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Thema: Angst um meine Familie

  1. #1
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    Standard Angst um meine Familie

    Hallo,
    wie oben beschrieben geht es um meine Familie..
    Ich habe keine Geschwister und es geht mir wirklich gut, ich könnte kein besseres zuhause haben und bin meinen Eltern echt dankbar, dass sie immer für mich da sind und ich ihnen alles erzählen kann. Wir haben ein wirklich gutes Verhältnis zueinander, aber in den letzten Monaten hat sich so viel verändert. Das geht von meiner Mutter aus, es hat einfach damit angefangen, dass sie sich eingebildet hat krank zu sein. Zuerst war es immer nur eine Erkältung, dann vor ein paar Wochen fing sie an sich einzubilden, es wäre etwas mit ihrer Schilddrüse. Daraufhin hat sie einen Arzttermin machen lassen und wurde untersucht, es war auch alles in Ordnung. Weil aber meine Oma Darmkrebs hatte, blieb nur noch der Darm übrig und sie hat mich die ganze Zeit kirre gemacht sie hätte Darmkrebs. Das ging dann schon so weit, dass sie mir ihr Testament gezeigt hat und sämtliche Telefonnummern, sie hat zB. mit meiner Patentante gesprochen und mit ihr ausgemacht, wer sich dann um mich kümmern soll und mir sämtlich Ordner und alle ihre Dokumente gezeigt. Das hat mich echt ziemlich fertig gemacht.. Dann kam der Termin bei einem speziellen Arzt wegen der Darmgeschichte und es hat sich auch da herausgestellt, dass sie nichts hat, das heißt also, sie ist kerngesund und das steht jetzt ja wirklich fest.. sie weiß das anscheinend jetzt auch..
    Nun ist das nächste Problem, dass mein Vater eine Aterie oder so was hat, die, wenn sie nicht in ein paar Jahren operiert wird, platzt und er dann sofort tot wäre. Das bedeutet, er ist nicht wirklich krank und kann auch alles machen, abgesehen davon das er nicht mehr schwer tragen darf, aber die OP wird in ca 5 Jahren anstehen.
    Seitdem das mit der Krankheitsgeschichte bei meiner Mutter vorbei ist, fängt sie jetzt mit meinem Vater an. Ich weiß selber, dass die Operation sehr gefährlich ist, aber sie ist eben in fünf Jahren und da möchte ich jetzt noch nicht drüber nachdenken. Nur das interessiert sie überhaupt nicht, ständig hält sie mir vor, dass sie nicht weiß, wie sie das Haus halten soll oder das sie nicht mehr leben will, wenn mein Vater nicht mehr da ist.
    Außerdem hat er mehrere Mietshäuser und eins davon ist halt noch stark belastet.. uns geht es finanziell zwar augenscheinlich ganz gut, aber das wird mir auch ständig unter die Nase gerieben.
    Ich werde da wirklich langsam verrückt bei, ich weiß nicht was ich ihr noch sagen soll, damit sie endlich damit aufhört, sie macht alles kaputt, meine Eltern streiten sich die ganze Zeit und hier herrscht eine absolut schlechte Stimmung. Was mich aber am Meisten stört, ist das einfach gar nicht mehr miteinander geredet wird und jeder seine Sachen für sich behält, damit der Andere sich bloß keine Sorgen macht..

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Admira,

    wohnst Du noch daheim und wie alt bist Du jetzt? Ich hatte nämlich den Gedanken, ob es etwas damit zu tun hat, dass das Kind (also Du) flügge geworden ist und die Eltern nun die Krise haben, weil sie auf sich selbst zurück geworfen sind, da ihre Lieblingsbeschäftigung (das Kind) nicht mehr ständig zur Verfügung steht. Vll wissen sie nicht, was sie jetzt mit ihrem neuen Lebensabschnitt anfangen sollen?

    Könnte das hinkommen?

    Warum kann Dein Vater sich eigentlich nicht jetzt operieren lassen?

  3. #3
    Neuling
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    Hallo,
    erst mal danke für deine Antwort.
    Ich bin dieses Jahr 16 geworden und hatte jetzt eigentlich noch nicht das Bedürftnis auszuziehen oder so, jedenfalls habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob meine Eltern sich auch deswegen sorgen.. Aber bis ich mein Abi habe, werde ich auf jeden Fall noch zuhause wohnen..

    Mein Vater könnte sich schon operieren lassen, aber soweit ich weiß, wird das erst gemacht, wenn es wirklich dringend ist. Außerdem muss das von einem sehr speziellen Arzt gemacht werden und geht auch nur auf Termin. Außerdem ist mein Vater ein Typ, der alles möglichst lange aufschiebt, bevor er etwas unternimmt, er will so eine OP im Augenblick noch gar nicht. Ich schätze, das macht meine Mutter auch so verrückt, diese Ungewissheit. Das wird zwar in regelmäßigen Abständen mal kontrolliert, aber man weiß nie, was in einem passiert, es könnte schon eine kleine Bewegung sein..

  4. #4
    Gast784
    Gast

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    ich finde das äußerst seltsam mit der OP. Wer bestimmt, wann es dringend ist? Kein Mensch kann schließlich sagen: morgen operieren wir es, weil es übermorgen platzt..
    Entweder es gibt da eine Gefährdung, und dann mancht man das gleich, oder das ganze wird zu heiß gekocht. Irgendwie klingt das nach schlechter Information. An Stelle Deines Vaters würde ich mir da mindestens noch eine weitere ärztliche Meinung holen und wenn die so den Teufel an die Wand malen, gleich noch nach Kliniken gucken, die besser sind und evtl für den Eingriff auch weiter weg gehen.

