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Thema: Angst vor Sexualtherapie

  1. #1
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    Unglücklich Angst vor Sexualtherapie

    Hallo zusammen!

    Ich habe beschlossen eine Therapie zu machen, weil ich sexuelle Probleme habe. Ich hatte schon einen Termin und dachte, dass es nach dem ersten Termin besser wird, aber nun bin ich noch viel verzweifelter als vorher. Ich kann mir einfach nicht vorstellen über meine Probleme zu reden. Ich hatte schon beim letzten Termin Probleme was zu sagen und da ging es noch nicht mal wirklich in die Tiefe. Ich fühle mich dann total leer und bekomme gar kein Ton raus, mein Mund wird trocken und ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Dann schäme ich mich dafür, dass ich nichts sagen kann und denke: "Du musst jetzt irgendwas sagen" - aber ich schaffs einfach nicht. Es sind noch 10 Tage bis zum Termin, aber ich habe jetzt schon Bauchschmerzen und mir kommen die Tränen, wenn ich daran denke.
    Vielleicht ist unklar weshalb ich dann die Therapie machen muss/will:
    wie gesagt, ich habe sexuelle Probleme, die schon meine letzte Beziehung belastet haben. Mein Exfreund wollte damals schon immer, dass ich eine Therapie mache - aber allein hab ich es nicht geschafft. Nun habe ich seit einem halben Jahr wieder einen Freund. Er unterstützt mich und kommt auch mit. Aber wenn sich nichts ändert, dann werde ich ihn verlieren.
    Er hätte die Beziehung schon beinahe beendet. Dann haben wir beschlossen zusammen die Therapie zu machen. Nach dem ersten/letzten Termin habe ich erstmal keinen neuen Termin ausgemacht, weil mich das ganze zu sehr belastet hat und ich meine Bachelorarbeit erst fertig bringen musste. Die ist nun abgegeben. Nun muss ich die Therapie angehen, weil ich sonst meine Beziehung verliere. Ich habe Angst, dass ich das nicht packe. Auch habe ich Angst vor dem, was da auf mich zukommt.

    Kann mir jemand sagen, was da auf mich zu kommt und mir Tipps geben, wie ich jetzt damit umgehen kann? Und bitte nur Dinge, die mich positiv beeinflussen - keine "Angstmacher", die kann ich momentan wirklich nicht gebrauchen!

  2. #2
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    Guten Morgen,

    was da auf Dich zukommt kann vermutlich hier keiner beantworten, da nicht klar ist, worin Deine Probleme bestehen. Aber eines solltest Du Dir vor Augen führen, der Therpeut ist kein Monster, das Dir was Böses will, sondern er hat es sich zur Aufgabe gemacht Menschen bei Ihren Problemen zu helfen, so möglich.

    Und Hilfe suchst Du doch letzten Endes. Er wird Dich zu nichts zwingen was Du nicht möchtest, das wird eher durch Deinen inneren Druck oder den Deines Freundes der Fall sein.

    Würde es Dir besser gehen, ohne Deinen Freund dorthin zu gehen und alleine mit ihm zu sprechen (das kann sehr hilfreich sein)?
    Ich denke Du hast weniger Angst vor dem Therapeuten, als davor, Deinen Ängsten im sexuellen Bereich in die Augen zu schauen und das macht Dich so fertig. Versuch es so zu sehen, dass dies ein Weg aus der Angst heraus sein könnte.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Kraft dazu hast.

    LG

  3. #3
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    Guten Morgen,
    ein sehr schweres Thema die sexualität da über die Medien ja viel als normal betrachtet wird und jeder alles kann nd will. Die wirklichkeit sieht etwas anders aus jeder von uns hat seine Grenzen und die sind wichtig und gut. Deine NAgst mit einem Fremden was der Therapeut auch ist zu sprechen dich ihm anzuvertrauen ist normal. Versuche langsam ein Gefühl zu entwickeln in wie weit der Therapeut und du überhaupt miteinander klar kommt. Prüfe für Dich ob die chemie zwischen euch auch stimmt. Wenn das so ist fühlst du dich sicherer un dkannst mit der Zeit in deinem Tempo auch offen werden.
    Lass Dir Zeit und setzt Dich nicht unter Druck.
    Marco

  4. #4
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    Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, daß unter dem Druck, unter dem Du stehst, ("ich verlier sonst meinen Freund") was gutes bei rauskommt. Und schon gar nicht, wenn Ihr schon nach dem ersten Termin die Erwartung habt, daß bereits etwas "besser" wird. Was überhaupt "besser" wäre, das wissen wir ja nicht.

    Ich hoffe, der Therapeut ist eine Frau? - Ich finde die Frage von So Ham sehr erwägenswert: ob es wirklich so gut ist, daß Dein Freund mitkommt. Vielleicht bis zur Tür, aber beim Therapiegespräch? Er soll Dich unterstützen, ja. Und das wäre für mich in allererster Linie mal Rücksicht. Zunächst mal sollte er Dir versichern, daß er Dich nicht verläßt, wenn Du nicht demnächst mit ihm schläfst. Unter Druck hat man i.d.R. auch keinen Spaß am Sex.

