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Thema: Angst kein WC nutzen zu können

  1. #1
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    Standard Angst kein WC nutzen zu können

    Hallo zusammen,
    also zuersteinmal, ich habe noch nie über mein Problem geredet, deshalb kann dieser Text auch sehr ungeordnet rüber kommen.

    Wer hätte es gedacht, ich habe ein Problem; Ich habe Angst vor Situationen in denen ich nicht auf Klo gehen kann. Bzw. habe ich langsam Angst vor der Angst...

    Kurz zu mir, ich bin 22Jahre alt und männlich, mein Problem habe ich bestimmt schon seit 6 Jahren.
    Also früher in der Schule war es so, das ich jede Pause pinkeln gegangen bin. einfach nur damit ich kein Stress im Unterricht hatte. Dann habe ich eine Ausbildung bekommen und musste 40mins mit dem Bus fahren. Ich bin immer recht früh aufgestanden, damit ich vor der Busfahrt 20min aufn WC hocken konnte. Leider ging es nicht immer gut und ich musste ab und an aussteigen um mich an einen Baum zu stellen, naja dementsprechend bin ich ab und an zu Spät gekommen.
    Mit 18 bin ich vom Elternhaus ausgezogen und in die Nähe meiner Ausbildungsstätte gezogen. 6 Minuten Straßenbahn war recht nett ^^

    Damals war es so, auch wenn ich nichts getrunken habe, und vorher zig mal pinkeln war, das ich nicht nur das Gefühl hatte, sondern dass da auch richtig was raus kamm..
    Aber es ist ein anderes Gefühl. Muss ich normal auf WC drückts halt ein wenig in der Blase. Sitz ich im Bus und kann nicht raus ist es ein gefühl, naja in der Eichelgegend, so als pinkel ich mir gleich in die Hose.

    Damals wie heute ist es aber nicht nur im Beruf sondern auch im Privatleben.

    Soviel zu damals, leider ist das Problem in den Jahren nur schlimmer geworden.
    Meine letzte Arbeitsstelle: 20min fußweg zum Hbf, dort 20min fahrt in eine andere Stadt dort wurde ich abgeholt und fuhr nochmal 30 min mit dem Auto.
    Am Anfang war eigentlich alles normal, nach ein paar monaten wurde es schlimmer. 1-2 mal im Monat habe ich richtige magenkrämpfe beim gang zum HbF bekommen, dass mir nur noch der Sprung in ein rettendes Gebüsch blieb um dort meinen Darm zu entlehren .. ich weiß eckelhaft, zum Glück musste ich so Sau früh los... Saß ich dann mal in der S-Bahn war alles ok, Ich hatte diesen DB-Kloschlüssel mir besorgt, dazu noch den des Maschienenraums und eine Spitzzange war auch immer in meinem Rucksack. Mit dieser Gewissheit ging es mit auch gut.
    Aus der Bahn raus gings dann direkt zum HbF Klo und erst dann zum rettenden Auto, also jeden Morgen 60cent fürn Klomann xD

    Zur Zeit bin ich arbeitssuchend, dh wenn ich um 8Uhr zum Amt muss, steh ich um 4 Uhr auf um des öfteren mein Badezimme zu besuche..
    Also inzwischen hat sich mein Körper soweit entwickelt, dass es nicht nur beim pinkeln bleibt sondern auch die andere Körperöffnung, allerdings nie beides gleichzeitig.

    Der Grund warum ich jetzt Hilfe suche ist folgender, ich habe eine Stelle in Aussicht, dort müsste ich aber mit dem ersten Bus 40 min lang fahren. Busse haben kein WC und ich kann auch nicht aussteigen weil ich sonst zu spät komme, sprich: das Problem muss weg.
    Mein Privatleben ist auch derbe zurückgegangen, ich gehe kaum noch aus. Meine Freundin beschwert sich auch seit Monaten dass wir kaum was unternehmen... Sie kennt halt mein Problem nicht, und ich denke sie könnte es nicht verstehen, ich selbst raffs ja nicht warum mein Körper das mit mir macht.

    Wenn ich zuhause bin komme ich auch gut 6 Stunden ohne WC aus. Allerdings wenn meine sobald meine Freundin baden will renn ich auf Klo weil ich weiß, dass die nächste Stunde das Bad besetzt ist.

    Ich hoffe irgendeiner hat erfahrung und kann mir helfen.
    Gute Nacht

  2. #2
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    Standard

    Guten Morgen,

    ich kenne das Problem nur in ähnlicher Form. Ein Freund von mir leidet unter einer Colitis Ulcerosa, die psychisch ausgelöst wurd, was er heute weiß.

