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Thema: Angst vor Schule? Überlastet?

  1. #1
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    Standard Angst vor Schule? Überlastet?

    Hi erstmal.

    Ich habe heute Nachmittag mal wieder Sport und irgendwie habe ich totale Panik und Angst davor. Ich hab allgemein jedesmal totale Panik vor der Schule. Ich hab dann vor einigen Tagen gemerkt, dass das überall der Fall ist wo viele Menschen sind ._. Hab ich jetzt eine Sozialphobie? Ich hab tierische Angst ausgelacht oder gemobbt zu werden. Wenn mich jemand nur komisch anschaut als ob ich ein Monster wär bekomm ich schon Depressionen! Ich weiss echt nicht was mit mir los ist...

    Es ist nicht dass ich zu faul bin oder so. Es ist wirklich eine Angst und habe dann auch Panikattacken und mir wird oftmals schlecht... Ich habe sschon oft geschwänzt und langsam wissen es alle... heute muss ich wieder schwänzen sonst sterbe ich noch! Ich hab da so ein komsiches Gefühl.. als mir etwas sagt ich darf nicht dahin! Eine Art Flucht. Das Problem ist jetzt aber wenn ich heute Nachmittag schwänze, bekomm ich richtigen Ärger morgen. Und ich finde es noch seltsamer, dass es mir überhaupt nichts ausmacht... Wenn ich heute fehle gibt es keine Ausreden. Es sit so offensichtlich. Aber ich kann nicht anders...

    Was soll ich machen? Ich würd sicher den Nachmittag überleben... aber ich würde dann immer depressiver werden und weiter sinken und dann wars das!

    Ich dachte immer das sei nur so weil ich eher wenige Freunde haben und sosnt auch faul bin. Aber jetzt wird es richtig schlimm. Ich glaube sogar, dass ich an Borderline leide oder so Es gibt nähmlich noch anderes, aber das passt hier ejtzt nicht dzau.

    Man sieht also... ich bin am Ende und niemand weiss es. Ich will es aber auch niemanden was zeigen oder beweisen... aber ich kann nicht mehr. Kann ich das meinem Artzt sagen, so dass der mich vom Sportunterricht befreit? Würde aber meine Sozailangst (wenn es wirklich das ist ) auch nich lösen ._.

    Was kann ich jetzt noch machen?

  2. #2
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    Hallo 0Miku0,
    so ähnliche Ängste kommen mir bekannt vor.
    In welche Klasse gehst Du denn?
    Was Du so schreibst, hört sich für mich tatsächlich nach irgendeiner Form von Sozialphobie an.

    Wenn mich jemand nur komisch anschaut als ob ich ein Monster wär bekomm ich schon Depressionen! Ich weiss echt nicht was mit mir los ist...
    Vielleicht geht es Dir ja so wie mir, dass Du ständig darüber nachgrübelst, was alle möglichen Leute von Dir denken. Leicht gesagt, aber darüber sollte man sich wirklich nicht so viele Gedanken machen. Das kann man lernen, auch indem man sein Selbstbewusstsein/-vertrauen stärkt. Das klappt natürlich nicht gerade gut, wenn man in so einer schlechten Klassensituation steckt:

    Ich hab tierische Angst ausgelacht oder gemobbt zu werden.
    Ist das denn schon einmal wirklich passiert? Wenn ja, könntest Du ja eventuell über einen Klassenwechsel nachdenken. Wie ist denn sonst so das Klima in eurer Klasse?

    Was kann ich jetzt noch machen?
    Wenn Dich Deine Probleme so belasten, würde ich vorschlagen, nach einem Therapeuten zu suchen, der kann Dir vielleicht ein paar nützliche Lösungsvorschläge aufzeigen, wie Du Deine Ängste besiegen kannst und auch bezüglich der Selbstbewusstseins-Thematik.

    Hoffe, ich konnte ein bisschen helfen.

    Viel Glück noch weiter
    Regenwurm

  3. #3
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    Kann es sein, dass du viel über deine Angst nachgrübelst?? Woher hast du denn die tollen Diagnosen? Vergiß sie!!!!!!!!!

    Hier ein Satz für Dich: "Immer wenn er daran dachte, fühlte er sich fürchterlich - so kam er zu dem überraschenden Entschluß, nicht mehr daran zu denken"

    Geh heute Abend mal mindestens eine halbe Stunde Joggen oder Schwimmen - falls körperlich nichts dagegen spricht. Gefühlszustände sind flüchtig, sehr schön bei kleinen Kindern zu sehen: tiefste Verzweiflung und und größte Freude liegen eng beieinander. Genauso ist es bei gesunden Erwachsenen.

