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Thema: Angst, bitte helft mir!

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst, bitte helft mir!

    Hallo,

    heute ist es mir passiert, bzw. Heute ist es eskaliert ... Ich habe meine Ausbildung bei einem großen Mobilfunkanbieter hinter mir, habe die Ausbildung auch um ein halbes Jahr verkürzen dürfen. Ein festes Angestelltenverhältnis habe ich zudem nach meiner Ausbildung auch bekommen. Abschluss der Ausbildung war im Februar, bis Heute arbeite ich als Festkraft.

    Zu meinem Problem:

    Es fing alles ca. nach dem zweiten Lehrjahr an. Ständige Selbstzweifel ob genug Leistung erbracht wird, obwohl diese auf höchstem Niveau verfügbar waren. Mal einen Tag mehrere Abschlüsse, den einen Tag wieder nicht, das macht mich total fertig (Natürlich ist das für alle anderen Normal). Ich fühle mich von Kollegen öfter beobachtet und denke mir das schlecht über mich gedacht bzw. geredet wird. Mehrmals gab es Situationen, wo ich nach vorne ging und die Köpfe steckten zusammen. War natürlich schnell vorbei als ich kam... Es plagen mich andauernd Gedanken das ich nicht das bringe was Menschen (Arbeitgeber) von mir erwartet. Wenn eine Führungsperson (Verkaufsleiter) zu Besuch ist, muss ich mich sehr unter Kontrolle halten, wenn es daneben geht (Schweissausbruch, Zittergefühl im Halsbereich als wenn der Nacken verkrampft).


    Jetzt kommt natürlich der Hammer, ich ersticke das ganze seit einem halben Jahr mit Cannabis. Sonst konnte ich das alles nicht verarbeiten (Stress, Leistungsdruck usw.). Ich wollte Heute morgen normal meinen Dienst zur antreten aber hatte Magenprobleme, Zittern und mir war nur noch zum Heulen. Die letzten Monate habe ich mich so durchgeschlagen und dachte ich hab alles unter Kontrolle. Aber so ist es leider nicht.

    Ich habe jetzt die Handbremse angezogen und war heute bei einer Diakonischen Suchtberatungsstelle. Zum Glück wurde ich mit offenen Armen empfangen.

    Ich werde dieses Druckgefühl im Brustkorb nicht los. Ich kann nur noch an die Firma denken und daran was jetzt wohl gerade über mich geredet wird. Was die Kollegen nur denken und und und. Ich habe wirklich richtige Angst.

    Die Diakonische Beratungsstelle meinte ich sollte eine Ambulante Therapie machen und es wäre somit alles beim Alten. Nur ich glaube das es damit nicht getan ist. Ich drehe langsam durch. Ich habe leider noch nie zuvor so etwas dergleichen erlebt und bitte euch mir ein paar Tipps zu geben.

    Ich hoffe ich hab bei meinem Gedankenwirrwarr da oben das ganze einigermaßen hier niederschreiben können :,(....

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hallo Theworld,

    etwas mehr Selbstvertrauen würde Dir schon guttun, so wie ich es beurteile
    hättest Du auch allen Grund dazu, das schafft noch lange nicht jeder : Den
    Abschluss ein halbes Jahr früher hinlegen und sich vom Kiffen loseisen.

    Werde Dir dessen noch mal ausdrücklich bewusst, Du brauchst keinen Bammel
    vor hohen Tieren zu haben, Du hast bereits bewiesen was Du auf die Beine
    stellen kannst. Dass über Dich angeblich getuschelt wird ist bislang nur eine
    Vermutung, natürlich hat Erfolg auch einen Gegenspieler : Den Neid.


    Gruss
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
    Neuling
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    Danke dir für deine weisen Worte... Ich sitze hier gerade im Bett und kann natürlich wegen meiner Abstinenz seit Heute nicht so gut schlafen. Das war ja vorprogrammiert. Ich bin bestimmt schon das 10te mal am tränen vergießen. Ich saß seit heute morgen nur am PC und hab mir Sachen zum Thema Angst und andere Beiträge angeschaut. Ich werde dieses erdrückende Gefühl einfach nicht mehr los. Ich bin soweit das ich sage, fahr die Karre an die Wand. Also geistig habe ich mit einer Kündigung meinerseits bereits abgefunden. Ich kann und möchte nie mehr an diesen Ort zurück und alles abhaken mit dem Laden. Betriebsklima fürn ....... Führungspersonen dir einem via Mail eine Abmahnung oder mit Kündigung drohen, dort traut niemand niemandem... Tust du es, ist man der gelackmeierte... Leute... Ehrlich... Ich will natürlich nicht wieder faulen Haut liegen, ich kann seelisch nicht mehr... Bilde ich mir das nur ein? Würdet ihr überhaupt zu einer Therapie raten? Bitte gebt mir Tipps, ich habe mit dem Laden abgeschlossen und denke zu retten is da nix mehr. Wie komme ich hier raus? Ich möchte niemanden niemals mehr zu Gesicht bekommen... Der Text ist tränen auf einem Handy geschrieben worden... Bitte entschuldigt die Formatierung....!

