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Thema: Angst vor der nächsten Zukunft

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Angst vor der nächsten Zukunft

    Hallo,

    ich hab folgendes Problem :

    Am 01.11.2011 beginne ich eine neue Arbeit ca. 70 km von zu Hause entfernt. Ich war schon drei Tage in dieser Firma und hab mir die Arbeit angeschaut. Die Aufgabe reizt mich und entspricht auch meinen Fähigkeiten. So weit so gut.

    Mein Problem : Ich fahre ja jeden Tag nach Hause (mit dem Zug) und bin täglich 14 Stunden von meiner Frau getrennt. Zudem muss ich zur MPU (verschiedene Screenings), da ich meinen Führerschein wegen Alk verloren habe (ich habe einen erfolgreichen Entzug hinter mir und bin seit über einem halben Jahr trocken). Mein Chef weis, dass ich keinen Führerschein habe, aber er weis nicht das das noch mindestens ein Jahr dauert.

    Wie soll ich das "logistisch" stemmen ? Mehrmals unterwegs wegen der Screenings.

    Wenn ich an die nächste Zeit denke, habe ich ein Gefühl der Verlorenseins - ich würde es nicht als Depression bezeichnen - ehr als Angst vor dem Umgewissen. Es ist ein Gefühl, wie wenn mir die Zeit mit meienr Frau davonläuft. Eigentlich schwere Traurigkeit und Melncholie - das trifft meine momentane gefühlslage am Besten. Als Mittel nehme ich nur Baldrian-Tabletten, aber die helfen nicht viel. Das einzige was hilft ist arbeiten, aber nur bis ich halt fertig bin- und dann kommt die große grausame Leere. Wer kann mir weiterhelfen ? Ich bin für jeden Tip dankbar.

    Zu meiner Person . Ich bin 48 Jahre alt, männlich, verheiratet und arbeite zukünftig als Controller. Die letzten 5 jahre war ich selbstständig tätig und konnte sehr viel von zu Hause aus arbeiten. Durch die Trennung von meiner Frau (ging bei meinem Studium an) kam ich aus diesen Gründen zum Alk.

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Viele Grüße


    Winfried

  2. #2
    Neuling
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    Hallo Winny,

    das kann ich nachvollziehen, dass Du Angst hast. Gerade, wenn Du die letzten Jahre Deinen Beruf von zuhause aus machen konntest.

    Aber hast Du Angst, wieder rückfällig zu werden, was den Alkohol angeht, oder hast Du Angst, Deine Frau "allein" zu lassen? Vielleicht eine Information, um Dein Problem besser zu verstehen?!

    Oder hast Du Angst den Job zu verlieren, wenn Dein Chef erfährt, dass Du noch ein Jahr auf Deinen Führerschein warten musst, ist ein Führerschein notwendig, um Deinen Job auszuüben?

    Weiß denn Dein Chef von Deiner Situation? Kannst Du evtl. mit ihm reden, ihm Deine Lage schildern, um mehr Sicherheit zu bekommen, dass er auch hinter Dir steht.

    Vielleicht kannst Du Deine Ängste etwas beschreiben, dann kommen bestimmt ein paar hilfreiche Tipps.

    Gruß
    JessTerday

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    Tänzerin (29.10.2011),Winny63 (29.10.2011)

  4. #3
    Neuling
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    Standard Angst vor der nächsten Zukunft

    Hallo JesstTerday,

    vielen Dank für Dein Interesse an meinem Problem und Deine Mail.

    Meine Gefühlslage lässt sich am besten so beschreiben :

    Melancholie, Ungewissheit und Schuldgefühl.

    Angst vor einem Rückfall hab ich nicht. Schon eher das ich nicht bei meiner Frau bin, sie steht voll im Leben, aber ich möchte in jedem Moment für Sie da sein (24 schöne Ehejahre) und si beschützen. Sie unterstützt auch meine berufliche Zukunft, ich solls probieren und wenn es mir partout nicht gefällt kann ich immer noch aufhören - sagt sie.

    Das mit dem Führerscheinentzug weis mein Chef (Grund Punktekonto, was auch stimmt, da ich außer alkoholisiert Fahren auch schon jede Menge Punkte anderweitig gesammelt habe; da kam halt etliches zusammen .... Unternehmer, schnelles Auto, Terminenge, Rasen, Abstand....das ganze Programm).
    Ich glaube, ihn interessiert auch nicht so sehr die Ursache, sondern die Tatsache, dass ich jetzt für nochmal mindestens ein Jahr keinen FS habe.

    Eine der Ursachen meiner Probelme kann auch sein, dass ich mich immer gleich an alles klammern muss; jetzt hab ich meine Selbstständigkeit aufgegben, klammere ich mich schon wieder an den neuen Job. Und dieses Klammern möchte ich verlieren, da m.E. die oben erwähnten Probleme (auch der Alk) dadurch bedingt waren bzw. sind. Denk aber das wird ein schmerzhafter weg und ich weis nicht ob ich den gehen soll - ich möchte am liebsten allen helfen bzw. für sei da sein.

    Vielen Dank für Eure Tips.