    Wann hast du das letzte mal Wut ausgedrückt oder geweint?

    Für mehr Hilfe bräuchte man noch ein paar Infos von Dir (Alter, Körperliche Besonderheiten, Familie)

  4. #4
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    Ist das denn schon einmal wirklich passiert? Wenn ja, könntest Du ja eventuell über einen Klassenwechsel nachdenken. Wie ist denn sonst so das Klima in eurer Klasse?
    Früher ist war es ständig so. Erst seit 2 Jahre ist es etwas besser. Aber nie so, dass ich mich wirklich wohl gefühlt habe... In der Klasse gibt es normalerweise keine dummen Sprüche oder so. aber wenn es hart auf hart kommt oder es mal Streit gibt oder nur etwas kleines passiert, dann erfährt man wie die Dinge wirklich laufen. Und spätenstens DANN werde ich wieder depressiv wenn ich erfahre was die anderen wirklich von mir halten Über Klassenwechsel hab ich nie nachgedacht...

    Kann es sein, dass du viel über deine Angst nachgrübelst?? Woher hast du denn die tollen Diagnosen? Vergiß sie!!!!!!!!!
    Ich kann sie nicht vergessen! Und was für Diagnosen? Ist das normal, wenn ich Panikattacken bekomme wenn viele Menschen um mich sind, ich extreme Angst habe ausgelacht oder sosnt wie abgelehnt zu werden und mir alles viel zu viel wird und ich schnell belastbar werde? :/ Vergessen geht nicht! Ich kanns höchstens mal abschalten und dann klappts auch ganz gut... aber nur bis dann irgendeine Art "ablehnung" kommt

    Wann hast du das letzte mal Wut ausgedrückt oder geweint
    Geweint hab ich das letze mal heute... Wut ausgedrückt ist schon lange her...

    tiefste Verzweiflung und und größte Freude liegen eng beieinander. Genauso ist es bei gesunden Erwachsenen.
    Bei gibt es leider nur Verzweiflung bis tiefe Verzweiflung. Freude spüre ich etwa 1-5 Minuten wenn ich Hobbys nachgehe. Aber wirklich richtige Happy-Phasen gabs schon ein paar Jahre vor der Pubertät gar nicht mehr und ich bin jetzt 16.

    Für mehr Hilfe bräuchte man noch ein paar Infos von Dir (Alter, Körperliche Besonderheiten, Familie)
    BIn 16. Körperliche Besonderheiten gibts nicht und Beziehung in der Familie ist eher nicht so gut. Liegt aber daran, dass sie teilweise gar nicht mehr richtig besteht und ich mich immer mehr abkappsle



    Danke für die Antworten!

  5. #5
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    Danke für deine ausführliche Rückmeldung.

    Was du unmittelbar tun kannst ist wirklich intensiv Sport treiben. Das löst zwar nicht dein Grundproblem - du wirst dich aber wesentlich besser fühlen.

    Was ist mit deinem Freundeskreis? Freundin?

    Was ist los mit deiner Familie. Ich habe drei Söhne von 14-18 Jahren und würde merken, wenn es denen schlecht geht.

    Mit Diagnosen meinte ich Soziophobie und Borderline, die von dir selbst stammen. Ich würde lieber schauen, was man verbessern kann - und glaube mir, da wird uns noch einiges einfallen. Auch du bist in der Lage Glück zu spüren - schneller als du denkst.

  6. #6
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    Hallo,

    erzähle uns doch einmal, warum Du Borderline vermutest. Mach's am besten gleich hier rein, auch wenn falsche Kategorie. Ist aber besser, weil ich glaube, alles zusammen diskutieren zu müssen, statt beide Probleme einzeln. Ich hoffe auch, dass Du weißt, was Borderline überhaupt ist und welche Hauptsymptome dort vertreten sind: sowohl dissoziative als auch psychotische Symptome (daher auch der Name Border- (= Grenz-)linie, also Grenze zwischen neurotischem und psychotischem Verhalten). Falls Du das noch nicht wusstest, empfehle ich Dir, einmal den diesbezüglichen Wikipediaartikel zu durchfliegen, musst auch nicht jedes Wort lesen, aber zumindest die wichtigen Informationen.

