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Thema: Alles auf einmal...

  1. #1
    Gast5632
    Gast

    Standard Alles auf einmal...

    Hallo!

    Habe mich neu hier angemeldet, weil mein(e) Probleme wohl zum Teil auf mein Verhalten zurückzuführen sind...

    Ich habe vor ca. 3 Monaten ein nettes Mädel via Internet kennengelernt. Uns trennten 120 km. Wir waren am 05.07. zusammen und am 19.08. hat sie überraschend Schluss gemacht. Für mich brach eine Welt zusammen. Sie war meine dritte Freundin überhaupt und auch die dritte, die bei mir nach etwa 1 Monat (diesmal etwas länger) das Handtuch geschmissen hat. Ich habe die letzten beiden Tage im Wesentlichen Wodka-Trinkend verbracht, was normalerweise nicht meine Art ist (bin kein Alkoholiker, war nur am Ende). Ansich trinke ich nur in Gesellschaft... womit wir im Prinzip zu meinen Problemen kommen...

    Natürlich habe ich mir von ihr "Feedback" gewünscht, warum es nicht geklappt hat. Schließlich hatte ich mich immer fürsorglich und liebevoll um sie gekümmert, war glücklich in ihrer Nähe und hatte mit ihr auch den ersten "richtigen" Sex (also von Anfang bis Ende, vorher hatte sich das nie so ergeben... mangels Übung und Erfahrung und so...) ... und auch sie schien glücklich mit mir zu sein. Vor dem Schluss machen war nichts vorraus gegangen. Kein Streit, nichts... ich habe es einfach nicht kapiert...

    Nun, sie sagte, ich täte ihr unglaublich gut und so, aber trotzdem hätte ich verschiedene Charaktereigenschaften an mir, mit denen sie nicht klar kommen würde.

    - Ich würde viel zu viel schimpfen, meckern, mich über alles mögliche aufregen (nicht sie betreffend, z. B. über die Arbeit, das Wetter, andere Menschen (s.u.)...)

    - ich sei überhaupt nicht weltoffen, unternehmenslustig und KONTAKTfreudig (ich mag es lieber ruhiger daheim, bin nicht so der Feiertyp... und die meisten Menschen, so habe ich ihr gesagt, sind für mich Vollidioten... Leute, die nicht mitdenken im Alltag... (die z. B. im Weg rumstehen, an der Ampel erst bei "Grün" in aller Seelenruhe den Gang einlegen, was ich schon bei "Orange" tue und bei Grün schon losfahre, ...) oder die meinen, sie seien diejenigen-welchen, die aber in Wirklichkeit nix auf dem Kasten haben (z.B. bei mir auf der Arbeit (Service-Techniker in einem Computerladen) als meine Kunden meinen, sie hätten Ahnung, aber man merkt schnell, dass es sich um selbst-ernannte Experten handelt.)... Es gibt nur wenige Menschen, die ich mag... selbst meine Familie finde ich teilweise knacken-doof bei manchen Dingen.... sind oft begriffsstutzig wie eh und je.... und in beiden Fällen muss ich mich dann richtig zusammen nehmen, damit mir nicht der Geduldsfaden reißt....

    - Ich sei Antriebslos, tue nichts für mein eigenes Glück, sondern mache mein Glück von einer anderen Person abhängig. (Mir fehlte ansich immer nur die Frau an meiner Seite, ansonsten war ich zufrieden mit meinem Leben. Ich zog mein Glück aus der Partnerin, es hätte mir noch so *******e gehen können, sobald ich ihr Lächeln gesehen hätte, wäre ich happy gewesen.) ... ich wurde zum 31-08. gekündigt... habe das nicht als Tragödie gesehen, denn ich hatte ja sie. Ein Ziel, auf das ich mich konzentrieren konnte, wofür ich mir eine neue Stelle gesucht und hart gearbeitet hätte, um ihr was bieten zu können... werde ich natürlich nun trotzdem tun, aufgrund einer anderen Begebenheit... (s.u.)*

    Sie meinte, sie will nichts versprechen, aber wenn ich an diesen Punkten arbeite, könnte die Möglichkeit bestehen, dass es wieder wie früher wird.

