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Thema: Angst, bitte helft mir!

  1. #9
    Neuling Avatar von lebesde
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    Ähhmmm...

    Sätze aus dem Kontext zu reißen und damit den Sinn zu ändern ist kein belügende Argumentationsstil!

    In meinem ersten Post habe ich sogar durch einen Absatz gelöst deutlich gemacht, dass es hierbei um eine Therapie zwecks Kiffen geht: "Zum Kiffen "

    Und dann ist da immer noch die Frage, ob derjenige das dann überhaupt möchte! Um es mal zu versinnbildlichen:

    Wenn du beim Fleischer einkaufen gehst und einen Schinken kaufen willst, wirst du ihn kaufen und essen - doch irgendwann ist er alle und du musst wieder den Weg zum Fleischer auf dich nehmen. Wenn der Fleischer dir aber neben deinem Schinken auch noch mit anbietet dich in die Aufzucht eigener Schweine einzuführen, wirst du es wahrscheinlich ablehnen, da dein Trieb/Verlangen nach Schinken ja in diesem Moment erfüllt ist und du dich glücklich fühlst - du hälst es außerdem nicht für nötig - denn mit so einen ganzen Schinken kommst du schließlich auch ne lange Zeit über die Runden.
    Gehst du aber zum Fleischer mit der Absicht um zu lernen eigene Schweine aufzuziehen, was natürlich bis zur Erfüllung deines Verlangens einer längeren Weg bedeuten würde, hast du dein Ziel wirklich verwirklicht - Denn du wirst Schinken haben und brauchst für Neuen nicht jedesmal wieder den Weg auf dich nehmen - gleichzeitig kann man dir das erlangte Wissen nicht mehr nehmen.


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  2. #10
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    Hallo Leute,

    ihr wart ja sehr fleißig während meiner Abwesenheit... Danke erstmal an alle die sich hier die Mühe machen und mich unterstützen!

    Nochmal ein paar Nachträge da ich meine Gesamtsituation noch nicht so wirklich beschrieben habe. Ich hab mit dem Kiffen seit dem 2 Lehrjahr wieder angefangen, hatte dadurch natürlich auch große Hänger (Konzentration, usw.).
    Nur damit ihr bescheid wisst, dass ich schon länger gekifft habe! Vor dem zweiten Lehrjahr war ich 1 Jahr komplett Clean. Nun ja, heute war ich bei meinem Allgemeinmediziner, ich habe ihm die ganze Sache erzählt. Er würde mich dabei unterstützen und mich krank schreiben lassen. Ich weiß, viele sagen jetzt, bloß nicht fernbleiben, das verstärkt alles nur usw... Mag auch so sein, bin aber wirklich an einem Punkt wo ich keine Energie mehr habe. NIX! Heute morgen musste ich erstmal wieder Kotzen. Meine Gedanken sind immer noch auf der Arbeit und es hört nicht auf. Ich habe mir jetzt aus der Apotheke Baldrian geholt um auch den Entzug ein wenig ruhiger zu durchkämpfen...


    Um nochmal auf das Betriebsklima zu kommen, ich hatte z.B. mal eine E-Mail Weiterleitung meiner dienstlichen Mails auf meine Privatmail. Mein Stellvertretender Chef (Emotionsloses Monster) schreibt mir aus dem Büro, 2 Meter entfernt eine E-Mail mit Androhung einer Abmahnung gar Kündigung. Sehr edel (Das z.B. hat mich auch nen richtigen Schlag verpasst). Dann bekomme ich gestern eine SMS von Ihm, dass ich ja wüsste wie schlecht wir besetzt sind und ich das ja toll mache. Der letzte Satz der SMS war, GANZ GROßES KINO!.... Dann kann man sich ja denken was dort über mich erzählt wird. Was natürlich negativ rüberkommt ist, dass ich vor 2 Wochen einen Bandscheibenvorfall und eine LWS Blockade vom feinsten hatte, Orthopäde hatte mich auch verarztet, MRT und so weiter (Fango, Elektroreiz). Gerade jetzt könnte ich wieder aufs Klo gehen ... Den Entzug bekomme ich hin, auch wenn ich hier so dermaßen hibbelig sitze und nachts nur noch am schwitzen bin. Ist ja nun der zweite Tag Abstinenz... Wird schon werden hoffe ich. Aber das beklemmende Gefühl, ich hab mir gestern Nacht öfters versucht die Haare auszureißen... Weil ich das weghaben will ... Also wie gesagt, da noch was an den sozialen Verhältnissen im Betrieb wieder geradebiegen, NEIN! Will ich auch nicht

  3. #11
    Neuling Avatar von lebesde
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    Hey nochmal -
    Wenn du nicht mehr kannst bzw. Dich dazu nicht mehr in der Lage fühlst musst du dir unbedingt Gedanken über die Ursachen schaffen - hier kannst du ruhig auch mal abstrakte Gedanken einfließen lassen!
    Eine Konstruktion der beteiligten Personen, sowie Möglichkeiten deiner Rolle und wie es zu dieser kam ist ebenfalls sinnvoll. Kommen dir vielleicht dann Grundzüge bekannt vor, welche du auf andere Lebenssituationen übertragen könntest?

