Hallo,
gestern ist mein Freund operiert worden. Nichts schlimmes, nur die Weisheitszähne. Er wollte unbedingt das ich mitkommen, was ich dann auch gemacht habe. Es gab dann doch kleine Komplikationen und das ganze hat deutlich länger gedauert. Es geht ihm jetzt dementsprechend gut.
Aber was ich nicht mehr loswerde, ist der Anblick, als er aus dem OP kam. Zwei schwestern haben ihn stützen (fast schon tragen müssen), sein Kreislauf war komplett im Keller und er ist ewig im Aufwachraum gelegen. Er wollte das ich da die ganze Zeit bei ihm bin, was ich natürlich auch gemacht habe. In diesem Moment war das gar nicht schlimm für mich, eher selbstverständlich. Er hat mich gebeten noch mit zu ihm zu kommen und auch das war für mich in diesem Moment selbstverständlich.
Als ich dann spät abends zu Hause war, war zunächst noch alles gut. Ich war, auch wenn es sich falsch an hört, 'glücklich' (Mir steht das selbe noch zwei mal bevor und ich habe jetzt keine Angst mehr davor). Aber ich kann diesen Anblick nicht vergessen, als er da gelegen ist, die roten Augen.., der Schmerz, das Stützen, bei ihm zu Hause... der Geruch nach Blut.. das alles lässt mich nicht mehr los. Ich muss dauernd daran denken. Ich fange ständig total unkontrolliert das Weinen an. Ich bin total am Boden.
Er sagt er kann sich an gar nichts mehr erinnern. Ist denke ich auch ganz gut. Ich versuche ihn aufzubauen und nichts von meiner momentan Lage zu sagen.
Wie kann ich das besser verarbeiten? Ich werde die Gedanken nicht los.![]()


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