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Thema: Angst nach der Trennung auch mein Kind zu verlieren

  1. #1
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    Standard Angst nach der Trennung auch mein Kind zu verlieren

    Mein Mann hat sich nach fast 25Jahren Zusammenleben und 20 Jahren Ehe von heut´auf morgen von mir getrennt. Er hat eine Neue. Ja tatsächlich habe ich davon nichts gemerkt. Das war im September letzten Jahres.

    Gestern hat unser Sohn, 13Jahre, die Neue kennengelernt. Er kam von diesem Treffen total aufgekratzt und glücklich nach Hause. Sie wäre soooo nett und der Hund sooo niedlich. Hat ihm ein so niedliches Stofftier geschenkt.

    Ich habe letzte Nacht schlecht geträumt. Habe immer Vorwürfe gehört, dass ich selbst schuld bin, dass alles so gekommen ist. Meinem Mann blieb gar nichts anderes übrig als sich eine Neue "anzuschaffen".

    Ich habe totale Angst, dass ich wieder nicht bemerke, dass sich ein geliebter Mensch, mein Kind, sich von mir abwendet. Mein Mann hat viele Dinge auf seiner Seite: die nette Freundin, den Hund, einen sehr guten Verdienst und er erzieht das Kind nicht wirklich, sondern hat eher Spaß mit ihm. Mich greift die Situation sehr an. Ich kann nicht richtig denken, muss weinen, fühle mich hilflos....

    Wer kennt solche Situationen? Ist dies normal nach einer Trennung?

  2. #2
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    Hallo 112,

    ich finde, diese Gefühle sind vollkommen normal. Du bist ja in einer absoluten sch...Position, wenn ich das mal so sagen darf. Es ist ja leider oft so, dass die Väter mehr Spaß mit dem Kind haben und die Mütter erziehen.
    Aber dass dein Sohn so fröhlich von dem ersten Treffen kam, hat nix zu heißen. Du bist und bleibst immer noch seine Mutter. Das neue ist jetzt erstmal interessant für ihn. Vielleicht versucht er auch etwas zu kompensieren und in ein paar Wochen sieht alles anders aus. Es ist doch besser so, als dass er auch noch mega-unglücklich wäre. Ich weiß, dass das sicher nicht einfach für dich ist, aber du musst da echt versuchen neutral zu bleiben.


    LG Waris
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  3. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Waris für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (27.03.2011)

  4. #3
    112
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    Hallo Waris,

    lieben Dank für Deine aufmunternen Worte.

    Ich habe mir auch schon überlegt, dass es für meinen Sohn schöner ist, wenn er sich mit der Neuen gut versteht. Wenn er sich in Zukunft mit den Beiden trifft und sich darauf freut, ist es mir lieber. Trotzdem gibt es mir einen Stich. Ich muss im Moment viel daran denken, dass diese Frau es hinter meinem Rücken geschafft hat, sich an meinem Mann ranzumachen. Vielleicht war es auch umgekehrt. Ich weiß es nicht. Aber was ist, wenn Sie dies auch bei meinem Sohn schafft.

    Ich schätze sie als Person ein, die so ein Sonnenschein ist und im Leben alles erreicht wie es ihr gefällt. Vor solchen Leuten habe ich Angst. Die Methoden dieser Menschen finde ich zweifelhaft.

    Wenn ich die Situation als Außenstehende betrachte, denke ich es ist doch gar nichts passiert. Trotzdem sagt mein Herz etwas anderes.
    Das Chaos ist perfekt.

    Liebe Grüße

    112

  5. #4
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    Hallo,

    natürlich sagt dein Herz was anderes, immerhin ist sie jetzt mit dem Menschen zusammen, den du liebst.
    Und das ist ja auch okay so eine Trennung nach sovielen Jahren braucht nunmal Zeit.

    Dein Sohn liebt dich warum? weil du seine Mutter bist. Und es nicht den anschein macht, dass du total versagt hast.

