psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Angst vor Monstern mit 12 normal???

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    17.01.2012
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Angst vor Monstern mit 12 normal???

    Hallo Zusammen,

    es geht hier um meine Nichte. Sie wird nächsten Monat 12 und hat im Moment Angst vor einem Monster unter Ihrem Bett. Aber um es genauer zu erklären muß ich etwas weiter ausholen...

    Die Eltern meiner Nichte sind seit ca. 7 Jahren getrennt. Es gab nur noch Streit zu Hause und bei einem Streit ist mein Bruder seiner Frau an den Hals gegangen. Es ist zum Glück nicht noch mehr passiert (wobei das ja auch schon genug war) und ein paar Monate später ist sie dann mit den Kindern ausgezogen. Die Trennung ist dann aber zum Glück ganz harmonisch abgegangen, also kein Rosenkrieg und so. Sie wohnen auch nur einen Ort voneinander entfert und die Kinder können immer zu ihrem Papa wann sie wollen. Es war aber schon immer so, das die Große ( 13 Jahre) mehr ein "Papakind" war und die Kleine (fast 12 Jahre) mehr ein Mamakind. Die Groß eist mein Patenkind und bei Ihr hab ich den Eindruck, das sie ganz stabil ist und mit dem Leben klar kommt. Um die kKleine Mache ich mir aber seit längerem schon Sorgen. Sie leidet sehr an Heimweh. Als sie Ende des 4. Schuljahres ein paar Tage mit der Klasse weg waren, ist sie als einzige zu Hause gblieben und lieber in der Zwischenzeit in eine andere Klasse gegangen. Wenn sie aber bei den Großeltern übernachtet ist das kein Problem, auch kommt sie seit 3 Jahren mit Ihrer Schwester ein mal im Jahr zu mir zu Besuch (wir wohnen 350km auseinander) und das klappt auch gut.

    Jetzt hab ich gestern von meinen Eltern erfahren, das sie zur Zeit Angst vor einem Monster unter ihrem Bett hat. Bei ihrer Mutter haben die Kinder ein Zimmer zusammen, im Moment sind sie aber bei meinem Bruder (der hat gerade Urlaub) und da haben sie getrennte Zimmer. Was auch bisher nicht schlimm war. Weihnachten waren sie auch bei ihm, und da war alles in Ordnung.
    Meine Mutter hat sie gestern dann versucht zu trösten und versucht aus ihr rauszubekommen was los ist und da hat sie es dann erzählt und das sie wieder zu ihrer Mutter will. Dafür nimmt sie dann auch in Kauf, das sie abends alleine wäre (ihrer Mutter arbeitet und ihre Schwester will beim Papa bleiben) Die Mutter hat auch einen neuen Partner, der kommt im Moment aber auch erst spät nach Hause.

    Okay, lange rede kurzer Sinn... Ich mache mir jetzt auf jeden Fall große Sorgen ob das normal ist, oder ob eventuell ein größeres Problem dahintersteckt. Da ich selbst seit Jahren mit Depressionen kämpfe (mir geht es im Moment aber recht gut) mache ich mir natürlich erst recht Sorgen, da sie mir auch so ähnlich ist und auch wie ich, sehr sensiebel. Ich kann, aufgrund der Entfernung, leider nicht mehr für sie da sein.

    Ich danke Euch schon für eure Antworten

  2. #2
    Schreibkraft
    Registriert seit
    21.10.2011
    Beiträge
    106
    Danke
    42
    74 mal in 42 Beiträgen bedankt

    Standard Hoffentlich nur unter dem Bett

    Hallo!

    Es ist ein sehr unschöner Gedanke, der sich mir aufdrängt und den ich nicht unausgesprochen lassen möchte:

    Die jüngere Tochter Angst vor einem Monster unter dem Bett, wenn sie bei ihrem Vater übernachtet, wo die Mädchen getrennte Zimmer haben?

    Ich hoffe sehr, dass es sich hier vielleicht nur um eine Phase handelt, die sich leicht erklären läßt... vielleicht ist sie es einfach nicht gewöhnt, alleine zu schlafen... aber man darf auch nicht die Augen vor der Möglichkeit verschließen, daß das Monster nicht unter dem Bett zu finden ist, sondern darin...

