psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: angst vor anderen menschen

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    24.10.2011
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard angst vor anderen menschen

    guten abend.
    sorry wen das hier nicht reingehört, dar das meiste meine vorgeschichte ist.
    ich habe einfach mal alles aufgeschrieben, dar ich mir auch einfach mal alles von der seele schreiben wollte.. müsst ihr ja nicht unbedingt alles durchlesen.

    vor ein paar jahren wurde ich in der schule richtig heftig gemobbt (2 jahre lang), ausgeschlossen und hatte keine freunde oder personen denen ich mich anvertrauen konnte. es hieß meistens das ich einfach "anders" bin und desshalb niemand mehr etwas mit mir zu tun haben wollte, "uncoole" kleidung und keine schminke waren laut dieser leute auch der grund warum sie mich nicht mochten.
    ich war immer alleine, wurde ausgelacht, verarscht und alles was dazu gehört. (die anderen wollten nicht neben mir sitzen, haben mich bei gruppenarbeiten ausgeschlossen oder mir auch "verboten" mitzumachen, haben mich beleidigt und so getan als wär ich sonstwas und haben sich immer gleich die hände gewaschen wenn sie ausversehen mit mir oder einem stift von mir in berührung gekommen sind,...) irgendwann ist es mir einfach zu viel geworden und ich war einfach am ende. ich bin nichtmehr zur schule gegangen und habe angefangen mich selbst zu verletzen. meine eltern hat das natülich auch fertig gemacht dar ich natürlich jeden tag schlecht gelaunt war und oft geweint habe. sie haben immer nur gesagt "da musst du drüberstehen. ignorier das einfach". das habe ich auch versucht aber die dummen sprüche und das verhalten der anderen gegenüber mir ist mir dann einfach zu viel geworden und ich konnte das nur begrenzt ignorieren. ich habe natürlich immer mehr selbstvertrauen und selbstwertgefühl verloren. ich habe mich total unwohl gefühlt in meiner haut und irgendwann hatte ich einfach keinen spaß mehr an meinem leben und habe auch oft über selbstmord nachgedacht.
    meine eltern haben mich zur schulpsychologin geschickt, diese hat mir dann im grunde das gleiche gesagt wie meine eltern und meinte dann noch das wenn sie mich beleidigen, dann soll ich sie einfach zurückbeleidigen, also mir nicht alles gefallen lassen. dann hat sie mir noch einen komischen rosenquartzstein odersowas gegeben und meinte das mir das angeblich irgendwie helfen soll. das fand ich richtig seltsam, aber wenn sie "an die kraft der steine" glaubt, soll sie das eben. mit stein fühlte ich mich jedenfalls nicht wie vorher.
    aber mit dem nicht alles gefallen lassen hat es mit der zeit schon etwas besser geklappt und viele haben aufgehört mich zu mobben, mit diesen personen verstand ich mich dann auch ganz gut, aber sie wollten nicht mit mir befreundet sein weil sie angst hatten das sie selbst dann unbeliebt werden. eine von denen hat immer zu mir gesagt das ich in der pause ruhig mal zu ihnen kommen soll. Ich hab mich richtig gefreut und habe das dann auch gemacht. als ich das ein paar tage lang jeden tag gemacht habe, hat die "rudelführerin" angefangen mich wieder auszuschließen und hat sogar irgendwann solche sachen gemacht wie gras auf mich werfen oderso. die anderen von dieser gruppe haben sich ihr dann angeschlossen.
    nach dieser pause hatten wir kunst und eine aus dieser gruppe gab mir einen zettel wo unterschriften aus der ganzen klasse gegen mich waren. dort stand in etwa oben "wir mögen dich nicht und wollen nicht das du bei XY,YX,... und XY in der pause bist weil du einfach nur nervst und das du so gekleidet bist finden wir auch peinlich" darunter waren dann unterschriften aus der ganzen klasse. im internet habe ich auch oft nachrichten bekommen wo drinstand wie blöd ich ja bin.
    ich weiß nichtmehr ganz wie das dann gekommen ist, aber irgendwann hatte ich dann 3 "freundinnen" in der klasse bei denen ich auch sitzen durfte, allerdings war das so, dass wenn z.B einer weg musste weil die gruppenarbeit nur zu 3. gemacht werden durfte dann war ich immer die die "weggeschmissen" wurde. wenn das bei anderen so war das einer weg musste haben die anderen noch gefragt ob das dann nicht doch geht wenn derjenige doch mitmacht, aber bei mir war das natürlich nicht so.

