Hallo liebe Mitleser,
Ich bin nun 26 Jahre alt und stehe an einem Scheideweg in meinem Leben. Grade in dieser Woche habe ich meine neue Ausbildung angefangen, die für mich persönlich der letzte Anker ist, um aus meinem Dasein noch Etwas Produktives zu machen. Zwar habe ich vor etwas 2 1/2 Jahren ein Studium angefangen, dieses aber aus Angst vor den Referaten und dem kompletten Versagen abgebrochen. Und dieser Teufelskreis holt mich nun wieder ein. Ich traue mir die einfachsten Dinge nicht mehr zu, bei dem Gedanken an den morgigen Tag in der Schule schnürrt sich mir die Kehle zu , seit neuestem finde ich wieder keine Ruhe in der Nacht und bin morgens nur wie Tod. Gedankenbilder verfolgen mich im Halbschlaf , so real , dass ich sie fast greifen kann. Mir wird unendlich mulmig , ich bin ultra nervös , wobei ich noch keinen Handgriff getätigt habe. Ich kenne dieses Gefühl nur allzugut, denn es hat mir in entscheidenden Phasen meines Lebens immer wieder zurückgeworfen. Einstellungstests , Klausuren , Prüfungen waren damals auch nur schwer zu absolvieren , heutezutage blockiere ich vollends , es ist so als würde ich neber mir stehen und mir beim ''Versagen'' zuschauen. Und das Versagen ist dann auch immer eingetreten . Irgendwann , keine Ahnung wann dies wirklich angefangen hat, bin ich in eine ''Schonhaltung'' eingetaucht und habe einfach gar nichts mehr gemacht, nichts für den Kopf und Praktisches erst recht nicht. Ich habe nie etwas zu Ende geführt geschweige denn gearbeitet, da ich mitlerweile der Überzeugung bin, dass ich selbst die kleinsten Hilfsarbeiten versaue . elbst meinen Führerschein habe ich nicht beenden können, weil ich extremste Angst hatte vor dem ''rauen'' Klima auf der Strasse und natürlich vor dem ''Sich-Totfahren''. Mein Selbstwertgefühl liegt am Boden , ob es jemals vorhanden war weiß ich nicht, vll übertrieben gespieltes. Mir schwant so unheimlich Böses bezüglich meiner Ausbildung , dass ich am liebsten Nachts heimlich still und leise verschwinden würde, am besten ganz weit weg. Meine Familie und meine Freundin setzen so viele Hoffnungen in diese Ausbildung, doch im tiefsten meines Herzens weiß ich, dass ich gnadenlos versagen werde. Meine Eltern werde ich hochgradig enttäuschen , meine Freundin nach Jahren wohl verlieren, weil wer möchte schon mit einem unselbstständigen Versager zusammensein, ich kann sie da verstehen. Ich höre sie schon reden , meine Mitschüler , und auch die Gedanken des Lehrers. ,, Was will der überhaupt hier, der hat doch 2 linke Hände, kann ja nichtmal richtig einen Knoten binden''. Dann fängt das Herz zu rasen an, ich werde nervös, puderrot im Gesicht, fange an zu schwitzen und stottere plötzlich und dann nimmt das ALtbekannte seinen Lauf. Es ist so beschämend , ich würde am liebsten im Erdboden versinken.
Kennt das jemand ? Solche Versagensängste, dass man sich seiner selbst so schämt den Leuten , wenn du mit ihnen redest nicht mal ins Gesicht schauen kannst? Weil du dich als Minderwertig empfindest, schlechter als andere , abstoßend? Dich selber hasst aufgrund Äußerer Markel? Gepaart mit Schuldgefühlen gegenüber anderen, weil du ihnen immer wieder Hoffnungen gemacht hast und sie aus dem selben schei... Grund enttäuschen musst? Dich Verlustängste so sehr quälen, dass du nächtelang wach liegst und deien Träume nur voll davon sind?


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