    LG



    Winfried

  5. #4
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    Standard "Für jede Tür...

    ... die zugeht, geht eine andere auf!"

    Das ist eines meiner liebsten Zitate und ich halte es mir immer vor Augen, wenn so ein Gefühl aufkommt wie "Wenn ich das jetzt vergeige, bekomme ich so eine Chance nie wieder!"

    Stimmt nicht.

    Deine Ängste sind nachvollziehbar und das schlimmste an Ängsten ist immer, dass sie sich im Kopf verselbstständigen können, bis wir keinen Ausweg mehr sehen.

    Vielleicht kannst Du folgendes versuchen: Denke daran, dass Du am 01.11. einen neuen Job beginnst. Du hast diesen Arbeitsvertrag bekommen, weil Du der am besten geeignete Bewerber bist.

    Genau so sieht das im Moment Dein Chef. Du schreibst, das Du Dich in der Lage siehst, den Anforderungen gerecht zu werden - das ist sehr positiv und sollte beibehalten werden!

    Stell Dir also vor, wie Du dort anfängst und durch Deine Leistung überzeugen wirst. Du wirst so gut sein, dass Dein Chef die sache mit dem Führerschein hinten anstellt... weil er auf einen guten Mitarbeiter nicht verzichten will.

    Stell Dir weiterhin vor, Dein Chef ist ein Mensch und ein Idealist: Er sieht, dass Du auf dem allerbesten Weg bist... und will Dich unterstützen. Solche gibt es, ich habe so einen!

    Die Fahrtzeit ist natülich eine große Belastung aber türme nicht alle Probleme auf einmal vor Dir auf! Erst legst Du einen guten Start hin, dann löst Du das mit den Zugfahrten. Vielleicht kannst Du auf den Strecken mit dem Notebook arbeiten und Dein Chef kommt Dir mit den Zeiten etwas entgegen...

    Wenn dann die Screening-Termine kommen, versuche Dich darüber mit ihm zu einigen...

    Erlaube Dir den Gedanken an einen positiven Anfang! Das geht! Letzendlich bestimmen unsere Gedanken auch unsere Handlungen. Wer positiv denkt, wird positiv handeln und auch ein positives Feedback bekommen... nicht immer, aber immer öfter...

    LG
    Silent Voice

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    Thessa (30.10.2011),Winny63 (29.10.2011)

  7. #5
    Neuling Avatar von DieSchlumpfine
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    Standard

    Hey Winni,

    Auch wenn es sich komisch anhört und wahrscheinlich nach nicht durchdachtem Gequatsche: Kommt Zeit kommt Rat!

    Ich glaube, es wird alles nicht so schlimm sein, wie du es dir jetzt vorstellst! Das ist die Angst vor dem Neuen, du weißt nicht, was dich erwartet und wie es funktionieren kann. Aber es wird funktionieren, da bin ich mir sicher!
    Dein Chef hat dich ohne Führerschein eingestellt, also kann er so wichtig für den Job nicht sein! Und wenn du zum wieder erlangen zu diesen Tests muss, wird er dich freistellen dafür. Und selbst wenn nicht ist es zwar ärgerlich, aber dann musst du halt Urlaub nehmen. Deine Frau unterstützt dich, das ist doch super! Kann euch nach 24 Jahren Ehe wirklich dies beeinflussen? Du bist ja nicht aus der Welt, kommst jeden Abend nach Hause, kannst neben ihr einschlafen und aufwachen, die Wochenenden habt ihr für euch...
    Was den Job angeht. Wenn dein Chef es dir nicht zutrauen würde, dann hättest du ihn nicht bekommen, also auch das wird klappen!

    Das soll alles nicht altklug klingen, ich verstehe dich ganz genau! Auch ich fange zum 1.11. einen neuen Job an. Neue Stadt, neue Aufgaben, neue Kollegen. Ich schlafe seit zwei Wochen schlecht, bekomme keinen Bissen mehr herunter. Frage mich auch, ob ich dem Ganzen gewachsen bin, ob es nicht ein Fehler war, es so zu lassen, wie es war. Es tröstet mich etwas, dass es anderen auch so geht.
    Mein Umzug war mein Horrorszenario! Nächte lang habe ich mir überlegt, wie wir das alles gestemmt bekommen habe in Gedanken jedes Möbelstück in den Anhänger geschleppt und wieder zurück... GEstern war nun der Umzug und es hat alles geklappt! Der ganze Stress für nichts.. Wenn es dann soweit ist, ist es alles halb so schlimm. Daran glaube ich fest (und versuche mich immer wieder daran zu erinnern) und bei dir wird es auch so sein!

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg im neuen Job und alles Gute auch sonst! Vielleicht meldest du dich ja in ein paar Wochen mal, wie es gelaufen ist! Werde dir die Daumen drücken!
    LG
    Schlumpf
    Es ist vorbei, doch idiotischerweise will ich immer noch bei dir sein
    Es ist vorbei - und ich will nicht begreifen: Jeder Mensch ist für immer allein

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei DieSchlumpfine für den sinnvollen Beitrag:

    Winny63 (30.10.2011)

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