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Thema: als frau nach der party alleine nach hause

  1. #1
    Neuling
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    Standard als frau nach der party alleine nach hause

    Hallo alle,

    ich (24j.a.) bin mit meinem freund (24 j.a.) seit einem halben jahr zusammen. manchmal gehen wir zusammen raus. ich bin keine partymaus und bin normalerweise früher müde als es und will früher nach hause. normalerweise habe ich dann ihn immer gefragt, wann er gehen will und eine halbe oder eine stunde oder mehr gewartet und dann waren wir zusammen zu ihm gegangen. meistens würde er wahrscheinlich lieber länger bleiben, so wie ich das von ihm verstanden habe.
    vor kurzem hatten wir aber eine diskussion, wo er nett, aber bestimmend meinte, dass ich ein bisschen selbständiger werden sollte. Er meinte, falls es sich ergibt, dass er doch länger feiern möchte, dann könnte ich alleine nach hause gehen, weil ich keine angst zu haben brauchen, weil die strassen sicher sind und mir nichts passieren kann. es passiert nie was, meinte er. er hat vor allem keine angst alleine nachts durch die strassen zu gehen, mir ist es dagegen ziemlich unangenehm und manchmal ängstlich. e rmeinte, er würde schon gerne mal mit mir nach hause gehen, falls er nicht mehr feiern will, aber grundsätzlich wäre es ok ,wenn ich alleine oder mit anderen mitkomme, falls ich früher gehen will. er meinte, er würde mich niemals aus einer party reissen, und möchte auch nicht von der party gerissen werden.

    jetzt habe ich so komisches gefühl. einerseits verstehe ich es, wenn er länger bleiben möchte und möchte ihn nicht einschränken..aber anderseits habe ich so ein gefühl bekommen, dass er jetzt vielleicht nicht so viel interesse an mir hat oder einfach es eher für sich bequem haben will, wenn er mich nachts alleine nach hause laufen lassen will. es ist mir zwar noch nie passiert, dass er mich nachts nach hause alleine gehen lässt, aber jetzt habe ich einfach angst, dass ich ihm nicht mehr so wichtig bin wie früher...ich meine, wenn eine frau alleine nachts nach hause läuft, auch mal zur bahn, es könnte i nbestimmten gegenden schon mal gefährlich sein, darum finde ich es in ordnung, wenn mein freund mitkommt oder mich wenigstens zur bahn bringt und es ärgert mich, dass er sich in dem fall um mich keine sorgen machen würde...

    wie könnte ich sein verhalten oder einstellung ändern? oder wie kann ich es ihm besser erklären? die oben genannten argumenten hab seine meinung nicht geändert. er meint immer noch, dass es so sein soll ,wie es sich ergibt: zusammen oder alleine, auch mitten in der nacht..haupsache, ich brauche keine angst zu haben oder soll selbstverteidigung lernen....

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Uah, wenn ich das lese, schüttelts mich.
    Du bist erwachsen und kannst jawohl selber zusehen, wie Du heim kommst.
    Taxi, Nachtbus, Fahrgemeinschaften etc...

    Oder nimm noch eine Freundin mit, was weiß ich.

    Ich finde, das klingt wirklich unselbstständig.
    Ich bin auch eine Frau, ca in Deinem Alter und ziemlich schlank und klein, dennoch würde ich NIEMALS erwarten, dass mich jemand beschützt.

    LG, Kaja

    PS: Wenn Du meinst, er interessiere sich nciht genug für Dich, oder will es bequem haben - jetzt ist es andersherum. Du hast nicht das Interesse an seiner Partyleidenschaft und willst es bequem haben - gleiches Recht für alle, oder`?
    Geändert von Kaja (09.01.2012 um 08:04 Uhr)
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  3. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Kaja für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (09.01.2012),DieSchlumpfine (09.01.2012),mona_b (09.01.2012),Vermilion (09.01.2012)

  4. #3
    Neuling
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

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    Hallo du,

    sein Verhalten ändern kannst und solltest du erstmal gar nicht. Grunsätzlich musst du verstehen, warum dein Freund gerne möchte. Ihr seid ja beide noch recht jung. Ich kann mir denken, dass dein Freund es toll findet, wenn ihr feiert, aber trotz allem auch danach noch den Moment genießen will mit seinen Buddies allein ein bisschen abzufeiern. Deswegen die Motivation dir mal den sanften Schubser zu geben, damit du allein nach Hause gehst. Klingt zwar irgendwie fies, ist aber tendenziell nicht gleich böse zu deuten.

    Wenn du ihm hier die Freiräume gibst und er merkt, dass er sich nicht den Verpflichtungen und Erwartungen beugen muss, ist es gut möglich, dass irgendwann ein kleiner Blick reicht in dem er sieht, dass es dir viel bedeuten würde, wenn er mit dir die Location verlässt. Das ist sicherlich 1.000 mal mehr wert, als eine durch Erwartungshaltung entwickelte Abneigung.