    Aber anscheinend sind Deine Eltern generell nicht so richtig in der Lage für sich anständig zu sorgen, sondern neigen zu Überreaktionen

    Du kannst mit denen nur mal tacheles reden, evtl Dich selber beim zuständigen Arzt informieren und zugleich ihn informieren, dass die Eltern um den Kreis hüpfen, und zwar alle beide. Ansonsten wirst Du sie machen lassen müssen und hoffen, dass Du bald da raus bist. Keinesfalls darfst Du Dich aufgrund ihrer Klagen moralisch erpressen lassen, zu was auch immer. Wenn sie gesundheitlich nicht für sich sorgen können, dann spricht auch einiges dafür, dass sie psychische Defizite haben. Und das ist deren - und nicht Deine Baustelle.

  5. #5
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    Wegen der Op:
    Stell dir einen Stengel von einer Tulpe vor. Normalerweise ist der ja dünn und hat keine Wölbungen nach außen. Bei meinem Vater ist es aber so, dass der Stängel in der Mitte dicker ist und bereits den Grenzwert zur normalen Ausdehnung überschritten hat, allerdings ist er auch noch nicht lebensbedrohlich gewölbt, deshalb ist es noch nicht notwendig zu operieren. In ca 5 Jahren wird der Stängel dann wahrscheinlich so dick sein, dass er auf jeden Fall operiert werden muss, weil er sonst platzen könnte, es kann aber sogar sein, dass sich die Wölbung zurückbildet, wobei das sehr selten ist...

    Im Prinzip hast du Recht und das Thema wird bei uns auch zu heiß gekocht, weil einfach momentan noch kein Handlungsbedarf besteht, aber dir kein Arzt sicher vorraussagen kann, wie groß der Zeitraum bis zu dem Punkt noch ist, das kann auch innerhalb von einem halben Jahr passieren..

    Und mit meinen Eltern reden bringt überhaupt nichts, mein Vater sagt immer, es ist noch nicht so weit und macht euch keine Sorgen.. wenn es nach ihm gänge hätte wir ja gar nicht diese Probleme, aber meine Ma pusht halt alles immer wieder hoch und übertreibt es einfach..

    Was soll ich denn dagegen tun? Sobald mein Vater sagt, dass das Benzin sehr teuer geworden ist, erzählt sie mir gleich: Wir müssen das Haus verkaufen und was soll das alles noch werden usw. Obwohl wir mehrere Mietshäuser haben + unser eigenes..

    Iwann wird man davon einfach verrückt, hör dir mal die ganze Zeit an: Ich sterbe, hier ist mein Testament, guck mal mit der Waschmaschine, das musst du ja auch wissen.. das Ganze lässt sich alles nicht abstellen und es belastet mich, selbst wenn ich weiß, dass das nicht so dramatisch ist..

  6. #6
    Gast784
    Gast

    Standard

    das Ganze lässt sich alles nicht abstellen und es belastet mich, selbst wenn ich weiß, dass das nicht so dramatisch ist..
    kann ich gut verstehen, Admira. Ich würde da wohl jedes Mal nen Hals kriegen.

    Hast Du ihr das denn schon mal in aller Deutlichkeit gesagt, dass sie dramatisiert und dass Dich das sehr belastet, wenn sie andauernd nur den Teufel an die Wand malt?

    Wenn ja, wie reagiert sie dann?

  7. #7
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    Das Schlimme ist, sie weiß, was sie da tut. Sie sagt auch oft zu mir, dass sie das eigentlich gar nicht will, aber nicht anders kann. Sobald ich ihr gesagt habe, sie soll es lassen lässt sie es teilweise auch erst mal eine zeitlang, aber dann geht es von vorne los..
    Sie hat so viele Ängste, es geht ja nicht nur um die Gesundheit meines Vaters, um iwelche Häuser, sondern auch um meine Oma, mit der sie immer wieder Zoff hatte, weil die sie richtig tyrannisiert hat und sich hier eingenistet hat (wie man sieht, habe ich keine gute Beziehung zu ihr).. Aber wo sie jetzt im Altersheim ist, gibt es normalerweise Ruhe. Nur meine Ma sorgt sich trotzdem oder hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie mal einen Tag inner Woche nicht da war usw..

  8. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    naja, es hilft Dir zwar jetzt nicht weiter, aber da frage ich mich, was hätte Deine Mutter denn vom Leben, wenn sie sich all diese Ängste und Sorgen nicht machen würde. Bei so was, da habe ich immer wieder das Gefühl, die Leuts beißen sich aber auch an ihren Sorgen fest, weil sie sonst nix im Leben haben..

    Vll hilfts Dir ein bißchen, um etwas mehr Distanz dazu zu kriegen. Sie scheint es zu brauchen. Ansonsten könnte sie sich ja auch professionell helfen lassen. So viel Angst ist schließlich kein Schicksal, sondern ne Sozialisierung oder was auch immer, der man was entgegensetzen kann.

    Es geht ja nicht nur um eine bestimmte Situation, welche angstauslösend ist (Gesundheit des Vaters), sondern es scheint ja schon ewig lang so ihre Art zu sein, wenn ich das richtig verstehe.

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