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Thema: Am Tiefpunkt

  1. #1
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    Standard Am Tiefpunkt

    Hallo,
    mein Name ist Torsten (30 Jahre) und bin momentan am Tiefpunkt! Vor 9 Jahren lernte ich meine jetzige Frau Simone (30) kennen. Wir Heirateten 3 Jahre später und dann ging alles sehr schnell. Wir bauten ein Haus und in der Zeit wurde Sie Schwanger von unserer 1. Tochter.Nach nur 15 Mon. kam unsere 2. Tochter zur Welt.Beruflich (Autoverkäufer) bin ich sehr eingespannt (auch am WE) ,was Für meine Frau auch nicht einfach ist. Ende 2004 Trennten sich Ihre Eltern und im Frühjahr 2006 Erkrankte Ihr geliebter Vater an Krebs. Es waren schmerzhafte Zeiten voller Hoffnung und Leid ehe er an Weihnachten 2007 verstarb. Zu dieser Zeit pflegte und versorgte meine Frau Ihren Vater.Sie begleitete Ihn die 2 Jahren durch alle höhen un tiefen .Nach dessen Tod,viel meine Frau in ein Loch. Macht sehr viel Sport (Laufen,Swimmen ) und geht weg. Zu Hause wird Sie verückt und würde am liebsten ein Leben ohne mir und die Kinder leben! Sie sagt, sie kann momentan keine Liebe geben und Fühlen (auch zu den Kindern)! Sie stellt unsere Ehe in Frage und weis nicht ob Sie mich wieder lieben kann! Sie will nur weg aus Ihrem Leben! Sie hat zwar nach anraten vieler einen Termin bei einer Ehe- und Psychotherapeutin vereinbart, aber ich weis nicht ob es was bringt! Ich weiß nur daß ich sie immer noch sehr Liebe...

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Hallo Torsten,

    erstmal herzlich willkommen.

    Deine Frau hat sehr viel geben und tragen müssen in den letzten Jahren: Kinder, ein Pflegefall, Verlust. Und durch Deine Berufstätigkeit auch an den WE hat sie sich vll auch sehr alleine gefühlt. Ich schätze mal, ihr habt in den letzen Jahren nicht wirklich viel Zeit für euch als Paar gehabt, oder? Und sie vermutlich nicht mal Zeit für sich allein.

    Warum soll ne Therapie nix bringen? Es könnte für sie zumindest klarer werden, wo sie jetzt steht und welches die nächsten Schritte sein könnten. Und welche Art von Unterstützung sie braucht. Vll wäre im Moment ja eine Trauergruppe oder eine Gruppe, wo sie Menschen trifft, die ähnliches erlebt haben wie sie (z.b. bezügl. Pflege Angehöriger), hilfreicher. Aber das kann sie herausfinden, wenn sie überhaupt anfängt über das Erlebte zu reden.

    Fühlt sie sich von Dir denn genug gehört und unterstützt? Ansonsten wäre vll auch eine Paarberatung sinnvoll. Es mag an der Kürze Deines Posts liegen, aber ich hab mich beim lesen gefragt, ob Du wirklich das Ausmaß dessen, was Deine Frau da alles geleistet hat, realisierst Bei einer Paarberatung könntest Du auch mal Deine eigene Hilflosigkeit formulieren. Ohne dass Du damit Deiner Frau gleich wieder was aufladest.

    lg Gaby

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Gaby,
    danke für Deine Worte!Mit dem bringt nix, habe ich gemeint, dass die beste Therapie (Partnerberatung und einzelberatung) nicht wirklich was bringen kann wenn die einzelne Person nicht bereit ist die Ratschläge umzusetzen. Ich suche das offene Gespräch mit meiner Frau ohne Sie mit Fragen zu konfrontieren, die Sie momentan ohnehin nicht beantworten könnte!Das die Liebe zum Parnter nicht mehr da ist , sowas kommt vor, aber warum kann Sie die Kinder nicht lieben? Sie sagt, es wäre Ihr momentan lieber, ein leben ohne Kinder und Ehe zu führen! Sie "mag" die Kinder momentan nur! Und was meine Frau die letzten Jahre mitgemacht hat ist mir auch klar! lg Torsten

  4. #4
    Wunderlampe
    Gast

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    Hallo Torsten

    Ich weiß nur daß ich sie immer noch sehr Liebe...
    ... und sie deshalb als Ehefrau behalten willst ( dein Anliegen)
    oder
    .... ihr alle Hilfen gibst, damit sie aus ihrem tiefen Loch herauskommt. ( ihr Anliegen)


    Sie trauert um ihren Vater, der ein Teil von ihr selbst war. Denn schließlich war sie seine Tochter. Mit ihm ist sicher auch ein Teil in ihr gestorben. Was sie braucht ist einfach nur Zeit und Ruhe. Diesie scheinbar nicht findet, wenn sie ihre Familie versorgen muß.