    Gruß Rhett

  5. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Rhett66 für den sinnvollen Beitrag:

    So Ham (02.12.2010)

  6. #5
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Myosotis.

    Also mir scheint das auch eine seltsame Mischung zu sein, ich würde mich da So Ham und Rhett anschießen.
    Warum muss Dein Freund denn unbedingt mit und warum ist es ausgemachte Sache, dass er Dich sonst verlässt?

    Hat er Dir die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: „Wenn das nicht klappt, dann war’s das?“
    Kommt er mit, weil er liebevoll ist und Verständnis hat – warum sollte er dann abhauen?
    Oder will er Dich kontrollieren?

    Oder willst Du ihn etwas beweisen, etwa, dass Du alles versucht hast, aber „es“ einfach nicht klappt, was auch immer das ist.

    Mir kommt es irgendwie vor, als hättest Du für Dich überhaupt kein Interesse an einer funktionierenden Sexualität und als würdest Du nur zur Therapie gehen, um Deinem Freund einen – nach meinem ersten Eindruck, halbherzigen – Gefallen zu tun.
    Warum interessierst Du Dich denn nicht dafür, einen wichtigen Bereich, der ja zu einem glücklichen Leben gehören kann, (zurück) zu erobern?

    Gruß,

    Schatten

  7. #6
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    Hallo,
    erstmal danke für Eure Antworten.

    Zu den Rückfragen:
    "Aber eines solltest Du Dir vor Augen führen, der Therpeut ist kein Monster, das Dir was Böses will, sondern er hat es sich zur Aufgabe gemacht Menschen bei Ihren Problemen zu helfen,…"
    Das ist mir schon klar, aber ich hatte ja schon wie gesagt beim ersten Termin Probleme überhaupt etwas zu sagen und darüber zu sprechen.
    Ich bin froh, dass mein Freund mitkommt - ohne ihn würde ich das gar nicht schaffen. Ich habe mit ihm in den letzten Monaten ja auch über die Probleme gesprochen und wir haben beschlossen, dass er dem Therapeuten berichtet, was er dazu sagen kann. Darüber bin ich schon mal sehr erleichtert, aber er kann mir das eben nur zu einem geringen Teil abnehmen.

    Ich habe nicht die Erwartung dass es sexuell nach dem ersten Termin besser wird, sondern dachte, dass ich nach dem ersten Termin weniger Angst vor dem nächsten Termin habe - aber dem ist, wie gesagt, nicht so - eher im Gegenteil.
    Der Therapeut ist leider keine Frau, aber die Therapeutin, bei der ich vorher war, der konnte ich schon nach dem ersten Blick nicht vertrauen. Zu der würde ich nicht mal gehen, wenn sie nur Hausärztin wäre.
    Mein Freund ist rücksichtsvoll. Er erwartet auch nicht, dass wir demnächst miteinander schlafen. Für ihn ist nur wichtig, dass ich die/eine Therapie mache, dass ich etwas ändern will. Ich habe halt nur Angst, dass ich das nicht durchhalte oder es einfach nichts nützt. Jetzt mag er sagen, dass er nur meine Bemühungen sehen will. Aber wenn es nicht funktioniert, was dann? Er hatte ja schließlich schon mal das Gefühl, dass sich nichts ändert und hätte deshalb beinahe Schluss gemacht.

    @ Schatten: einige Deiner Fragen/Aussagen, habe ich ja schon beantwortet.
    Dass ich ihm was beweisen will, ist völliger Blödsinn und auch dass ich kein Interesse an einer funktionierenden Sexualität habe. Wenn es darum ginge etwas zu beweisen, würde ich mir hier nicht so viele Gedanken machen - meine Sorgen sind sehr ernst! Und ich weiß, dass es vorwiegend mir einen Vorteil bringt, die Therapie erfolgreich hinter mich zu bringen. Ich fühle mich nur ziemlich überfordert mit der Situation gerade.
    Helfen tun mir solche Rückfragen nicht wirklich! - Aber trotzdem danke fürs "sich damit beschäftigen"

  8. #7
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hi Myosotis.

    Hm.
    Was würde Dir denn helfen können, Deiner Meinung nach?

    Gruß,

    Schatten

  9. #8
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    Hi Schatten,
    na was ich in meinem ersten Beitrag (letzter Absatz) geschrieben habe:

    "Kann mir jemand sagen, was da auf mich zu kommt und mir Tipps geben, wie ich jetzt damit umgehen kann? Und bitte nur Dinge, die mich positiv beeinflussen - keine "Angstmacher", die kann ich momentan wirklich nicht gebrauchen!"

    Ok, was auf mich zukommt, kann mir hier vermutlich niemand sagen, aber ich hatte vorwiegend auf Tipps gehofft, wie ich mit der situation jetzt umgehen kann.
    Gruß Myosotis

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