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Thema: Als Kind auf "überdurchschnittlich Intelligent" geprüft worden

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Als Kind auf "überdurchschnittlich Intelligent" geprüft worden

    Wie der Titel schon sagt, wurde ich als 6-7-Jähriger für überdurchschnittlich Intelligent abgestempelt worden. Nun bin ich 16 1/2 und zweifel andauernd daran, da es schon sehr lange her ist...und meine Noten nicht wirklich zufriedenstellend sind. Ich besuche die 10te Klasse einer Realschule und habe einen Schnitt von 3.4. Nun stellt sich mir die Frage , ob dieses Ergebnis (Bin von einer seriösen, geprüften Psychologin getestet worden) auch für mein gesamtes Leben gilt ? Oder entwickelt sich diese Intelligenz im Laufe meines Wachstums ?
    Ich bin für jede aussagekräftige Antwort dankbar.
    MfG.

  2. #2
    Lill
    Gast

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    Hallo Chamäleon,

    Intelligenztests umstritten und die Werte nicht valide, weil der Test an sich, das Alter und die Testumstände und andere Faktoren eine große Rolle spielen, daher können sie in meinen Augen nur den Anhalt für große Abweichungen nach oben oder unten zeigen, die dann nachfolgend spezieller untersucht gehören, um dem Menschen dazu gerecht zu werden.

    Mit Eintritt in das Schulalter werden Kinder auf ihre Eignung untersucht, das dabei spielt nicht nur die kognitive, sondern auch die soziale Entwicklung und andere Faktoren eine Rolle. Ich weiß nicht, ob du eventuell diesen "Schulreifetest" meinst. Aber auch meinen manche Eltern, ihr Kind zu Beginn der Schullaufbahn "testen" lassen zu müssen, da sie besondere geistige Fähigkeiten bei ihrem Spross vermuten ... und vergessen dabei, dass es sich dabei nicht um eine feste Eigenschaft handelt, sondern eher um eine Momentaufnahme. Bei wirklich Hochbegabten ist das was anderes, die sind aber nicht allgemein intelligent, sondern haben in bestimmten Bereichen (Mathe oder Musik etc) besondere Begabungen.

    Tatsächlich hat Intelligenz nur bedingt was mit Schulnoten zu tun. Sie ist schlecht messbar und vor allem sagt sie nichts darüber aus, was du daraus machst. Also bleibt dir nichts übrig, als für die Schule mehr zu üben und zu lernen, denn nur damit erreichst du bessere Noten, denn das Benutzen der Intelligenz zum Denken und Abspeichern von Informationen nennt man nunmal "Lernen". Das ist die schlechte Nachricht.

  3. #3
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    Moin chamälion
    Hier im Forum gibt es einen schönen IQ Test, den kannste mal machen und gucken was dort das Ergebnis sagt.
    Überdurchschnittlich intelligente Kinder sind meistens auffällig im negativem Verhalten.
    Sie haben keine Lust Hausaufgaben zu machen, gehen nicht gerne in die Schule weil es dort langweilig ist und werden teilweise sogar aggressiv gegenüber ihren Mitschülern.
    Was war bei dir damals der Grund warum du getestet worden bist ? Wo warst du auffällig ? Wie hat man damals auf deine überdurchschnittliche Intelligenz reagiert ?
    Bist du speziell gefördert worden oder haben sich deine Eltern nur gefreut über das schlaue Kind und haben nichts weiter unternommen ....
    Es könnte nämlich sein das es dann ein wenig verkümmert ist, weil zuwenig gefördert.
    In welchen Bereichen fühlst du selber das du mehr als andere deiner Alterstufe kannst ?
    Bist du handwerklich geschickt oder lernst du schneller auswendig, ist dein Zahlenverständnis sehr ausgeprägt ?
    Du kannst den Bereich der dich betrifft selber fördern, in dem du Aufgaben selber stellst und sie löst. Aufgaben natürlich die etwas kniffelig sind schwerer zu lösen, das trainiert dein Gehirn und fördert das selbstständige Denken.
    Du hast wie ich sehe einen nicht sonderlich bemerkenswerten Notendurchschnitt, aber das ist typisch. Ich selber hatte nur ausreichend bis mangelhaft in meinen Zeugnissen und niemand ahnte damals das es deswegen so schlecht war, weil mich der Unterrichtsstoff garnicht interessierte, ich konnte schon alles was die im Unterricht erst begannen durchzunehmen.
    Ich hätte locker das Gymnasium geschafft und landete leider aus Unkenntnis auf der Hauptschule und schloss die ohne Abschluss ab, bin einfach nicht mehr hingegangen.
    Mitlerweile habe ich nur noch einen mittelmäßigen Quotienten weil einfach die Frühförderung fehlte und ich später auch nichts mehr in diese Richtung unternommen habe.
    Du solltest ganz stark nach deinen Fähigkeiten schauen, in welche Richtung du für deine Zukunft weitergehen willst. Willst du studieren, dann mach das. Willst du handwerklich tätig sein, lass dich ausbilden. Wichtig ist zu erkennen wo liegen meine Stärken.
    Aber auch die Schwächen solltest du nicht vergessen. Übe auch diese Bereiche.
    Vergiss aber auch nie deine Freizeit, die Erholungspausen für dein Gehirn. Soziale Kontakte sind enorm wichtig, weil du von anderen ebenso viel lernen kannst.
    lg

