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Thema: Angst vor der Angst

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst vor der Angst

    Hallo,
    ich bin Chaos und dementsprechend sieht es in meinem Kopf, meinen Leben und meinem Zimmer aus. Eigentlich müsste der Titel so heißen:

    Angst vor Konfrontation
    Angst vor Konflikten
    Angst vor Versagen
    Angst vor Vergessen
    Angst vor dem Altern
    Angst vor Veränderung
    Angst vor dem Verdrängen
    Angst nicht verstanden zu werden.

    Sie treten alle immer wieder auf und ich will eigentlich etwas an einigen Punkten etwas ändern. Aber meistens habe ich Angst einer der Ängste könnte auftreten und leider tut sie es dann auch. Ich glaube die Angst vor den Konflikten ist immer noch am größten. Meistens, nein eigentlich gehe ich Konflikten eher aus dem Weg, da ich mich nie bereit dazu fühle.
    Wenn ich gut drauf bin, ist es einfach zu dem zu stehen wer ich bin,
    aber leider bin ich aus Dingen die ich bisher aufgeschoben habe,
    den Notwendigem aus dem Weg gegangen.

    Jetzt habe ich könnte man sagen Angst vor der Angst. Ich weiß sie wird kommen und ich weiß wenn ich ihr wieder aus dem Weg gehe und weiter verdränge wird sie wieder kommen. Viele Menschen haben viele gute Tipps, aber ich weiß nicht, ob ich dann rational denken werde. Die Angst vor der Angst hindert mich wirklich weit genug zu gehen um etwas zu verändern.
    Das ist vermutlich ziemlich dumm.

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hi HopelessChaos,

    Deine Befürchtung kann man leider nur bestätigen. Je mehr Du versuchst
    vor der Angst zu fliehen um so mehr wird sie von Dir Besitz ergreifen.
    Klar, Vermeidung wäre das angenehmste, sich zu Hause einschliessen
    und dauerhaft jeder Angstsituation aus dem Wege gehen. Dass es nicht
    funktioniert hast Du selbst erfahren müssen, hinzu kommt die Angst vor der Angst, ein Teufelskreis.

    Der Vorsatz, alle Ängste mit einem Anlauf loszuwerden wird nicht umzusetzen sein. Nimm Dir erst eine von den aufgeführten Ängsten zu
    Brust und durchlebe sie mehrmals um anschliessend die Erkenntnis zu haben dass Du vollkommen umsonst Angstgefühle hattest. Ein Therapeut
    könnte Dich in dieser schwierigen Phase anleiten und Dir zur Seite stehen.

    Gruß
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

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  4. #3
    Gast784
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    Standard

    hallo HC,

    das einzige Mittel gegen Angst, das mir bekannt ist, ist Konfrontation. Dazu kann man sich aber professionell begleiten lassen.

    Es geht nicht darum, ob Du in der gegebenen Situation dann rational denken kannst. Das funktioniert eher wie im Training, auch da muss ein Muskel eine Bewegung erstmal lernen, um sie entsprechend ohne "Nachdenken" ausführen zu können. Als Schauspieler musst Du auch Deine Bühnenwege kennen, um Dich dann ganz auf das Spiel bei der Premiere konzentrieren zu können.

    Das mit der Bewältigung der Angst durch Konfrontation ist keine reine Willenssache, sondern Übung und nochmal Übung. Klar kannste Dir mit Hilfe eines Therapeuten im Vorfeld Handwerkszeug dafür bearbeiten. Und Ursachenforschung bietet sich da dann auch noch an.

    rein interessehalber: bist Du eigendlich männlich oder weiblich? Geht aus dem Nick nicht hervor.

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  6. #4
    Neuling
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    Beinahe hätte ich vergessen, dass ich das hier geschrieben habe.
    Seltsamerweise wache ich immer wieder morgens auf und überlege ob ich am vorangegangen Tag wirklich die Sachen getan und gesagt habe,
    die ich in Erinnerung habe. Manchmal scheint mir, das wäre jemand anderes gewesen.
    Ich habe so einen Studienberater, und heute hatte ich auch vor mich so einer Konfliktsituation zu stellen. Ich bin sogar bis vor der Tür gewesen und habe geklopft, 2x aber die Person hatte Mittagspause, jetzt habe ich es erst mal wieder verschoben.
    Theoretsch weiß ich, wo der Hase begraben liegt, aber mir fehlt doch irgendwie der Mut. Ich weiß nicht einmal, ob ich es auf die Reihe bekomme einen Termin zu machen und dann erzähl ich bestimmt alles ganz falsch, oder ich verpasse den Termin. villeicht sollte ich mit einer kleinen Angst anfangen.

    Also seit 23 Jahren bin ich konsequent weiblich . Okay und ein paar Monate noch oben drauf. Ich glaube nicht, dass ich besonders ängstlich wirke, aber wenn ich mich nicht damit beschäftigen muss, verdränge ich es.

