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Thema: Am Montag sind es 2 Jahre ...

  1. #1
    Schreibkraft
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    Standard Am Montag sind es 2 Jahre ...

    ... das mein Opa uns verlassen hat. Ich weiß noch genau wie der Tag vor seinem Tod abgelaufen ist, dann die Nacht wo er verstorben ist und die Tage danach. Es hat sich in meinem Kopf eingebrand und ist noch genauso aktuell und schmerzhaft wie an dem 05.10.2007 wo er gegangen ist. Bis Mittwoch war ich auf einer Station wo viele Pat. mit Pankreas-Ca. lagen - ich habs nicht ertragen, der Umgang mit den Pat. und besonders den Pflegefällen war so furchtbar, dass ich mir einen Krankenschein genommen habe. Insgesamt war ich 3 Wochen krank geschrieben, ich hab diese Station psychisch nicht verpackt ! Alle anderen Stationen waren bisher ok - aber diese war einfach furchtbar, viele reapflichtige Pat. und noch mehr Pflegefälle wo sich nicht vernünftig gekümmert wurde, all das machte es mir noch schwerer, nicht an den Todestag meines Opas zu denken.

    Seit Tagen quälen mich furchtbare Träume von seinem Tod, was er gefühlt haben muss, was er sich gewünscht hat, all das erzählt er mir in seinen Träumen. Oftmals mischt sich in die Träume mit rein, dass er allein im Krankenhaus gestorben ist, was ja nicht stimmt, er war ganz friedlich und ist bei uns, in seinem Zuhause gestorben was er vor 25 Jahren selbst gebaut hat.

    Ich kann das einfach nicht verarbeiten. Heute waren wir Blumen kaufen und alles kam wieder hoch, morgen wollen wir zum Friedhof, Blumen einpflanzen, damit er es am Montag schön hat. Ich glaub, ich schaff das nicht da hin zu gehen, ich war mal wieder ewig nicht da, mein Freund sagt immer ich sollte doch im Herzen trauern und müsste dafür nicht zum Grab, aber ich fühle mich schlecht wenn ich nicht hingehe.
    Morgen möchte er mitkommen.

    Wie verarbeitet ihr sowas ? Wie lange habt ihr gebraucht um all diese Dinge zu verarbeiten ? In den Gesprächstheras kann ich nur abbrechen, wenn dieses Thema aufkommt - sprechen geht einfach nicht...

    Danke fürs lesen,
    Ano
    Geändert von Anonymus (03.10.2009 um 19:41 Uhr)
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  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hallo Anonymus,

    das sind die traurigsten Erinnerungen welche ein Mensch überhaupt haben kann. Der Tod Deines Großvaters hat tiefe Wunden bei Dir gerissen, selbst
    nach so langer Zeit ist das Geschehene so nah als wäre er eben von Euch gegangen. Man rät betroffenen Angehörigen Trauerarbeit zu leisten weil
    man den Schmerz ohne dem nicht verwinden kann.

    Du hast das versucht und hattest nicht die Kraft es weiterzuführen weil die
    Erinnerungen noch so nah und ergreifend sind. Versuche bitte , Deine Gefühle und Gedanken in eine andere Richtung umzulenken:
    Dein Großvater hätte es zu keiner Zeit gewollt dass Du so lange leidest,
    er wollte Dich stets glücklich sehen und wäre selbst in Sorge wenn er Dich
    augenblicklich erleben könnte. Denke und fühle in seinem Sinne, vielleicht
    ist das eine Möglichkeit Deinen Schmerz zu lindern.

    Liebe Grüße
    glasheuler

  3. #3
    Gast1006
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    Hallo,

    verarbeiten ....nein das mache ich nicht.

    Ich lebe damit und akzeptiere es für mich, dass geliebte Menschen nun einen anderen Weg gehen. Da der Platz in meinem Herzen nichts mit Entfernungen oder Zeit zu tun .... geht es mir trotzdem gut.

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Butsche
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    Hallo Ano,

    Du brauchst Dich keinesfalls schlecht fühlen, weil Du ungern zum Friedhof gehst. Entscheidend ist vielmehr, wo und wie Du Dich Deinem Großvater nahe fühlst, um die vielfältigen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit an Dir vorbei ziehen lassen zu können. Sollte jemand in Deinem Umfeld ernsthaft daran Anstoß nehmen, dass Du nicht so gern zum Grab gehst, so mach Dir bewusst, dass jeder Mensch anders mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht und diese Freiheit kann bzw. sollte sich jeder nehmen.

    Irgendwann wird der Tag kommen und Du wirst spüren, dass Du zwar noch immer sehr traurig über den Tod Deines Großvaters bist, aber akzeptiert hast, dass dies eine unumstößliche Tatsache ist, Du also nicht mehr mit dem Warum hadern wirst usw. Dann wird es wesentlich leichter, nach vorn schauen zu können.....

    Ich wünsche Dir, dass Dir das bald gelingt!

    Butsche
    Nur wer die Herzen bewegt, wird auch die Welt bewegen können.
    (Ernst Weichert)

  5. #5
    Neuling
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    Ja meine Oma ist jetzt über ein Jahr tot!!
    Am 31.März 08 ist sie verstorben!!
    Ich glaube auch nicht das man das jemals verarbeiten kann...sie war der halt für mich in meiner zerrütteten Familie..als sie gegangen ist ist eine Welt für mich zusammen gebrochen!!
    Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
    Also ich ja u das hilft auch ungemein...das du ihn iwann wiedersehen wirst u das er nun den schutzengel ist! ich stelle mir das auch vor!!
    Klar es gibt immer noch momente wo man los heult u es nicht glauben kann aber man muss es akzeptieren...rede mit ihm erzähle was was dir wichtig ist oder war!
    stelle dir ihn vor in seiner lieblinsposition u stell dir vor das er gerade da so sitz oder steht/liegt wie auch immer...in einem raum der zu ist du kannst nicht rein ihn nicht anfassen aber du kannst sehen das er glücklich ist u das ist die hauptsache!
    das hilft mir etwas...
    vlt dir ja auch..!
    viel erfolg...
    der scherz geht nie vollständig weg aber man kann ihn in hoffnung u liebe zu dem menschen umwandeln mit der zeit

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