    dann war endlich das schuljahr vorbei und ich hatte mehr fehltage als tage wo ich in der schule war und die klassen wurden neu aufgeteilt und durchgemischt. ich kam in die klasse meiner besten freundin die neu auf der schule war. ich habe mich total gefreut, aber innerlich war ich immernoch zerstört und hatte nichtmal mehr nen hauch von selbstvertrauen. ich konnte nichtmal mehr alleine irgendwo hingehen weil ich einfach angst hatte.
    in der neuen klasse bin ich dann richtig "aufgeblüht", aber die vergangenheit hatte ich immernochnicht verkraftet. das hatte mir einfach zu viel zugesetzt...
    bis vor ca. 2 monaten musste ich noch jeden monat in eine art psychologische klinik, wo ich alles erzählen sollte undso, nur das problem ist das ich niemandem wirklich vertrauen kann und das mit der angst vor anderen nicht erzählt habe. es hat sich dort herausgestellt das ich Schulphobie habe.
    ich bin jetzt immernoch in der klasse, werde nicht gemobbt aber gehe trotzdem nicht regelmäßig zur schule. ich kann jetzt alleine rausgehen, habe ein paar freunde und habe wieder an selbstbewusstsein gewonnen.
    ich verstehe mich eigentlich mit allen und behandle jeden gleich, ob er unbeliebt oder beliebt ist. ich gehöre jetzt weder zu den "gemobbten", noch zu den "coolen", was ich auch gut so finde.

    ich bin eigentlich rundum glücklich solange ich alleine bin. schon alleine die anwesenheit einer person, da ist es egal ob beste freundin oder jemand anders, stresst mich einfach und ich fühle mich richtig richtig unwohl. ich versuche den kontakt mit anderen personen zu meiden, aber immer geht das leider nicht. ich versuche es jetzt immer zur schule zu gehen damit ich einen guten abschluss bekomme, aber die schule und die ganzen menschen sind mir zu viel. wenn ich im unterricht bin bekomme ich immer das gefühl das ich einfach nichtmehr kann und einfach hier raus will. wenn ich pause habe gehe ich immer auf das klo im 1.stock, wo es verboten ist sich aufzuhalten, wo also niemand ist. ich weiß einfach nichtmehr wie das weitergehen soll. ich muss in die schule gehen, wo ich mich allerdings einfach nur schei** fühle. das gefühl was ich in der schule habe finde ich einfach schrecklich. zum "ausgleich" verletze ich mich selber (ich denke allerdings nicht über selbstmord nach und habe es auch nicht vor). ich weiß nicht warum aber danach fühle ich mich besser. (ich bin nicht süchtig und mache das nicht wöchentlich)

    ich möchte einfach wieder mit einem guten gefühl in die öffentlichkeit, insbesondere zur schule gehen.. ich weiß einfach nichtmehr weiter.

    lg
    Geändert von stranger (24.10.2011 um 20:34 Uhr)

  2. #2
    Gesperrt
    Registriert seit
    11.09.2011
    Ort
    Paderborn
    Beiträge
    13
    Danke
    1
    Bedankte sich ein mal in einem Post.

    Standard

    Hallo Stranger,
    ich würde dir zu einer weiteren Therapie raten. Das Mobbing war zu lange und intensiv. Es hat dein Verhalten und deine Empfindungen so geprägt, dass menschlicher Kontakt für dich Stress ist. Die Ängste hemmen dich total in deiner Entwicklung. Wenn du nichts dagegen unternimmst, wird Vermeidungsverhalten in den nächsten Jahren einsetzen.
    Du wirst also alles meiden, was dich ängstigen könnte.
    War zumindest bei mir so
    Ich leide an Depressionen und Sozialer Phobie.

    Da jetzt ein Schulwechsel wohl nicht mehr viel bringt, wäre ein Psychologe bzw.
    eine weitere Therapie gut.