  4. #4
    Neuling Avatar von lebesde
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    Hallo theworld,

    Ich möchte dir mal meinen ersten Beitrag widmen - und hoffe dir damit eine kleine Hilfe zu sein

    In deinem Berufsumfeld solltest du auf jeden Fall als erstes so etwas wie "Stolz" entwickeln, schließlich hast du deine Ausbildung eher abgeschlossen, was ja nun mal keine Selbstverständlichkeit ist !!!

    Ein weiterer Schritt, den du gehen solltest, wäre dich in aller erster Linie folgendes zu fragen:

    Wieso gehst du arbeiten?

    Da ich mal vermute, dass dich deine eigentliche Tätigkeit nicht unbedingt langweilt und du dich ja auch vorher für eine Ausbildung entschieden hast - ist es hauptsächlich das Umfeld, was deine Ängste verursacht...
    So wie ich es verstanden haben, hast du dich um Vertragsabschlüsse mit dem Endverbraucher zu kümmern - was dein Haupttätigkeitsfeld für den Arbeitgeber darstellt. Deine Kollegen haben entsprechend auch nichts anderes zu tun. Wenn du die Vermutung am Tag legst, dass deine Kollegen über dich reden, auf Grund deiner Leistung, solltest du überlegen, ob es logisch wäre... Wenn du eure Kunden nicht zur Konkurrenz schickst oder dich weigerst ihr Anliegen zu bearbeiten ergibt es nämlich keinen Sinn! - Bist du dafür zuständig eure angebotenen Produkte zu vermarkten - oder ähnliches...? Mal anders überlegt: Wenn du im Sommer die Aufgabe bekommst Glühwein zu verkaufen - aber es besteht nicht die Nachfrage, würdest du Dich dann schuldig fühlen?

    Lass dich nicht unter Druck setzen, durch deine eingeschüchterte Art stellst du ein leichtes Opfer dar und könntest auch als die scheinbare Begründung für das Scheitern eines anderen herhalten... Steiger dein Selbstbewusstsein! Mach deutlich, dass du deine Aufgabe erfüllst - und wenn du es dann noch schaffst Möglichkeiten für eine Verbesserung zu entwickeln, kannst du auch dich entwickeln und steigern! Arbeite unbedingt an deinen Selbstbewusstsein und glaub an Dich - sonst ernten nur andere Lorbeeren auf deine Kosten...


    Zum Kiffen

    Ich würde dir ehrlich gesagt von einer Therapie abraten! Man wird dabei nicht an deinen Selbstbewusstsein arbeiten bzw. die Ursachen für dein Fehlendes herausarbeiten. Eventuell wird man deinen Selbstzweifel sogar mit dem Kiffen begründen - aber das war schon da und wurde nur verstärkt dadurch! Überlege dir lieber, wo die Ursachen für deine Zweifel liegen. Und probiere dich diesen dann auch zu stellen - und durch Flucht vor deiner Angst (der Laden) wird es nicht besser werden, sondern nur deine Angst gewinnen lassen.

    Vielleicht kannst du dir was daraus nehmen...


    Mein Blog: www.leb-es.de

  5. #5
    Gast784
    Gast

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    Ich würde dir ehrlich gesagt von einer Therapie abraten! Man wird dabei nicht an deinen Selbstbewusstsein arbeiten bzw. die Ursachen für dein Fehlendes herausarbeiten.
    Hallo Lebesde,

    sry, aber nur, weil es Dir nichts gebracht hat und Du einen anderen Weg gehst, muss das ja nicht für jeden gelten.

    Wenn eine Therapie nicht fruchtet, kann es an der Methode liegen, aber allermeist an den Personen. Der Thera kann eine Pfeiffe sein (wie es einem bei jedem Arztbesuch passieren kann), das Verhältnis kann nicht stimmig sein, aber ganz oft ist es auch die mangelnde Mitarbeit des Patienten/Klienten.

    Du machst gerade das, was Du anfangs in Deinem Blog selbst verurteilst - das Mißlingen allein nach außen zu projiizieren.