    Er ist jetzt 13.jahre jung in dem Alter, lässt man sich, leicht beinflussen, galube mir, da werden noch Zeiten kommen, in dennen er sie hasst und den Hund total ******* findet.

    liebe grüße licht

  6. #5
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    Ja, das ist wirklich keine einfache Situation. Man weiß ja noch gar nichts. Du kennst die Person ja kaum und projezierst jetzt einiges auf sie. Schau mal auf dich: Was genau macht dich neidisch auf sie? Was hast du denn in deinem Leben erreicht oder nicht erreicht, was du gerne gehabt hättest? Du hast jetzt Zeit, dich dir zuzuwenden. Tritt nicht in Konkurrenz mit ihr.
    Sich hinter dem Rücken einer Ehefrau an deren Mann ranzumachen ist nun wirklich nicht schwer. Aus ihrer Sicht, war es halt eben so, dass sie sich ineinander verliebt haben. Das ganze zu verheimlichen, war ja seine Aufgabe und nicht ihre. Du hast deinen Teil dazu beigetragen, nichts zu bemerken(wollen?). Das spricht ja dafür, dass schon eine gewisse Entfernung da war.
    Dein Sohn hat damit eigentlich nix zu tun. Setze ihn nun nicht an Stelle deines Mannes, so nach dem Motto: Den kriegst du nicht! Damit würdest du das Gegenteil bewirken.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

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  7. #6
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    In Konkurrenz treten kann ich gar nicht mit ihr. Er hat mir so unmissverständlich klar gemacht, dass sie jetzt die Frau für sein Leben ist. Das war echt nee´harte Nummer. Er beherrscht es perfekt keinerlei Information preiszugeben, warum er sich tatsächlich getrennt hat. Ich denke, dass man sich nicht einfach in jemand anders verliebt. Da muss eine Vorgeschichte sein, die es zulässt, dass man sich verliebt. Und diese Vorgeschichte kenne ich nicht.

    Z.Zt. glaubt mein Sohn schon, dass er zu mir gehört. Aber was ist, wenn es ihm zu anstrengend wird eine Mutter zu haben, die Probleme mit der Trennung hat. Pubertät lässt auch grüßen. Da wechselt man mal schnell das Lager damit das Leben wieder angenehmer wird.

    Wie ihr seht spielen viele Faktoren mit. Aber der schlimmste Faktor ist, dass er kaum mit mir redet. Schonmal gar nicht über die Trennung. Ich probiere es auch nicht mehr, weil er dann schnell oben auf ist und sehr verletzend ist. Ich habe mich entschieden so wenig wie möglich über seine Gründe der Trennung nachzudenken, weil es zu nichts führt. Außer zu Kopfweh!!! Ich versuche meinen eigenen Weg aus dieser Trennung zu finden. Ich habe z.B. angefangen Sport zu treiben. Macht mir auch sehr viel Spaß. Also ich befinde mich nicht immer in Jammertal. Ein Segen

    Es ist halt nur so, dass ich viel nachdenke. Das ist wahrscheinlich nicht immer so hilfreich, wie Eure Kommentare.

    Vielen Dank

    112

  8. #7
    Lib
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    Hallo 112,
    es ist sehr gut, dass Du etwas für Dich tust. Und genau das solltest Du weiter machen. Dann ruhst Du in Dir und wirkst auch auf Deinen Sohn so, dass er gern und vor allem entspannt mit Dir zusammen ist. Eine andere Gefahr für ihn ist nämlich, dass er sich nach der Trennung ein Stück weit für Dich verantwortlich fühlt und gar nicht mehr bei sich selbst sein kann, sondern Mama "retten" muss.

    Ich kenne Deine Situation, ohne hier mehr schreiben zu wollen...

    Vielleicht ist ja irgendwann auch möglich, mit Deinem Ex zu klären, wie es so weit gekommen ist. So eine Aufarbeitung wäre schon für Euch beide wichtig. Sein Aufbrausen zeigt ja, dass er da auch nicht im Gleichgewicht ist.

    Ich wünsche Dir, dass Du die Chancen, die sich für Dein restliches Leben finden, bald wahrnehmen und ergreifen kannst. Die wird es nämlich auch geben. Es ist nicht alles zu Ende.

    LG
    Lib

    Es gibt zwei Wege aus der Dunkelheit:
    Entweder Du machst Licht, dort wo Du bist,
    oder Du gehst in die Sonne.


  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Lib für den sinnvollen Beitrag:

    112 (27.03.2011)

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