    Aber kann ich das überhaupt? Sind es Züge einer Misanthropie? Haben die mir mein Leben bisher versaut? Oder ist es einfach meine Persönlichkeit? Ich würde alles dafür tun, mit ihr wieder zusammen zu kommen.

    Aber ich bin so Antriebslos, alleine in die Stadt zu gehen, um zu feiern... Leute kennenzulernen, von denen ich die meisten sicher eh nicht mögen würde... letzten Endes habe ich vielleicht auch ein bissl Angst, alleine in einer großen Menschenmasse zu stehen und "Spaß" zu haben.... ich denke, es müsste einer mitkommen... nur ich kenne hier keinen in Münster (bin vor 1,5 Jahren aus beruflichen Gründen von Essen hierhin gezogen... alleine in einer großen Stadt)...

    * der ganz große Knackpunkt ist übrigens noch folgender: Sie ist zu 99% Schwanger! Hat es ungefähr zur selben Zeit erfahren, als sie mit mir Schluss gemacht hat... ich habe mir immer irgendwann eigene Kinder gewünscht... aber innerhalb einer intakten, funktionierenden Familie...

    Also, was meint Ihr? Lag alles an mir? Habe ich alles kaputt gemacht? Besteht die Chance, dass ich mich heilen lassen kann? Ist die Überweisung zu einem Psychotherapeuten angezeigt?

    Für Hilfe wäre ich sehr dankbar, für Rückfragen stehe ich natürlich bereit...
    Geändert von Gast5632 (22.08.2010 um 02:35 Uhr)

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Hallo Stony,

    hast Du was dagegen, wenn ich da mal etwas anders an Deine Frage "Therapie: ja oder nein?" herangehe?

    Wie siehst Du das denn eigentlich selbst, was sie Dir da an Kritikpunkten vorgehalten hat? Sind es Dinge, die auf Dich (in Deinen Augen jetzt) zutreffen?
    Wenn ja: hast Du selbst (also nur für Dich selbst gesehen) da Probleme mit oder ist dies alles in Ordnung für Dich?

    Der Punkt ist ja: wenn ich mit etwas gut leben kann, wenn es mich weder stört noch belastet, sondern sich sogar im Gegenteil als richtig und gut für mich anfühlt - warum sollte ich es dann gegen etwas eintauschen wollen, das sich dann eben nicht mehr gut anfühlt?

    Willst Du da also wirklich etwas ändern, weil Du freiwillig eine Notwendigkeit darin siehst, um in diesen Punkten zufriedener mit Dir, Deinem Verhalten und Deinen Ansichten sein zu können?
    Es nur zu machen, um eine Frau zu "gewinnen", obwohl man es eigentlich gar nicht ändern will ... ?
    Was würde ein Therapeut sagen, wenn Du zu ihm kämst mit der Bitte um Hilfe beim Verändern, Du ihm aber dann gleichzeitig auch noch sagen müsstest, dass Du dies ja eigentlich gar nicht wollen würdest ... ??

    Wäre doch ein reichlich sinnfreies Unterfangen, oder?
    Mal ganz davon abgesehen: es wäre ja auch nur eine Täuschung dieser Frau - Du würdest ihr so etwas vormachen, was Du auf Dauer gar nicht durchhalten könntest. Irgendwann kämme es dann raus - und sie wäre schneller weg, als Du aus dem Weg springen könntest.

    Nächste Frage:
    Wenn sie sagt, dass sie diese Punkte an Dir so stören, dass sie nicht mit Dir zusammenbleiben kann - wie könnte sich Dein Verhalten denn für sie da anfühlen? Also: warum stört sie dies, warum geht das gegen ihre Bedürfnisse?
    Meinst Du, dass ihr Empfinden in diesen Punkten berechtigt und nachvollziehbar begründet ist?