    Stichwort Freiraum und Vertrauen. Falls du dich dennoch schlecht dabei fühlst, solltest du (nachdem du versucht hast ihm diesen Freiraum einzuräumen) dich nochmals mit ihm zusammen setzen und ihm versuchen deine Gefühle (aus der Ich-Perspektive) zu verdeutlichen.

    Ich hoffe das hilft dir!

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei roentgen81 für den sinnvollen Beitrag:

    niska (09.01.2012)

  6. #4
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    Standard

    Hallo niska,

    beim lesen Deines Posts bin ich über zwei Sätze gestolpert:
    wie könnte ich sein verhalten oder einstellung ändern?
    und
    aber jetzt habe ich einfach angst, dass ich ihm nicht mehr so wichtig bin wie früher
    Er hat Dich also immer nachhause begleitet, obwohl er manchmal gerne lieber länger geblieben wäre?
    Er ist also bereit, für Dich Abstriche zu machen und Dir entgegen zu kommen
    Mit dem, was er da angedeutet hat, liegt er durchaus auf einer vernünftigen Linie. Das ist auch alles andere als übergriffig Dir gegenüber gewesen.

    Warum also willst Du ausschließlich ihn ändern? Könntest Du Dir vorstellen, auch ihm hierbei ein Stück weit entgegen zu kommen und mal einen Kompromiss einzugehen?
    Es muss ja nicht gleich so sein, dass Du jedesmal alleine und vor ihm gehst - es würde schon reichen, wenn Ihr Euch da auch mal "abwechseln" würdet.
    Alternativ: wenn Dir eine Feier so gar nicht zusagt, dann mal alleine etwas unternehmen oder ihn alleine gehen lassen?

    Du sprichst von Angst: liegt da vielleicht nicht auch eine Ursache für Deine Fragen hier?
    Wie sieht es generell aus: gehst Du raus, gehst Du gerne unter Menschen oder ziehst Du Dich lieber ins private zurück, in die eigenen vier Wände?

    Hast Du Verlustangst?
    Gerade das letzte Zitat liest sich etwas nach Klammern: sobald Du nicht die volle Aufmerksamkeit bekommst, die Du brauchst (das ist jetzt auch kein Vorwurf an Dich, okay?!), fühlst Du Dich zurückgesetzt, nicht mehr wichtig?
    Wäre das auch ein Punkt, an dem Du ansetzen könntest?

    er meinte, er würde mich niemals aus einer party reissen, und möchte auch nicht von der party gerissen werden.
    Ganz so unberechtigt ist seine Aussage ja nicht, oder?
    Er scheint ein Mensch zu sein, der es gerne geselliger hat (während Du eher das Gegenteil bist) - das hat aber nichts damit zu tun, ob Du ihm jetzt noch wichtig bist oder nicht.
    Gerade dann sollte man sich darum bemühen, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide leben können, bei dem beide nicht auf Dauer zu kurz kommen.

    Klar: man hat nicht immer Lust auf eine Veranstaltung mitzugehen. Manchmal sinds die "falschen" Leute, mit denen man keine gemeinsame Linie hat, mal ist es einfach der falsche Tag.
    Wir haben es früher dann so gehandhabt: jeder pflegt seinen Freundeskreis (die Menschen, die man schon vor der Beziehung gekannt hat und die einem wichtig sind und dann eben auch Leute, die man gemeinsam kennt) - wenn eine Party oder ein Treffen anstand, dann konnte der Partner natürlich mitkommen, sollte es sogar, er musste es aber nicht. Jeder konnte entscheiden, wie wichtig es für ihn war.
    Falls er nicht mitkommen wollte, dann haben wir eben eine Absprche getroffen: falls es später wird, kommt rechtzeitig eine Rückmeldung. Ansonsten konnte der andere die Zeit nutzen, wie er wollte. Beim nächsten Mal wars dann vielleicht umgekehrt.

    Wenn wir aber beide gegangen sind, haben wir uns vorher schon zumindest ein grobes "Zeitlimit" gesetzt - alles weitere hat sich dann während der Veranstaltung selbst ergeben.
    Da konnte es dann durchaus mal sein, dass der eine auch mal früher gegangen und der andere eben nachgekommen ist.
    Dadurch war dann niemand gezwungen, entweder länger zu bleiben als es ihm gut tat, oder aber mitten aus der Sache herausgerissen zu werden.
    Es gab interessanterweise auf jeder noch so öden Veranstaltung immer ein, zwei Leute, mit denen ich mich beschäftigen konnte - und sei es nur, weil sie neu für mich waren.
    Zumindest konnte ich so die Zeit sinnvoll überbrücken, bis für beide der Punkt gekommen war, dass man ohne Frust Tschüß sagen konnte.
    (Und wenn alle Stricke rissen, gabs ja noch eine weitere Möglichkeit: nachhause bringen und dann wieder zur Feier zurückgehen - selten nur passiert, aber dennoch u.U. ganz sinnvoll)

    Wenn ihr zusammen weg seid: ich gehe mal davon aus, dass es sich dann um Menschen aus seinem Umfeld handelt, mit denen Ihr etwas unternehmt, oder?
    Wie sieht es da bei Dir aus? Hast Du ebenfalls Kontakte, mit denen Du etwas unternimmst? Wie pflegst Du diese Kontakte denn?