    Was glaubst Du, was ich alles für Krankheiten vor mir gebastelt habe, als ich anfing, mich intensiv mit mir und meinen Problemen zu beschäftigen? Alles, was diese meine Beschwerden auslösen konnte: von den organischen Ursachen wie Tumore, Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion, negative Blutwerte, verrengter Wirbel bis hin zu den psychichen wie irgendwelche Neurosen (welche mir übrigens vor fast zwei Jahren ein Psychiater diagnostizierte), Angststörungen, Depressionen, Zwangsstörungen, Borderline, Burnout bis hin zu einer langsam anbahnenden Schizophrenie. Und von alledem blieb am Ende nichts übrig. Irgendwann habe ich festgestellt, obwohl ich wie Du am meisten unter Depressionen und Angststörungen zu leiden habe, dass ich gar keine Krankheit habe, sondern Probleme, die ich mir selbst über viele Jahre zugefügt habe. Und wenn ich noch genauer sein will: Die Depressionen und Angststörungen sind psychosomatische Äußerungen meiner nie gelebten Gefühls-, Emotionswelt - ich habe ganz genau gesagt nicht einmal wirklich Probleme, sondern ich trage Symbole. Ich interpretiere sie nur als Probleme und reagiere auf sie nur als solche. Und etwas Ähnliches befürchte ich auch bei Dir, dass Du Symbole psychosomatischer Natur in Dir trägst, die Dir zeigen wollen, dass Du scheinbar nicht so richtig mit Deiner Gefühlswelt klarkommst. Paradebeispiel sind und bleiben die gefürchteten Depressionen. Denn Depressionen heißt doch vom Lateinischen "niederdrücken", nicht wahr? Google mal danach, Du wirst genau das feststellen und zugeben müssen. Was nun niedergedrückt wird, sind die Gefühle, die Emotionen. Sie werden ins Unbewusste verdrängt, weil sie wehtun (zum Beispiel Wut, Trauer, Verzweiflung und Scham). Du sagst, Du hättest erst vor kurzem noch geweint. Aber öffentlich? Bist Du zu Deiner Mutter oder Deinem Vater mal hingegangen und hast gesagt, dass Du fertig mit den Nerven bist und Du sehr traurig und tief verzweifelt bist? Und hast Du ihnen auch gesagt, dass Du sauer und wütend bist? Denn das scheint mir unter diesem Umstand...
    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Beziehung in der Familie ist eher nicht so gut. Liegt aber daran, dass sie teilweise gar nicht mehr richtig besteht und ich mich immer mehr abkappsle
    ...unwahrscheinlich zu sein. Ich glaube, Du weinst stattdessen heimlich, dabei ist das Verbreiten und Veröffentlichen eigener Gefühle die wundersame Heilung vieler Probleme. Falls das für Dich oder jemand anderem hier nun etwas esoterisch klingen mag: Ich bin kein Esoteriker, sondern schildere hier meine persönlichen Erfahrungen, welche natürlich nur Meinungen sind, wie es mit den Dingen zugeht.

    Erstes Ziel also sollte für Dich sein: eine stabile und gute Beziehung zu den Eltern wiederaufzubauen. Das kann aber nicht von ihnen aus kommen - Du siehst ja selbst, dass nichts geschieht -, sondern von Dir selbst. Also scheue Dich nicht, rede mit ihnen über Dich und Deine Probleme und Deine Gedanken und Deine Gefühle. Sie sind Deine Eltern, Deine lebenslangen Erzieher und Geliebten, die Dich lieben. Bleibe Dir dessen bewusst, daher rede mit ihnen über Dich. Jede abgekapselte Minute ist eine weitere Minute, in der Du Deine negativen - oder sollte ich besser sagen: schrecklichen und widerlichen - Gefühle verdrängt und verschluckt hast. Kein Wunder, dass dies hier eine Beschwerde ist:
    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    und mir wird oftmals schlecht...
    Dir ist wortwörtlich zum Kotzen! Also kotze! Aber nicht mit der Finger-im-Mund-Methode, das meine ich nicht, sondern verbal. Du sollst Deine Gefühle auskotzen. Wenn jedes schlechte Gefühl, das Du bisher in Deiner Krankheitsgeschichte hattest, einer verdorbenen Nahrungsmitteleinheit entspräche: kannst Du Dir jetzt vorstellen, warum Dir so furchtbar übel ist, vor allem in den Situationen, die Du vermeidest und was man deswegen auch als Vermeidungsverhalten bezeichnet? Je nachdem, wie oft Du Gefühle heruntergeschluckt hast, wirst Du mit einmal kotzen auch nicht wieder sofort topfit sein. Gehe zu einem Psychotherapeuten, er soll Dich aufbauen und unterstützen.