    Darf ich mal ganz indiskret werden?
    Woran sind dann die anderen Beziehungen gescheitert? An den gleichen Dingen oder gab es da andere "Gründe" dafür?
    Wie hast Du diese beiden denn damals kennengelernt - im realen Leben oder auch übers Inet?


    Sorry für diese Aussage jetzt: wenn alles so, wie es momentan ist und bisher immer war, für Dich gut ist, Du aber dennoch eine andere "Identität" brauchst, um sie zurückzuerobern ... statt Therapie dann nicht eher Schauspielunterricht?

    Sich verändern will man doch nur, wenn einem an einem selbst etwas nicht passt und einem die eigene Lebensqualität nimmt, oder?

    Wenn ich schon mal am indiskreten Fragen bin (würde eben gerne ein möglichst vollständiges Bild von Dir gewinnen, bevor ich mich da auf irgende Aussage festnageln lasse - ist doch sicher auch in Deinem Interesse, oder?):
    Auch der potentielle Partner sieht ja gerne die eigenen Wünsche durch den Gegenüber erfüllt - was könnten Frauen denn von Dir "erwarten", was könntest Du ihnen geben ("bieten")?
    Gibt es Dinge, bei denen Du auch mal sagen könntest "Stop, das geht zu weit"?


    Viele Fragen, ich weiß ...


    lg

  3. #3
    Gast5632
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Hallo Stony,

    hast Du was dagegen, wenn ich da mal etwas anders an Deine Frage "Therapie: ja oder nein?" herangehe?
    Hallo Darkstar! Erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Man merkt, dass Du Dir wirklich Gedanken gemacht hast.

    Ich würde gerne Deinen Post "verhackstücken", damit ich auf jeden Absatz einzeln Bezug nehmen kann und nichts vergesse. Also...

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Wie siehst Du das denn eigentlich selbst, was sie Dir da an Kritikpunkten vorgehalten hat? Sind es Dinge, die auf Dich (in Deinen Augen jetzt) zutreffen?
    Wenn ja: hast Du selbst (also nur für Dich selbst gesehen) da Probleme mit oder ist dies alles in Ordnung für Dich?
    Ich habe jetzt in der Nacht mit einem Kollegen aus meiner alten Heimatstadt lange darüber geredet und mir Gedanken gemacht. Im Prinzip hat sie bei allen Punkten sogar Recht. Allerdings auch aufgrund der Tatsache, dass diese (wie ich mit meinem Kollegen reflektiert habe) ineinander greifen.

    Ja, ich habe viel rumgenörgelt, wenn irgendwas war... Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens... zumindest jedoch eine zynische oder flapsige Bermerkung und allgemein eine negative Grundeinstellung. Wenn ich irgendwas angepackt habe, habe ich mich immer zuerst gefragt "Was kann schief gehen?"
    Ich muss gestehen, sie hat mir sogar mal gesagt, dass ich viel meckere, aber ich habe das als einfache Bemerkung abgetan und dem nicht viel Bedeutung beigemessen.

    Mein Leben sieht oder sah im Prinzip so aus: Tagsüber arbeiten, wo ich mich mit saudummen Kunden rumschlagen musste, wo ich meine ganze Selbstbeherrschung aufbringen musste, um die Leute nicht über den Tresen zu ziehen. Nach Feierabend habe ich mich dann zu Hause an den Rechner gesetzt und mich beschäftigt (nichts spezifisches). Ich wohne seit 1,5 Jahren in Münster und war NIE in einer Disco/Kneipe oder sowas, weil mir das alleine sinnlos vorkam und mir einfach die Leute dafür gefehlt haben. Meine Wohnung ist im Prinzip meine Höhle gewesen. Nur wenn ich dann am Wochenende zu meiner Freundin gefahren bin, war ich gut drauf und unternehmenslustig.