    Lg
    Ralf

  3. #3
    Nachwuchs Autor
    Registriert seit
    12.04.2011
    Ort
    Hier
    Beiträge
    604
    Danke
    213
    89 mal in 74 Beiträgen bedankt

    Standard

    meine eltern haben mich zur schulpsychologin geschickt, diese hat mir dann im grunde das gleiche gesagt wie meine eltern und meinte dann noch das wenn sie mich beleidigen, dann soll ich sie einfach zurückbeleidigen, also mir nicht alles gefallen lassen. dann hat sie mir noch einen komischen rosenquartzstein odersowas gegeben und meinte das mir das angeblich irgendwie helfen soll. das fand ich richtig seltsam, aber wenn sie "an die kraft der steine" glaubt, soll sie das eben. mit stein fühlte ich mich jedenfalls nicht wie vorher.

    Und mit dem Stein hatte es es nicht geklappt, ja?

    Achja "Schulpsychologen"... Lehrer werden viel zu wenig in Richtung Psychologie ausgebildet. Man bekommt zwar eine Art psychologische Ausbildung. Aber die ist viel zu eng im Rahmenplan.
    Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass das mit dem beleidigen und dann zurückbeleidigen nichts bringt - es ändert nichts an der situation dass es dich später nicht mehr stressen wird mit anderen Menschen zu tun zu haben. Ich kann mich an etwas erinnern - das war damals der berühmte Tropfen zu viel und ich war so richtig also so richtig sauer (das kommt selten vor..) aber ich war es, weil mich einige damals sowas von gemein provozierten... ich habe ordentlich auf den Tisch gehauen (= ich bin total auf konfrontation gegangen) und muss dabei so einen fiesen Blick im Gesicht gehabt haben, dass mich keiner mehr doof angebabbelt hatte und ich in Ruhe gelassen wurde, dann ging es mir besser und ich hatte einen offiziellen grund mich mit einigen nicht mehr (= gar nicht mehr) unterhalten zu wollen/zu müssen. aber das hatte überhaupt nichts daran geändert dass mich leute von nun an nicht mehr gestresst hatten (also gestresst im psychischen sinn) Es ist aber schon mal einen Applaus wert dass du in diesem Hinblick bei deinen Lehrern "aufgefallen" bist. Das hätte ich mir damals schon mal gewünscht in meiner Kindheit/Jugendlichkeit - aber bei mir ist das viel zu lange her und glaub mir dass das nicht irgendwie irgendwo besser wird wenn man daran nicht arbeitet - im Gegenteil es wird immer stressiger. Es ist ein Stress, der für andere gar nicht existiert -ich wusste nicht dass das für andere gar kein Stress war - ich dachte das ist normal und geht wohl jedem so. Ich kann dir auch raten mit einer Therapie zu beginnnen, da du jetzt bestimmt noch gute Chancen hast auf eine schnellere Normalisierung. ich habe auch schon vieles ausprobiert - aber gewisse grundgedanken auf denen man jaaahre lang aufbaut sind eben dann nicht so einfach modifizierbar. Stell dir mal du hast ein Kartenhaus gebaut: die erste Etage zeigt dir die Grundbausteine/Deine Erfahrungen die du gemacht hast, für jede Etage hast du ein Jahr gebaut, und jetzt ist da die "Spitze" - du bemerkst vielleicht, dass da etwas nicht in ordnung aber auch dass man es nicht so leicht ändern kann, denn willst du etwas ändern müsstest du eine karte aus den unteren etagen herausnehmen und was neues aufschreiben und willst sie wieder zurückstecken. Aber diese Karte wird nicht mehr zum Kartenhaus passen - Sie ergibt regelrecht keinen Sinn zu den anderen Karten... d.h. auch die anderen Karten müssen sich mitverändern damit sie zur ersten und zu der Spitze hineinpassen.

    ok ich hoffe daswar jetzt nicht so wirr formuliert ist ja schon bissel spät

    lg

    Das Glück - Kein Reiter wird's erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier.
    Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

Ähnliche Themen

  1. angst vor anderen menschen?
    Von jelly2401 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 10.08.2011, 20:33
  2. Probleme mit anderen Menschen
    Von Psychopsysho im Forum Minderwertigkeitsgefühle
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 12.04.2011, 12:26
  3. Ich habe mit anderen Menschen abgeschlossen
    Von Sven im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 07.06.2010, 09:18
  4. Angst vor anderen Menschen
    Von Trina im Forum Ängste
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 15.12.2007, 11:49
  5. Angst vor anderen Menschen???
    Von Diff3r3nt im Forum Ängste
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 15.07.2007, 20:30

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!