    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Ich hab allgemein jedesmal totale Panik vor der Schule.
    Warum genau? Wovor genau fürchtest Du Dich? Vor der Übelkeit? Gehe in die Schule. Dein intelligenter und rationaler Verstand sagt Dir nämlich, dass Du in die Schule gehen sollst, nur Deine Ängste sagen Dir, Du sollst nicht hingehen. Das hat auch seinen guten Grund: Denn würdest Du dorthin gehen, würdest Du etwas gegen die Beschwerden unternehmen. Das will die Angst natürlich nicht, alles will überleben. Daher sagt sie Dir auch, zuhause bleiben zu sollen, und gibt Dir noch einmal eine volle Ladung Übelkeit und Panik, damit Du auch ja nicht den Mut gewinnen solltest, in die Schule zu gehen. Indem Du zuhause bleibst, belohnst Du Dich (indem sich die Angst und Übelkeit wieder abbaut) selbst und somit die Angst, da die Angst ein Teil von Dir ist. Indem Du Dich vor der Schule hütest, nährst Du praktisch Deine Ängste. Und Nahrung macht groß, Nahrung bringt jemanden zum Überleben und Wachsen. Was folgt daraus? Ich werde es Dir sagen: Mit jedem versäumten Schultag, der auf Deine Ängste beruht, belohnst Du Dich nicht nur selbst, sondern fütterst Deine eigenen Ängste, damit sie irgendwann in Zukunft noch stärker sein können und Dich so irgendwann mal so stark einschränken könnten, dass Du es nicht einmal mehr wagst, überhaupt die Wohnungstür - oder die Toilette vor lauter Übelkeit - zu verlassen. Deine Ängste haben ihren sehr wohl gut gemeinten Grund, vor allem die Depressionen. Sie sind das, was Dir fehlt, nur in Form von psychosomatischen Symbolen, die wir Beschwerden wie Übelkeit, Ängste und Depressionen nennen. Dein zweites Ziel: Aufschub von Selbstbelohnungen und Erleben der eigenen Ängste. Du sollst nicht Deine Ängste bekämpfen, das kannst Du auch nicht, Du sollst sie erleben. Das geht nur, wenn Du den Mut packst, in die Schule zu gehen, den Sportunterricht zu besuchen und keine Angst mehr davor hast, Übelkeit zu haben und wenn Dir die Furcht, gemobbt zu werden, überflüssig wird.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Ich hab dann vor einigen Tagen gemerkt, dass das überall der Fall ist wo viele Menschen sind ._. Hab ich jetzt eine Sozialphobie?
    Vielleicht. Genaues kann Dir ein Psychiater, Psychologe oder Psychotherapuet sagen. Hinter einer Phobie kann (muss aber nicht) alles mögliche, selbst Undenkbares, stecken, das nur mal zusätzlich gesagt.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Ich hab tierische Angst ausgelacht oder gemobbt zu werden. Wenn mich jemand nur komisch anschaut als ob ich ein Monster wär bekomm ich schon Depressionen! Ich weiss echt nicht was mit mir los ist...
    Stelle Dir doch mal vor, wie es ist, wenn Du ausgelacht wirst. Ist es Dir wirklich so lebensbedeutend? Natürlich ist eine Scham damit verbunden. Es gab auch Situationen, in denen ich mal ausgelacht wurde, warum auch immer.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Es ist nicht dass ich zu faul bin oder so. Es ist wirklich eine Angst und habe dann auch Panikattacken und mir wird oftmals schlecht...
    Sicher bist Du nicht faul. Du leidest ja auch viel. Aber Du suchst noch immer einen etwas bequemeren Weg, Deine Probleme zu lösen - ferner sogar: sie loszuwerden. Gehe morgen in die Schule, das soll der Grundstein Deines harten, aber sehr wohl aufbauenden Weges sein.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Ich habe sschon oft geschwänzt und langsam wissen es alle... heute muss ich wieder schwänzen sonst sterbe ich noch!
    Du wirst nicht sterben, sondern höchstens immer mehr das Gefühl bekommen, sterben zu müssen. Genau das ist ja der Trick der Angststörung: bis an die Grenzen gehen, nie aber sie erreichen und überschreiten. Du schämst Dich nur noch zu sehr, weil Du Rücksicht auf die mögliche (nicht wahrscheinliche, sondern mögliche!!!) Reaktion anderer (hier: Mitschüler) nimmst. Du hast Dir den Gedanken hocherzwungen, nur ja nicht auffallend zu werden, wenn es ganz schlimm wird. Was hier also Dein nächstes Ziel wird, kannst Du Dir bestimmt selber erdenken.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Ich hab da so ein komsiches Gefühl.. als mir etwas sagt ich darf nicht dahin!
    Und nach meinem Vorhergesagten weißt Du jetzt sicher auch, was dieses Etwas ist, richtig?