    Ja, ich halte mich für den meisten Menschen überlegen... also in meinem spezifischen Fachbereich sowieso, aber viel mehr im agieren im alltäglichen Leben... sie denken nicht mit, man muss für sie mitdenken. Z.B. in einer Fußgängerzone, wo die Leute eh erstmal viel zu langsam latschen und dann auch noch unvermittelt stehen bleiben, so dass man fast in sie reinläuft. Ich dagegen versuche "stromlinienförmig" zu agieren, nirgendwo "anzuecken", unauffällig zu bleiben... schaue mich (um das Beispiel wieder aufzugreifen) also um, bevor ich irgendwo stehen bleibe.... oder bin jedesmal derjenige, der sich zur Seite dreht, wenn mir wer in einer engen Passage entgegenkommt... haben andere nicht nötig, oder sind zu doof, mitzudenken, dass es so nicht passt. Diese Dinge haben dann natürlich wieder Einfluss auf die Meckerei.

    Ob diese Dinge mich stören? Also das mit der Meckerei stört mich persönlich nicht, es tut gut Dampf abzulassen... aber ich kann auch verstehen, dass es nicht so toll ist, wenn der Partner NUR am meckern ist.

    Der Rest... nunja... ich bemerke zusammengefasst halt durchaus eine negative Grundeinstellung bei mir, was mich, wo ich mir das alles heute mal vor Augen gehalten habe, schon irgendwie stört. Ich lebe so gesehen ein Eremitendasein. Keinerlei Kontakte zur anderen Menschen, auf der Arbeit mal abgesehen. Und vorher halt bei meiner Freundin, wo ich richtig gut drauf war...

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist ja: wenn ich mit etwas gut leben kann, wenn es mich weder stört noch belastet, sondern sich sogar im Gegenteil als richtig und gut für mich anfühlt - warum sollte ich es dann gegen etwas eintauschen wollen, das sich dann eben nicht mehr gut anfühlt?

    Willst Du da also wirklich etwas ändern, weil Du freiwillig eine Notwendigkeit darin siehst, um in diesen Punkten zufriedener mit Dir, Deinem Verhalten und Deinen Ansichten sein zu können?
    Es nur zu machen, um eine Frau zu "gewinnen", obwohl man es eigentlich gar nicht ändern will ... ?
    Was würde ein Therapeut sagen, wenn Du zu ihm kämst mit der Bitte um Hilfe beim Verändern, Du ihm aber dann gleichzeitig auch noch sagen müsstest, dass Du dies ja eigentlich gar nicht wollen würdest ... ??

    Wäre doch ein reichlich sinnfreies Unterfangen, oder?
    Mal ganz davon abgesehen: es wäre ja auch nur eine Täuschung dieser Frau - Du würdest ihr so etwas vormachen, was Du auf Dauer gar nicht durchhalten könntest. Irgendwann kämme es dann raus - und sie wäre schneller weg, als Du aus dem Weg springen könntest.
    Ich will es ändern, um allgemein wieder sonniger ins Leben zu sehen. Und ja, ich will es ändern, damit ich möglicherweise wieder mit meiner Freundin zusammen komme (auch wenn das nicht gesichert ist). Ich will es ändern, damit mein Kind in einer intakten Familie aufwachsen kann, mit Vater und Mutter. Ich will es ändern, damit ich meinem Kind ein Vorbild sein kann. Das sind die Ziele, auf die ich mich konzentrieren will, meine Motivation.

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Nächste Frage:
    Wenn sie sagt, dass sie diese Punkte an Dir so stören, dass sie nicht mit Dir zusammenbleiben kann - wie könnte sich Dein Verhalten denn für sie da anfühlen? Also: warum stört sie dies, warum geht das gegen ihre Bedürfnisse?
    Meinst Du, dass ihr Empfinden in diesen Punkten berechtigt und nachvollziehbar begründet ist?
    Ich denke schon, ja. Sie möchte nicht mit einem "Sauertopf" (krass ausgedrückt) zusammen sein. Sie hat mir geschrieben, sie ist ein geselliger Mensch, der gerne mit anderen Leuten Kontakt hat, gerne lacht (sie sagte mir die Male, wo ich in der Zeit wo wir zusammen waren in ihrer Gegenwart so richtig herzhaft gelacht habe, konnte sie an einer Hand abzählen).

