... das mein Opa uns verlassen hat. Ich weiß noch genau wie der Tag vor seinem Tod abgelaufen ist, dann die Nacht wo er verstorben ist und die Tage danach. Es hat sich in meinem Kopf eingebrand und ist noch genauso aktuell und schmerzhaft wie an dem 05.10.2007 wo er gegangen ist. Bis Mittwoch war ich auf einer Station wo viele Pat. mit Pankreas-Ca. lagen - ich habs nicht ertragen, der Umgang mit den Pat. und besonders den Pflegefällen war so furchtbar, dass ich mir einen Krankenschein genommen habe. Insgesamt war ich 3 Wochen krank geschrieben, ich hab diese Station psychisch nicht verpackt ! Alle anderen Stationen waren bisher ok - aber diese war einfach furchtbar, viele reapflichtige Pat. und noch mehr Pflegefälle wo sich nicht vernünftig gekümmert wurde, all das machte es mir noch schwerer, nicht an den Todestag meines Opas zu denken.
Seit Tagen quälen mich furchtbare Träume von seinem Tod, was er gefühlt haben muss, was er sich gewünscht hat, all das erzählt er mir in seinen Träumen. Oftmals mischt sich in die Träume mit rein, dass er allein im Krankenhaus gestorben ist, was ja nicht stimmt, er war ganz friedlich und ist bei uns, in seinem Zuhause gestorben was er vor 25 Jahren selbst gebaut hat.
Ich kann das einfach nicht verarbeiten. Heute waren wir Blumen kaufen und alles kam wieder hoch, morgen wollen wir zum Friedhof, Blumen einpflanzen, damit er es am Montag schön hat. Ich glaub, ich schaff das nicht da hin zu gehen, ich war mal wieder ewig nicht da, mein Freund sagt immer ich sollte doch im Herzen trauern und müsste dafür nicht zum Grab, aber ich fühle mich schlecht wenn ich nicht hingehe.
Morgen möchte er mitkommen.
Wie verarbeitet ihr sowas ? Wie lange habt ihr gebraucht um all diese Dinge zu verarbeiten ? In den Gesprächstheras kann ich nur abbrechen, wenn dieses Thema aufkommt - sprechen geht einfach nicht...
Danke fürs lesen,
Ano


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