    Danke für eure lieben Beiträge, vermutlich habt ihr Recht und ich sollte so ein Konfrontations-dings machen. Es fällt mir auch schwer Dinge ein zu fordern, auch wenn ich weiß dass ich im Recht bin. Dass ist immer ein ziemlicher Kampf.

    lg
    Chaos

  7. #5
    Schreibkraft Avatar von waiting
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    Hallo Chaos, nur noch kleine Tipps. Meiner Erfahrung nach ist es hilfreich, in Situationen, wo es Dir nicht so gut geht, genau das auch aufzuschreiben. Also, wie genau geht es Dir, warum geht es Dir so, meinetwegen, wie lange es dauert. Hat den Vorteil erstens, Du bist ein Stück weit beschäftigt und auch abgelenkt, Du siehst später noch, was da genau los war und kannst dann auch einem anderen Menschen eher vermitteln, was Du eigentlich sagen willst oder das Geschriebene einfach mitnehmen (habe ich jahrelang beim Arzt gemacht, weil ich grundsätzlich nichts mehr hatte, wenn ich da war und somit auch nichts sagen konnte) und Du kannst eventuell - je nachdem, wie viel Du aufschreiben willst, später sehen, was Dir geholfen hat, womit Du Dich ablenken konntest.

    Die Angst vor der Angst war bei mir jahrelang das, was am schlimmsten war. Allein das hat mein Leben fast zum Stillstand gebracht. Helfen konnte ich mir erst (Therapie hat nicht geholfen bei mir), als ich anfing mir zu sagen, jetzt ist noch nichts, ich kann mir dann darüber Gedanken machen, wenn es so weit ist. Ganz langsam ließ zumindest die Angst vor der Angst nach. Ich habe es tatsächlich geschafft, nicht schon in Panik zu sein, bevor die eigentliche Angst dran war.

    Ach ja. Und genau das machen, wovor man Angst hat und zwar ohne lange zu überlegen. Einfach losgehen und auf sich zukommen lassen.

    Mir dazu noch einfiel..

    Lieben Gruß, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

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    HopelessChaos (25.05.2010)

  9. #6
    Neuling
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    Heute als ich kurz davor war in die Nähe dieses Raumes zu kommen,
    hab ich immer gesagt "Ich hab Angst, Ich hab Angst, ohje, ohje, soll ich nicht doch umdrehen?" Und dann hab ich versucht zu denken,
    "Nein ich bin mutig, ich mache das jetzt"
    Und dann war die Person gar nicht da... *seufz*
    Jetzt hab ich fast noch mehr Angst, eignetlich wollte ich das vor dem Schlafengehen klären.

    Danke waiting, es ist schön zu hören, dass das nachlassen kann.
    Ich hatte sogar eine Zeit lang tagebuch geführt das hatte auch geholfen, weil ich gesehen habe, in welcher Richtung ich mich weiter entwickelt hatte, aber dann in einem zeitraum von 14 Tagrn habe ich plötzlich aufgehört.
    Ich muss mir das Angewöhnen angewöhnen und mich erinnern nicht zu vergessen. Was sehr frustrierend ist, die meistens Tipps sind nicht für vergessliche Menschen... Aber das Forum erinnert mich immer wieder

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    glasheuler (26.05.2010)

  11. #7
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    Standard Morgen HC,

    vieles was man sich im Leben vornimmt versandet wieder ganz gemächlich im Laufe der Zeit. So auch das Führen Deines Tagebuches.
    War es ein Negativ-Erlebnis was Du hättest eintragen müssen ?

    Gruß
    glasi
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    C.G.Jung

  12. #8
    Neuling
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    Standard

    morgen glasi,
    Ich wollte heute gar nicht aufstehen, einfach liegen bleiben und abwarten bis alles vorbei ist. Ich möchte gar nichts organisieren müssen, dass verlandet gerade in einem Chaos.
    Aber die Sonne hat geschienen, da konnte ich mich doch zum Aufstehen aufrappeln, theoretisch ist es auf mein gesamtes Leben gesehen eine Kleinigkeit,
    wäre dann schade eine ganze Woche wegen der Sache mich zu verkriechen.
    Auch wenn ich sagen muss, dass ich gerne schlafe.

    Ich hab angefangen mein Tagebuch für Vorsätze zu missbrauchen, vielleicht liegt es daran, ich hab versucht zu rational an die Sache heran zugehen Vermutlich wäre es kein negatives erlebnis gewesen, ich habe mich ziemlich oft wiederholt und meistens war ich zu müde zum Schreiben, da ich wohl online schon zuviel darüber geschrieben hatte.

    Ohje und jetzt hätte ich beinahe eine Veranstaltung vergessen

    lg
    Chaos

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    glasheuler (26.05.2010)

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