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Darf ich mal ganz indiskret werden?
    Woran sind dann die anderen Beziehungen gescheitert? An den gleichen Dingen oder gab es da andere "Gründe" dafür?
    Wie hast Du diese beiden denn damals kennengelernt - im realen Leben oder auch übers Inet?
    Meine erste Freundin habe ich im Jahr 2000 mit 16 Jahren kennen gelernt. Sie war - wie ich - Teilnehmerin auf einer Jugend-Gruppenreise nach Spanien von der Kirche aus. Es hielt vom 09.07.2000 bis zum 06.08.2000, dann war sie mit meinem bis dahin "bestem Freund" zusammen (Begründung: "Du hast Dich seit Spanien verändert!").... zu diesem Zeitpunkt gab es für mich keine Freunde mehr, bestenfalls noch Kollegen... im Laufe der Zeit habe ich mir eingeredet, man könnte gänzlich auf Freunde, auf soziale Kontakte verzichten, inzwischen denke ich da etwas anders... nur wie rankommen, alleine in einer fremden Stadt, ohne Bezugspunkte? Wer würde jemanden ansprechen, wenn der alleine an nem Tresen sitzt und sich an seinem Bier fest hält?

    Die zweite Freundin habe ich Februar 2010 online kennengelernt. Wir waren vom 17.02. bis zum 28.03. zusammen. Mit ihr habe ich noch gelegentlichen Chat-Kontakt (hat auch lange gedauert, bis ich soweit war)... auch ihr habe ich die Frage gestellt, ob die Kritikpunkte zutreffen könnten? Sie sagte "Ja!" ... Da habe ich dann angefangen, für mich zu reflektieren...


    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Sorry für diese Aussage jetzt: wenn alles so, wie es momentan ist und bisher immer war, für Dich gut ist, Du aber dennoch eine andere "Identität" brauchst, um sie zurückzuerobern ... statt Therapie dann nicht eher Schauspielunterricht?

    Sich verändern will man doch nur, wenn einem an einem selbst etwas nicht passt und einem die eigene Lebensqualität nimmt, oder?
    Mein Lebensziel war und ist immer gewesen, eine eigene Familie zu gründen. Eine liebende Frau, Kinder, ein harmonisches Zusammenleben... ja, daraus würde ich meine Lebensqualität ziehen... wie gesagt, wenn ich bei ihr war - ich habe es selbst gemerkt - war ich unternehmenslustiger eingestellt, positiver... aber im Alltag....

    Zitat Zitat von Darkstar Beitrag anzeigen
    Wenn ich schon mal am indiskreten Fragen bin (würde eben gerne ein möglichst vollständiges Bild von Dir gewinnen, bevor ich mich da auf irgende Aussage festnageln lasse - ist doch sicher auch in Deinem Interesse, oder?):
    Auch der potentielle Partner sieht ja gerne die eigenen Wünsche durch den Gegenüber erfüllt - was könnten Frauen denn von Dir "erwarten", was könntest Du ihnen geben ("bieten")?
    Gibt es Dinge, bei denen Du auch mal sagen könntest "Stop, das geht zu weit"?
    Wenn ich liebe, dann auch richtig, mit Haut und Haaren... das könnte ich bieten. Ich würde hart arbeiten für Frau und vor allem Kind, damit ich denen was bieten kann... ich wünsche mir halt nur, dass Probleme direkt klar und deutlich angesprochen werden, denn wenn man darüber spricht, können diese gelöst werden... leider haben meine Freundinnen in der Vgh. immer gewartet, bis es schon zu spät war...

