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Thema: An das Gute glauben

  1. #1
    Neuling
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    Standard An das Gute glauben

    Hallöchen , ich war schon etwas länger nichtmehr hier und komme nun mit einer hoffentlich interessanten Frage auf euch zu.

    Was lässt euch an das Gute glauben?

    Ich glaube viele psychischen Probleme lassen sich darauf zurückführen, dass man schlechte Erfahrungen gemacht hat und damit eine negative Grundlage geschaffen wurde. Wenn man natürlich zum Beispiel immer denkt, man schafft etwas nicht, dann ist es wahrscheinlicher, dass man es tatsächlich nicht schafft. Aber wenn man einmal den Glauben verloren hat, wie kann man versuchen ihn wiederzufinden?
    Gibt es Dinge, die man jemandem raten kann, logisch erklären kann, oder muss erst eine gute Erfahrung gemacht werden?

    Und wenn man nicht religiös oder spirituell ist, sondern eher rational, mit welcher Logik macht man sich dann glücklich?


    Ich hoffe ihr habt ein bisschen Spaß darüber nachzudenken und lasst uns anderen daran teilhaben

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    man draf auf jeden fall nicht die hoffnung aufgeben und sich selbst vor allem nicht aufgeben, das ist wichtig!!
    gute erfahrungen bringen natürlich eien neue sichtweise auf die dinge. aber die zeit bis dahin sollte man wohl versuchen nicht zu viel zu grübeln und und immer versuchen versuchen versuchen.
    und das ist schwer
    vielleicht bringt es auch etwas, sich an anderen zu orientieren??

  3. #3
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    Zitat Zitat von free 93 Beitrag anzeigen
    man draf auf jeden fall nicht die hoffnung aufgeben und sich selbst vor allem nicht aufgeben, das ist wichtig!!
    gute erfahrungen bringen natürlich eien neue sichtweise auf die dinge. aber die zeit bis dahin sollte man wohl versuchen nicht zu viel zu grübeln und und immer versuchen versuchen versuchen.
    und das ist schwer
    vielleicht bringt es auch etwas, sich an anderen zu orientieren??
    Vielleicht hab ich mich ein bisschen falsch ausgedrückt. Wie oder womit könnte man beweisen, dass es das Gute gibt?

  4. #4
    Neuling
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    Ich glaube eine negative Erfahrung alleine führt nicht dazu den Glauben an das Gute zu verlieren. Natürlich hat man dann auch ein Tief aber da heilt die Zeit noch die Wunden.
    Erst wiederholt negative Erfahrung (also steter Tropfen der den Stein höhlt) führt zu Hoffungslosigkeit. Zumindest bei mir war es so.
    Und hat man erst die Hoffung aufgegeben hilft nur der Zufall der einem einen guten Menschen (helfenden Menschen) über den Weg laufen lässt, oder eben nicht.
    Ich bin ein rationaler Mensch und mir ist bewusst das es auch gute Menschen gibt (Die Sendung "nur die Liebe zählt " war so eine die mir das gezeigt hat. Menschen die anderen aus Liebe oder Menschlichkeit in schweren Zeiten geholfen haben. Es gibt sie also) nur mir passieren sie eben nicht. Manche haben eben das Glück und das Schicksal führt zu so einem Menschen, andere haben es nicht.
    Ich denke nicht das etwas anderes hilft als ein realer Freund der echte Hilfe und menschliche Wärme stabil bietet.
    Natürlich hilft Ablenkung, sich intensiv mit einem Hobby beschäftigen das nichts mit Menschen zu tun hat (zb. sich ein Flugzeug in der Garage bauen). Löst aber das Problem nicht denn kaum steckt man den Kopf wieder raus und kriegt wieder eine drauf (in die gleiche Wunde) kommt eine noch tiefere Hoffungslosigkeit.

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    ok, wenn die antwort nicht gepasst hat versuch ichs nochmal,

    -man kann sich wenn es einem gut geht sich das aufschreiben und in schlechten zeiten liest man das dann und fängt vllt wieder an an das gute zu glauben...

    -natur, ich finde die natur ist ein echter grund andas gute zu glauben

    - menschen die einen lieben!!!!!

    -sich selbst freiheiten einräumen

    antwort jetzt passender??
    lg free

  6. #6
    Neuling
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    Hallo Zardos,

    es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich ähnlich gefragt wie Du.

    Da war so viel Negatives passiert, und es fiel mir verdammt schwer, das Positive noch zu sehen.