  6. #6
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard

    @ lebesde,

    Nach Lesen eines Berichtes ("Die Technikmafia") in der ZEIT-Sonderheft Juni 2011
    macht es für mein Dafürhalten wenig Sinn über fachliche Fragen nachzudenken. Ob sein
    Arbeitgeber Kenntnis von diesen Machenschaften hat wird im Dunklen bleiben, ob er sie durch Schweigen "abdeckt" ebenfalls. Dreh und Angelpunkt ist die A n g s t welche
    Theworld leidet, sie lässt sich durch ähnliches nicht wegdiskutieren.

    Deshalb sollte man die Hilfe eines Therapeuten nicht kategorisch ausschliessen, massgeblich wäre es ob Theworld darin eine Stütze und damit eine Notwendigkeit sieht.
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  7. #7
    Neuling Avatar von lebesde
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Hallo Lebesde,

    sry, aber nur, weil es Dir nichts gebracht hat und Du einen anderen Weg gehst, muss das ja nicht für jeden gelten.

    Wenn eine Therapie nicht fruchtet, kann es an der Methode liegen, aber allermeist an den Personen. Der Thera kann eine Pfeiffe sein (wie es einem bei jedem Arztbesuch passieren kann), das Verhältnis kann nicht stimmig sein, aber ganz oft ist es auch die mangelnde Mitarbeit des Patienten/Klienten.

    Du machst gerade das, was Du anfangs in Deinem Blog selbst verurteilst - das Mißlingen allein nach außen zu projiizieren.
    @Gabiannarele

    Worauf ich aber ebenfalls großen Wert lege ist eine Diskussion, welche nicht auf vermeintliche Annahmen und Behauptungen hinausläuft - was du allerdings gerade machst. Da ich keine Therapie hinter mir habe bzw. benötige, kann diese auch schlecht gescheitert sein und mein Vorschlag verurteilt werden.
    Ich rate ihm außerdem auch keines Wegs von einer Therapie ab - sollte es falsch angekommen sein, entschuldige ich mich natürlich - aber den Ansatz & Grund weshalb er die Therapie besuchen möchte (besonders aus seiner eigenen Einstellung heraus) schon. Wenn er sich wegen des Kiffen's in Therapie begeben würde, würde zum einen der Thera anders handeln und zum anderen wäre in seiner (Klient) Grundeinstellung auch eine Heilung mit der Bekämpfung der Sucht eingetreten - wobei das nicht gleichzeitig eine Steigerung seines Selbstbewusstseins mit sich bringen würde. Wenn er sich nun aber von Grund auf nach Möglichkeiten (wie z.Bsp. eine Therapie) zur Steigerung seines Selbstbewusstseins und den Ursachen für sein Mangelndes umschauen würde, empfinde ich das als logischer - denn so etwas dann einfach auf den Drogenkonsum zu schieben wirkt mehr wie eine Ausrede und wirkt auch nicht seiner Angst entgegen!

    @glasheuler

    Leider habe ich diesen Artikel nicht gelesen, obwohl er mich gerade brennend interessiert - solltest du einen Link haben, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Aber nun zurück:

    Wenn er aber seine Angst wirklich bekämpfen und nicht erweitern möchte, wäre es eben mehr als ratsam eine klare Linie zu ziehen. Wenn er seine Entscheidung, auch selbst zu kündigen, präsentiert und dazu steht! Trägt er hierbei seine Lage dem für ihn Verantwortlichen vor und wird diese dabei ignoriert o.ä., so hat er eine Bestätigung für seine Entscheidung und kann begründet die Kündigung sofort durchführen, denn in diesen Moment hat er die Bestätigung, dass er unerwünscht ist und verhindert eine Steigerung seiner Angst. Es wäre für ihn eine Win-Win Situation - denn entweder er bekommt Gehör und mehr Geltung oder kann seine Kündigung als Richtig werten - da er gerade die Bestätigung für seine Einschätzung bekommen hat!


    Mein Blog: www.leb-es.de

  8. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    Ich würde dir ehrlich gesagt von einer Therapie abraten
    Ich rate ihm außerdem auch keines Wegs von einer Therapie ab
    Man wird dabei nicht an deinen Selbstbewusstsein arbeiten bzw. die Ursachen für dein Fehlendes herausarbeiten. Eventuell wird man deinen Selbstzweifel sogar mit dem Kiffen begründen
    Worauf ich aber ebenfalls großen Wert lege ist eine Diskussion, welche nicht auf vermeintliche Annahmen und Behauptungen hinausläuft
    Das spricht wohl für sich...

    Wenn er wegen dem Kiffen erstmal behandelt wird, dann deshalb, weil erstmal der Drogeneinfluss im Griff sein muss, bevor er an die Wurzel und an Verhaltensänderungen überhaupt ran kann.

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