    Im Alter von 12 Jahren ist es schon eher ungewöhnlich, wenn Kinder nicht allein in einem Zimmer schlafen können.

    Die Wortwahl ("Monster unter dem Bett") könnte eine versteckte Anspielung der Tochter sein auf einen möglichen (sexuellen) Mißbrauch, vielleicht ein Hilferuf, den sie nicht offen auszusprechen wagt.

    Das dies ein sehr schwerwiegender Verdacht ist, darüber bin ich mir im klaren. Damit darf man natürlich auch nicht einfach rausplatzen, denn der Mann darf auf keinen Fall zu Unrecht damit in Verbindung gebracht werden... und die Unschuldsvermutug muss bis zum Beweis des Gegenteils gelten.

    Was hälst Du davon?

    LG
    Silent Voice
    Geändert von Silent Voice (17.01.2012 um 10:11 Uhr)

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    17.01.2012
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Sollte man auf jeden Fall nicht aus den Augen lassen

    Hallo Silent Voice,

    vielen Dank für Deine Antwort. Das ist eine Möglichkeit, die ich auf keinen Fall aus den Augen lassen möchte. Es fällt mir zwar im Moment sehr schwer zu glauben, das es soetwas sein könnte, zumal es sich bei dem Vater um meinen Bruder handelt, aber meist sind es die, denen man es nicht zutraut.
    Was mich aber davon abhält total in Panik auszubrechen ist die Tatsache, das sie vorgestern Nacht wohl bei meinem Bruder im Bett geschlafen hat, weil sie in ihrem Zimmer keine Ruhe fand, und da hat sie dann wohl geschlafen.
    Aber ich werde auf jeden Fall mit meiner Nichte telefonieren und mir selbst ein Bild machen, wenn sie mir denn übers Telefon was erzählt.

    LG Hexe-SL

  4. #4
    Roman Verfasser
    Registriert seit
    27.11.2011
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    1.347
    Danke
    175
    311 mal in 244 Beiträgen bedankt

    Standard

    Äußerst normal, auch bei Nicht-Trennungs-Kindern. Ganz viele 8-15 Jährige (+/-) haben das. Das hat mit Externalisierung von Angst zu tun. Trösten oder mit erschreckt sein ist falsch. Beruhigen, Sicherheit vermitteln, anbieten Zimmertür einen Spalt offenzulassen und Flurlicht anlassen. Kann vielleicht 1-2 Jahre anhalten. Jedesmal beim Schlafengehen fragen ob Angst besteht und das Licht an und die Tür offengelassen werden soll bzw. es einfach auch so machen und dem Kind damit Sicherheit vermitteln, daß die Eltern für seine Angst Verständnis haben. Mit der Sicherheit wird das Kind irgendwann selbst anfangen sich zu konfrontieren, wird das Licht nicht mehr immer haben wollen. Ganz normal behandeln.

  5. #5
    Neuling
    Registriert seit
    17.01.2012
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Danke Erwin, das beruhigt mich doch jetzt ganz schön. Vor allem, dass es wohl auch weniger mit der Trennung zu tun hat. leider kann ich aus der Ferne nicht so agieren, wie ich das gerne möchte, werd aber versuchen den Eltern das auch so rüber zu bringen. Spätestens in vier Wochen seh ich sie auch und dann kann ich mir auch selbst noch mal ein Bild der Lage machen.
    Meine größte Sorge ist aber wirklich, dass sie nicht ernst genommen wird...

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 04.03.2012, 07:11
  2. ist das normal???
    Von locke im Forum Depression
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 24.11.2011, 14:59
  3. Ist das normal ?
    Von IsThatAlright im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 28.07.2011, 10:23
  4. Was bin ich? Normal?
    Von Matze1238 im Forum Depression
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 21.07.2011, 21:58
  5. Ist das normal?
    Von Luna74 im Forum Scheidung / Trennung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 20.08.2008, 13:11

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!