  4. #4
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    Zitat Zitat von Mama Moni Beitrag anzeigen
    Überdurchschnittlich intelligente Kinder sind meistens auffällig im negativem Verhalten.
    Ich meine, das wäre ein Mythos...



    @ Chamäleon:
    Intelligenz verändert sich im Laufe der eigenen Entwicklung, gerade im Jugendalter. Da gehört auch ein bisschen Pflege dazu. Das, was in der Schule gebraucht wird - typischerweise hohe Konzentrationsfähigkeit, abstrakte Intelligenz und ein gutes Gedächtnis für Fakten - kann durch diverse Freizeitaktivitäten etwas verkümmern. Dafür baut man die in anderen Bereichen auf. Blöd ist halt nur, dass man im schulischen Kontext eher weniger mit Fähigkeiten wie Tanzen, Zocken oder Nähen anfangen kann.

    Was hast du bisher so gemacht in den ganzen Jahren?

    Wie Lill schon erwähnt hat, sind IQ-Tests und Noten auch etwas komplizierter als man es möchte. Komplett hinterfragen ist dennoch so schwer als dass man nicht gleich bei nem 6er-Kandidaten auf Hochbegabung schließen sollte. ^^'' Wie durchgängig gut waren deine Noten? Wie schnell kannst du Texte erfassen? Hast du ein gutes Gedächtnis? Kannst du lange zuhören? Kannst du schriftliche Arbeiten gut verfassen? Das sind normalerweise Indikatoren für gute Schüler, aber je besser ein Schüler darin ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er sehr intelligent ist.
    Was Intelligenz aber ist, daran scheiden sich die Geister, gell? ^^'' Dich jetzt auf eine Zahl zu versteifen und alles damit zu begründen, hat dich nicht weiter gebracht, glaube ich. Konzentriere dich auf deine Fähigkeiten und hau rein!


    P.S.: Warum gab es den IQ-Test denn, wenn ich fragen darf?
    P.P.S.: Du entwickelst dich noch, keine Sorge. Das ganze hört so langsam mit Mitte 20 auf... (Ich bin Mitte 20 )
    aufwachen, träumerle...!


  5. #5
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    Trifft soweit auch alles zu. Ich wurde als Kind zu diesem Test geschickt (Hat insgesammt 3 Tage gedauert) , da ich sehr auffällig war. Etwas aufgedrehter als so manch anderes Kind. Es stellte sich heraus, dass ich ADS habe. Habe in meiner Schullaufbahn immer Schwierigkeiten gehabt, da ich nie Lust auf Hausaufgaben hatte und speziell jetzt in der Pubertät gegenüber meinen Mitschülern oft aggressiv wirke. Sprich, bin schnell gereizt und will alles ausdiskutieren , da ich sonst keine Ruhe finde.

  6. #6
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    Chamäleon, ADS ist eine Störung, die i.d.R. den Alltag erschwert. Da musst du dich nicht wundern, wenn es in der Schule und sozial so schwierig läuft! Erstens wird man das nicht einfach mal so los und zweitens kommen dann irgendwann normalerweise auch Frust und Ängste hinzu. Es muss auch nicht unbedingt direkt ADS sein, sondern irgendwas ähnliches.

    Mit Trainings kannst du ein bisschen an diesen Verhaltensweisen arbeiten, wenn du das möchtest. Allerdings finde ich, dass du mit dir auch irgendwo ins Reine kommen musst. Manche Leute sind so und andere sind so. Trotzdem hast du viele Stärken, gerade AD(H)Sler sind bekannt für ihre versteckten Stärken. Also, wie gesagt, hau rein!
    aufwachen, träumerle...!


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