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Eine Art Flucht. Das Problem ist jetzt aber wenn ich heute Nachmittag schwänze, bekomm ich richtigen Ärger morgen. Und ich finde es noch seltsamer, dass es mir überhaupt nichts ausmacht... Wenn ich heute fehle gibt es keine Ausreden. Es sit so offensichtlich. Aber ich kann nicht anders...
    Du kannst anders, Du willst nur nicht anders. Da ja heute schon ein Tag weiter als gestern ist: sag uns doch mal, ob Du da warst oder nicht?
    Geändert von Exot (22.06.2011 um 20:40 Uhr)

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Exot für den sinnvollen Beitrag:

    Regenwurm (23.06.2011)

  8. #7
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    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Was soll ich machen? Ich würd sicher den Nachmittag überleben... aber ich würde dann immer depressiver werden und weiter sinken und dann wars das!
    Du hast zwei Wahlen: entweder hingehen oder nicht hingehen. Beide Wege scheinen ein Teufelskreis zu sein. Denn gehst Du dahin, kommen Deine Ängste und somit Deine Depressionen zurück. Wenn Du aber zuhause bleibst, nährst Du Deine Angst. Die Angst aber - ich spreche aus Erfahrung -, ist ziemlich gut mit der Depression befreundet, so eine Art Kaffeeklatschtanten sind das. Aber von der ganz furchtbaren Sorte. Und so würde Deine Angst genährt werden, sie sagt das der Depression weiter, dass es bei Dir schön viel Nahrung gibt: Voilá! Und schon hast Du wieder beides, Angst und Depression. Der eine Weg nur über kurze, der andere über längere Frist. In Wahrheit aber ist nur ein Weg ein echter Teufelskreis, nämlich der, den Du gehst, wenn Du zuhause bleibst. Der andere ist nur ein scheinbarer Teufelskreis, der nur so tut, als ob. Über längere Zeit aber wirst Du erkennen, dass er gar keiner ist, sondern der richtige Weg. Er zeigt sich nur als Teufelskreis, weil er ja der Weg ist, den Du gehst, wenn Du Dich gegen die Angst stellen und sie somit hungern lassen solltest. Deswegen wird die Angst ja natürlich diesen richtigen Weg als falschen und schlechten aufspielen, im Sinne von: "Tja, wenn Du jetzt in die Schule gehst, wird es Dir wieder schlecht gehen und dann hole ich meine Freundin hierher, damit wir wieder in Deinem Kopf Kaffee schlürfen können! Also bleibe zuhause und belohne Dich doch damit so selbst!" Damit tust Du der Tante aber auch einen ziemlich großen Gefallen, verstehst Du den ganzen Witz?

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Kann ich das meinem Artzt sagen, so dass der mich vom Sportunterricht befreit?
    Klar kannst Du, würde ich aber lassen, denn...

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Würde aber meine Sozailangst (wenn es wirklich das ist ) auch nich lösen ._.
    ...da hast Du nämlich recht.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Was kann ich jetzt noch machen?
    1. Akzeptieren und verstehen, dass Deine Ängste und Depressionen Ausdruck und symbolhafte Psychosomatik Deiner Deinen Person, Deines eigenen Ichs sind und so das sind, was an Dir fehlt (nicht umsonst fragt der Arzt den Patienten immer: "Was fehlt Ihnen?").
    2. Eine stabile und gute Beziehung zu den Eltern (oder zur Familie) aufbauen.
    3. Dich intensiv und offensiv mit Deinen Beschwerden befassen.
    3a. Ersuchen eines Psychotherapeuten.
    3b. Konfrontation der eigenen Ängste.
    3c. Die negative Gefühlswelt ausleben und mit den Eltern über sie reden.
    3d. Über sich selbst nachdenken und Interesse am eigenen Ich finden: "Warum bin ich krank?" "Was will die Angst und die Depression von mir?" "Was habe ich falsch gemacht?" "Wie kann ich mich korrigieren?" "Liebe ich mich überhaupt selbst?" "Wer bin ich, wer war ich und was will ich werden?" und so weiter...