    Es war so schlimm, dass ich in der Psychiatrie landete und drei Monate dort verbrachte. Und da, eigentlich, nein wirklich ganz unten, erlebte ich viele Dinge, die mich wieder an das Gute glauben ließen.

    Ich begnete tollen Ärzten, guten Therapeuten und vor allem sehr, sehr netten Mitpatienten und - Patientinnen.

    Mir wurde viel gegeben. Ich erfuhr Sympathie und Fürsorge, Unterstützung und Hilfe. Plötzlich wurde mir schlagartig bewusst, dass ich nicht alleine war.
    Ich bekam Hilfe, und ich nahm sie an.

    Das hat mich verändert, und ich kann wieder an das Gute glauben. Mein Leben ist hell geworden, trotz mancher Schwierigkeiten, die ich noch habe, aber die haben ja viele Menschen.

    Das Gute ist da, manchmal sehen wir es nicht.

    Liebe Grüße

    Hans

  7. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Paperback für den sinnvollen Beitrag:

    Erwin (18.12.2011),Joli (22.12.2011)

  8. #7
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    also ich kann mir vieles einbilden
    wenn ich mir einbilde das es schlecht wird, dann wird es irgendwie auch schlecht, wenn ich mir aber einbilde es wird gut, dann wird es irgendwie auch gut..

    vielleicht muss man eben gar nicht an das Gute glauben, sondern sich ganz präzise einbilden/vorstellen, das es auch da ist.

    also wirklich was ich mir schon alles eingebildet habe und auch dann aufeinmal wie aus geisterhand da war... O_o

    Vielleicht muss erst etwas da sein, bevor man es sich einbilden kann?
    dann ist das Gute auch schon vorher da und es liegt an einem selbst, ehe/ob man es sehen möchte.

    Das Glück - Kein Reiter wird's erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier.
    Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

  9. #8
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo zardoz,

    eigentlich geht Deine Frage fast schon in die, IMHO, richtige Richtung:
    "Was lässt euch an das Gute glauben?"
    Glauben ...
    Das hat wenig mit dem nüchternen Verstand, aber umso mehr mit Fühlen zu tun.

    Ob es wirklich etwas ist, das sich mit dem Verstand alleine feststellen lässt? Kaum.

    Nimm mal die Zahl "9" - was sagt da Dein Verstand?
    Es ist eine Zahl.
    Es ist eine ungerade Zahl.
    Es ist eine ganze Zahl.
    Es ist eine natürliche Zahl.
    Es ist eine rationale Zahl.
    usw.

    Ist es eine "gute" Zahl? Kopf zuckt mit den imaginären Schultern und guckt ratlos: diesen Begriff kennt er nicht ...

    Ob etwas "gut" (und damit Teil des "Guten") ist - darüber befindet das Gefühl, nicht der nüchterne Verstand: etwas fühlt sich gut an (oder auch "neutral" ... oder eben auch "nicht gut").
    Es fühlt sich gut an. Und alles, was sich gut anfühlt, gehört dann auch zum "Guten" - was auch immer jeder Mensch darunter subsummieren mag.
    Denn das "Gute" ist nicht unbedingt universell: es mag Bereiche geben, die jeder so empfinden wird, es gibt aber auch andere, die für jeden eine ganz eigene Definition haben, ab wann etwas "gut" ist.

    Um es zu empfinden muss man es aber auch erst einmal zulassen - ihm die Chance geben, sich auch einstellen zu können
    Lässt man es nicht zu, dann wird man es auch nicht fühlen, selbst wenn es einem auf den Kopf fallen sollte.

    Wie oder womit könnte man beweisen, dass es das Gute gibt?
    Das wäre dann schon ein Weg, es nicht zuzulassen.
    Wenn ich etwas erst beweisen muss, um anerkennen zu können, dass es dies wirklich gibt (also: um mich davon überzeugen zu lassen), dann gehe ich innerlich eigentlich davon aus, dass es es eben nicht gibt. Sonst bräuchte ich den Beweis ja nicht, sondern könnte mich auf mein Gefühl verlassen.
    In gewisser Weise machst Du so nicht nur die Tür für das Erfahren eines solchen Gefühls zu, sondern schließt sie auch gleich noch ab: doppelte Absicherung, dass es auch ja draußen bleiben wird

    Damit beantworten sich auch Deine weiteren Fragen - ab hier darf der Kopf auch wieder mitspielen: es geht ums Vergleichen und Ableiten


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

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