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Thema: Angst einen Menschen zu verlieren.

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst einen Menschen zu verlieren.

    hallo ihr Lieben..

    Ich schreibe hier jetzt mal einen Eintrag mit der Hoffnung, dass mir jemand "helfen" kann. Ich bin 18 und jetzt seit 1 Jahr und 4 Monaten mit meinem Freund zusammen. Er ist 24. Ich bin furchtbar glücklich mit ihm. Allerdings beschäftigt mich eine Sache sehr. Ca ein halbes Jahr bevor wir zusammen gekommen sind ist seine damals Verlobte bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie war damals 19. Ich hab natürlich nur Bilder gesehen und er hat mir von ihr erzählt aber die Sache beschäftigt mich total. Er war die ersten Monate nach ihrem Tod auch total verzweifelt aber hat sich dann gefangen und sich gesagt das Leben muss weitergehen. Daraufhin hat er mich ja kennengelernt.

    Mein Problem ist nun, dass ich solche Ängste habe ihn auch auf so eine tragische Weise zu verlieren. Jedes Mal wenn ich drüber nachdenke wie schlimm so etwas sein muss und das es vom einen auf den anderen Tag passieren kann, verzweifle ich daran. Er ist so lieb und manchmal hab ich immer noch einfach Mitleid mit ihm, weil er sowas durchmachen musste. Er will das nicht, und er redet auch offen mit mir über das Thema. Ich habe dieses Mädchen noch nicht mal gekannt aber durch diese Geschichte erst gemerkt wie leicht es passieren kann.. Das jemand einfach nicht mehr da ist. Ich denke ich würde daran kaputt gehen, ihn nicht mehr bei mir zu haben. Es ist doch total schwachsinnig über sowas nachzudenken obwohl alles okay ist oder?
    Ich hab das Gefühl ich dreh total am Rad...

    Weiß nur leider nicht mit wem ich darüber reden soll...

    Der Tod ist ein relativ heikles Thema -.-

  2. #2
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    Standard Reaktion

    Wie reagiert denn dein Freund darauf, dass du ihn darauf ansprichst? Es ist nichts verwerfliches daran, Angst davor zu haben, einen geliebten Menschen zu verlieren. Und es ist doch logisch, dass du dir nach solch einer geschichte vermehrt Gedanken dazu machst. Welche Erfahrungen hast du persönlich denn bisher mit dem Tod gemacht?

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    Standard

    Hallo Mariii, ich denke auf keinen Fall, dass es einfach nur Schwachsinn ist, sich Gedanken über so ein Thema zu machen, auch wenn momentan erst mal alles in Ordnung zu sein scheint. Wie Du schon sagst, nichts ist unendlich und ganz plötzlich kann alles anders sein. Du bist nun ziemlich nah damit in Kontakt gekommen, wenn auch nur sozusagen aus zweiter Hand, doch das hat Dir das Thema nahe gebracht. Du hast gesehen, es gibt für nichts eine Garantie, was man aber doch so gerne möchte. Sich damit auseinander zu setzen ist kein Schwachsinn.

    Schwierig wird es, wenn die Auseinandersetzung dann in destruktive Richtungen geht. Klar, Angst, den anderen zu verlieren, ist schon recht normal, doch da gibt es auch viele Möglichkeiten, das muss kein tödlicher Unfall sein. Aber das ist nun mal das, was recht nah erlebt wurde und so kann es durchaus sein, dass man dann in entsprechenden Situationen auch Angst hat. Wenn er zum Beispiel allein mit dem Auto unterwegs ist. Da kann man vereinbaren, dass er sich meldet, wenn er da ist. (nur mal als Beispiel) Diese Angst sollte Dich nun allerdings nicht ununterbrochen begleiten und Dein Leben stark beeinflussen, dann ist es nicht mehr in Ordnung, dann muss man schauen, warum das so krass ist bei Dir. Gedanken über den Tod sind zwar nicht so gesellschaftsfähig, aber dennoch notwendig, normal und auch einfach da. Und auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst, sollte ihm was passieren, Dein Leben wird weiter gehen. Anders und erst mal sehr schwer, aber es geht weiter. Nur - man mag keine Veränderung und macht sich unheimlich abhängig vom Partner, wenn man so sehr klammert an den Gedanken, wenn etwas passiert, geht es auf keinen Fall weiter. Dann wird es richtig schwer, weil es nämlich (leider) tatsächlich weiter geht.

