Hallo liebe Community,
habe mich heute neu registiert weil ich nicht weiß mit wem ich sonst so offen reden könnte. Ich muss mir einfach meine Sorgen und Gedanken von der Seele schreiben.
Bei mir fing es 2005 eher harmlos mit anhaltenden Kopfschmerzen an. Nachdem diese nicht besser wurden, ging ich zu meinem Hausarzt. Der hat mich dann auch gleich zur Kernspintomographie ans Krankenhaus überwiesen, dort konnte aber Entwarnung gegeben werden: Kein Tumor. Da die Schmerzen aber nicht besser wurden und ich mehr und mehr in meiner Arbeit eingeschränkt war, besuchte ich weiterhin meinen Hausarzt. Dieser diagnostizierte mir dann chronische Dauerkopfschmerzen und starke Migräne. Zur weiteren Behandlung ging ich dann zu mehreren Neurologen, die mir natürlich einiges an Medikamenten und Entspannungsübungen verschrieben haben. Dauerhaft geholfen hat mir leider nichts
Im Gegenteil: Es wurde immer schlimmer. Ich zog mich immer mehr aus der Gesellschaft zurück, habe extrem an Gewicht zugenommen und konnte wegen der Einschränkungen Aufträge nicht mehr ausführen. Ich konnte mir nichts mehr merken und bekam Angst wenn jemand was von mir wollte (Versagensängste?). Letztes Jahr war es dann soweit, ich wurde wegen starken Depressionen, Schlafstörungen und anhaltenden Angstzuständen zur Therapie in eine Klinik eingewiesen. Neben diverser Therapien (hab ich alle mitgemacht) gab es natürlich auch jede Menge Tabletten.
Für einige Zeit wurden die Kopfschmerzen erträglicher, aber die Angstzustände und Depressionen blieben, wenn auch in abgeschwächter Form. Seit ca. zwei Wochen ist es jetzt aber wieder unerträglich. Abends nehme ich Schlaftabletten um Einschlafen zu können, oft wache ich dann aber relativ früh auf, durch Angstzustände bin ich aber noch gut 3-4 Stunden ans Bett "gefesselt". Ich zittere, habe Kopf- und Magenschmerzen und würge oftmals vor lauter Angst. An solchen Tagen macht das Leben keinen Spaß und ich sehe wie viele oft nur noch den Ausweg im Tod.
Was mich am Leben hält ist meine Frau, die 1000%ig hinter mir steht und sich sehr viel Mühe macht dass ich mir keine Sorgen machen muss. Derzeit leben wir von ihrem Gehalt, auf Dauer möchte ich das aber nicht. Ich hatte als Selbstständiger damals eine BU-Versicherung, die sich aber geweigert hat zu zahlen weil beim Kinderarzt wohl etwas am Rücken festgestellt wurde und das bei Antragsstellung nicht angegeben wurde.
Ich sollte vielleicht auch erwähnen, dass bereits meine Mutter und meine Oma unter Depressionen und Angstzuständen litten.
Ich kann für rein gar nichts mehr Freude zeigen, habe den ganzen Tag nur extreme Angst, Kopfschmerzen und Depressionen. Bin also wie gelähmt und traue mich überhaupt nichts mehr. Erschwerend kommt hinzu, dass ich keinen Lösung sehe wie ich nun an Geld kommen kann. Ich habe von 1997 bis 2000 eine Ausbildung gemacht und nur da in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt. Ab 2001 habe ich mich selbstständig gemacht und eben eine BU-Versicherung und eine Lebensversicherung abgeschlossen.
Was soll ich nur tun ? Gibt es denn bei Berufsunfähigkeit nur den Weg ins Sozialamt ??


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