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Thema: Angst vor der Dunkelheit und mehr

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst vor der Dunkelheit und mehr

    hallo zusammen... ich bin mir nicht ganz sicher ob es sinn macht hier etwas zu schreiben...also ob ich wirklich hilfe, aufmerksamkeit oder einfach mal alles loswerden will.
    ich fange einfach mal an...
    ich bin 19 (fast 20), männlich und eigentlich gehts mir ziemlich gut.
    aber ich habe ziemliche angst vor der dunkelheit, wenn ich alleine bin. z.B. wenn ich in den keller gehe und das licht ausmache bekomme ich panik. es reicht auch schon wenn ich nur die kellertreppe hochgehe ... ich kann dann nicht mehr sehen was hinter mir ist und will einfach nur losrennen... ich habe angst das mich irgendwer oder etwas angreift. werwölfe, vampire, sadistische massenmörder...der ganze ******. das klingt bescheuert und ich komme mir selber blöd dabei vor aber ich kann nichts dagegen tun. ich weiß das es keine monster gibt und das nen massenmörder ins haus einbricht um mich zu töten ist auch höchst unwarscheinlich, aber trotzdem habe ich bei so sachen ziemliche angst. und das tritt nicht nur im haus und im dunkeln auf...wenn ich abends/nachts von irgendwo nachhause oder zum auto gehe (auch wenns nur 5 meter sind) dreh ich fast durch. ich gucke auch immer auf die rückbank wenn ich alleine ins auto einsteige (das is ziemlich bescheuert was?).auch wenn ich alleine im wald spazieren gehe (bei dem schönsten wetter) gucke ich mich eigentlich die ganze zeit nur um und horche immer nach geräuschen...
    ich habe auch angst das meiner freundin irgendetwas passieren könnte. nen autounfall, das sie vergewaltigt oder umgebracht wird. wenn das passieren würde, würde ich mich warscheinlich umbringen, weil sie eigentlich mein leben ist. also der einzige lebenswehrte grund noch hier zu sein. dazu muss ich sagen das ich im moment keine wirklich guten freunde habe (aber ich arbeite im moment dran). weil meine alten freunde (mit denen ich den kontakt abgebrochen habe) ziemlich auf saufen fixiert sind und meine freundin alkohol hasst..auch wenns nur ein bier ist.

    zu diesen ängsten... ich denke das die sehr viel mit filmen zu tun haben. ich habe nicht übermäßig viele horror order gewaltfilme gesehen.. aber wenn dann die besonders krassen denke ich, sowas wie saw, hostel... aber keine wirklichen horrorfilme weil ich da einfach angst bekomme und umschalte XD. aber auch von so sachen wie harry potter wenn da gruselige stellen kommen (wenn überhaupt) und ich am selben abend noch alleine bin muss ich die ganze zeit dadran denken und habe dementsprechende angst, obwohl ich genau weiß das es das nicht gibt oder das die chance das sowas mir passiert so gering ist das es keine gefahr darstellt. ich weiß das es nicht gut für mich ist mir so filme anzusehen, aber ich machs abundzu trotzdem und die gewalt die ich darin sehe gibt mir irgendwie eine "genugtuung" oder ich steh einfach drauf sowas zu sehen. ich bin ein absolut gewaltfreier mensch was mein richtiges leben betrifft (ich habe noch nie jemandem ernsthaft wehgetan..also ins gesicht geschlagen o. ä.) aber in computerspielen bin ich doch ziemlich brutal. da kann ich einfach meinen ganzen hass ausleben ohne das ich irgendwem schade. und trotzdem kann ich mich da so richtig "ausleben". von den spielen kommt denk ich auch noch etwas von diesen ängsten weil die brutalen spiele ja eigentlich immer etwas mit monstern zu tun haben, also auch mit horror.

