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Thema: Angst es ihr zu sagen....

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst es ihr zu sagen....

    Hallo,

    ich bin seit etwas über einem Jahr mit meiner Freundin zusammen.
    Mein Vater ist verstorben als ich noch ein kleiner Junge war.
    Ich habe eigentlich nie mit jemandem darüber geredet. 2 Jahr später hatte meine Mutter einen neuen Lebensgefährten, mit dem Sie noch jetzt zusammen ist. Er und ich sind nie gut miteinander klar gekommen.

    Wie dem auch sei: Ich bin mit meiner jetzigen Freundin zusammen gezogen und habe es ihr noch nicht gesagt. Ich habe Angst, dass Sie mich verlässt oder das Vertrauen kaputt geht, wenn ich es Ihr jetzt sage: Klar aber ist, dass ich es ihr sagen muss und sagen will. Ich habe es aber bis jetzt noch nicht fertig bekommen. Sie hat meine Eltern bis jetzt noch nicht kennengelernt, da es auch sehr viel Intrigen und Streit gab, bis zu dem Punkt, wo ich dann wegen dem Lebensgefährten meiner Mutter ausziehen musste.
    Da meine Freundin und ich uns wirklich lieben und sie auch sehr viel Stress mit Ihrer Mutter damals hatte, war sie wirklich glücklich, als Sie damals mit mir zusammen ziehen konnte. Wir leben jetzt seit ca. 6 Monaten in einer Wohnung.

    Ich weiß nicht, wieso ich diese Ängste habe, vllt liegt es an einem Trauma: Ich habe früher in meine Kindheit Schulfreunde gehabt, die davon wussten. Einer sagte mal einen brutalen Kommentar zu mir, bezüglich des todes meines Vaters. Vielleicht habe ich deshalb Ängste, wieder verletzt zu werden.

    Könnt ihr mir bitte irgend einen Tipp geben, wie ich Ihr das irgendwie beichten kann. Oder sollte ich mir unbedingt einen guten Psychologen suchen?

    Gruß

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Du,

    ich dachte mir beim Lesen als Unbeteiligte, dass es für mich an Deinem "Geständnis" absolut nix gäbe, über was Du Dir Kopfzerbrechen machen müsstest.

    Dass Du es aber tust, könnte daran liegen, dass Du es für Dich selbst nie wirklich integriert hast. Vll ist der Tod eures Vaters bei euch eher totgeschwiegen worden, also nie innerhalb der Familie thematisiert? Irgendwie hat jeder für sich allein damit fertig werden müssen und man hat geguckt, dass man funktioniert? Und das ist Dir dann in Fleisch und Blut übergegangen, dass man mit solchen Dingen so umgeht?

    Ich weiss nicht, welchen brutalen Kommentar Du gekriegt hast. Spielt im Detail jetzt auch keine Rolle mehr. Aber dass Du dem hilflos ausgeliefert warst, könnte eine Folge davon sein, dass Du nie gelernt hast, mit dem Tod Deines Vaters und den Veränderungen in der Familie, die sich daraus ergaben, umzugehen und darüber zu kommunizieren.

    Dass Du Dich da jetzt unsicher fühlst, kann ich verstehen. Aber wie gesagt - als Aussenstehende kann ich nur Mut zusprechen: das ist nichs, was die Liebe Deiner Freundin beeinflussen wird. Sag ich mal ganz frech

    Du kannst es ihr vll als Brief schreiben. Dann kannst Du auch besser schildern, warum es Dich unsicher macht und wo Deine Ängste sind.
    Geändert von Gast784 (11.07.2010 um 12:22 Uhr)

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Gaby,

    danke für deine Antwort. Ja irgendwie habe ich hald auch Angst, dass Sie dann sehr viele Fragen zu meinem Vater stellt. Ich wüsste garnicht, wie ich die beantworten sollte. Vllt liegt das wie du gesagt hast daran, dass ich nicht gelernt habe, damit umzugehen. Ich war 4 als er starb und kann mich an fast nichts mehr erinnern. Auch mit meiner Mutter habe ich eigentlich nie über ihn geredet. Wir haben das Thema nie wirklich stark behandelt.

    Ich weiß noch einmal, da sagte ein Kumpel zu mir, dessen Vater meinen Vater gut kannte: "Ich erinnere mich noch, als ich früher zu dir zum spielen kommen wollte und mein Vater dann sagte, nein du kannst nicht zu deinem Kumpel, sein Vater braucht ruhe" ... er lag damals im sterben. Er ist dann einige Zeit später an Krebs gestorben.

    Oft denke ich darüber nach: Ich erinnere mich an keinen einzigen Satz, den mein Vater jemas zu mir gesagt haben könnte. Ich weiß nicht einmal ob ich auf seiner Beerdigung war. Alles ist gelöscht.

    Warum ich das jetzt erzähle: Als mein Kumpel mir diese Story damals erzählt, hat mir das so tief weh getan, dass ich Wochen Tage lang deprimiert war.

    Ist das normal?

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    ja, das ist normal und wenn Du mit Deiner Freundin so drüber redest, wie hier mit uns, dann wird das zwischen euch eher noch mehr Nähe schaffen. Gerade auch Deine Fragen, die Du Dir nie zu stellen trautest. Durch das Gespräch mit Deiner Freundin, die ja die Dir nahestendste Person ist, kannst Du Rückmeldungen bekommen, die Dir bisher immer gefehlt haben und Du Deine Gefühle und Deine Unsicherheit bisher nicht bewerten und entsprechend einordnen konntest.

    Es kommt absolut nachvollziehbar und verständlich rüber, dass Du Ängste hast und Fragen nicht beantworten kannst.. Du kannst Dich durch die Rückmeldungen und Fragen Deiner Freundin vll aber auf Spurensuche machen. Vll kommen Erinnerungen zurück, vll finden sich Zeitzeugen, vll ist manches dann auch gar nicht mehr wichtig und findet so seinen Frieden. Aber so etwas findest Du am besten im Austausch mit vertrauten Menschen heraus.

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