    Zitat Zitat von Regenwurm Beitrag anzeigen
    Das kann man lernen, auch indem man sein Selbstbewusstsein/-vertrauen stärkt. Das klappt natürlich nicht gerade gut, wenn man in so einer schlechten Klassensituation steckt:
    Weil das Denken da eingeschränkt ist und man förmlich niederknieend seiner Angst folgt. Außerhalb der Situationen sollte er sich bewusst in Gedankenprozessen den Konflikten und Ängsten gegenüberstellen (frei nach der Konfrontationstherapie, die sehr gut gegen Ängste wirken soll).

    Zitat Zitat von Regenwurm Beitrag anzeigen
    Wenn ja, könntest Du ja eventuell über einen Klassenwechsel nachdenken.
    Wäre verlockend, aber, glaube ich, auch wieder eine Selbstbelohnung und Verdrängung der Angst, im Sinne des Vermeidungsverhaltens.

    Grundsätzlich stimme ich Dir aber, Regenwurm, in allem Sonstigen zu.

    Zitat Zitat von probdi Beitrag anzeigen
    Hier ein Satz für Dich: "Immer wenn er daran dachte, fühlte er sich fürchterlich - so kam er zu dem überraschenden Entschluß, nicht mehr daran zu denken"
    Ist schon was Schönes, aber was soll 0Miku0 mit abstrakten Weisheiten anfangen? Er braucht Konkretes und Greifbares.

    Zitat Zitat von probdi Beitrag anzeigen
    Gefühlszustände sind flüchtig, sehr schön bei kleinen Kindern zu sehen: tiefste Verzweiflung und und größte Freude liegen eng beieinander. Genauso ist es bei gesunden Erwachsenen.
    Stimmt auch sehr wohl. Aber in Bezug auf die Probleme von 0Miku0 hat das nichts zu sagen. Gefühlszustände können nicht nur flüchtig, sondern auch lebensprägend sein. Er braucht sich keine Hoffnungen machen, dass die Ängste irgendwann von alleine weggehen. Er muss dafür - blödes Wort, ich weiß - arbeiten.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Früher ist war es ständig so. Erst seit 2 Jahre ist es etwas besser. Aber nie so, dass ich mich wirklich wohl gefühlt habe... In der Klasse gibt es normalerweise keine dummen Sprüche oder so. aber wenn es hart auf hart kommt oder es mal Streit gibt oder nur etwas kleines passiert, dann erfährt man wie die Dinge wirklich laufen. Und spätenstens DANN werde ich wieder depressiv wenn ich erfahre was die anderen wirklich von mir halten
    Oder aus Sicht der Angst ausgedrückt: "Hab ich Dir nicht gesagt, Du sollst zuhause bleiben?! Nähre mich doch stattdessen unbewusst weiter, dann hole ich meine Freundin auch nicht!"
    Verstehst Du, was ich meine? Die Angst ist nichts weiter, als ein Teil Deines Lebens, welcher jedoch ein großes Mundwerk hat. Du bist eben alles: schüchtern und großmäulig, kalt und warm, feige und mutig und so weiter.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Über Klassenwechsel hab ich nie nachgedacht...
    Und wie ist es inzwischen? Bist Du schon zu einem Beschluss gekommen?

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Ich kann sie nicht vergessen!
    Geht auch nicht. Damit würdest Du nur die Ohren zuhalten, weil Dir die sabbeltaschige Angst auf die Nerven geht. Du kannst aber lernen, besser mit ihr umzugehen, besser mit ihr zu leben. Du musst aktiv werden, um mit ihr vernünftig zu leben. Stelle Dir das doch wie mit einer echten sabbeltaschigen Frau (oder Mann) vor: wenn Du einfach sagst "Halt endlich die Schnauze!", dann wird sie erst recht laut. Rede doch mal mit Deiner Angst. Was will sie von Dir? Warum ist sie gekommen? Warum macht sie ihren Kaffee immer in Deinem Kopf und verschüttet ständig etwas in Deinem Magen, wodurch Dir übel wird?

