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Thema: Angst Jemanden zu verlieren.

  1. #1
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    Standard Angst Jemanden zu verlieren.

    So bin neu hier im Forum darum sage ich einfach mal Hallo,

    Ich habe ein Problem zwar nicht mit mir aber mit jemand anderem ich fange einfach mal an.
    Er ist jetzt um die 40 Jahre alt und lebt immer noch bei seiner Mutter, er hatte auch noch nie eine Freundin oder generell Geschlechtsverkehr, er war mal richtig dick und jetzt ist Er so dünn das sämtliche Knochen aus im rausgucken, er ist mit 40 so ziemlich am Ende und in spätestens 2jahren ist er Tod, er ist auch nicht wirklich behindert oder dumm aber er hat keine kraft sich aufzurappeln.

    Die Ursache ist ziemlich einfach aber sehr schwer als Aussenstehender zu helfen da ja jeder für sich selbst verantwortlich ist (laut dem deutschen Gesetzt)

    Die Mutter (um die 70) von ihm redet ihm seit Kindestagen ein das er ohne ihr nichts kann, das er da wohnen bleiben muss bei ihr, wie gut Sie sich um ihn kümmert und und und .Vor ca 5-7 habe ich ihn tatsächlich mal weg von seiner Mutter bekommen aber seine Mutter machte ihn Drogenabhängig so das er nichtmal 2 Monate später wieder einzug seit letztem jahr ist er wieder clean aber nicht weiel er aufhören wollte sondern weiel er selbst dazu schon zu schwach war...und so wohnt er immer noch bei der mutter. Er sieht aber nicht das es schlecht für ihn ist ,er fügt sich einfach vor schwäche und ist auch nicht bereit eine kur o.ä zu machen...im Verwandtenkreis von ihm hat es noch keiner geschafft ihn daraus zu bekommen und ich denke das ein lauter knall ihn aufbauen würde z.b bunje jumping, fallschrimspringen oder rafting quasie eine Schocktherapie wo er lernt zu wissen wo er steht,was er kann oder wenn die mutter sterben würde (so wies aussieht stirbt er vor ihr) .....Nun überlegen WIR (Seine Freunde, Verwnadten) wie wir dies in die Tat umsetzten ...gibt es eine möglichkeit gegen seinen willen so eine "Schocktherapie" zu starten ?
    oder Ihm anders zu helfen?

    ps:er gehorcht seiner mutter aufs Wort und bitte keine Antworten wie"ha redet doch einfach mit ihm"...er ist so schwach das er sich fügen muss was 10Jahre nicht klappt klappt auch morgen nicht.

    Ich Bedanke mich schonmal Herzligst für das lesen und bin mal gespannt was ihr so für Ideen habt.

    MfG Texasritter

  2. #2
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    Standard

    Hallo,

    etwas gegen seinen ausdrücklichen Willen zu machen dürfte wohl eher der berühmte Schuss sein, der nach hinten losgeht

    Für einem Kranken nahestehende Menschen ("Angehörige") ist es immer so eine vertrackte Situation: helfen, ohne sich selbst in den Sumpf hineinziehen zu lassen oder ihn, ungewollt, darin auch noch zu unterstützen, indem man ihn zu viel abnimmt ...

    Solange er selbst keine Einsicht darin gewinnen kann, dass er etwas an sich ändern muss, werdet Ihr ihn auch nicht zu irgendetwas "überreden" können - ohne die Einsicht in die Notwendigkeit würde er sich gegen alles wehren oder sich, wenn der Druck für ihn zu groß wird, erst recht völlig abkapseln und ergeben.

    Er muss es auch selbst wollen, sonst funktioniert es nicht.
    Ihr könnt ihn ja nicht einfach mal einweisen lassen: dazu sind die Hürden (zum Glück) sehr hoch.
    Solange sein Leben oder seine Gesundheit nicht unmittelbar in Gefahr ist (oder er für andere eine Gefahr darstellt) sind Euch die Hände gebunden.

