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Thema: Angst vor dem Weltuntergang?

  1. #9
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    Irgendwie hat sich der Thread hier passend zu meinem Gedankengang entwickelt.

    Denn so nach und nach ist mir die Tage aufgefallen, bzw. relativ schnell nach den ersten Antworten, dass diese "Prophezeiungen" von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern eigentlich Schwachsinn sind. Man kann es nun mal nicht vorhersagen, erst recht nicht ohne irgendwelche wissenschaftlichen Kenntnisse.




    Und ja, so unangenehm mir das jetzt auch ist, mir geht es jetzt "leider" so wie ihr. Jetzt kümmert sich mein Kopf um die wirklich wichtigen, relevanten, realistischen und möglichen Katastrophen und Probleme. Macht mein Kopf das extra..? Liegt es an meinem Alter? Wie lenkt ihr euch davon ab?

    Grüße

  2. #10
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    Zitat Zitat von uweko Beitrag anzeigen
    Was läuft bei solchen Meldungen in meinem Kopf ab?

    1. Wer sagt so etwas? (Kompetenz)
    2. Wie wahrscheinlich ist es?
    3. Wie hoch ist mein Allgemeinwissen insgesamt, oder reicht es überhaupt aus, es selbst beurteilen zu können, respektive bin ich nur auf Fremdwissen angewiesen?

    Ich relativiere es so, in dem ich mir sage, wie oft die Welt schon "untergegangen" ist, in Bezug auf die Prophezeiungen, die in jüngerer Menschheitsgeschichte stattfanden. Letzter global gesehen großer Meteoriteneinschlag- über 40 Mio Jahre her und Eiszeiten zigtausend Jahre. Der Prophezeiungscluster findet aber die letzten 100 Jahre statt. Die Wahrscheinlichkeit abseits der anerkannten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse beträgt von daher annähernd null.
    Der Weltuntergang ist da eher so ein nicht zeitlich definierbarer Prozess, ein Siechtum, der Dich und deine Zeitgenossen in diesem Leben nicht mehr unmittelbar lebensbedrohend ereilen wird; Nennt sich Klimawandel, Zerstörung der Nahrungskette und damit verbunden der Biodiversität. Dies bereitet mir Bauchschmerzen und auffälligerweise befassen sich Weltuntergangspropheten herkömmlichen Verständnisses nicht mit der wirklichen Bedrohung.
    Mein Tipp also: Relativieren !
    Ganz rational gesehen: jeden Tag treffen uns Meteoriten.

    Da muss nur mal der richtige dabei sein und *zack* ist es dunkel :-)

  3. #11
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    4N0NYM:

    Hobbies suchen?
    Nicht falsch verstehen...
    Aber hast du keine Hobbies?
    Sollten Vieleicht nicht gerade Dinosaurier sein oder Fossilien an sich ;-)

  4. #12
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    Ganz rational gesehen: jeden Tag treffen uns Meteoriten.

    Da muss nur mal der richtige dabei sein und *zack* ist es dunkel :-)
    Rational ist das eben nicht. Die Ratio liegt in der Wahrscheinlichkeit in Bezug auf die Vergangenheit und die gegenwärtig unmittelbaren Gefahren. Letztere sind wohl vieltausendfach höher zu bewerten, wie bspw der eigene Tod im Straßenverkehr. Der ist auch ein Weltuntergang, einer des Verstorbenen. Warum diese Fehlrealtivierung "zugunsten" der alltäglichen Gefahren eigenen Ablebens ausfällt und das viele mal unwahrscheinlichere Ereignis zur Panikstimmung verführen kann, ist psychologisch schwer zu erklären. Eigentlich dürfte Betroffener sich nicht mehr in den öffentlichen Verkehr wagen, wenn seine Angst an die wahre Ratio gekoppelt wäre. Eine Hypothese: Zum Schutz vor der Wahrnehmung und des Bewusstwerdens der wirklichen Gefahren projiziert der so angstbeladene unbewusst seine Ängste auf ein viel unwahrscheinlicheres Ereignis, um eine Distanz zur wirklichen Gefahr zu erreichen. Die Vorstellung des martialisch anmutenden Vorgangs des Impacts eines Meteoriten stützt dabei seinen Fehlschluss. Der Impact eines Autos würde dabei gefühlt übertroffen.

  5. #13
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    Zitat Zitat von uweko Beitrag anzeigen
    Zum Schutz vor der Wahrnehmung und des Bewusstwerdens der wirklichen Gefahren projiziert der so angstbeladene unbewusst seine Ängste auf ein viel unwahrscheinlicheres Ereignis
    Aber wenn ich doch bewusst die wahrscheinlicheren Gefahren unterdrücke, müsste ich mir doch darüber bewusst sein? Oder kann das auch unbewusst geschehen?

  6. #14
    Nachwuchs Autor
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    Aber wenn ich doch bewusst die wahrscheinlicheren Gefahren unterdrücke, müsste ich mir doch darüber bewusst sein? Oder kann das auch unbewusst geschehen?
    Die aktive Handlung des Menschen wird bewusst und unbewusst gesteuert. Eine Strategie des Gehirns, um sich funktionsfähig zu halten ist, dass bspw zu belastende Erlebnisse in das Unterbewusstsein verschoben werden. Diese Gedanken tauchen aber in veränderter Form im Bewusstsein wieder auf; Aber so, dass der Alltag davon weniger beeinträchtigt ist. Das Problem wir umetikettiert. Das belastende Material selbst wird aber in ein Containment verschoben. Diese Strategie findet bei Traumata Anwendung, mündet aber in eine Persönlichkeitsveränderung, die wenn selbst zu belastend, einer Therapie wie Psychoanalyse bedarf, um die Ursache zu heben.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei uweko für den sinnvollen Beitrag:

    4N0NYM (12.01.2017)

  8. #15
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    Zitat Zitat von uweko Beitrag anzeigen
    Die aktive Handlung des Menschen wird bewusst und unbewusst gesteuert. Eine Strategie des Gehirns, um sich funktionsfähig zu halten ist, dass bspw zu belastende Erlebnisse in das Unterbewusstsein verschoben werden. Diese Gedanken tauchen aber in veränderter Form im Bewusstsein wieder auf;
    Danke, das war sehr aufschlussreich.
    Im Allgemeinen muss ich sagen, dass sich das Thema bei mir jetzt doch ein wenig gelockert hat. Liegt einmal an euren Beiträgen hier (danke dafür!) und dass ich zunehmend in der Schule oder den Hobbys abgelenkt werde.

    Grüße,
    4N0NYM

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