    also soviel dazu... jetzt noch ein paar sachen die vielleicht etwas zur sache tun. ich bin/war mmorpg-süchtig also online rollenspiele (habe vor einer woche alle sachen die ich im spiel hatte zerstört/verschenkt um aufzuhören). bestes beispiel: world of warcraft (kennen warscheinlich viele). ich habe vor ca 5 jahren mit dem spiel angefangen und seitdem nichts anderes gespielt (nur zwischendrin ein paar "gewaltspiele") und mich vor der realität versteckt. das ging sogar soweit das ich insgesamt 300 € an die server "gespendet" habe um sachen im spiel zu bekommen (eigentlich ist das spiel kostenlos). ich habe 2 jahre eine schulische ausbildung gemacht und wurde da von einem ziemlich stark gemobbt. dadurch war ich ziemlich depressiv und auch sau schlecht in der schule. auf der realschule war ich sehr verliebt in ein mädchen, welches eigentlich nichts von mir wissen wollte... das ging ich glaube 2 jahre oder etwas länger so. das hat mich sehr oft zum weinen oder zu anderen sachen gebracht.. ich habe mir den unterarm zerschnitten aber ich glaube hauptsächlich um aufmerksamkeit zu bekommen (wobei ich das ziemlich geheim gehalten habe). also eine ziemlich dumme sache XD. ich habe auch gedichte geschrieben aber immer nur über themen wie suizid, mord/amoklauf oder auch einfach nur über gefühle wie wut,hass, trauer etc. also immer nur negative sachen. naja...schluss mit den alten sachen... (wird eh schon nen sehr langer text)

    im moment geht es mir eigentlich sehr gut. ich habe einen ausbildungsplatz, soweit keine probleme mit meinen eltern (außer meiner computersucht) und eine wunderbare freundin wobei es hier auch wieder ein problem gibt was eigentlich ziemlich "groß" ist. wir haben seit über einem jahr nicht mehr miteinander geschlafen und naja... aber hier gehts nicht darum, sondern was ich gegen diese ängste machen kann.

    wenn in dem text etwas keinen sinn ergibt, bitte nicht wundern, ich hab den text immer wieder durchgelesen und dann neue sachen dazu geschrieben.

    schonmal danke an die, die sich die mühe gemacht haben den riesen text zu lesen (is ne ganz schöne zumutung sich durch mein halbes leben zu wühlen XD) und danke an die die es noch machen wollen.

    gruß Olli

  2. #2
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    Hallo Olli

    sondern was ich gegen diese ängste machen kann.
    Eigentlich gibst du dir die Antwort doch selber. Bei dem vielen unrealen Zeug, das du deinem Gehirn zumutest, wirst du Mühe haben Reales von Unrealem zu trennen.

    Du weißt, dass deine Ängste unreal sind, deiner computergesteuerten Fantasie entsprungen, aber dein Hirn weiß es nicht mehr. Es "spielt" verrückt. Höchste Zeit einmal über eine Suchttherapie nachzudenken.

  3. #3
    Neuling
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    danke erstmal für die antwort und die mühe sich diesen ellenlangen text durch zu lesen.
    und du hast recht... ich hab mir die antwort eigentlich schon selber gegeben. ich hätte mal gründlich nachdenken sollen XD
    zur therapie..also ich weiß nicht so recht. aber es währe warscheinlich ne ziemlich gute idee. is schon nen bisl krank, dass man sich "abgeschottet" fühlt wenn der PC aus ist und so :/
    naja ich werd mir mal gedanken machen und mit meiner freundin reden und dann mal weitersehen.
    danke für die antwort, aber natürlich sind auch noch andere ideen,tips o.ä. herzlich willkommen

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von WhiteFeather
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    Ich hatte früher auch totale Panik vor der Dunkelheit. Irgendwann hat mir jemand gesagt: "Du hast nur Angst, wenn du Angst haben willst." Ich habe darüber nachgedacht und habe mich aufgeregt, denn ich wollte ja tatsächlich keine Angst haben. Und mein Wille konnte sich plötzlich durchsetzen und die Angst ging weg. Nun habe ich nur noch selten mal ein komisches Gefühl, wenn ich nachts alleine unterwegs bin (vielleicht auch, wenn ich einen entsprechenden Film geschaut habe), aber sonst habe ich absolut kein Problem mehr mit der Dunkelheit. Ängste sind meistens eine Einstellungssache. Ausser es ist eine Phobie, die dann einen anderen Hintergrund hat als die Angst selbst.

    Achja, und noch was: Wenn du dich tatsächlich abgeschottet fühlst und es dir nicht gut geht, sobald du den PC ausschaltest, dann würde ich dir auch eine Therapie emfehlen. Mit Spielsucht ist nicht zu spassen. Einfach was dagegen tun, das heisst ja nicht, dass man dich dann als "krank" abstempelt. Wenn dir was weh tut gehst du ja auch zum Arzt.