    Was denkst du zum Beispiel selbst, also was für Gründe fallen dir ein, weshalb dein Vorgesetzter dir solche Botschaften sendet? Probier mal alles was du dir vorstellen kannst aufzuschreiben.

    PS: Es ist bzw. darf für dich keine Rolle einnehmen, was die anderen angeblich alles so über dich erzählen - solltest du Fehler innerhalb deines Jobs machen muss man Sie dir schon direkt sagen! Alles andere kannst du eigentlich unter Ulk verbuchen, denn alleine der Fakt, dass dritte über dich reden solltest du aus logischen Gründen als fehlerhaft oder Lüge abstempeln und nicht an Dich ranlassen.

    Ich wünsche dir mit deiner Entscheidung trotzdem alles erdenklich Gute und hoffe Postives von dir zu hören.


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  4. #12
    Neuling
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    Da ich jetzt sooo ca. 40 Anrufbeantworter von Therapeuten besabbelt habe, möchte ich gerne auch nochmal einen kleinen Lebenslauf beifügen!

    Also ich war damals als Kind eine verwöhnte Göre, habe alles bekommen was ich wollte (damals hatte mein Daddy noch eine eigene Firma). Immer schön alles hinterher getragen. Zu meinem Dad, er ist jemand der wenn etwas nicht sofort klappt, sehr aggressiv wird (schreit rum, schmeißt Sachen durch die Gegend, Zerstörungswut).

    Ich kann mich sogar noch genau an eine Situation damals erinnern. Meine Mam wollte im Wintergarten Sonntags Frühstücken mit Freundinnen. Sie hatte nur für sich und die Gäste gedeckt, das war für meinen Vater zu viel des Guten und da ging der Rattan Tisch samt Glasplatte durch die Wintergartenscheibe.

    Ich habe damals (nicht lachen) Stubenarrest wegen aus ner Flasche trinken oder anlassen einer Mehrfachsteckdose bekommen (echt Krank). Nun ja ich denke das ist auch eine Sache die mich sehr beeinträchtigt, das ganze Verhalten habe ich natürlich angenommen, leider kriegen das manchmal meine Freundin und meine Mutter zu spüren.

    So als wenn mein da oben nen Schalter klappt, ich würde am liebsten alles kaputt schlagen (ist schon oft passiert, Türen usw.). Dann kurze Zeit später als die Sache mit Wintergarten passierte, trennten sich meine Eltern auch (Ich war damals glaub ich 17, knapp 18), für mich war das auch eine sehr harte Zeit (ich bin son richtiger Emotionalo, schrecklich fürn Kerl).

    Na ja dann mit 19 ging es erstmals los mit dem Kiffen, meine erste Ausbildung die ich durch Vitamin B bekam brach ich nach einem Jahr ab. Rumgehangen und gekifft, bis mir damals ne Freundin zu mir meinte: "Schau dich mal an, Kiffen, keine Ausbildung, wo soll das enden"?. Das hatte in mir einen Schalter umgelegt (erstmals).

    Zweiter Bildungsweg über das Amt, mit 1,3 den gleichgestellten Real nachgeholt, eine Bewerbung geschrieben und hatte die Ausbildung beim Mobilfunkanbieter. Und der Rest kam ja jetzt so... Ich denke das ich das hier mal mitteile tut mir gut... Fühlt sich ein wenig so an...


    NACHTRAG: Was ihr ja noch gar nicht wisst, ich habe in der Filliale wo ich jetzt als Festkraft bin auch gelernt.
    Geändert von theworld (06.09.2011 um 11:26 Uhr)

  5. #13
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    @lebesde
    Hi, da fällt einem der Kitt aus der Brille :Renomierte Firmen lassen in Geräte einen Chip von Intel einpflanzen der nach einer gewissen Zeit ein fehlerhaftes Arbeiten der Geräte verursacht um nachträglich noch weiterhin Geld vom Kunden zu ziehen, entweder für aufwendige Reparaturen oder kostenpflichtiges Download-Update.
    Veröffentlicht in Sonderheft ZEIT-Wissen 04/2011, Juni/Juli Ausgabe.

    www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Antifeatures




    @theworld


    es wäre ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt bei Deinem jetzigen Arbeitgeber in den Sack zu hauen. Warte erst mal ab was Deine Therapie ergibt, wenn Du innerlich nicht gefestigt
    und ruhig bist wirst Du auch bei einem neuen Arbeitgeber scheitern.

    Du stehst doch erst am Anfang Deiner beruflichen Laufbahn, alles was Du unter grössten
    Entbehrungen erreicht hast würdest Du mit Deiner Entscheidung aufs Spiel setzen !