    "Stop, das geht zu weit" ..... nun, in Anbetracht der Tatsache, dass ich für jede meiner Beziehungen sehr lange gewartet, gehofft, ... jede Beziehung war für mich ein Geschenk, für dass ich sehr sehr dankbar war... ich glaube, ich würde mir einiges bieten lassen und schlucken und darum kämpfen, bevor ich sagen würde "Stop, es langt!" ... Aber auch danach würde ich versuchen, die Probleme zu lösen.
    Geändert von Gast5632 (22.08.2010 um 06:02 Uhr)

  4. #4
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    Zitat Zitat von Stony1983 Beitrag anzeigen
    ich wünsche mir halt nur, dass Probleme direkt klar und deutlich angesprochen werden, denn wenn man darüber spricht, können diese gelöst werden... leider haben meine Freundinnen in der Vgh. immer gewartet, bis es schon zu spät war...
    Sie hat es doch gesagt! du hast es laut eigener Aussage nur einfach nicht ernst genommen. Vielleicht bist du einfach viel zu sehr damit beschäftigt, die ganze Welt schlecht zu machen, statt auf die Gefühle und Bedürfnisse anderer einzugehen. Dein Gemeckere über die dumme Menschheit geht ja sogar in diesem Thread hier schon so weit, dass ich ganze Passagen übersprungen habe.

    Ich glaube, du hast dir diese Persönlichkeit angeeignet, um dir nicht eingestehen zu müssen, dass du einsam bist. Um nicht zugeben zu müssen, dass du vielleicht auch gern irgendwo dazugehören würdest und dies aber aufgrund irgendwelcher Hemmungen nicht schaffst. Ich glaube, man nennt es auch Verbitterung.
    Was macht für dich denn Überlegenheit aus? Ich bitte dich dazu mal folgendes zu lesen: http://www.psychologieforum.de/wer-g...-aus-6857.html
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Waris für den sinnvollen Beitrag:

    danny90453 (26.08.2010)

  6. #5
    Gast5559
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    Hallo Stony!

    Ich möchte Dir ein wenig Mut machen. Nicht unbedingt für diese (Ex-?)Freundin, aber vielleicht doch für spätere Beziehungen. Man KANN sich nämlich ändern. Ich habe das auch geschafft.

    Aufgewachsen mit einer schwer belasteten Mutter, habe ich die Welt als einen angst machenden, gefährlichen Ort anzusehen gelernt, und das hat mich viele Jahre verfolgt, auch in der Hinsicht, dass ich sehr pessimistisch war und immer nur das Düstere sehen konnte. Optimismus war für mich definitv ein Fremdwort, das ich nicht mal VERSTAND! Wieso, die Welt IST doch so, so böse, so aggressiv, es KANN doch immer nur das Schlimmste erwartet werden ... so sah ich es in der Tat.

    Und ich änderte mich, meine ganze Einstellung - es GEHT! Ich habe sehr viel gelesen, anfänglich das Buch: "Sorge dich nicht, lebe!". Danach habe ich mich mit der Polung bzw. Umpolung des Unterbewusstseins beschäftigt, habe sowohl mit Gruppen als auch in Zweiergesprächen therapeutisch gearbetet Und nach und nach änderte sich alles, mein Selbstbewusstsein wuchs, ich kann die Welt heute mit offenen, liebenden und Gutes erwartenden Augen sehen. Ich würde sagen, ich bin von einem "Negativling" zu einem regelrecht positiven Menschen geworden.

    Und was mir geglückt ist, warum solltes Du es nicht können ... ?

    Das Wichtigste ist erst einmal, dass Du beginnst, daran zu glauben, DASS Du Dich ändern kannst. Dann geh es langsam, aber kontinuierlich an - mein Rat.
    Geändert von Gast5559 (22.08.2010 um 11:58 Uhr)

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast5559 für den sinnvollen Beitrag:


  8. #6
    Gast5632
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    Zitat Zitat von Waris Beitrag anzeigen
    Sie hat es doch gesagt! du hast es laut eigener Aussage nur einfach nicht ernst genommen. Vielleicht bist du einfach viel zu sehr damit beschäftigt, die ganze Welt schlecht zu machen, statt auf die Gefühle und Bedürfnisse anderer einzugehen. Dein Gemeckere über die dumme Menschheit geht ja sogar in diesem Thread hier schon so weit, dass ich ganze Passagen übersprungen habe.
    Sie hat es gesagt, ja... allerdings - dass muss ich einfach so sagen - hätte es wohl mehr Eindruck gemacht, wenn sie sich mit mir hingesetzt hätte, mir gesagt hätte "Schatz, wir müssen reden, es gibt da Dinge, die mich stören, die zu einem Problem für uns werden (könnten)!", als ein Satz zwischen Tür und Angel wie "Du meckerst und beschwerst Dich ja schon ziemlich viel..."

    Ich bin ja durchaus kritikfähig und hätte mir bei dieser Form der Kritik schon meine Gedanken dazu gemacht... so, wie ich es jetzt auch tue, wo das Kind allerdings bereits im Brunnen liegt...

    Zitat Zitat von Waris Beitrag anzeigen
    Ich glaube, du hast dir diese Persönlichkeit angeeignet, um dir nicht eingestehen zu müssen, dass du einsam bist. Um nicht zugeben zu müssen, dass du vielleicht auch gern irgendwo dazugehören würdest und dies aber aufgrund irgendwelcher Hemmungen nicht schaffst. Ich glaube, man nennt es auch Verbitterung.
    Was macht für dich denn Überlegenheit aus? Ich bitte dich dazu mal folgendes zu lesen: http://www.psychologieforum.de/wer-g...-aus-6857.html
    Ja, da hast Du mit Sicherheit Recht. Wenn ich so die letzten Jahre zurückdenke, dann habe ich mich aus dem aktiven sozialen Leben mehr und mehr ausgegrenzt... 2005 den "Freundes"kreis verlassen, weil die mir mit ihrer Art, diesem ewigen konspirieren gegeneinander, tierisch auf den Sender gegangen sind. Ende 2008 dann der Umzug nach Münster, alleine in eine fremde Stadt... natürlich habe ich gemerkt, dass mir was fehlt, ich dachte, es wäre eine Freundin (wie vllt. ersichtlich geworden ist, hatte ich, was das anging ja schon immer Probleme mit dem anderen Geschlecht). Nein, es waren Freunde, mit denen ich was unternehmen konnte, Druck abbauen konnte, Spaß haben konnte... der einzige aus meiner Vgh. mit dem ich noch zu tun habe, hockt in Essen. Der, mit dem ich letzte Nacht darüber geredet habe. Wir haben die Vgh. mal Revue passieren lassen... wenn wir zusammen unterwegs waren, waren wir beide (er hockt ansich auch den ganzen Tag in der Bude, weil er niemanden hat) lockerer drauf, haben uns gegenseitig die Sprüche geschoben und auch zugespielt, traten als Einheit auf vor anderen, waren gut drauf... ging sogar soweit, dass manche uns gefragt haben "Seid Ihr Brüder?"

    Hinzu kommt die Unzufriedenheit mit meinem Job (der sich nun ja eh bald erledigt hat). Ich habe schon seit bestimmt einem halben Jahr "innerlich gekündigt", weil ich es alles nicht ertragen konnte... die Leute mit ihren PC-Problemen, die total doofe Fragen gestellt haben, die man sich mit ein bissl logischem Überlegen auch gut selbst hätte beantworten können. Leute, die lieber angerufen und was gefragt haben, an statt google zu bemühen, sich erst einmal selbst zu informieren, wenn sie was wissen wollten (so wie ich es tue, beinahe täglich google ich mich wegen irgendwas durchs Internet oder lese auf wikipedia). Das hat mich tierisch aufgeregt, diese "selbstverständliche Hilflosigkeit" der Leute. Warum sich selbst bemühen? Lieber wen fragen/nerven und beantworten lassen...