    Mlg, WhiteFeather
    ~~ what you leave behind is not what is engraved in stone monuments, but what is woven into the lifes of others ~~

  5. #5
    Neuling
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    Hallo Sorgoroth,

    als ich die ersten Zeilen deines Textes las, kam mir das alles mehr als bekannt vor. Weiter unten wurde mir, wie auch den anderen, klar, woran es bei dir wohl liegt. Ich bin auch der Meinung, dass es "Gründe" gibt, die diese Angst entstehen lassen. Bei mir ging der Spaß durch meinen Tinnitus los. Vorher war ich zwar auch immer schreckhaft, aber nicht groß ängstlich in der Dunkelheit. Wenn man aber plötzlich Geräusche hört, die kein anderer hört (bis heute noch vorhanden, aber kann problemlos damit leben), bekommt man auch in anderen Situationen tierisch Angst und gerade solche Sachen, wie "sich gejagt fühlen in der Dunkelheit", "aus Schatten werden Monster" oder die Angst um den eigenen Partner kenne ich nur zu gut.
    Ich habe zuerst aufgehört, solche Filme zu schauen und Krimis zu lesen. Habe das vorher zwar auch nur sehr selten gemacht, aber mittlerweile komm ich da gar nicht mehr ran, da ich merke, es tut mir nicht gut und ich werde innerlich gleich unruhig. Genauso solltest du solche Filme, Spiele usw auch meiden. Zwar geht die Angst nicht sofort weg, aber man kann damit umgehen. zB geh ich dann betont gelassen die Treppen im Dunkeln hoch und zwinge mich, nicht zu rennen. Bin ich dann wieder im Licht, lache ich innerlich erstmal herzhaft über mich selbt, wie blöd ich eigentlich bin, vor ein wenig "Lichtmangel" solche Angst zu haben. Stell dir die Situation einfach bei Tageslicht vor. Mit der Zeit wird man dann wirklich gelassener..

    Aber die Sucht betreffend: du selbst hast es als Sucht bezeichnet, du wirst wahrscheinlich nicht dagegen ankommen, eine Therapie zu machen. Aus solchen Sachen kommt man schwer wieder allein heraus. Such dir Hilfe, deine Freundin wird dich sicher dabei unterstützen und somit wird es dir noch leichter fallen, wenn du jemanden hast, der dich nebenbei noch unterstützt.

    Alles Gute und viele liebe Grüße

    tigermausi

  6. #6
    Neuling
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    Standard Betroffene gesucht für einen Studentenfilm

    Ich suche für mein Semesterprojekt eine Person, die Angst vor der Dunkelheit hat und vor der Kamera darüber sprechen will.
    Ich möchte einen 15-minütigen, reportagigen Film über diese Angst drehen. Wie fühlen sich Betroffene? Was macht ihnen besonders Angst? Was kann die Ursache sein?
    Ich möchte dich mit der Kamera begleiten.
    Mitte Januar möchte ich mit dem Dreh beginnen.

    Wer sich angesprochen fühlt, kann sich bei mir melden.
    Beste Grüße
    Tommy

  7. #7
    Neuling
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    Standard Dachspeicher - seltsame Erfahrung gemacht

    Nicht von ungefähr möchte ich diesen Film drehen.
    Als 7 jähriger war ich mal bei Dämmerlicht auf dem Speicher. Meine Eltern wohnen in einem Altbau in der 4. Etage, darüber ist der Speicher. Ich war oben und rannte wenig später schreiend wieder herunter in die Wohnung meiner Eltern. Ich selbst kann mich kaum noch daran erinnern. Meine Mutter erzählte mir, dass ich aufgelöst gewesen sei. Mein Vater ging dann hoch und schaute mit der Taschenlampe nach. Er fand aber nichts Verdächtiges, außer alten Möbeln und Gerümpel, die angestaubt schon seit Jahren da oben standen.
    Das komische ist, dass ich immer ein Unwohlsein hatte, wenn ich in der dunklen Tageszeit Richtung Speicher blickte. Es war unheimlich. Ich träumte noch Jahre danach von dem Speicher. Irgendwas ist da passiert, in meinen Träumen kam irgendeine schemenhafte Gestalt auf mich zugeflogen, und ich floh, so schnell ich nur konnte. Aber ich glaube nicht, dass das in Wirklichkeit passiert ist. Tagsüber war es nicht schlimm, aber bei Dunkelheit nur da hochzuschauen machte mich unruhig und löste in mir eine Angst aus.
    Als ich 17 wurde, baute man den Speicher zu einer Wohnung aus.
    Allerdings kamen auch danach noch die Albträume.
    Was da oben im Speicher passiert ist, das weiß ich nicht.
    Ich denke, man reimt sich oft bei Dunkelheit Dinge zusammen, die der einfach der Phantasie entspringen. Und die Augen treiben gern mit einem Schabernack.
    Gruß
    Lightspeed

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