    Es ist doch gut, wenn Ihr darüber redet, er wird bestimmt Deine Angst verstehen, er hat doch sicher eine ähnliche. Nur sperrt Euch nicht ein in dieser Angst, das macht unfähig fürs normale Leben. Zu jeder Zeit, an jedem Ort, jedem Menschen kann etwas passieren - oder eben auch nicht. Und die Zuversicht muss man sich schon irgendwie erhalten. Und Dein Freund lebt Dir doch vor, dass es weiter geht. Du grenzt Dich nicht ab von seinem Erlebnis und fühlst, was ER EVENTUELL fühlt. Und löst Dich auf in Mitleid, das er so wahrscheinlich gar nicht braucht. Und seinen Weg hat er auch gefunden. Trauer dauert lange und muss ihm auch zugestanden werden. Doch mitleiden? Das kann man eigentlich gar nicht und im Grunde nützt es niemandem.

    Es ist nicht schwachsinnig, darüber nachzudenken. Aber destruktiv, wenn man nicht mehr herausfindet und sein Leben davon bestimmen lässt.

    Lieben Gruß, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei waiting für den sinnvollen Beitrag:

    Mariii (14.05.2010)

  5. #4
    Gast1006
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    Hallo,

    da man Menschen nicht besitzen kann .... brauch man auch keine Angst haben sie zu verlieren!

  6. #5
    Neuling
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    Danke erstmal für die Antworten.. Ich persönlich hab eigentlich noch gar keine Erfahrung mit dem Tod gemacht. Meine Oma ist gestorben, da war ich aber noch klein und es war nicht so schlimm. Vielleicht hab ich auch so eine Angst, weil ich es mir nicht vorstellen kann, wie schlimm es ist, wenn jemand geliebtes aus dem Leben gerissen wird.. Hab es ja noch nicht so richtig miterlebt.
    Das mit dem anrufen ist an sich schon ne gute Idee. Ich sag auch immer er soll sich melden, aber manchmal vergisst er es. Und dann warte ich und mache mir Gedanken ob etwas passiert ist. Ich nehm ihm das auf keinen Fall übel, ich würde mir nur gerne nicht immer solche Sorgen machen. Das belastet mich ja auch..

  7. #6
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    @Kümmerer - so einfühlsam!! Ich kann übrigens durchaus etwas verlieren, auch wenn es mir nicht gehört. Zum Beispiel meine Wohnung.

    @Mariii - was hindert Dich denn dran, wenn er es vergisst und er es nicht als allzu nervig empfindet, bei ihm dann kurz anzuklingeln, wenn Du es nicht mehr aushältst? Versuchen, damit zurecht zu kommen, zu lernen, zu vertrauen, loszulassen, aber wenn es gar nicht mehr geht, selbst aktiv zu werden und nicht nur in Angst warten, was da kommt oder ob überhaupt was kommt. Dann weißt Du zumindest, ob es einen Grund gibt für Deine Angst. Und wenn Du dann Bescheid weißt, dann kannst Du Dich vorläufig beruhigt Deinen Dingen zuwenden und Dich selbst unabhängiger machen.

    Ich glaub nicht, dass Du solche Angst hast, weil Du es Dir nicht vorstellen kannst, Du hast eher Angst, weil Du es Dir genau vorstellst und mit der Vorstellung aufhörst bei der Katastrophe. Vielleicht solltest Du mal weiter denken, wo genau dann eine Lücke ist und wie Du sie füllen kannst. Dann bist Du gedanklich schon mal über die Katastrophe hinaus und Du wirst sehen, es geht immer noch ein bisschen weiter. Egal wie. Aber es geht weiter. Und übe vielleicht Dir zu sagen, wenn es soweit ist, dann kann ich immer noch Angst haben. Bis dahin brauche ich sie nicht. Nach meiner Erfahrung ist das durchaus recht hilfreich. Klappt nicht immer, aber es hilft dennoch sehr. Angst bringt einen nicht gerade immer weiter.

    Liebe Grüße, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

  8. #7
    Gast1006
    Gast

    Standard Ot

    Hallo,

    OT
    nein ... bei einer Mietwohnung wird Dir durch Kdg das Nutzungsrecht entzogen .... aber die Wohnung gehört immer noch dem Besitzer und der hat die Wohnung, wie auch vor der Vermietung, in seinem Besitz!

  9. #8
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    Standard

    noch mal OT

    jaaa, schon als ich das schrieb, wusste ich, es würde ein entsprechender Kommentar kommen, da mir schon klar war, dass meine Aussage schlicht falsch ist. Es ist auch noch anders, als Du es schreibst. Die Wohnung gehört dem Eigentümer, ich besitze sie, solange ich darf und Miete zahle. Aber ich dachte, ich versuche es mal....

    Ansonsten hast Du zwar durchaus Recht mit Deinem "Spruch", dennoch bleiben Gefühle.
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

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