    Momentan machst Du ihm aber eher unnötigen Druck: entweder er geht auf Dich ein (ganz ehrlich heißt das aber: er macht das, was Du von ihm willst), oder es gibt Knies ...
    Auf Dauer macht aber genau das eine Beziehung kaputt: an seiner Stelle würde ich mich massiv eingesperrt fühlen ...
    Liebe hin, Liebe her: auf Dauer rettet auch die dann nichts mehr

    Was also könntest Du bei Dir selbst ändern, um ihm entgegen zu kommen? was wärst Du bereit für ihn zu tun?
    Dich zum Beispiel mit Deinen Ängsten auseinandersetzen ... ?!
    Es kann nicht sein Job sein, sie Dir zu nehmen - sowas funktioniert nicht. Mit ihnen muss man sich leider selbst auseinandersetzen und sie auflösen.


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

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    niska (09.01.2012)

  8. #5
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    Standard

    Es ist normal, daß man unterschiedliche Abläufe und Bedürfnisse hat. Daß er noch ein wenig feiern will und Du vorher gehst ist eine normale Sache. Sei froh, daß Du einen Freund hast der das so sieht. Es wäre schade, und im Grunde auch schlecht für eure Beziehung, wenn Du diesen wie ich finde sehr vernünftigen Vorstoß von ihn als Desinteresse werten würdest.

    Daß er es für sich bequem haben will stimmt, im besten Sinne. Er sorgt dafür, daß er einen guten Abend hat. Die Einstellung des Partners ändern zu wollen ist immer falsch. Der Partner ist wie er ist, ich kann nur sagen, was ich will, und muß anerkennen wenn der andere nicht so will wie ich ihn gerne hätte. Das Leben ist nun mal unvollkommen. Den Partner der ständig um einen ist, gibt es nicht.

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Erwin für den sinnvollen Beitrag:

    niska (09.01.2012)

  10. #6
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    Ja, Du hörst Dich an wie ein kleines verwöhntes Mädchen, das dauernd an die Hand genommen werden will. Sorry für die harten Worte. Werde erwachsen. Dein Freund hat absolut recht, dass Du selbständiger werden musst. Mit 24 kann man durchaus nachts allein nach Hause finden. Was machst Du eigentlich, wenn Du keinen Freund/Beschützer hast, gehst Du dann gar nicht weg?

    Wenn Du Dich so an ihn klammerst, wirst Du ihn verlieren, denn kein Mensch kann das auf Dauer ertragen.

  11. #7
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hallo,

    ich sehe es anders als meine Vorredner/-innen. Wenn ein Mann sich mit mir verabredet, setze ich voraus, dass er persönlich dafür Sorge trägt, dass ich zum einen möglichst bequem, zum anderen sicher zum Verabredungsort und wieder nach Hause komme.

    Meine Einstellung ist sehr konservativ, aber bisher traf ich nur auf Männer, die dies von sich aus so handhabten. Wahrscheinlich habe ich durch deren Verhalten über die Jahre auch den Anspruch entwickelt, dass ich es gar nicht anders haben möchte.

    Mich nachts allein durch die Stadt nach Hause fahren zu lassen war nie Thema. Ich finde es angemessen, die Verabredung/Partnerin etc. nach Hause zu bringen und dann meinetwegen wieder zurück zur Veranstaltung zu fahren.

    Wie gesagt, bin ich mir aber darüber bewusst, dass dieses Verhalten sehr konservativ und vielleicht nicht mehr allgemein als zeitgemäß angesehen wird.

    Gruß,

    Physalis

  12. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Physalis für den sinnvollen Beitrag:

    eloy61 (09.01.2012),hallerin (09.01.2012),niska (09.01.2012)

  13. #8
    Loewenzahn
    Gast

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    Ich würd mich Physalis eigentlich anschliessen wollen .

    Wenn die Städte wirklich sicher wären ,wäre das natürlich eine andere Situation.

    Oder wenn es wirklich nur eine kurze Distanz wäre auch .

    Es geht ja nicht um unbegründete Ängste ,sondern um eine Situation ,die zumindest theoretisch gefährlich sein könnte .

    Wenn man wirklich will ,könnte man sicher eine Situation finden ,mit der beide einverstanden sind .

    100%ige Interessensdurchsetzung ist in einer Beziehung von keiner Seite aus möglich .

  14. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Loewenzahn für den sinnvollen Beitrag:

    niska (09.01.2012)

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