Hallo zusammen,

ich war schon länger nicht mehr hier und heute hab ich einfach einen inneren Drang euch um Rat zu bitten.
Seid meiner Reha versuche ich mein Leben zu verändern,was mir auch ein Stück weit gelungen ist.
Aber ich fühle mich nicht glücklich,habe Angst wieder enttäuscht zu werden,verletzt zu werden.
Ich hab vor einigen Monaten dann für mich entschlossen mich einfach niemandem mehr zu öffnen,nur noch meinem Freund und meiner Familie.
Ich versuche nach aussen hin die "Ernsthafte"zu markieren und lasse niemandem mehr wirklich an mich heran.
Durch all meine schlechten Erfahrungen bin ich übervorsichtig geworden und versuche sehr stark darauf zu achten was ich sage,wie ich es sage,welche Mimik und Gestik ich dabei verwende.Es strengt mich aber unheimlich an und ich fühle mich sehr leer und traurig.
Besonders in der Arbeit möchte ich unbedingt niemandem mehr zeigen wie es mir geht und wie ich mich fühle.
Weil ich immer nur mit Füssen getreten wurde.
Eigenltich bin ich ein Mensch der gerne lacht auch mal Gefühle zeigt.
Aber genau das verschwindet immer mehr und ich frage mich ernsthaft wo das noch hinführt.
Meine Therapeutin sagt immer zu mir:"lachen sie nur,wenn es etwas zu lachen gibt"!
Ich hab so furchtbare Angst mit jemandem eine intensivere Unterhaltung zu führen.
Auch im privaten Bereich.Selbst meiner Freundin misstraue ich.

Z.B.haben wir auch einen Praktikanten der sich immer wie die Fahne nach dem Wind dreht.Wenn er mit mir arbeiten muss dann behandelt er mich manchmal wie luft und am nächsten Tag redet er wieder ganz freundlich mit mir.Sowas verunsichert mich total und ich fange dann immer mehr Distanz zwischen uns zu bringen.Am Anfang habe ich noch gefrag,was er hat,aber mittlerweile verschliesse ich mich wieder komplett.
Meine Kollegin z.B.fragt mich ständig aus und ich habe schlimme Angst etwas falsches zu sagen,damit mir nicht wieder ein Strick daraus gedreht werden kann.Und so werde ich auch immer einsamer in der Arbeit.Irgendwo ist es besser so,weil ich dann keinen Anlass mehr gebe um über mich zu tratschen,aber ich fühle mich wie ein Aussenseiter und das tut mir verdammt weh.
Okay,unser Betriebsklima ist das Übelste was ich je kennengelernt habe und Schikane sind an der Tagesordnung.Aber ich kann so nicht mehr weiterleben,mir eine Fassade aufrecht zu erhalten,etwas,was ich gar nicht bin.
Was meint ihr dazu?

Ich habe solche Angst wieder verletzt zu werden,von irgend jemandem,das ich niemanden mehr so richtig in mein Leben reinlasse und eigentlich sehne ich mich nach ehrlicher Freundschaft und netten Menschen die mich umgeben.
Bin gerade ziemlich verzweifelt und traurig zugleich.


Danke fürs lesen.

Meloy