    Bei ihm ist es so, dass er zwar immer sehr schnell eine Toilette parat haben muß, aber zu Hause, wenn er weiß er muß nicht weg, auch gut über Stunden gar nicht muß.
    Hat er aber einen Termin (oder auch nur, wenn er schnell zur Post um die Ecke muß -3 Minuten Fußweg!-) geht es los. Dann sitzt er im 5 Minutentakt auf dem Klo und kommt deswegen auch sehr oft zu spät, weil sich diese "Sitzungen" dann teilweise so oft wiederholen, dass die gesamte Planung über den Haufen geworfen ist.

    Er steht auch immer sehr früh auf (Stunden vorher), wenn er weiß er muß zu einem Termin. In der Hoffnung, dass er vorher oft genug auf Toillette war.
    Wenn wir unterwegs sind und er weiß es gibt für einen gewissen Zeitraum keine Toilette (auch wenn es theoretisch "nur" 10 Minuten sind), macht ihm das riesen Stress und er hat Angst es nicht zu einer zu schaffen.

    Er geht inzwischen in eine psychologische Behandlung, allerdings erst zu kurz, um Dir hier etwas als Ergebnis sagen zu können.
    Auf jeden Fall hat ihn das jahrelang sehr belastet und tut es immer noch, da es ihn und seine Freizeitaktivitäten enorm einschränkt.

    Gut wäre es, wenn Deine Freundin von Deinem Problem wüßte, dann hat sie eine Chance, Dich zu verstehen und auch warum Du nicht weggehen willst.
    Ich verstehe aber, dass es für Dich schwer ist darüber zu reden.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass der Stress, den Du bekommst, sobald Du das Haus verlassen mußt, sich inzwischen oder auch schon immer über den psychischen Druck definiert.
    Kannst Du Dir vorstellen, Dich mit einem Psychologen darüber zu unterhalten?
    Das ist nichts Schlimmes und es könnte Dir sehr weiterhelfen.

    LG

  3. #3
    Schreiberling
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    Hallo,
    wie geht es dir?

    Das aufs Klo gehen ist bei dir ja schon ein großes Problem.

    Wie haben dir deinen Eltern, beigebracht, trocken zu bleiben?
    Waren sie liebevoll oder haben sie dich unter druck gesetzt?

    Oder gab es sonst, irgendwelche unnormalen, Entwicklungen wärend dieser Phase?

    Wenn , du da eventuell nicht für dich entsprechend unterstützt wurdest, kann das zu einem Trauma führen.

    liebe grüße licht

  4. #4
    Neuling
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    du armer kerl...
    ich kenne das ähnlich. hatte ich als teenager auch ganz schlimm. resultierte aus autofahrten mit meiner mutter, die dann, wenn man mal musste gesagt hat "jetzt nicht, wir sind doch gleich da!" und dann dauerte es nochmal 10 minuten und man hat wieder gebettelt und bekam wieder zu hören "gleich, wir sind doch bald da..."
    nach und nach schlich sich dann ein, dass man vor autofahrten nichts mehr trank... um ja nicht aufs klo zu müssen... dass man schon panische angst vor reisen hatte...
    wenns auf klassenfahrten ging... immer die erste frage "hat der bus ein klo?!" und wenn nicht panik... "und wie oft hält der ?!"... - alle zwei stunden - und dann ist man halt nicht mitgefahren...

    im prinzip ist es tatsächlich nur die angst, nicht selbst bestimmen zu können, wann man aufs klo gehen kann...

    hast du mal versucht wie es ist.. wenn du selber fährst? ich wette, du musst nicht so oft auf toilette und hälst mindestens 3 stunden durch... - so wars dann bei mir.
    oder in zügen, die eine toilette hatten... im prinzip musste ich dann garnicht, bin immer nur sicherheitshalber gegangen, weil man ja nie weiss, ob der bahnhof dann eine toilette hat...

    probiers mal aus..

  5. #5
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    Vielen Dank schonmal für eure Antworten

    @Ielo naja bin zur Zeit meiner Aubildung ausgezogen, hatte nie genug Geld um einen Führerschein zu machen... Bei uns haben die alten Bahnen zum Glück alle ein WC, wenns auch oft abgeschlossen ist.Weniger Arbeit für die Putzmenschen. Dort habe ich keine Probleme, ich hat ja immer Werkzeug dabei ums aufzubekommen. Die neuen Bahnen haben leider kein WC mehr.