    Gruss
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  6. #14
    Neuling Avatar von lebesde
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    @glasheuler

    Erstmal Danke für den Artikel - vermutet habe ich solche Dinge auch schon mehrfach - gleichzeitig aber auch den Abschlusssatz des Artikels schon während des Lesens auf der Zunge gehabt. Leider kann ich mir auch ähnliche Dinge - nur in Bezug auf Überwachung - durch unseren Staat als vollkommen normal vorstellen und denke auch kurz an die Stasi, wo man zumindest (so habe ich es bis jetzt zumindest von jeden gehört, und auch der damalige Umgang mit dem Bürger spricht dafür) sicher war, dass man überwacht wird... Aber wieder ein anderes Thema und deiner Ansprache an theworld schliesse ich mich mit an trotzdem muss ich nochmal auf seinen Post eingehen:

    Zitat Zitat von theworld Beitrag anzeigen
    Also ich war damals als Kind eine verwöhnte Göre, habe alles bekommen was ich wollte (damals hatte mein Daddy noch eine eigene Firma). Immer schön alles hinterher getragen. Zu meinem Dad, er ist jemand der wenn etwas nicht sofort klappt, sehr aggressiv wird (schreit rum, schmeißt Sachen durch die Gegend, Zerstörungswut).

    Ich kann mich sogar noch genau an eine Situation damals erinnern. Meine Mam wollte im Wintergarten Sonntags Frühstücken mit Freundinnen. Sie hatte nur für sich und die Gäste gedeckt, das war für meinen Vater zu viel des Guten und da ging der Rattan Tisch samt Glasplatte durch die Wintergartenscheibe.

    Ich habe damals (nicht lachen) Stubenarrest wegen aus ner Flasche trinken oder anlassen einer Mehrfachsteckdose bekommen (echt Krank). Nun ja ich denke das ist auch eine Sache die mich sehr beeinträchtigt, das ganze Verhalten habe ich natürlich angenommen, leider kriegen das manchmal meine Freundin und meine Mutter zu spüren. Daddy

    So als wenn mein da oben nen Schalter klappt, ich würde am liebsten alles kaputt schlagen (ist schon oft passiert, Türen usw.). Dann kurze Zeit später als die Sache mit Wintergarten passierte, trennten sich meine Eltern auch (Ich war damals glaub ich 17, knapp 18), für mich war das auch eine sehr harte Zeit (ich bin son richtiger Emotionalo, schrecklich fürn Kerl).

    Na ja dann mit 19 ging es erstmals los mit dem Kiffen, meine erste Ausbildung die ich durch Vitamin B bekam brach ich nach einem Jahr ab. Rumgehangen und gekifft, bis mir damals ne Freundin zu mir meinte: "Schau dich mal an, Kiffen, keine Ausbildung, wo soll das enden"?. Das hatte in mir einen Schalter umgelegt (erstmals).
    Fällt dir denn hier nicht etwas auf theworld? Probier doch mal bitte folgende Sachen zu betrachten und schreib mal möglichst kurz formuliert auf, was dir dabei auffällt bzw. durch den Kopf geht:

    Daddy mit Firma & Dich
    Daddy ohne Firma & Dich
    Daddy & Dich
    Daddy & Firma
    Firma & Dich

    Das sollte erstmal reichen!

    Jetzt nochmal zu meinen Lieblingsthema - den Drogen
    Die Freundin hat dir damals auch zu verstehen gegeben, dass das Kiffen dein Hauptproblem ist - und du hast an genau diesem dann auch angesetzt. Die temporäre Motivation trat auch ein - und verhalf dir etwas zu erreichen - jedoch kam nun die Retourkutsche, und dazu vielleicht auch noch um einiges härter als damals! Ich möchte dir hiermit einzig und allein sagen, dass du für Dich klar definieren musst, wo dein wirkliches Problem liegt - und danach entsprechend auch Hilfe suchen - sonst steckst du in nicht allzu langer Zeit womöglich wieder in der selben Situation.


    Mein Blog: www.leb-es.de
    Geändert von lebesde (07.09.2011 um 08:50 Uhr)

  7. #15
    Neuling
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    Guten Morgen,

    natürlich ist mir bewusst was ich dort aufs Spiel setze. Meine unbefristete Anstellung und einen gesicherten Arbeitsplatz! Dessen bin ich mir absolut bewusst. Nur wenn man sich schon längerer Zeit nur noch quält und es dann zu solch einer inneren Eskalation meiner Psyche führt, denke ich, dass ich dort nichts mehr verloren habe.

    Ich kann eure Meinungen verstehen! Nur die wirklich größte Last die mir keine Ruhe mehr lässt ist diese Firma! Die Leute und ihre Art (klar hat man das überall), auch Leistungsdruck gibt es überall. Nur wisst ihr leider nicht wie schlimm diese Machenschaften dort sind. Ich will es jetzt auch nicht darauf schieben. Keine Ahnung, man.... ...

    Ich verstehe euch so, dass es nur an meiner Einstellung liegt und dort sonst nichts mehr ist. Das allein nur das Kiffen mich an diesen Punkt gebracht hat. Das bezweifle ich aber...

    Ich kann nur sagen das ich jetzt kurzfristig am 19.09 einen Termin bei einer Psychotherapeutin habe. Sie war sehr nett am Telefon und hat mich sogar noch dazwischen schieben können...

    Danke für eure Unterstützung!

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