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Und was für Diagnosen?
    Mit Diagnosen meinte probdi die ganzen Dinge, die Du aufgezählt hast, wie Soziale Phobie und Borderline, die ja alle Krankheiten sind und somit von einem Arzt diagnostiziert werden können. Viele, wie ich, üben Selbstdiagnostitazion aus. probdi ist der Ansicht, dass das besser ein Arzt tun sollte. Und ich übrigens auch.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Ist das normal, wenn ich Panikattacken bekomme wenn viele Menschen um mich sind, ich extreme Angst habe ausgelacht oder sosnt wie abgelehnt zu werden und mir alles viel zu viel wird und ich schnell belastbar werde? :/
    Daran ist nichts normal. Diese Frage ist aber auch nicht sonderlich wichtig. Vielmehr solltest Du nach dem Warum fragen.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Wut ausgedrückt ist schon lange her...
    Jetzt wird's Zeit! Aggression ist ein völlig normaler Teil des Menschen. Drücke doch mal Deine Wut aus.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Bei gibt es leider nur Verzweiflung bis tiefe Verzweiflung. Freude spüre ich etwa 1-5 Minuten wenn ich Hobbys nachgehe. Aber wirklich richtige Happy-Phasen gabs schon ein paar Jahre vor der Pubertät gar nicht mehr und ich bin jetzt 16.
    Und den Grund dafür kennst Du bestimmt auch.

    Zitat Zitat von 0Miku0 Beitrag anzeigen
    Beziehung in der Familie ist eher nicht so gut.
    Könntest Du das bitte ein wenig erläutern? Siehe auch probdi's letzten Beitrag.
    Geändert von Exot (22.06.2011 um 20:46 Uhr)

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Exot für den sinnvollen Beitrag:

    Regenwurm (23.06.2011)

  10. #8
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    Erstmal Danke euch allen für die Hilfe.

    Was du unmittelbar tun kannst ist wirklich intensiv Sport treiben.
    Was nützt das aber? Ich hasse Sport... ich bin auch total schlecht und das wirklich in jedem Sport. Glaubt mir, ich habe verschiedenes ausprobiert und ich bewege mich sonst schon gerne. Aber Sport und Ich passen einfach nicht zusammen.

    Was ist mit deinem Freundeskreis? Freundin?
    War nie vorhanden. Nur Gesprächspartner, aber ich kann niemanden mehr vertrauen. Eben weil manchmal doch solche Sprüche rauskommen und dann wars das mit der Person :/

    Was ist los mit deiner Familie.
    Meine Mutter mag ich nicht, weil sie einfach total komisch drauf ist und extrem launisch und ausserdem mag ich ihren jetzigen Partner überhaupt nicht. Aber i-wie ist es mir auch völlig egal - das ist ja das schlimme

    Geschwister alle noch viel zu klein (1 und 4) und meine älteren sind lange nicht mehr hier oder sind irgendwie arbeitslos in irgendeiner alten Wohnung ohne irgendwelche Zukunft. Ausserdem sind wir auch finanziell schlecht drann und deshalb ist mir meine Familie so ziemlich egal. Ich bin bald sowieso weg :/
    Hört sich das verrückt an??

    erzähle uns doch einmal, warum Du Borderline vermutest.
    Ja ich weiss nicht... ich hab solche Ängste und Panikattacken und ich habe auch Schlafstörungen, Alpträume und ständig würd eich nur schreien und ich höre nach der Schule jedesmal stundenlang extrem laute Musik damit ich alles vergessen kann und in einer Traumwelt versinken kann! Ich lass dann meine Gefühle i-wie raus, aber das Problem ist nur, dass es niemand sehen und hören kann... Ich fühl mich eifnach immer total verzweiffelt und ich wäre auch schon lange nicht mehr hier, wenn ich nicht mein ein bestimmtes Ziel im Leben hätte... Das ist dann noch ne ganz andere Geschichte, auch voller Ängste und so weiter... Ich hasse mich auch selbst, mir ist es egal was mit mir ist. Ich style mich nicht mehr, ich trage das was nötig ist, nichts spezielles - und das obwohl ich sehr auf sowas achte und so. Ich finde mich auch nicht gerade... sagen wir mal "hübsch". Und dann kommen noch Sprüche von anderen, und da hör ich genau das gleiche. Sozialephobie glaube ich, weil ich Angst vor Kontakt mit Menschen habe. Ich fühle mich sooooo unwohl in der Schule, im Einkaufszentrum, auf der Strasse - überall! Aber ich will auch nicht einsam und alleine sein

    Du sagst, Du hättest erst vor kurzem noch geweint. Aber öffentlich? Bist Du zu Deiner Mutter oder Deinem Vater mal hingegangen und hast gesagt, dass Du fertig mit den Nerven bist und Du sehr traurig und tief verzweifelt bist? Und hast Du ihnen auch gesagt, dass Du sauer und wütend bist? Denn das scheint mir unter diesem Umstand...
    Nein, ich meinem Zimmer.