    @lichthand12345 Huhu, danke gut. Naja Kindheit, ich weiß das die Zeit, an die ich mich nicht mehr erinnern kann, ******* war. In der 5ten Klasse wurde eine Lese- Rechtschreibschwäche festgestellt, ich musste 3 Jahre lang, 2mal in der Woche in eine andere Stadt fahren. 40min Busfahrt war damals absolut kein Problem... Leider weiß ich nicht wann das ganze angefangen hat. Und habe auch keine Ahnung wie ich es in Erfahrung bringe...

    Ich glaube unnormal war so ziemlich alles xD ein Erzeuger, der gerne zu schlägt... Auf grund meiner Schulischen Leistung habe ich mich kein bisschen um Schule und Lernen gekümmert sondern um rumgammeln und ******* bauen... Mit meiner Mutter gabs auch immer nur Stress weil sie halt nur das beste für mich wollte.. Mittlerweile versteh ich mich aber mit meiner Mutter prima, wir sind auch vor nen paar Wochen meine Oma besuchen, 4Stunden Autofahrt. ich war die Nacht davor wach um möglivhst lange im Auto zu pennen ^^ ein Glück haben die jetzt so nen kleines Auto also mussten wir tanken. wir saßen 10 min im auto und schon musste ich pinkeln -.- einfach zum kotzen.

    @So Ham vielen Dank für deinen Beitrag. Naja Psychologe wäre wohl letzte Hilfe, allerdings habe ich zur Zeit nicht viel Geld und da sparre ich wo es nur geht. Alleine schon die 10€ Praxisgebühr am Ende eines Quatals ... -.-
    Deshalb hatte ich gehofft, einen zu finden, der das ganze schon hinter sich hat und mir sagen kann wie ich damit umgehen kann, bzw was kaputt in mir ist.

  6. #6
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    Hallo,

    ich hatte auch eine Zeit in meiner frühen Jugend, wo ich in jeder Schulpause auf die Toilette bin und ganz oft auch während der Stunde. Wir mussten uns melden und fragen, ob wir gehen dürfen. Peinlich.
    Bei Schulausflügen mit längeren Busfahren hatte ich Angst, auf die Toilette zu müssen und das war dann auch so.
    Sind wir ins Kino habe ich den ganzen Tag nichts getrunken, aus Angst während der Vorstellung raus zu müssen und alle müssen für mich aufstehen. Oder ich setzte mich gleich an den Rand, wo man schlechter sah. Da war ich dann aber ruhiger.

    Das Ganze dürfte fast zwei Jahre angedauert haben. Dann war es einfach wieder weg.

    Heute ist es eher umgekehrt. Wenn ich mir z.B. mit jemandem ein Hotelzimmer teile, kann ich nicht auf die Toilette gehen, bzw. nur "kleines Geschäft" machen. Ich konnte auch noch bei keinem Partner in der Wohnung auf die Toilette gehen, es sei denn, der Partner war nicht daheim oder lebte so großzügig, dass ich mich in ein anderes Stockwerk zurückziehen konnte. Auch wenn ich selbst Besuch habe, kann ich die Toilette nicht benutzen, oder muss hoch ins andere Bad gehen.

    Wenn man offen über so was redet, was ich im Freundeskreis mittlerweile bestens kann (ist letztlich doch alles menschlich), kriegt man schnell raus, dass es vielen auch mal so ging, oder noch immer geht!
    Ein Freund von mir klagt z.B. darüber, bei Aufregung und Stress furchbaren Durchfall zu kriegen. Und eine Freundin schlägt sich regelmäßig mit tagelangen Bauchschmerzen wegen Verstopfung herum, wenn sie mit ihrem Freund verreist.

    Vielleicht hilft es Dir schon etwas, zu wissen, dass offenbar sehr viele Menschen Probleme haben, die den Deinigen ähneln.
    Geändert von Physalis (21.03.2011 um 21:15 Uhr)

  7. #7
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    Standard

    siehst du... das wissen darum, dass du jederzeit aufs klo gehen könntest.. (zb im zug mit vorhandener toilette) lässt das problem der anscheinend "ständig übevollen blase" plötzlich verschwinden...

    mach einen führerschein =) dann löst sich das problem ganz langsam von allein...

  8. #8
    Schreiberling
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    Hallo,
    unterdrückst du manchmal deine Agressionen?
    Oder hast du einnen Ausgepräkten Reinlichkeitszwang?

    liebe grüße licht

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