute lernen müssen, haben wir unserer guten materiellen Versorgung zu verdanken, das will ich an der Stelle auch mal wieder erwähnen. In früheren Zeiten, als das Fußvolk noch unter ganz anderen Bedingungen für den Mampf gruppte und die Frauen haufenweise im Kindbett verreckt sind (anders kann ichs echt nicht nennen), war kein Platz für therapeutische Überlegungen und Lebensunzufriedenheit. Da gings um die blanke Existenz. Also in gewisser weise sind diese vielen psychischen Störungen ein Indiz für eine hoch entwickelte Gesellschaft. Machts nicht besser, aber hat auch irgendwo was tröstendes, finde ich. Aber anderes Thema...

    Min, wie stellst Du Deine Erfolge denn bei diesen Leuten dar? Kann es sein, dass Du trotz der Erfolge immer noch Dich mehr problemorientiert, vll sogar jammrig darstellst? Dann kann dieser Eindruck natürlich entstehen. Erfolge haben und diese fest ins Leben und in die eigene Denk- und folglich Kommunikationsweise zu integrieren, ist nicht automatisch das selbe. Vll gibt es da noch eine Diskrepanz, die Dir selber noch gar nicht aufgefallen ist?

    Nur mal so ins Blaue hinein sinniert

    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (26.05.2008 um 10:42 Uhr)

  5. #5
    Gast1220
    Gast

    Standard Erfolge

    Hallo zusammen,

    Zitat:
    Min, wie stellst Du Deine Erfolge denn bei diesen Leuten dar? Kann es sein, dass Du trotz der Erfolge immer noch Dich mehr problemorientiert, vll sogar jammrig darstellst? Dann kann dieser Eindruck natürlich entstehen. Erfolge haben und diese fest ins Leben und in die eigene Denk- und folglich Kommunikationsweise zu integrieren, ist nicht automatisch das selbe. Vll gibt es da noch eine Diskrepanz, die Dir selber noch gar nicht aufgefallen ist?

    Nur mal so ins Blaue hinein sinniert

    lg Gaby[/QUOTE]

    Erfolge gehören zum Geschilderten dazu. Gaby okay, auch die Erfolge gehen unter, selbst wenn ich sie sehe.

    Morgen mehr.

    Gruß Min

  6. #6
    Gast1220
    Gast

    Standard

    Hallo Gaby, hallo zusammen,

    es geht einfach nur darum, das ich genug davon habe mir die sog. Füsse raus zu reissen und ganz am Schluß nichts übrig bleib. Also ich die ganzen Anstrengungen genauso gut hätte lassen können.
    Die Aussage jetzt ist auch kein Jammern.
    Wie jeder Mensch habe ich es eben auch verdient, dass das Gegenteil von ohne Fleiß kein Preis eben mal stimmt. Anders gesagt für Fleiß bitte auch nen Preis, muss ja gar nicht viel sein.

    LG Min

  7. #7
    Gast784
    Gast

    Standard

    Hallo Min,

    vll haste ja mal ein konkretes Beispiel.

    Denn das bisher angeführte verstehe ich nicht ganz. Wenn die Leute Dir so was sagen: (Zitat)Wenn es Dir heut noch schlecht geht, geh doch in ne Psychatrie, dann hast Du anscheinend gerade eine entsprechende Seite von Dir gezeigt. So ganz frei werden die sich das ja nicht aus der Nase popeln. Klar darfs einem mal schlecht gehen, aber:
    1. sollte man das vll nicht jedem xbeliebigen auf die Nase binden, ansonsten darfste Dich nicht über die Reaktion beklagen
    2. merken Menschen schon meist, ob das nur eine schlechte Tagesbefindlichkeit ist, wie jeder sie hat, oder Drama
    3. Sollte man aufmerksam beobachten, wie oft es einem denn schlecht geht und wie häufig man das mit wem kommuniziert. Wegen gelegentlichen Verstimmungen winkt keiner mit der Psychatrie



    Ich finds wichtig, dass Du stolz drauf bist auf das, was Du schon geleistet hast. Du machst das, so weit ich weiß, ja sowohl psychologisch, wie beruflich. Aber bei Dir hört sich das alles sehr nach "ackern" an. Klar haste viel dafür geackert, aber haste das auch wirklich integriert? Denn wenn man es integriert hat, dann wird es als Teil von einem selbst viel leichter. Dann bist Du nicht mehr auf die Anerkennung und Bestätigung von außen angewiesen, sondern hast selbst die Gewissheit, dass Du gut bist. So lange Du mit solchen Sätzen zu verunsichern oder auf die Palme zu bringen bist, ist das Neue noch nicht wirklich in Dir verankert.
    Die Formel: "ohne Fleiß kein Preis" funktioniert nicht in dem Sinne: " jetzt hab ich so viel gemacht, jetzt seid mal nett zu mir", sondern sie funktioniert höchstens so: "jetzt hab ich so viel an mir gearbeitet, jetzt bin ich. Basta" Und das strahlst Du dann auch aus. Da gibts dann keine Kerbe zum Reinhauen (das ganze ist jetzt natürlich sehr vereinfacht dargestellt ;-))

    Bist Du jetzt noch in Therapie? Vll solltest Du Dich mal über nen Wechsel der Methode beraten lassen. Vll mal eher was körperorientiertes. Es ist einfach ein Unterschied, ob man ÜBER Gefühle redet, oder Gefühle durchlebt. Alles zu seiner Zeit. Manche brauchen das eine oder andere auch nie.Manche können aber nen Stillstand erleben, weil sie das andere nicht zulassen.

    Inwieweit werden in Deiner Therapie solche Situationen eigentlich besprochen?
    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (29.05.2008 um 07:14 Uhr)

  8. #8
    Gast1220
    Gast

    Standard Weiter an mir arbeiten

    Hallo Gaby,

    hast recht, hab es noch zu wenig integriert. Hab mich auch die Tage an meine Therapeutin gewandt. Die war natürlich wenig begeistert. Das was sie sagte hat mir dann seit gestern auch geholfen.
    Soll ich jetzt Rückfall zum Ganzen sagen? Weiss ich nicht. Bin einfach auch ko zur Zeit und hab von verschiedenen Seiten her Druck.
    Nach dem kommenden Wochenende wird das dann wohl besser und dann mal sehn.
    Durch meinen Thread jetzt, wird mir jedoch klar, dass ich noch einiges an mir weiter arbeiten darf. Na ja, dann mal auf und weiter machen und weiter üben, bis es wieder besser klappt und oder hält. (incl. wieder zur Ruhe kommen).
    Danke Dir für Deine hilfreichen Worte.

    LG Min

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