    Warum genau? Wovor genau fürchtest Du Dich?
    Ausgelacht zu werden, gemobbt zu werden, nicht akzeptiert zu werden, allein gelassen zu werden. Hab aber auch Angst an einem Ort zu gehen wo mich alle nur anstarren und ich mich dann ständig so künstlich bewegen muss und ich weiss genau wie *******e das ausschaut! Ich weiss wie dumm und schräg ich laufe dann oder was für Gesichstzüge ich mache... deshalb lass es ich es einfach sein. Ich hab auch Angst vor der Zukunft und wenn mich jemand fragt was ich werden möchte, dann kommen gleich wieder meine Depressionen Ich zögere es immer aus. Deshalb bin ich auch immer zu spät. 5 min, manchmal auch 1-2 Stunden und ich sage dann nur ich hätte verschlafen. Ich gehe hin, aber ich leide wirklich auf dem Weg. Es ist echt unbeschreiblich und es hört sich echt krank an...

    die Angst gemobbt zu werden, überflüssig wird.
    Das wird sie aber nicht Ich will auch Anerkennung und das man mich für meine stärken lobt. Das passiert eigentlich nie (vllt weil ich sie auch nicht zeigen, aber auch nur weil es mir *******e geht. Teufelskreis...). Und dann ist da eben auch das Gefühl wenn mich jemand fertig macht.

    Und nach meinem Vorhergesagten weißt Du jetzt sicher auch, was dieses Etwas ist, richtig?
    Ich glaube schon...

    Da ja heute schon ein Tag weiter als gestern ist: sag uns doch mal, ob Du da warst oder nicht?
    Ich war gestern da... ich schwänze nur ganz schlimme Sachen wie alles was mit Sport zu tun hat und grosse Veranstaltungen. Ich gehe sonst zur Schule... nur eben mit dieser Angst und oft zu spät und unvorbereitet weil ich den ganzen Tag nur abgelenkt bin. Auf dem Weg zur Schule muss ich wieder daran denken und dann kommt alles wieder hoch und ich weiss jedesmal: "So, jetzt bkeomm ich gleich Ärger!". Ist dann auch so => und wieder sinke ich tiefer und tiefer

    Damit tust Du der Tante aber auch einen ziemlich großen Gefallen, verstehst Du den ganzen Witz?
    Ja schon...

    Und wie ist es inzwischen? Bist Du schon zu einem Beschluss gekommen?
    Noch nicht :/ Ich hab nur noch 1 Jahr Schule...

    Jetzt wird's Zeit! Aggression ist ein völlig normaler Teil des Menschen. Drücke doch mal Deine Wut aus.
    Ja und wie? Ich schreibe oftmals über meine Ängste und Probleme... ich singe ja auch gerne und viel und schreibe eigene Songs. Ich verarbeite das meiste da, aber es geht mir überhaupt nicht besser. Niemand der zuhört, de rmich versteht... so kommt es mir vor vllt auch weil ich Angst habe, dass ich gar nicht so gut bin wie ich immer denke und dann wäre somit mein Traum, mein Ziel, zerstört und dann wüsste ich wirklich nicht weiter. Und ich meine das ernst... ich habe mich immer an dem festgehalten, alles draufaufgebaut und wenn mir etwas Hoffnung gibt, dann das. Ich gehe also auch hier allem nur aus dem Weg und heule dann nur rum

    Und den Grund dafür kennst Du bestimmt auch.
    Vllt kommt das daher, weil mir etwas fehlt. Ich will nicht hören, dass ich unrealistisch bin... aber vllt ist es doch so? Ich hab aber auch diese anderen Ängste, weshalb ich immer so verschlossen bin und mich nie öffne. Und wenn ich mich nie öffne dann bleib ich auch immer hier sitzen und komme nie weiter


    Also das totale Chaos und kein Weg ist der richtige. Es ist alles wie ein Labyrinth
    und langsam frag ich mich ob es überhaupt so einen Ausweg gibt, wie ich ihn haben will/ suche. (symbolisch gemeint)

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