    Ich kann diese Überlegenheit nicht faktisch benennen. In einem Wort oder Satz schon gar nicht. Leider wirst Du die entsprechenden Passagen, die Du übersprungen hast, lesen müssen, denn dort ist es im Prinzip anhand von Beispielen beschrieben...

  9. #7
    Gast5632
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    Zitat Zitat von Sweetmama Beitrag anzeigen
    Hallo Stony!

    Ich möchte Dir ein wenig Mut machen. Nicht unbedingt für diese (Ex-?)Freundin, aber vielleicht doch für spätere Beziehungen. Man KANN sich nämlich ändern. Ich habe das auch geschafft.

    Aufgewachsen mit einer schwer belasteten Mutter, habe ich die Welt als einen angst machenden, gefährlichen Ort anzusehen gelernt, und das hat mich viele Jahre verfolgt, auch in der Hinsicht, dass ich sehr pessimistisch war und immer nur das Düstere sehen konnte. Optimismus war für mich definitv ein Fremdwort, das ich nicht mal VERSTAND! Wieso, die Welt IST doch so, so böse, so aggressiv, es KANN doch immer nur das Schlimmste erwartet werden ... so sah ich es in der Tat.

    Und ich änderte mich, meine ganze Einstellung - es GEHT! Ich habe sehr viel gelesen, anfänglich das Buch: "Sorge dich nicht, lebe!". Danach habe ich mich mit der Polung bzw. Umpolung des Unterbewusstseins beschäftigt, habe sowohl mit Gruppen als auch in Zweiergesprächen therapeutisch gearbetet Und nach und nach änderte sich alles, mein Selbstbewusstsein wuchs, ich kann die Welt heute mit offenen, liebenden und Gutes erwartenden Augen sehen. Ich würde sagen, ich bin von einem "Negativling" zu einem regelrecht positiven Menschen geworden.

    Und was mir geglückt ist, warum solltes Du es nicht können ... ?

    Das Wichtigste ist erst einmal, dass Du beginnst, daran zu glauben, DASS Du Dich ändern kannst. Dann geh es langsam, aber kontinuierlich an - mein Rat.
    Das sind gute Ansätze, ich weiß selbst noch nicht, wie ich das anstellen soll, denke halt, dass ein (Verhaltens)-Therapeut wohl die erste Anlaufstelle wäre, der mich ergründen kann und mir dann sagen kann, WAS mit mir nicht stimmt. Und dann mit mir einen Plan macht.

    Ja, ich glaube und hoffe, dass ich mich ändern kann. Mein Ziel dafür, dass ich vor Augen habe, auf das ich hinarbeiten kann, sind meine (Ex-) Freundin und unser Kind, dass sie unter ihrem Herzen trägt und das zwar nicht geplant, aber in einem Akt der Liebe gezeugt wurde....

    (Ehrlich gesagt, kann ich es immernoch nicht ganz glauben: Ich werde Vater...)
    Geändert von Gast5632 (22.08.2010 um 12:46 Uhr)

  10. #8
    Verleger Avatar von Waris
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    Zitat Zitat von Stony1983 Beitrag anzeigen
    Das hat mich tierisch aufgeregt, diese "selbstverständliche Hilflosigkeit" der Leute. Warum sich selbst bemühen? Lieber wen fragen/nerven und beantworten lassen...

    Ich kann diese Überlegenheit nicht faktisch benennen. In einem Wort oder Satz schon gar nicht. Leider wirst Du die entsprechenden Passagen, die Du übersprungen hast, lesen müssen, denn dort ist es im Prinzip anhand von Beispielen beschrieben...
    Nö, muss ich nicht. Wieso regst du dich über so etwas unnötiges auf? Dich nerven? Du kriegst Geld dafür! Es kann dir doch total egal sein, ob die Fragen in deinen Augen unnötig sind. Vielleicht reden diese Menschen lieber mit einem Menschen, als mit einer Maschine.
    Nunja, es gibt Hoffnung. Ich war früher auch so ähnlich drauf.

    LG
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Waris für den sinnvollen Beitrag:

    danny90453 (26.08.2010)

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