Hallo!
Habe mich neu hier angemeldet, weil mein(e) Probleme wohl zum Teil auf mein Verhalten zurückzuführen sind...
Ich habe vor ca. 3 Monaten ein nettes Mädel via Internet kennengelernt. Uns trennten 120 km. Wir waren am 05.07. zusammen und am 19.08. hat sie überraschend Schluss gemacht. Für mich brach eine Welt zusammen. Sie war meine dritte Freundin überhaupt und auch die dritte, die bei mir nach etwa 1 Monat (diesmal etwas länger) das Handtuch geschmissen hat. Ich habe die letzten beiden Tage im Wesentlichen Wodka-Trinkend verbracht, was normalerweise nicht meine Art ist (bin kein Alkoholiker, war nur am Ende). Ansich trinke ich nur in Gesellschaft... womit wir im Prinzip zu meinen Problemen kommen...
Natürlich habe ich mir von ihr "Feedback" gewünscht, warum es nicht geklappt hat. Schließlich hatte ich mich immer fürsorglich und liebevoll um sie gekümmert, war glücklich in ihrer Nähe und hatte mit ihr auch den ersten "richtigen" Sex (also von Anfang bis Ende, vorher hatte sich das nie so ergeben... mangels Übung und Erfahrung und so...) ... und auch sie schien glücklich mit mir zu sein. Vor dem Schluss machen war nichts vorraus gegangen. Kein Streit, nichts... ich habe es einfach nicht kapiert...
Nun, sie sagte, ich täte ihr unglaublich gut und so, aber trotzdem hätte ich verschiedene Charaktereigenschaften an mir, mit denen sie nicht klar kommen würde.
- Ich würde viel zu viel schimpfen, meckern, mich über alles mögliche aufregen (nicht sie betreffend, z. B. über die Arbeit, das Wetter, andere Menschen (s.u.)...)
- ich sei überhaupt nicht weltoffen, unternehmenslustig und KONTAKTfreudig (ich mag es lieber ruhiger daheim, bin nicht so der Feiertyp... und die meisten Menschen, so habe ich ihr gesagt, sind für mich Vollidioten... Leute, die nicht mitdenken im Alltag... (die z. B. im Weg rumstehen, an der Ampel erst bei "Grün" in aller Seelenruhe den Gang einlegen, was ich schon bei "Orange" tue und bei Grün schon losfahre, ...) oder die meinen, sie seien diejenigen-welchen, die aber in Wirklichkeit nix auf dem Kasten haben (z.B. bei mir auf der Arbeit (Service-Techniker in einem Computerladen) als meine Kunden meinen, sie hätten Ahnung, aber man merkt schnell, dass es sich um selbst-ernannte Experten handelt.)... Es gibt nur wenige Menschen, die ich mag... selbst meine Familie finde ich teilweise knacken-doof bei manchen Dingen.... sind oft begriffsstutzig wie eh und je.... und in beiden Fällen muss ich mich dann richtig zusammen nehmen, damit mir nicht der Geduldsfaden reißt....
- Ich sei Antriebslos, tue nichts für mein eigenes Glück, sondern mache mein Glück von einer anderen Person abhängig. (Mir fehlte ansich immer nur die Frau an meiner Seite, ansonsten war ich zufrieden mit meinem Leben. Ich zog mein Glück aus der Partnerin, es hätte mir noch so *******e gehen können, sobald ich ihr Lächeln gesehen hätte, wäre ich happy gewesen.) ... ich wurde zum 31-08. gekündigt... habe das nicht als Tragödie gesehen, denn ich hatte ja sie. Ein Ziel, auf das ich mich konzentrieren konnte, wofür ich mir eine neue Stelle gesucht und hart gearbeitet hätte, um ihr was bieten zu können... werde ich natürlich nun trotzdem tun, aufgrund einer anderen Begebenheit... (s.u.)*
Sie meinte, sie will nichts versprechen, aber wenn ich an diesen Punkten arbeite, könnte die Möglichkeit bestehen, dass es wieder wie früher wird.
Aber kann ich das überhaupt? Sind es Züge einer Misanthropie? Haben die mir mein Leben bisher versaut? Oder ist es einfach meine Persönlichkeit? Ich würde alles dafür tun, mit ihr wieder zusammen zu kommen.
Aber ich bin so Antriebslos, alleine in die Stadt zu gehen, um zu feiern... Leute kennenzulernen, von denen ich die meisten sicher eh nicht mögen würde... letzten Endes habe ich vielleicht auch ein bissl Angst, alleine in einer großen Menschenmasse zu stehen und "Spaß" zu haben.... ich denke, es müsste einer mitkommen... nur ich kenne hier keinen in Münster (bin vor 1,5 Jahren aus beruflichen Gründen von Essen hierhin gezogen... alleine in einer großen Stadt)...
* der ganz große Knackpunkt ist übrigens noch folgender: Sie ist zu 99% Schwanger! Hat es ungefähr zur selben Zeit erfahren, als sie mit mir Schluss gemacht hat... ich habe mir immer irgendwann eigene Kinder gewünscht... aber innerhalb einer intakten, funktionierenden Familie...
Also, was meint Ihr? Lag alles an mir? Habe ich alles kaputt gemacht? Besteht die Chance, dass ich mich heilen lassen kann? Ist die Überweisung zu einem Psychotherapeuten angezeigt?
Für Hilfe wäre ich sehr dankbar, für Rückfragen stehe ich natürlich bereit...


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Ich habe sehr viel gelesen, anfänglich das Buch: "Sorge dich nicht, lebe!". Danach habe ich mich mit der Polung bzw. Umpolung des Unterbewusstseins beschäftigt, habe sowohl mit Gruppen als auch in Zweiergesprächen therapeutisch gearbetet Und nach und nach änderte sich alles, mein Selbstbewusstsein wuchs, ich kann die Welt heute mit offenen, liebenden und Gutes erwartenden Augen sehen. Ich würde sagen, ich bin von einem "Negativling" zu einem regelrecht positiven Menschen geworden. 

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