    ... und bitte keine Antworten wie"ha redet doch einfach mit ihm"
    Mehr könnt Ihr aber nunmal nicht machen
    Nicht auf ihn einreden oder ihn argumentativ in die Enge treiben!
    Selbst wenn Ihr mit Euren Worten noch so Recht hättet: dies bewirkt das Gegenteil von dem, was Ihr erreichen wollt.
    Mit ihm reden, ihm, ohne eine Vorwurfs- oder Erwartungshaltung zu signalisieren, helfen den Raum zu finden, in dem er sich öffnen kann: sich selbst gegenüber öffnen, um die Dinge überhaupt erst ansehen zu können.
    Das, was da in ihm vorgeht, die Prozesse, die da wirken: sie haben ihre ganz eigene Logik, die man nicht mit "normalen" Maßstäben messen kann und darf - seine Erfahrenswelt, seine Wahrnehmung der Dinge, ist für ihn ebenso real und folgerichtig, wie es Eure für Euch ist.

    Sobald ich den Eindruck bekomme (es so empfinde), dass ich mich "verteidigen" oder gar für mein "Fehlverhalten" rechtfertigen muss, mache ich dicht und weiterhin das, was mich erst so tief reingerissen hat: ausblenden, verdrängen, resignieren ...

    Ihr könnt für ihn da sein, ihn unterstützen und begleiten - aber Ihr solltet Euch auch seiner Krankheit gegenüber abgrenzen können. Dazu gehört dann auch, diese Grenzen zu ziehen und sie einzuhalten/durchzusetzen - aber immer ohne Vorwurfshaltung.

    So, wie Du ihn beschrieben hast, hat er sich wohl nie abnabeln können, ist immer irgendwie das Kind geblieben, das von anderen abhängig ist.
    Was er lernen sollte, um da raus zu kommen: die Verantwortung für sein eigenes Leben selbst in die Hand nehmen zu können.
    (Wie sollte man jemand dazu zwingen können? Verantwortung übernimmt man ...).

    Klar: unternehmt etwas mit ihm, holt ihn aus dieser bedrückenden Wohnsituation raus (auf Dauer muss er da raus, damit sich was ändern kann). Es reichen auch Kleinigkeiten aus (was, wenn er sich z.B. beim Bunjee Jumping im letzten Moment doch nicht trauen würde - auch das kann nach hinten losgehen) - die "härteren Sachen sollten, IMHO, nur dann gemacht werden, wenn auch jemand dabei ist, der genau weiß, was da in einem Menschen alles ablaufen und dementsprechend reagieren kann.
    Nicht ständig diese Dinge selbst thematisieren - wenn sie zur Sprache kommen sollen, muss er es selbst ansprechen. Im Rahmen der Grenzen halt.

    ... was 10Jahre nicht klappt klappt auch morgen nicht.
    Eben!
    Deswegen braucht es ja auch viel Zeit und Geduld: kleine Schritte, doie nicht gleich wieder überfordern.
    Und: der schwierigste Part ist ja auch, überhaupt mal an den Punkt zu kommen, Hilfe auch nur in Betracht ziehen zu können: sie zuzulassen.
    Es hat ja die Komponente des Versagens, wenn man selbst nicht mehr zurande kommen kann - gerade dann, wenn man keinerlei Selbständigkeit besitzt, diese aber in diesem Alter bei einem eigentlich vorausgesetzt wird ...


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    Sonnenkraut (15.01.2012)

  4. #3
    Neuling
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    Standard

    Guten Morgen ,

    Danke dir für deine Antwort sie hat mir ein wenig weitergeholfen.
    Meinst du sowas z.b das wir mit im billiard spielen gehen und seine "krankheit "ignorieren so als würden wir garnichts davon wissen und wenn mutti anruft, dass er nach hause kommen soll..ihn nicht zu bedrängen dazu bleiben sondern sich schön bei ihm zu verabschieden so nach dem Motto "du bist der beste wir lieben dich"

    So habe ich das noch garnicht gesehen aber das wäre vieleicht garnicht so schlecht...Ich gebe zu ^^ wenn wir uns mit Ihm treffen dann eigentlich nur um Ihn gleich mit seinen Problemen zu Konfrontieren und Ihm klar zu machen das Sie (Mutteroberböserdrache) schlecht für Ihn ist und sein Leben ruiniert hat...
    mit der Mutter lässt sich leider nicht reden wir haben es schonmal versucht worauf hin sie vor Ihren Sohn so getan hat als wäre sie traurig,verletzt ....so das er suauer auf uns war.

    so muss zur Arbeit und Freitag wirds mal wieder Zeit zum rausgehen ohne ihn zu beträngen oder es auch nur anzusprechen. Danke dir

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