    Vielleicht würde es ihr helfen, wenn sie zur Kur geht. Für pflegende Personen ist das im Normalfall kein Problem dies zu beantragen. Dann könnte sie Kraft schöpfen. Auch würde sie dort psychologisch betreut.

    Lange Zeit hat sie all ihre Kraft für die kinder, für dich und die Pflege des Vaters verbraucht. Ist es da nicht verständlich, dass sie sich mal um den Menschen kümmern will, der die ganze Zeit zu kurz kam? Sich selber!

    Klar, dass es für dich schwer ist zu akzeptieren, dass sie ihr Leben zur Zeit alleine verbringen will. Klar, dass du eine große Angst hast sie zu verlieren.
    Dass ihr sogar ihre Kinder zu viel sind, zeigt doch wie ausgelaugt sie ist. ( Und von dir vielleicht enttäuscht? )

    Ob sie da die Kraft und den Willen hat zu einer Paartherapie?

    Was sie will ist einfach nur Zeit für sich selber und das Gefühl für niemanden anderen als für sich selber die Verantwortung zu tragen.
    Wahrscheinlich hat sie ein gutes Gespür für das, was ihr wieder auf die Beine hilft. Und dich als Vater nimmt sie in die Pflicht.

  5. #5
    Neuling
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    Hallo Birgit,
    mir ist sehr klar dass Sie wieder zu sich selber Finden muss und es sehr Lange dauern kann, bis sie wieder den sinn Ihres Lebens gefunden hat! ich will für sie da sein und unterstützen so viel es geht! Das Hauptproblem liegt auch darin, dass wir 3-4 Jahre nicht für uns sondern für Kinder, Arbeit und Pflege Ihres Vaters da waren (was zweifelsfrei vorrang hatte).Wir sprachen selten oder gar nicht. Wir stritten über Kinder und die wenige Zeit die ich zuhause war!Nebenher gab es div. andere probleme in unserem umfeld (Unfall Tod Ihres Cousin vor 2 Monaten- Trennung Ihrer Eltern vor 4 Jahren).Ich Liebe Sie sehr und natürlich will ich, dass Sie bei mir bleibt und dass wir wieder eine gute Ehe bekommen!Nur die Fülle unserer Probleme wachsen mir langsam über den Kopf! Ich bin auf jeden Fall froh, dass Sie Therapeutische Beratung (Einzeln oder Zusammen) machen will! lg Torsten

  6. #6
    Nachwuchs Autor
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    Standard ...

    hat deine frau es gut, dass du sie liebst. normalerweise läuft das im leben anders: wenns mal nicht gut läuft is das das ende jeder beziehung. stell dich darauf ein, dass auch deine liebe zu deiner frau schwächer werden könnte, wenn es ihr länger schlecht geht. das ist der lauf des lebens.

  7. #7
    Neuling
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    Wir haben Kinder und ich denke mann muß um die Liebe Kämpfen und sie immer wieder neu erfinden!Das ist oft schwer und das hab ich die letzten Jahre leider verpasst und nicht ernstgenommen....
    Geändert von Torsten30 (29.05.2008 um 21:27 Uhr)

  8. #8
    Gast784
    Gast

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    ja Torsten, das haste klar erkannt. So isses. Und dass das mit kleinen Kindern nicht leicht ist, das werden solche Schlauberger wie mein Vorposter erst merken, wenn sie mal selber drin stecken bzw. nie, weil sie sich in solchen Situationen als erstes verpissen.

    Liebe braucht viel Mut, aber den scheint ihr ja zu haben. Gerade weil es um Kinder geht.

    Was ich noch nicht verstanden habe: hast Du Deiner Frau therapeutische Hilfe angeraten oder woher kam das? Hat sie sich eher breitschlagen lassen, oder ist ihr das wirklich ein Bedürfnis?

    Ich finde Wunderlampes Idee der Kur sehr gut. Das müßte sich doch machen lassen und wäre für alle verträglich. Etwaige Lücken in der Kinderbetreuung sind eine Frage der Organisation, das lässt sich regeln.

    lg Gaby

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